Beiträge von Craterelle

    Der Geruch der rohen Pilze ist zwar nicht so einladend wie z.B. von Anis-Champignons, aber in der Bratpfanne ändert sich das gewaltig! Die ganze Wohnung - nicht nur die Küche - ist in einer Aromawolke eingehüllt. Das würde ich als die hervorstechende Eigenschaft dieser Art bezeichnen. Im Gaumen mundet der Pilz zwar auch, kann vom Geschmack aber leider nicht ganz mit dem Duft mithalten. Etwas würzig, ein Hauch von harzig-herb, aber leider nicht der süßlich-aromatische Geschmack, den der Duft verspricht.

    Oha, vielleicht muss mein Geruchssinn mal zum TÜV. Wir haben den kürzlich auch einzeln verkostet, 4-5 schöne junge Exemplare, aber ich habe beim Braten nichts besonderes mitbekommen, was über die Aromen von Zuchtchampignons (okay, lange her...) hinausginge. Meine Gesamtnote fiel indes ähnlich aus.

    Hallo zusammen,


    Ich kann es aus ästhetischen Gründen durchaus nachvollziehen, einen optisch schön anzusehenden Pilz auf Kosten der Bestimmbarkeit eben nicht zu pflücken, zu zerlegen etc., sondern ihn in seiner Schönheit einfach für die nächsten Passanten zu belassen, die vielleicht einen Sinn dafür haben. Ich glaube, Doris & Helmut haben das ähnlich gehandhabt, und wenn die Bestimmung eben nicht im Vordergrund steht, finde ich das auch völlig ok.


    Ökologisch ist es vermutlich einigermaßen egal, aber in einem Gebiet unterwegs zu sein, wo haufenweise Pilze aller Arten ausgerupft, zerschnitten, zertreten herumliegen (letzteres zeugt wohl eher von blinder Zerstörungswut sein, aber das Entnehmen und Untersuchen vielleicht auch von Wissbegier), ist trotzdem manchmal bedrückend.


    Allerdings wäre es trotzdem hilfreich, die besonders schönen Bilder um vielleicht nicht so schöne zu ergänzen, auf denen weitere Merkmale erkennbar sind, z.B. weiter von unten zu fotografieren, so dass man mehr von den Lamellen sieht. Oder stelle es vielleicht lieber in "Pilze allgemein" oder Exkursionsberichte. Es ist ja nicht schlimm, auch dort zu fragen, ob das evtl. jemand anhand des vorhandenen Bildmaterials erkennt.


    Deinen Täubling mit dem bräunenden Stiel würde ich in der Sektion der Heringstäublinge suchen, aber das kann reines Wunschdenken sein, weil ich die gern mal wieder finden würde, allerdings von Täublingen weit weniger Ahnung habe als viele andere hier.

    Riech mal dran, ob du den Geruch als appetitlich empfindest. Für mich sind Birnenstäublinge eher nichts, was ich essen möchte. Die meisten Pilzbücher bezeichnen ihn als ungenießbar, meine ich.

    Natürlich kommt es immer auf die Art an, Morcheln zum Beispiel müssen für mindestens 20 min gekocht werden und der Dampf darf nicht inhaliert werden - hier besteht Vergiftungsgefahr durch Acetaldehyd und Hydrazin.

    Bringst du hier einiges durcheinander oder hast du Quellen für diese Aussagen?


    Mein Kenntnisstand ist, dass Hydrazindämpfe beim Kochen von Lorcheln, insbesondere der Frühjahs-Giftlorchel, die ja in mindestens einem Land immer noch gegessen wird, Vergiftungen auslösen können.


    Acetaldehyd wiederum ist meines Wissens an der Giftwirkung von Alkohol in Kombination mit einigen Tintlingen beteiligt und hat mit dem Erhitzen nichts zu tun.


    Und Morcheln zu guter Letzt können beim Verzehr das Morchella-Syndrom auslösen, soweit ich weiß sind die daran beteiligten chemischen Verbindungen aber noch unklar.


    Hier steht einiges zu den drei Vergiftungssymptomen.

    Filzröhrlinge sind eigentlich immer weich, wenn sie weit aufgeschirmt sind wie der in deinem Korb links. Selbst wenn sie noch halbkugelig sind, können sie schon weich sein. Ich nehme davon eher nur die im Babyalter mit.

    Nach meinem Verständnis ist nicht Cäsium als Element ein Problem, sondern nur dessen radioaktive Isotope. Und der Tschernobyl-Fallout war ja regional sehr unterschiedlich, insofern kommt es vielleicht auch drauf an, wo du sammelst.

    hier ist gut zu erkennen,

    daß Hut- und Stielfarbe gleich sind.

