Klapperschwamm mit anderen Pilzen auf Baumstumpf

Es gibt 8 Antworten in diesem Thema, welches 1.179 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Tom Bombadil.

  • Hallo zusammen,


    ich habe in meinem Wald einige Stellen, wo Klapperschwämme auf Baumstümpfen wachsen, teilweise allerdings sehr eng mit anderen Pilzen zusammen, die dort in größeren Mengen wachsen. Nun bin ich mir nicht ganz sicher, wie hoch hier ein eventuelles Gefahrenpotenzial einzuschätzen wäre.


    Besser stehen lassen, da ich die anderen Pilze (noch) nicht bestimmen kann und die Gefahr, dass eventuell ein kleines Stück eines direkt daneben wachsenden Pilzes unbemerkt mit im Speisekorb landet? Alternativ nur einen Teil des Klapperschwamms mitnehmen, der genügend Abstand zu den anderen Pilzen hätte? Oder besteht bei sorgfältiger Reinigung kein großes Risiko, vielleicht auch weil auf Baumstümpfen eigentlich keine stark giftigen Pilze wachsen? Oder vielleicht anders gefragt, mit welchen Arten sollte ich mich diesbezüglich im Vorfeld gezielt auseinandersetzen?


    Ein paar Beispielfotos dazu:

  • Hi,

    auf Baumstümpfen können tödlich giftige Pilze wachsen ( z.B. Gifthäublinge, aber auch andere) Die gezeigten Pilze sind mit den Fotos nur schwierig zu identifizieren, es fehlt ein detailliertes Bild, ein Bild von unten.

    Wenn es ausschließlich um die Frage geht, ob du den Klapperschwamm bedenkenlos verspeisen kannst: Da stellt sich die Frage nach dem kulinarischen Wert in diesem Altersstadium ja noch zusätzlich. Stelle dir vielleicht die Frage, wofür du welches Risiko eingehen willst. Grundsätzlich ist es so, dass sich kleine, zufällige Stücke von z.B. Gifthäublingen großen Schaden anrichten können.


    LG Michael

  • Ja, das hilft schon mal. Dass die Fotos für eine Bestimmung der anderen Pilze nicht ausreichen, ist mir bewusst. Da mache ich sonst auch mehr Detailaufnahmen, nur überlege ich hier gerade noch generell, wie ich mit so einem Fund umgehen sollte.


    Also werde ich mir schon mal Gifthäublinge näher ansehen und wohl auch in Zukunft nichts in dieser Form mitnehmen, wenn ich einen direkten Nachbarpilz nicht als mir freundlich gesonnen identifizieren kann. Danke für die Einschätzung!

  • Hallo,

    wenn man nicht einen sehr giftigen Pilz mitverarbeitet gibt es da eigenlich keine Probleme, die ich mir vorstellen könnte.

    Ich habe heute auch Stockschwämmchen von einem Stumpf gesammelt wo alles mögliche drauf zu finden war.

    Was so aussieht wie ein Klapperschwamm ist übrigens keiner.


    Gruß

    Anton

  • Hallo Ihr,


    mich interessiert auch welcher Pilz dies ist, zumal ich den Klapperschwamm persönlich nicht kenne. Spontan dachte ich hier "Wirrling", aber ich denke, da liege ich daneben. Mal sehen welche Antworten noch kommen.


    Liebe Grüße


    Maria

  • Hallo zusammen,


    schade, dass wir die genaue Holzart nicht kennen. Ich nehme an, dass demnächst noch der Bergporling (Bondarzewia mesenterica) mit ins Spiel kommen wird. Dafür sprechen die Form und die Größe der Poren. Dafür müsste das Begleitholz aber Weißtanne oder zumindest Fichte sein. Auf den ersten Blick spricht meines Erachtens auch nichts gegen den Klapperschwamm (Grifola frondosa), dessen Porenform (fein, rundlich) sich ab einem gewissen altersbedingten Stadium nicht mehr an die Vorgaben halten muss. Dieser würde allerdings zwingend den Wurzelbereich von Eichen oder Kastanien besiedeln. Der Riesenporling (Meripilus giganteus) besitzt schwärzende Poren, die aber wirklich sehr fein sind. Diese Art schließe ich mit großer Wahrscheinlichkeit aus. Eine Angabe zu schwärzenden oder nicht-schwärzenden Poren wäre aber sehr hilfreich, damit man diese Art zumindest ganz sicher ausschließen könnte.


    Anton: Was bezweckst Du mit Deinem Bild? Was soll es zeigen? In welchem Zusammenhang steht es mit der Anfrage von Tom? Wenn Du nur schreibst, dass es sich NICHT um einen Klapperschwamm handelt, dann schreibe doch bitte auch, warum das Deiner Meinung nach so ist und lade nicht einfach ein Bild hoch.


