Beiträge von Climbingfreak

    Hi,


    wobei man auch beachten sollte, dass gerade saprobiont lebende Korallen gerne mal in Mastformen auftauchen können. Ich erinnere mich spontan gerade, dass Toffel eine sehr merkwürdige Koralle auf einem Parkplatz im Rindenmulch gefunden hat. Es war eine simple R. stricta; mikroskopisch abgesichert und auch von Josef bestätigt. :)


    l.g.

    Stefan

    Hi Jule,


    recht hast du. :/ Inzwischen "bereue" ich schon fast, dass ich hier angefangen habe über die Tagung zu berichten. Ich hatte ehrlich gesagt nicht mit solchen Reaktionen gerechnet. Wenn ihr aber skeptisch meinem Bericht gegenüber eingestellt wart, dann hättet ihr mir das auch gerne sagen können; ich hätte es auch ansonsten gerne gelassen und meine Zeit für die Erstellung des Berichtes anderweitig genutzt.


    l.g.

    Stefan

    Ja in dem Fall sogar ausnahmsweise treffend. :) Ansonsten wirken meist die Namen immer so aufgesetzt-sperrig. Gerade bei den Risspilzen und Tintlingen z.B. finde ich deutsche Namen in vielen Fällen irgendwie unpassend.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    passt aus meiner Sicht. ==Gnolm8 Der Geruch macht die Art ja schon sehr gut erkennbar. Riecht wie I. fraudans nur nicht ganz so stechend (undefiniert süßlich, aber keinesfalls nach überreifen Birnen).


    l.g.

    Stefan

    Hi Ben,


    interessant. Seit wann schreibst du hier in Englisch. Außer Ramaria sp. kann ich hier wenig dazu sagen. Ich befürchte, dass dein Fund, wenn überhaupt, sich nur mikroskopishc lösen lässt.


    l.g.

    Stefan

    Hallo ihr lieben,


    um den Jahreswechsel flatterte überraschend eine Einladung zu einer Phytopatho-Kleinpilztagung ins Haus. Die Gästeliste war im wahrsten Sinne des Wortes hochkarätig zu nennen, denn fast alle Experten haben zugesagt. Für mich war es sehr spannend die ganzen Leute mal kennenzulernen, denn immerhin stellen sie in der ZMykol ja regelmäßig spektakuläre Funde vor.


    Selbstverständlich habe ich nicht lange überlegt und zeitnah zugesagt, denn bei der ganzen Fachkompetenz konnte das nur interessant und lehrreich werden. Zur Tagung bin ich ohne große Fundambitionen angereist. Ich wollte viel mehr die Chance nutzen mir noch 1-2 Kniffe zur Pflanzenbestimmung von den Experten abzuschauen, denn das ist bei mir immer das Hauptproblem. Wenn ich einmal die Pflanze weiß, ist der Rest dann meist recht einfach; Klenke/Scholler und Jules neuem Buch sei dank. ==Gnolm3==Gnolm7


    Ich kann es auch schon vorweg nehmen. Das war die lustigste Tagung, an der ich jemals teilgenommen habe. Es herrschte eine lockere Atmosphäre und es gab sehr viele ironische, bzw. lustige Kommentare; teilweise auch von Leuten, die ich vorher nicht so kannte.


    Genug der Vorrede:


    Freitag, 30.8. 14 Uhr Treffen am Tagungsort war angesagt. Es ging auf einen "Berg" in der Nähe von Wittenberg.



    Die Suche ging sofort los ==Gnolm11



    bzw. liefen die letzten Vorbereitungen



    Einer der wenigen Funde von mir auf der Tagung. Neben einem Misthaufen fiel mir ein kräftiges Gras, was mir als Hühnerhirse - Echinochloa crus-galli vorgestellt wurde, auf. Friedemann meinte, dass wir dort gleich noch den Brand daran suchen könnten. Er hats kaum ausgesprochen, da fielen mir schon die Brandbutten/Brandgallen von Ustilago trichophora auf.



    Die Sporen sind unspektakulär, wie Ustilago-Sporen meist aussehen. Sie haben eine "dicke" und eine "dünne" Seite. Unterm Mikro sieht das ein bisschen so wie ein Halbmond aus. Dort wo die "dünne" Seite ist, werden die Sporen auskeimen.



    Der nächste interesante Brand folgte sofort; diesmal einen Brandpilz in Glatthaferähren - Arrhenatherum elatius. Im Klenke/Scholler heißt der noch Ustilago avenae; Jule hat aber im Laufe ihrer Forschung festgestellt, dass das eine andere Art sein muss. Der Pilz heißt (auf Glatthafer) Ustilago perennans. Besonderheit für mich hier war, dass die Sporen fein punktierten Warzen aufwiesen. Das kannte ich so von einer Ustilago-Art noch nicht.




