Hallo,
eben bekam ich einige Pilze aus einem Garten in meinem Wohnort. Wiese, ein Kirschbaum in der Nähe, ein paar Holzreste. Hier bei mir ist eigentlich alles saurer Boden: Kalk, fehl am Platz. Aber: Bei meinem eigenen Haus wächst vor dem Haus im Beet Seidelbast. Warum ist das so? Beim Hausbau vor mehr als 140 Jahren wurde aller Bauschutt ums Haus verteilt – daher der basische Boden. Das war damals bestimmt gängige Praxis.
Die Pilze:
• Körper braun wie in den Bildern, Lamellen dito
• Stiel: leicht längs gerillt
• Hut: wachsartig
• Geruch: so was Übles hatte ich selten, alt, muffig, man will nicht zweimal daran riechen. Mein Bruder ist zu Besuch, dem wurde von dem Geruch ganz anders … Beim Anschneiden stark mehlig.
• Haptik: fest, wachsig
• Geschmack: stark mehlig, auf jeden Fall astringierend
• Lamellen: ausbuchtet angewachsen
• ziemlich madig
Auf den ersten Blick recht komisch, oder? ![]()
Was denkt ihr, was das ist?
Ich denke, das sind einfach Mairitterlinge, C. gambosa. Warum die allerdings so braun sind? Mairitterlinge sind hier, dank saurer Böden, recht selten. Eventuell durch die feuchte Witterung und Madenfraß so geschädigt, das sie so braun sind. Das Braun ist, zumindest für mich, verwirrend. Das habe ich so bei den hier zu findenden Maieritterlingen noch nie gesehen.
Vielleicht liege ich aber auch vollkommen falsch.
Viele Grüße,
Steffen
