Hallo Bernd,
genau das würde ich darunter verstehen. Für mich sind im Grunde (fast) alle hier im Forum Hobbymykologen, weil wir uns beruflich nicht damit beschäftigen, sondern das eben als Hobby betreiben. Christoph (aka Tricholomopsis) ist promovierter Mykologe, den würde ich dann schon mal als Profi bezeichnen. Andreas beschäftigt sich zwar seit sehr vielen Jahren mit Pilzen und er verdient seinen Lebensunterhalt damit, aber wenn man es genau nimmt, ist er auch "bloß" Hobbymykologe. Dennoch können auch Hobbywissenschaftler trotzdem wissenschaftlich arbeiten.
Hallo Miteinander,
interessanter Thread in der relativ pilzfreien Jahreszeit. Ich finde, man tut Leuten wie Andreas, Harald und vielen anderen Amateurmykologen unrecht, diese als Hobbymykologen zu bezeichnen, obwohl sie mehr oder weniger wissenschaftliche Arbeit abliefern. Wie will man denn zum Beispiel Ditte Bandini einstufen, die sehr wertvolle Arbeit auf einem mykologischen Fachgebiet liefert, aber eigentlich in einem völlig anderen Fachgebiet promoviert tätig ist?
In einem anderen, eher massentauglichen Fachgebiet, wird dies anders gehandhabt - in der Astronomie.
Professionelle Astronomen haben das Thema studiert und verdienen auch ihren Lebensunterhalt damit.
Amateurastronomen verdienen ihr Geld eher nicht auf diesem Fachgebiet, leisten aber wichtige Arbeit durch Beobachtungen mit eigenen Geräten und duch Veröffentlichungen der Ergebnisse in der Fachpresse.
Hobbyastronomen hingegen erfreuen sich an ihren Beabachtungen und teilen diese mitunter in verschiedenen Medien.
Hier in der Mykologie ist das eigentlich sehr ähnlich. Wer sich einem Fachgebiet (oder mehreren) verschrieben hat, ist aus meiner Sicht ein Amateurmykologe.
Den Feldmykologen nach Definition der DGfM, als Materialbeschaffer der professionellen Mykologen, halte ich (persönlich) für - wie soll ich es sagen?! Andreas, hast du nicht gerade Lust, für Christoph ein paar interessante Belege zu sammeln, damit er demnächst was dazu veröffentlichen kann.?
Wobei das Beispiel etwas überspitzt ist. Wenn jemand wissenschaftlich fundierte Artbeschreibungen ableifert, ist er einfach mal ein Mykologe, zumal mit eigenem Autorenkürzel. Wo stände denn die Mykologie heute, wenn nur studierte Mykologen/Biologen so etwas könnten!
So what. Ingo