Beiträge von Climbingfreak

    Hi,


    Helvella-Bestimmungen ohn Mikroskopie sind immer etwas äähm blöd. Ich habe leider auch wenig Erfahrung in der Gattung, so dass ich auch erst die Mikroskopie und einen guten Schlüssel bemühen müsste.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    ja das hast du soweit richtig erkannt. :daumen: Besser wäre es, wenn du Pilzhüte auf einer Glasplatte aussporen lässt. Nur noch 2-3 Anmerkungen. Egerlingsschirmlinge haben nix mit Schirmlingen (Gattung Lepiota) zu tun. Das ist dann schon wieder was anderes. Schirmlinge sind allesamt giftig bis giftverdächtig; manche sogar tödlich giftig.


    2. Selbst, wenn du eine Gattung richtig erkennst, dann hast du auch noch keine Gewähr, dass alle Arten in der Gattung essbar sind. Beste Beispiele sind die Champignons (ja da gibts auch giftige) und Amanita (Wulstlinge, Knollenblätterpilze). In dieser gibt es sehr schmackhafte Speisepilze, bzw. auch tödlich giftige, bis sehr giftige Arten.


    l.g.

    Stefan

    Vielen Dank an euch beide!

    Pilzliesl dein Beitrag wurde gleich drei mal gepostet. 😁

    Habs korrigiert; jetzt ist er nur noch einmal da. ==Gnolm7Das ist ein Bug, der manchmal auftritt. Wenn eine Fehlermeldung kommt nach dem Erstellen eines Beitrages, dann diese ignorieren. Wenn du da auf Wiederholen drückst, kommen diese Mehrfachposts.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    ich hatte gestern 2 Fälle mit Karbolivergiftungen zu betreuen. Aufklärung tut schon Not; allerdings ist das immer so eine Kiste. Derzeit stehen die Karbolis massig in den Gärten/Hinterhöfen von Dresden rum. Die Leute meinen dann "leckere" ungiftige Champis zu essen und dann kommt das böse Erwachen. Es ist wirklich schlimm, wie viele Leute denken, dass es bei den Egerlingen keine Giftpilze gibt; Zuchtchampi du kannst auch ein Fluch sein.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    der weiße kleine ist ein Helmling; Mycena cf aetites; der große gelbe sieht mir sehr nach Gymnopilus junonius=Beringter Flämmling aus. Dort wo der wächst, müssten Holzreste im Boden sein.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    (welcome)


    sehr schöne Vorstellung. Ich bin übrigens Biochemiker; Diplom 2006 ;)


    Du hast ganz schön viele Anfragen in dem Thread vielleicht wäre es gut pro Thread max. nur 4-5 Pilze anzufragen, sonst leidet die Übersichtlichkeit.


    1. Schopftintling passt.

    2. nicht näher bestimmbarer Röhrling; wahrscheinlich ein Filzröhrling. Leider fehlen wichtige Details, wie Draufsicht auf die Unterseite und Stielrinde, sowie Schnittbild. So nicht bestimmbar. Spekulieren könnte man hier auf einen Xerocomus s.st.

    3. Gymnopus androsaceus, Marasmius wettsteinii oder Gymnopus perforans; je nachdem

    4. wahrscheinlich Gymnopus cunfluens

    5. Tremiscus helvelloides

    6. Calocera viscosa

    7. verschimmelter Filzröhrling

    8. Ramaria sp.

    9. ?

    10. Hypholoma oder Gymnopilus sp.

    11. Lacatarius sp.

    12. Morganella pyriforme

    13. Russula cf nigricans in alt

    14. Filzröhrling; wahrscheinlich ein Xerocomellus

    15. passt

    16. Hyphloma fasciculare

    17. +18 fehlen Detailaufnahmen der Unterseite, ggf. noch Schnitbild

    19. Chlorophyllum sp.

    20. Lycoperdon cf excipuliforme

    21. Ramaria sp.

    22. Morganella pyriforme

    23. Coprinopsis sp.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    immer hübsch langsam: :)


    1. Hier im Forum gibts keine Verzehrsfreigaben, weil wir alle anhand der Bilder nicht einschätzen können, ob die Fruchtkörper von der Frische her noch genießbar sind. Alles andere wäre unseriös.

    2. Braucht es für eine genauere Bestimmung zumindest ein Schnittbild; ich wäre mir mit einer "Ziegenlippe" hier nicht so sicher. Ich denke da eher an einen Xerocomellus oder Hortiboletus.



    Zuletzt für dich nur zur Info gw_018 in der Optik gibt es in Europa keine Giftpilze.


    l.g.

    Stefan

    Hey Pablo,


    Der Stiel war leider so matchig, dass ich die Stielbasis hätte ausgraben müssen. Leider war es in der Nähe meiner Arbeit wo ich nicht genauer sein konnte. Aber Amanita hört sich schonmal gut an. Hatte mich gewundert so einen Wulstlingartigen Pilz in so einem Wiesenbereich zu finden.


