Pilzöl aus Knoblauchschwindlingen

Es gibt 8 Antworten in diesem Thema, welches 591 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Pilzfreund77.

  • Hallo zusammen,


    Ich hatte im Herbst Glück und konnte viele Knoblauchschwindlinge sammeln, die meisten davon habe ich getrocknet und überlege nun wie ich sie weiterarbeiten kann. Eine Überlegung wäre daraus Pilzöl herzustellen. Ich würde die getrockneten Knoblauchschwindlinge in einem Einmachglas mit mildem Olivenöl übergießen, das Glas ein bis zwei Stunden in einem Wasserbad um die 60grad erwärmen und anschließend alles für einen Monat ziehen lassen. Wie haltbar ist mein Öl zum Schluss und muss ich mir sorgen um Botulismus machen?


    Gruß Markus

  • Ja, würde auch tendenziell eher abraten. Botulismus ist zum Glück selten, aber trotzdem nichts, womit man Späße macht.


    Du könntest mal eine Pilzbutter probieren. Ich könnte mir vorstellen, dass das mit Knoblauchschwindlingen ganz gut funktioniert.


    Im Zweifelsfall mach einfach Pilzpulver draus, da machst du nie was falsch.


    LG Suillus

  • ...das wollte ich auch schon fragen.

    Pilzige Grüße,

    Grüni/Kagi ==12


    117 Pilzchips


    (120PC Stand 07.01.24 -15PC Einsatz APR 2024 = 105PC +4PC Platz 9 APR 2024 +3PC Gnolmhessisch-Bonus +3PC für Sozialphahl= 115PC Stand 05.01.2025 -15PC Einsatz APR 2025 = 100PC +3PC 1. Rätzler über die Mitte +3PC Am nächsten an Schnapspunktzahl 222 +2PC 1500. Beitrag im Rätzelthread +3PC Selbsteinschätzung +3PC Bonus Bunte Gratulations-Lobhudelei +3PC Sondierungsphahl Salate = 117PC Stand 10.01.2026)


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  • und konnte viele Knoblauchschwindlinge sammeln

    Hallo

    Und welche Art war es genau?

    Das ist natürlich eine valide Frage. Ich ging davon aus, der Threadersteller meint den Echten Knoblauchschwindling Mycetinis scorodonius. Obwohl ich jetzt schon öfter gehört habe, dass die alte Sichtweise, dass nur "der Echte" für die Küche geeignet ist und die anderen beiden automatisch zu Unverträglichkeiten führen, so nicht mehr haltbar ist.


    Siehe dazu auch "Das Kosmos Handbuch Pilze" (Gminder/Karasch, 2023), Seite 222:

    Zitat

    Die drei Knoblauchschwindlings-Arten wurden ab 2005 in die neue Gattung Mycetinis gestellt. Alle Arten können als Würzpilze verwendet werden. Größere Mengen können Magen-Darmprobleme verursachen.

    Ich finde hier nur M. alliaceus, habe diesen aber schon mehrfach schadlos (getrocknet, in geringen Mengen als Würzung) verzehrt.


    LG Suillus

  • Trotzdem verstehe ich nicht, dass man für so etwas ein gutes, teures Öl hergibt (ein billiges, schlechtes Öl ja hoffentlich nicht!). Getrocknete, zermahlene Pilze haben doch genug Würzeffekt, und bieten lange nicht solche Gesundheitsrisiken. Gerade die Knoblauchschwindlinge lassen sich doch super trocknen und sind dann richtig aufbewahrt sozusagen unbegrenzt haltbar.

    Übrigens finde ich, das Marasmius allicaeus nicht angenehm nach frischem Knoblauch, sondern nach abgestandener Knoblauchfahne riecht. Ich pralle immer zurück, wenn mir den jemand unter die Nase hält. Also mir käme der nicht in den Topf, da tue ich lieber richtigen Knoblauch an die Pilze. Aber die Geschmäcker sind ja unterschiedlich.

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Übrigens finde ich, das Marasmius allicaeus nicht angenehm nach frischem Knoblauch, sondern nach abgestandener Knoblauchfahne riecht.

    Endlich spricht jemand die Wahrheit aus! Ich wüsste nicht, wozu man den in Öl verwenden sollte. Nach Knoblauch schmeckt er nicht, stinkt nur. Eine Verwendung hat mir jemand erzählt. Man sammle den mit Stiel, mache ein "Bündel" und trockne es. Dann kann man ein paar ins Gulasch werfen, mitkochen und anschließend vor dem Essen herausfischen. Aber ich habe das noch nicht selber ausprobiert.

    Echter Knoblauch bleibt für mich die beste Variante.

  • Einspruch! Sowohl der langstielige als auch der echte Knoblauchschwindling haben ein ganz besonderes, an gerösteten Knoblauch erinnerndes Aroma. Als Knoblauch-Ersatz macht das keinen Sinn – natürlich ist echter Knoblauch besser, wenns ums Gewürz in entsprechenden Gerichten geht. Aber der Knoblauch-Schwindling solo, in einer feinen Sahnesauce ist spannend – und dass man dieses besondere Aroma auch gut pur in einem Öl hervorlocken kann, wie ixi78 plant, kann ich mir daher gut vorstellen …