    Das ist bei den angefragten nicht der Fall.

    Das wird oft so beschrieben, ist aber laut Beorn nicht zwingend, s. Text und auch Bilder hier im Pilzportrait:



    Die Sporenpulverfarbe wäre hier evtl. hilfreich.

    Das Bild ist leider unscharf. Mild-harmonisch meinte Mr. Malone gerade noch. Ich finde die Perlpilze hier von der Konsistenz perfekt, wäre aber neugierig auf eine Kombination von denen und den "Krabbenkutter-Täublingen" (die ich leider viel zu selten finde).

    Angesichts der Schwemme wunderschöner madenfreier Perlpilze haben wir das auch nochmal nachgekocht, mit nur wenig Abweichungen vom Original:


    Pilze in eigenem Saft plus etwas Weißwein geschmort, Sud stark einreduziert und mitverwendet.


    An die Sauce außerdem noch etwas Guakernmehl, Zucker und ein wenig Senf.


    Das dürfte es an Unterschieden schon gewesen sein, und es war sehr fein (Heiratsanträge gab es allerdings keine).


    pilzforum.eu/attachment/448276/

    [Abseits des Themas: peri ich wollte mich schon freuen, mal wieder etwas von dir zu lesen, aber ich kam zu spät, du hattest es schon wieder gelöscht. Trotzdem fein, dass du hier wieder ein wenig aktiv bist.]


    Zum Thema: Ich verlasse mich beim Perlpilz in erster Linie auf die Rötung, und kontrolliere zusätzlich noch die Ringriefung. Ich habe bisher noch kein Exemplar gefunden, das rötet, aber ungerieft ist.


    Wenn ich einen nicht rötenden mit Ringriefung hätte, würde ich zunächst mal den grauen Wulstling annehmen, aber ... essen wollte ich den ohnehin nicht, und zur reinen Bestimmung könnte der Blick auf die Knolle und vielleicht auch der Geruch weiterhelfen?

    Welche Sporenpulverfarbe hatte er denn nun? Du schreibst elfenbein, was ich als hell mit gelblichen Tönen interpretiere, Pablo allerdings anscheinend als rosa.


    Im Sporenabwurf vor weißem Hintergrund scheint es sowohl gelbliche als auch rosafarbene Töne zu geben, oder ist das eine Reflexion von irgendetwas (das Rosa findet sich nämlich auch unten links, wo gar keine Sporen zu liegen scheinen)? In dem Teil vor schwarzem Hintergrund sehe ich eher gelb, zumindest da wo die Sporen liegen.


    Ich glaube, ich hätte mich zu keiner Kauprobe überwinden können.

    Ich denke eher an genau den von Pablo genannten. Die müssen nicht unbedingt unregelmäßig sein. Wichtig wäre das rosa Sporenpulver, außerdem kein Buckel (auch nicht unsichtbar, aber zu ertasten), und sehr typisch auch der geriefte Hutrand. Letzteren erkennt man leider auf deinen Bildern nicht scharf.

    Bei den Röhrlingen ist außerdem noch zu bedenken, den Frischegrad einschätzen zu können. Wegen der Goldschimmel-Anfälligkeit der weichfleischigeren Arten finde ich das durchaus relevant.


    Ich glaube, ich würde rotmilchende Reizker als beste "Anfänger-Arten" empfehlen.

    Und da war auch noch jener vermeintliche Perlpilz, der sich letztlich per Sequenzierung als rauer (nicht grauer) Wulstling entpuppte:



    Auch das bestätigt für mich, was du schreibst: es ist nicht trivial.

    Ich mag meilenweit danebenliegen, aber bei dem ersten gingen mir Flämmlinge durch den Kopf, und Nr. 2, könnte das evtl. Richtung Scheidlinge gehen? Im Bild sehen die Lamellen "extra frei", also überhaupt nicht direkt am Stiel beginnend aus (das habe ich so bei Scheidlingen noch nicht gesehen, nur mal bei kleinen Schirmlingen).

    Ein bisschen abseits deiner eigentlichen Frage, die ja schon beantwortet wurde: Ich habe auch schon die Erfahrung gemacht, dass Fahrrad und Pilze (oder auch Pflanzen) nicht so gut kompatibel sind, nicht mal auf +/- glatten Straßen. Feste Pilze leiden wahrscheinlich sogar im Stoffbeutel im Rücksack noch weniger als im direkt am Fahrrad befestigten Korb, weil du dann als Stoßdämpfer fungierst.