Täublings-Rätsel

Es gibt 17 Antworten in diesem Thema, welches 405 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von kuhmaul.

  • Hi,


    einen Täubling der letzten Tage habe ich mir noch aufgehoben für ein kleines Rätsel.


    Bitte die Antworten als Abkürzung oder noch besser als Spoiler markiert. Auflösung erfolgt am Sonntag Abend.
    Falls bis zur Auflösung wider Erwarten niemand darauf kommt, kann ich sukzessive ein paar mehr Infos (wie Blick auf die Lamellen, Geschmack, etc.) geben.


    Habitat: Saurer Boden, Laubbaum-Areal in einem sandigen Kiefernwald, Eiche, Buche, Kiefer im relevanten Umfeld.


    Ergänzung:

    Fr.23.09.: Geschmack ist mild. Alle für Täublinge relevanten, chemischen Reaktionen sind banal. Also auch keine grüne Reaktion mit Eisen(II) wie bei Heringstäublingen. Natürlich hab ich im Wald auch an dem Pilz gerochen - ohne Ergebnis.

    Sa.24.09.: Sporenpulverfarbe Creme, Hutfarbe vom starken Bräunen überlagert.



    Viel Spaß!


    LG Thiemo

    Bestimmungen anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Sichere Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben!

    5 Mal editiert, zuletzt von Steigerwaldpilzchen ()

  • Ahoj, Thiemo,


    ich werfe mal R P in den Ring.


    LG

    Malone

  • Hallo Thiemo,

    mit den ganz wenigen Begleitinfos und einem einzigen nicht wirklich gelungenen Foto (Hut stark verdreckt) macht das nur wenig Spaß, aber ich tippe dann mal schweren Herzens auf einen der Heringe. Man weiß halt nicht, wo man beim Raten ansetzen soll, das einzige wäre vielleicht der bräunende Stiel.

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Hallo,


    Oehrling wenn bereits du es schwer findest, reicht mir das schon noch ein Bild von unten hinzuzufügen.


    Schwierig ist für mich einzuschätzen, was für euch schwierig zu erkennen/erraten ist. :)

    Ich hab den Täubling im Wald jedenfalls nicht erkannt.


    LG Thiemo

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  • Übrigens, der Täubling schmeckt mild.

    Dann bin ich draußen.


    LG

  • Ich hab den Täubling im Wald jedenfalls nicht erkannt.

    ???????????????????????? Du?... Wie sollen dann wir darauf kommen? Wo bleibt der Geruch etc....

    So einen Dreckspatz sehe ich auch bei meinen Funden, allerdings nicht so stark gerieft und da es ein Rätsel ist tippe ich auf

    LG

    claus

    Pilzgerichte sind wie Liebschaften, ob sie ungefährlich waren, weiß man erst später. (Heinz Erhardt ╬1979)

  • Hallo Claus,


    Danke für das Kompliment aber ich denke nicht, dass du dein Licht unter den Scheffel stellen musst. :)


    @alle Alle für Täublinge relevanten, chemischen Reaktionen sind banal. Also auch keine grüne Reaktion mit Eisen(II) wie bei Heringstäublingen. Natürlich hab ich im Wald auch an dem Pilz gerochen - ohne Ergebnis.

    Ich hab die Angaben im Startbeitrag ergänzt.


    Es soll ein Rätsel sein und keine Bestimmung, daher freue ich mich, wenn jede Vermutung geäußert wird. Malone darf natürlich auch noch mal, falls er möchte.


    LG Thiemo

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  • Also ich bin raus, sorry. Ich wüsste nicht, aufgrund von was ich eine Vermutung abgeben könnte, wenn alles banal ist. R. versicolor kann es ja nicht sein, so ganz ohne Birke.

    FG Oehrling

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  • Hallo,


    Schön, dass ihr noch dabei seid!


    Der Milde Kammtäubling R.insignis kann es nicht sein, da ich wie gesagt mit allen relevanten Reagenzien geprüft habe. Also auch mit KOH an der Stielbasis, wo besagter Kammtäubling orangerot reagieren würde.


    Letzte Tips vor der morgigen Auflösung:

    - Der Täubling ist ein Cremesporer

    - Das starke Bräunen ist bestimmungsrelevant und überlagert die übliche Hutfarbe (von der einzelne Flecken noch zu sehen sind).


    LG Thiemo

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  • Hallo,


    na dann will ich die Katze mal aus dem Sack lassen.


    Claus hat von Anfang an den richtigen Riecher gehabt, R.m. = Russula melliolens = Honig-Täubling ist richtig. ==konfetti

    Gemein ist, dass die rote Hutfarbe fast gänzlich vom starken Bräunen überlagert wird. Der Honiggeruch war im Wald auch nicht wahrnehmbar. Erst am Folgetag roch der Pilz an der Schnittelle vom Stiel und an den Lamellen tatsächlich nach Honig. Verständlich, dass ich da keinen Geruch liefern kann, oder? ;) Deswegen schrieb ich auch "im Wald" ohne besonderen Geruch.


    Für alle die sich mit der Gattung etwas auskennen reicht dieses Sporenbild zur Bestimmung; Fast kugelige Sporen mit einem extrem niedrigen Ornament, welches fein netzig verbunden ist. Solche Sporen sind selbst in der artenreichen Gattung Russula einmalig. Wie man im Profil sieht, sind die Warzen mit ihrer niedrigen Höhe nicht zu erkennen.



    Da stößt die Auflösung meines 800€ Mikroskops auch an ihre Grenzen.


    Ich hoffe es hat euch gefallen.


    LG Thiemo

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  • Hallo Thiemo,


    da alle meine Ideen ins Nirvana verschwanden habe ich auch keinen Lösungsvorschlag gemacht. Es paßte einfach nichts was auch nicht verwundert, da ich den Hönigtäubling nicht kenne.


    VG Jörg

  • Hallo Jörg,


    Auch dann hatte das Ganze doch sein Gutes, als "Ewig Lernender" hast du nun den Honigtäubling kennengelernt. :)
    Mir ist klar, dass das Rätsel sehr schwer war und gelobe Besserung in diesem Punkt.


    LG Thiemo

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  • ...hat von Anfang an den richtigen Riecher gehabt

    Hallo,


    da will ich mal erklären wie meine "hellseherischen Fähigkeiten" zustande gekommen sind.


    Mit den oben spärlich genannten und sichtbaren Makromerkmalen schickte mich EINHELLINHER zu den Tenellae und Melliolentinae.

    Aber ein Rätsel für die Allgemeinheit innerhalb der komplizierten Sektion Tenellae konnte ich mir überhaut nicht vorstellen.

    Ergo blieb für mich nur noch R. melliolens, ha, absolut KLEVER von mir oder?


    Danke an Thiemo, LG an Alle und bis zum nächsten Riecher äh... Rätsel

    claus

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