    Eryngium campestre - Feldmannstreu erkenne ich inzwischen; leider wurde die Entyloma dran nicht gefunden.



    Ebenso traue ich mir schon die sichere Bestimmung von Falcaria vulgaris - Sichelmöhre zu. Leider auch ohne Rost.



    Es folgte wieder ein besonderer Fund; die Kasubenwicke - Vicia cassubica, von der ich noch nie was gehört habe. Gut, die Fabaceaen habe ich erstmal außen vorgelassen. An die hab ich mich noch nicht so rangetraut. Das markante Bestimmungsmerkmal der Art soll die Spitze an den Enden der Blättchen sein, wenn ich mir das richtig gemerkt habe. Später wurde dann auch noch ein Rost an einer anderen Pflanze gefunden. Als was der inzwischen bestimmt wurde, weiß ich nicht.


    Beginnendes Öffnen der Aecien von Gymnosporangium sabinae - Birnengitterrost.



    Ansonsten zeigte sich iwie immer das gleiche Bild. Meschen, die in mehr oder minder gebückter Haltung (manchmal auch aufrecht) über die Flächen streiften.



    Die gemeinsamen Abende waren immer sehr gemütlich und enstspannt; bei knapp über 20 Teilnehmern, kein Wunder.



    Ich war sehr froh, dass ich die beiden mal auf ein Foto bekam. ==Gnolm13



    Der tragische "Star" des ersten Abends war eine Fledermaus, die sich in unseren Tagungssaal verirrt hat. Selbstverständlich wurde sie gerettet, gefüttert und getränkt.



    Das war der erste Teil. Am 2. Tag ging es bei größter Hitze in die schattenlosen Elbauen. Ihr dürft gespannt sein.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    na ja Mutabilis aber auch. ;) Ich hab auch 1-2 Bücher, wo die Art als Pholiota mutabilis drin steht. Und auch sonst unterscheidet sich die Gattung Kuehneromyces, wenn überhaupt, nur marginal von Pholiota, makroskopisch, mikroskopisch und auch ökologisch. Ich vermute, dass die Gattung Kuehneromyces konserviert bleibt um die herausragenden Leistungen von Robert Kühner zu ehren.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    DAS Pilzmikroskop gibt es nicht. Es ist ein Durchlichtmikro, mit 10er, 40er und 100er Immersionsobjektiv; ggf. auch 90er und der Möglichkeit die Größen von Strukturen auszumessen. Phasenkontrast kann ggf. Sinn machen; ebenso DIC.


    Ansonsten gibts bei "Pilzmikros" nix weiter zu beachten. Natürlich ist es immer empfehlenswert eins der großen Marken zu nehmen; andererseits gibts auch von Motic sehr gute Mikros zu einem annehmbaren Preis.


    l.g.

    Stefan

    Hallo ihr lieben,


    gerne wäre ich mit dabei gewesen. Leider ging das nicht, weil ich just an diesem WE schon auf der Phytopathokleinpilztagung war, von der ich selbstverständlich auch noch berichten werde.


    l.g.

    Stefan

    Als er wächst unter einer Blaufichte. Es ist vermutlich etwas sauberer Boden. Kann dies ein essbarer Wiesenchampignon sein?


    Mfg

    Hi,


    nein das ist keiner aus dem A. campestris-Aggregat, denn die üppigen Stielringe passen nicht. Leider sehe ich zu wenig, bzw. fehlen wichtige Bestimmungsangaben, wie z.B. der Geruch und Schnittbild. Die Bilder sind leider ebenfalls unscharf.


    So bleibt leider nur die Diagnose Agaricus sp.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    na ja, das ist schwer. Es gibt einige Arten, die Blumentöpfen plötzlich erscheinen können. Deiner ist ein Weißsporer, also einer aus den Gattungen Leucoagaricus, Leucocoprinus oder Lepiota.


    Ohne mikroskopische Untersuchung und gescheiter Literatur ist der nicht bestimmbar.


    l.g.

    Stefan

    Hallo! Ich dachte, dass waere DAS Online Nachschlagewerk schlechthin. Gibt es zu 123pilze bessere digitale Alternativen? lg

    Hallo Wastel

    Für den normalen Pilzsammler ist das schon ein prima Nachschlagewerk! Es ist auch ein gutes Lexikon für unterwegs.

    Wenn du aber deutlich mehr willst, brauchst du teure Literatur oder schaust auf Webseiten, wo nur bestimmte Gattungen beschrieben werden. Dann sind oft auch Fremdsprachenkenntnisse nötig.

    Selbst für den "normalen" Pilzsammler ist das nicht geeignet. Da gibt es so viele falsche Bilder und Infos drin, dass es mich manchmal gruselt.


    l.g.

    Stefan