Beiträge von thorben96

    Hallo zusammen,


    nach langem überlegen, ob ich eine Arbeit irgendwo publiziere oder einfach hier im Pilzforum.eu veröffentliche, habe ich mich dazu entschieden die Arbeit hier zu veröffentlichen.

    Vor einiger Zeit kam bei mir die Frage auf, wie man denn die Cryptostroma corticale (Rußrindenkrankheit) erkennen kann und vor allem wie sie Mikroskopisch aussieht, aber auch welche Verwechslungsarten es gibt.

    Im Internet gibt es eine Vielzahl an Makroskopischen Bildern über die C. corticale, aber kaum Mikrobilder, denn meistens werden nur Konidien gezeigt.

    Auch gibt es keine Angaben zu Verwechslungsarten, die es nun einmal gibt und wichtig sind für eine genaue Beurteilung eines eventuellen C. corticale Fundes.

    Es werden in der Arbeit nur 2 häufige Verwechslungsarten gezeigt, aber es gibt sicherlich noch mehr.

    Jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim lesen und wenn Fragen sind einfach fragen :)


    Hier ist die Arbeit:

    Cryptostroma corticale und Verwechslungsarten T. Hülsewig (2019).pdf


    VG : Thorben

    Hallo Stefan,

    Nun meine Frage. Wie seht ihr das? Deutsche Namen wirklich immer angeben? Nur wenn es Sinn macht? Denn solche abschreckenden Beispiele gibt es auch:


    Sistotremella perpusilla - Ellipsoidsporiger Hartsporen-Multisterigmenrindenpilz
    Xenasma pruinosum - Zylindersporiger Zystiden-Pleurobasidienrindenpilz

    In solchen Fällen brauchts dann wirklich keine deutschen Namen mehr. Wie ist das für euch? Meist nenne ich ja die wiss. Namen. Schreckt euch das eher ab oder hättet ihr solche Deutschen Namen lieber als Antwort? Problem für mich ist meistens, dass ich deutsche Namen sowieso nicht kenne, bzw. mir merke und ich die auch erst googeln müsste.

    Die Frage ist doch eher, was du mit dem Namen anstellen willst und was andere mit dem Namen tun sollen.

    Gibst du den deutschen Namen an, dann werden weniger Ergebnisse in Google kommen oder gar noch andere dt. Namen, wo dann eine Diskussion aufkommt welcher denn der richtige ist.

    Klar, für viele ist ein dt. Name einfacher und so alltäglich wie die Pusteblume und der Löwenzahn, aber wirklich hilfreich sind sie nicht, wenn es darum geht wissen zu vermitteln.

    Die nächste Frage ist, wer vergibt die dt. Namen und was tun, wenn es noch keinen dt. Namen für den Pilz gibt.

    Meiner Meinung nach gibt es mit dem dt. Namen keinen Vorteil, sondern trägt nur zur Verwirrung bei.


    VG : Thorben

    Hallo Florian,

    Ist wohl gar nicht mal so selten, aber wird wohl oft übersehen. Jung sind die teilweise hübsch pink. Hattest du mal darauf geachtet, ob die Basidien bei deinem Fund 2- oder 4-sporig sind? Bei mir waren die durchweg 2-sporig, Klaus Siepe berichtet, dass es wohl auch Kollektionen mit 3-sporigen Basidien gibt.

    Ich hatte die Typhula auch erst als T. erythropus gesehen, aber trotzdem mal mitgenommen und dann gesehen, dass die Frk. eine rosa Farbe hatten.

    Bei mir waren die Basidien 4-sporig.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich möchte euch gerne einen nicht so häufigen Pilz zeigen, den ich am 09.11.19 auf Impatiens glandulifera gefunden hatte.

    Es handelt sich dabei um eine Typhula micans.

    Hier sind die Bilder:

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    Vermutliche Annelosporen Nr. 4 und Nr. 5

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    Sporen

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    7. Basidien


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,

    Schlüssel mal noch rasch bei Pluteus durch. Ich glaube, den hast du schnell raus.
    Und nicht von den einzelnen, etas deformierten Sporen ablenken lassen. :gzwinkern:

    Oje, auf Pluteus wäre ich im Leben nicht mehr drauf gekommen, weil ich diese eigentlich, vom Frk. her, größer in Erinnerung hatte.

    Ich komme auf Pluteus hispidulus.


    ich hatte mich ja bei dem Betreff schon auf einen Rötling gefreut, aber der kleine Dachpilz gefällt mir auch.

    Das ist wirklich schade, denn ich hatte so gehofft dir einen Rötling zeigen zu können und das ist es "nur" ein Dachpilz :/

    Aber vielleicht kommt beim nächsten mal ein Rötling dran :)


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    am Sonntag (17.11.19) fand ich im Wald einen interessanten kleinen Basidiomyceten.

    Unter dem Mikroskop hat sich dieser als eine vermutliche Entoloma entpuppt.

    Hier sind die Bilder:

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    Cheilozystiden Nr. 4 und Nr. 5

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    HDS Nr. 6 und Nr. 7

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    7.


    Stielbasis

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    Hat irgendjemand eine Idee was das sein könnte ?


    VG : Thorben

    Hallo Karl,


    Ein ärgerliches Missgeschick ist mit dem letzten Fund verbunden :haue: Ein Pilzfreund übergab mir eine Eichenspinnerraupe? die mit Kernkeulen besetzt war; mit der Bitte um Bestimmung. Natürlich wurde zunächst ein Foto gemacht, wobei das Exemplar von einer Windböe erfasst wurde und nicht mehr aufzufinden war. Hoffentlich kann jemand etwas zu dem Fund sagen.