    Ich hoffe, dass sich vielleich jemand findet, der uns an Hand der Begleitpilze die Richtung zur Holzart weisen kann. Damit wäre eine Bestimmung sicherlich möglich.


    Meine Tendenz: Bergporling.


    Grüße Euch


    Fredy

  • Guten Abend Tom


    Die Frage ging ja eigentlich um Pilze, die auf diesen Stümpfen noch zu sehen sind und mit denen du dich auseinandersetzen willst oder? Da würde ich mir Stockschwämmchen, Flämmlinge, Grünblättrige Schwefelköpfe, Helmlinge und Faserlinge anschauen. Das sind Pilze die ich auf deinen Fotos vermute (teils schon in vergammelnden Zustand). Hallimasch lohnt sich bestimmt auch und Gifthäubline sowieso.


    Mit Klapperschwamm scheint sich Tom ja sicher zu sein, auf einem Bild ist auch gut die Holzstruktur von Eiche zu sehen und es liegen überall Eichenblätter rum.


    Einer der Klapperschwämme scheint auch den Fotos nach noch garnicht so alt zu sein. Wobei ich bei denen den kulinarischen Wert nicht beurteilen kann, weder jung noch alt. Irgendwie sprechen mich Porlinge als Speisepilze nicht an.


    Wenn ich Pilze zum Essen sammle, dann nur wenn ich mir vollkommen sicher bin, dass ich sie richtig bestimmen kann und sie nicht verwechsle. Die Gefahr, dass ich zufällig was mitnehme, was giftig ist und daneben steht sehe ich nur, wenn man leichtsinnig oder nicht aufmerksam beim Sammeln wäre. Da ist aber mein Gefühl, dass das bei dir jetzt nicht die Gefahr ist.


    Liebe Grüße, Lukas

  • Hallo Lucas,

    Wobei ich bei denen den kulinarischen Wert nicht beurteilen kann, weder jung noch alt.

    für dem Fall, dass Du den einmal finden solltest: Der ist einfach nur lecker. Den nehme ich aber nur mit wenn es mehrere Fuchtkörper gibt weil er zumindest bei mir viel zu selten ist.


    VG Jörg

  • Vielen lieben Dank für die rege Beteiligung!


    Entschuldigt bitte die eher oberflächlichen Fotos, wodurch die Begleitpilze und auch die Art des Baumstammes vielleicht nicht so eindeutig bestimmbar sind. Das ist dem Umstand geschuldet, dass es hier einfach sehr viele unterschiedliche Pilze sind und ich mir eher Hinweise auf Gattungen und Arten der Begleitpilze erhofft habe, mit denen ich mich auseinandersetzen sollte, wenn sie so nah an einem von mir durchaus geschätzten Pilz wie dem Klapperschwamm wachsen.


    Zitat

    Die Frage ging ja eigentlich um Pilze, die auf diesen Stümpfen noch zu sehen sind und mit denen du dich auseinandersetzen willst oder? Da würde ich mir Stockschwämmchen, Flämmlinge, Grünblättrige Schwefelköpfe, Helmlinge und Faserlinge anschauen. Das sind Pilze die ich auf deinen Fotos vermute (teils schon in vergammelnden Zustand). Hallimasch lohnt sich bestimmt auch und Gifthäubline sowieso.

    Genau das meinte ich. Vielen Dank! Da kann ich schon mal ein wenig zielgenauer schauen, was es da gibt, wie es aussieht und wo ich besonders aufmerksam sein sollte.


    Zitat

    Mit Klapperschwamm scheint sich Tom ja sicher zu sein, auf einem Bild ist auch gut die Holzstruktur von Eiche zu sehen und es liegen überall Eichenblätter rum.

    Auf den Fotos sind zwei Standorte zu sehen. Das dritte Bild ist von einem Pilz, den ich seit geschätzt 1-2 Wochen im Auge behalte. Da bin ich mir recht sicher, dass es sich sowohl um eine Eiche, als auch um einen Klapperschwamm handelt, würde das aber noch einmal genauer prüfen, wenn ich ihn denn ernten sollte.

    Auf den anderen Standort bin ich jetzt gerade neu gestoßen, glaube auch hier an zwei Klapperstämme, hatte sie bisher aber nur oberflächlich betrachtet, da ich mich hier wie gesagt gedanklich derzeit noch mit den potenziell gefährlichen Begleitpilzen beschäftige und habe mir daher erstmal nur den Standort gemerkt.