    Vielen Dank und Grüße

    Wenn ein Baum in der Nähe stand, ist das gar nicht mal so uingewöhnlich.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    1. Champi

    2. Vascellum pratense

    3. wahrscheinlich Psathyrella

    4. Champi

    5,6,7. Sclerodermas

    8. Coprinopsis sp.

    9.+10. Volvariella sp. der mit dem grauen Hut kannst du mit V. murinella abgleichen

    11. der vilolette: wahrscheinlich eine Lepista

    12. ein Rotfuß


    So das wars; den Rest können gerne andere ergänzen. ;)


    l.g.

    Stefan

    Come on! Da muss doch auch makroskopisch noch was gehen... Kann man nicht nochmal über besondere Merkmale gehen? Ich finde z.B. das Velum partiale hier schon außergewöhnlich. Man sieht hier wie es sich gewissermaßen beim aufschirmen "auflöst" bzw. zum größeren Teil am Hutrand zurückbleibt. Es wird nicht allzu viele Arten geben, die quasi keinen Ring besitzen...

    Oder der gezonte Stiel?


    LG Lukas

    Hi,


    Zühli hat vollkommen recht. Champibestimmung ist alles andere als einfach. Ohne Chemie, Mikroskopie, genaue Betrachtung der Velumverhältnisse ist da eine Bestimmung kaum möglich. Auch mit den genannten Merkmalen kommt man sehr oft auf Agaricus sp., denn die Literatur dazu ist oft spärlich und widerspricht sich selbst. Ohne die beiden Parra-Bände ist in der Gattung nix mehr zu holen!


    Ansonsten meine ich bei deinem Fund eine Velumsocke zu erkennen, was auf die Sektionen Bivelares oder Chitonioides hinweist.


    l.g.

    Stefan


    Stefan war schneller bzgl. dem braunen Ritterling. Braune Ritterlinge sind steiniges (und damit Climby-)Terrain g:D, nicht meins. Ich hätte ihn spontan als T.ustale angesprochen.

    Hihi, danke für das Kompliment. Bei der Ökologie bleibt nur ustale übrig, der bei feuchtem Wetter sehr schleimig ist. Leider steht das nirgends; das sind eigene Funderfahrungen.


    Zu den Schwefelköpfen; das kann gut H. capnoides sein; nur waren mir die Hüte etwas zu hell. Ist halt schwierig bei farbverfälschten Fotos da was belastbares zu sagen.


    l.g.

    Stefan

    Klar, ich hatte gestern meine wortschöpferischen Tag (inzwischen ist Mitternacht durch). ==Gnolm19==Gnolm7

    Hi,


    feine Funde. Ich muss bei 2-3 Sachen doch intervenieren.


    3. Der Ritterling sieht komisch aus. Das ist nie und nimmer T.fracticum/batschii. Der sieht so aus:


    https://de.wikipedia.org/wiki/fastberingter_ritterling


    Was immer das ist. Das sieht aus wie eine Mischung aus T. ustale, T. pessundatum und T. stans. Wie war denn die Ökologie des Fundortes? Was waren dort für Baumarten?


    Zur Hypholoma marginatum: der sollte so aussehen:


    hypholoma_marginatum.html


    Entweder ist dein Fund ein verkappter Grünblättriger oder was anderes aus der Gattung. Ich würde hier mal das Mikro bemühen oder noch zum Fundort hingehen, wenn die etwas reifer sind.


    Deinen unbekannten auf Wiese kannst du mit Echinoderma aspera vergleichen.


    l.g.

    Stefan

    hallo Stephan,

    in fungi of temperate europe wird noch ein L. schistophilum beschrieben.???!!!

    Hi,


    ja das mag sein. Ich kenne das Werk nicht. Schau mal in den Artikel von Peter Welt und Christoph Hahn, wo beide diese Art vorstellen. Dann wirst du sehen, dass das der obige Fund nicht sein kann; schon allein deshalb, weil L. schistophilum einen dunkleren Hut hat. Zudmindest ist das eine Art, die auf Schiefer bei Birke kommt. Der obige Fund stammt aus einem Moorgebiet.


    https://www.dgfm-ev.de/publika…fuer-deutschland/download


    l.g.

    STefan

    Und bitte nicht Kartoffelboviste und mit Bovisten in einen Topf werfen. Die Sclerodermas gehören zu den Boletales, während Bovista (und Lycoperdon s.l.) zu den Agaricales gehören. Aber das nur am Rande. Ich bin hier auch bei einer Scleroderma, bzw. mit sehr viel Wohlwollen bei einer Rhizopogon. Auf jeden Fall ist das ein Basidiomycet.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    ich schreibe jetzt noch auch mal was. :) Schließlich habe ich ja gerade auf der Sachsentagung einen Leccinum-Vortrag gehalten. Also ich halte mich an meine beiden Lieblingsleccinulogen nämlich PeterW und Christoph. ==Gnolm7


    Das ist aus meiner Sicht Leccinum cyaneobasileucum aufgrund der blauenden Stielbasis. Aufgrund des hellen Hutes ist das auch L. cyaneobasileucum im Sinne von Lannoy und Estades. Leccinum holopus darf im Schnitt keinerlei Verfärbungen zeigen; analog L. scabrum.


    Zudem ist laut Christoph noch L. nucatum von L. holopus zu trennen. Ersterer ist größer und hat sparrige abstehende Stielschuppen.


    l.g.

    Stefan