    Ohne Mikromerkmale ist das wohl nichts zu machen.

    Schade, wäre sicherlich ein interessanter Fund gewesen :(


    VG : Thorben

    Hallo Hagen,


    sry für die späte Antwort.

    Das ist wieder einmal ein schwieriger Hyphomycet. Sieht so aus, als ob die Konidien als Kugelige Masse, ähnlich einer Acremonium, gebildet werden.

    Wie groß waren denn die Konidien und hatten die Hyphen Warzen ?

    Waren vielleicht die Konidien septiert ?


    VG : Thorben

    Hallo Björn,


    sry für die späte Nachricht, aber früher ging es leider nicht :/

    12. Ein Fliegentöter. Kann man da Näheres zu sagen, auch ohne die genaue Wirtsart zu kennen? Bei den Mikrofotos sind leider noch jede Menge Rostpilzsporen mit im Bild, da am Ende alles in einer Kiste gelandet war. thorben96

    Leider kann man dazu nichts näheres sagen, denn du benötigst Sporengrößen von Primär- und Sekundärkonidien, sowie Bilder von den Aufbau der Zellen die die Konidien bilden.

    Diese Entomophthorales Pilze sind leider schwer zu bearbeiten, weswegen ich in diesem Jahr noch nichts bearbeitet habe.

    Im Anhang ist eine Zip-Datei mit einer Anleitung von Siegfried Keller zur Gewinnung der Primär- und Sekundärkonidien, dass funktioniert aber leider nur bei frischen Befällen die noch Sporulieren können.


    VG: Thorben

    Hallo zusammen,


    gestern fand ich 2 Lamellenpilze, am Wegesrand im Laubstreu von Corylus avellana, wovon ich euch schon diesen hier gezeigt hatte.

    Nun will ich euch den anderen Lamellenpilz zeigen, der in unmittelbarer Nähe zu der Lepiota griseovirens wuch.

    Wahrscheinlich ist es wieder eine Lepiota, vielleicht Lepiota pseudohelveola :/ ?

    Interessant ist, dass mein Pilz eine Wellige Lamellenschneide hat, was sich auch bei der Anordnung der Cheilozystiden gezeigt hatte.

    Hier sind die Bilder:

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    HDS (Bild 6 und 7)

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    Stiel (Bild 8 und 9), Hyphen haben Schnallen

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    Cheilozystiden (Bild 10 und 11)

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    14. Reaktion auf Lugol


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    heute konnte ich am Wegesrand, in Laubstreu von Corylus avellana, diesen unbekannten Lamellenpilz finden.

    Ich habe keine Ahnung was das ist oder wo ich suchen könnte, aber interessant finde ich die Sporen die eine kleine Spitze haben.

    Hier sind die Bilder:

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    5. etwas jüngere Frk.


    Stiel (Bild 6 und 7)

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    HDS (Bild 8,9 und 10)

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    11. Cheilozystiden


    12. Basidien 4- sporig


    13.


    14. Reaktion auf Lugol


    Hat jemand eine Idee was das sein könnte ?


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich möchte euch hier einen interessanten Asco zeigen, den ich am 10.10.19 an einer Solidago sp. gefunden hatte.

    Interessant ist, dass diese Art keine blauverfärbung der Asci auf Lugol zeigt, dafür aber eine starke gelb/grün Reaktion der Paraphysen.

    Hier sind die Bilder:

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    3. Reaktion auf Lugol


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    5. manche Sporen einfach septiert


    VG : Thorben

    Hallo Björn,

    wieder mal ein interessanter Pilz, den du da vorstellst. Kommt der auf allen Pappeln vor oder geht der nur an bestimmte Arten?

    So viel ich weiß kommt der auf allen Pappeln vor, aber viel Ahnung von diesem Pilz habe ich auch nicht und das ist auch mein Erstfund.

    Zotto schrieb mir nur auf Ascofrance (Siehe Link im Nachtrag oben), dass der Pilz normalerweise November bis März auftaucht.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    am 06.10.19 konnte ich am Gras (sollte Phalaris sein), diesen Ascomyceten finden, der auf den Namen Morenoina phragmitis hört.

    Bestimmt habe ich den Pilz mit dem Schlüssel von Ellis (hier).

    Hier sind die Bilder:

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    4. Sporen einfach septiert mit 3 Tropfen


    5. Konidien


    6. Reaktion auf Lugol


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich möchte euch hier den Pilz Calycina gemmarum zeigen, den ich am 08.10.19 gefunden hatte.

    Es handelt sich dabei, um einen häufigen Ascomyceten, der auf Knospen der Pappel wächst.

    Hier sind die Bilder:

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    Reaktion auf Lugol (Bild 5 und 6)

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    Nachtrag:

    Der Pilz wurde mir von Zotto auf Ascofrance (hier) bestimmt.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen,


    ich möchte euch hier einen Fund zeigen, der mich seit Tagen verfolgt und dem ich noch keinen Namen geben konnte.

    Es handelt sich hierbei, um einen Anamorphen Pilz, der als weißer Belag auf Ästen, Blättern und abgestorbenen Pflanzen in Feuchtgebieten häufig zu finden ist.

    Die Mikroskopischen Strukturen sind ähnlich einer Stachylidium, Gonytrichum und Chaetopsis, aber die Konidien sind kugelig bis selten oval, sowie die Konidienträger sind Farblos (außer an der Basis, da scheinbar warzig und gelb).

    Hier sind die Bilder:

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    Vielleicht hat jemand von euch eine Idee was es sein könnte.


    VG : Thorben