Heilpilze auf youtube

Es gibt 50 Antworten in diesem Thema, welches 3.660 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Boletaceae.

  • Hallo,


    ich würde das Ganze nicht so hoch hängen. Eine pilzkundige Person hat Spaß daran, Videos über Pilze zu machen und die dann ins Internet zu stellen und verdient sich vielleicht sogar ein kleines Zubrot damit. Es gibt Leute, die sich sowas anschauen und sich daran erfreuen, was man leicht an den positiven Kommentaren dazu ersehen kann. Damit wird hier eben eine bestimmte Klientel bedient.


    Seine Ausführungen zu "Heilpilzen" kann man sehr wohl kritisieren. Pilze sind keine Arzneimittel, auch wenn das der im Video ständig benutzte Begriff "Heilpilze" suggeriert.

    (Und wer mit der Traditionellen Chinesischen Medizin argumentieren möchte, der gerät spätestens dann in Erklärungsnot, warum er denn gegen die Verwendung von Nashornpulver ist.)

    Es gibt (bisher) keine durch Blindstudien nachgewiesene Wirkung durch "Heilpilze".


    Der Autor stellt seine persönliche Meinung dar. Er tritt nicht als Pilzsachverständiger der DGfM auf (habe ich jedenfalls nicht bemerkt). Diese vertritt eine andere Meinung zu Heilpilzen. Sollte es zu einem offenen Interessenkonflikt kommen, wird sich die DGfM damit beschäftigen (müssen).


    Freundliche Grüße

    Peter

    • Offizieller Beitrag

    Hi,


    Inhaltsstoffe, Enzymbe usw. werden sehr wohl bei Pilzen untersucht. Es gibt einige Arbeitskreise in der Lebensmittelchemie/Medizin, die sich damit befassen. Das aber nur nebenbei am Rande.


    Ich kann Stefans Reaktion sehr gut verstehen, dennoch noch 1-2 Sachen von meiner Seite dazu. Snokri sagt in dem Video oft genug, dass er seine Meinung sagt. Das ist ok so. Dennoch: Wo hört die eigene Meinungsfreiheit auf und wo wird das sagen der eigenen Meinung (straf)rechtlich relevant? Klar ist, dass Snokri als DGfM-Mitglied und PSV der DGfM sich nicht an die Einschätzung des FA-Tox halten muss. Das ist eine gute Diskussionsgrundlage und liefert einen guten Grund, dass man als PSV eben nicht Vitalpilze einschätzt und diese zur Verwendung frei gibt. So weit, so praktisch. Eine fachliche Weisung gegenüber dem PSV ist das natürlich nicht. Da das PSV-Wesen im Land MV landesrechtlich geregelt ist, kann es sehr wohl sein, dass dort ein Verbot von Beratungen zu Vitalpilzen herrscht! MV ist allerdings nicht Gesamtdeutschland.


    Kritisch wird es und definitiv illegal wäre es, wenn Snokri Pilze mit Heilungs-, bzw. Besserungsversprechen von bestimmten Leiden gewerblich anbieten würde, tut er aber nicht und er bewirbt sie auch nicht. Er sagt seine Meinung. Natürlich kann es sein, dass er damit gegen bestimmte Vorschriften den Lebensmittelrechtes und Arzneimittelrechtes verstößt. Das können wir alle nicht klären. Das müssen Gerichte tun!


    Ich bin da selbst ein "gebrandmarktes" Kind von dubiosen, überteuerten Nahrunsergänzungsmitteln und habe da auch schon einige Schlachten geschlagen; auch gegenüber unerlaubten Health-Claims in der Werbung. Aber das ist hier ja zum Glück nicht gegeben.


    l.g.

    Stefan

  • Moin,

    Snokri hat vor etwas mehr als einem Jahr ein Video dazu gemacht, dass er die Prüfung zum Pilzsachverständigen abgelegt hat:

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    .

    Sein Publikum auf YouTube weiß also, dass er PSV ist und erwartet damit meiner Ansicht nach eine Expertenmeinung zu dem Thema. Da könnte er schon bei den Heilpilzen genauer darauf achten, seine Aussagen jeweils als eigene Meinung zu kennzeichnen. In dem von mir oben zitierten Video tut er das so weit ich das bemerkt habe übrigens gar nicht. In anderen Videos hat er ab und zu schon mal gesagt, dass das seine eigene Meinung ist, da hat Stefan schon recht.


    Gruß

    Jan

    Verzehrfreigaben gibt es nur bei Pilzsachverständigen vor Ort.

    Einmal editiert, zuletzt von Boletaceae () aus folgendem Grund: Korrektur der Zeitangabe

    • Offizieller Beitrag

    Ich habe mir den verlinkten Beitrag gestern angehört; zumindest die ersten 20 min oder so und da sagt er "meiner Meinung nach" schon. 6-7 Mal mindestens.

  • Hallo!


    Ich glaub an die "Heilwirkung" von Heilpilzen ungefähr in dem Umfang wie an die Wirkung von Heilpflanzen. Also unterstützt die Gesundung oder mildert die Krankheit ab.


    Ab und an frag ich bei den "Fanatikern" der Heilpilze mal nach, warum es immer noch Kranke auf der Welt gibt oder auch nur, ob der Konsum ihr Wehwehchen gemildert hat.


    Ich denk immer, lass sie doch machen, wer sich nicht damit beschäftigt, kriegt noch weniger raus.


    Und dass jeder ein bisschen Verantwortung für sich selbst hat, was er jetzt nimmt oder nicht nimmt, das ist bei Heilkräutern und bestimmten Arzeneien doch genauso. Ich muss doch für mich auch entscheiden, ob ich zum Doktor gehe oder lieber zum Heilpraktiker, da muss doch die DGfM nichts verbieten.


    Die einen verrücken Möbel, die anderen verrenken sich beim "In-Sich-Gehen" und machen an der richtigen Stelle "Ohmmmm" und warum soll es da keine Heilpilz-Befürworter geben?

    Lasst die doch mal ausprobieren, wenn es sowieso keine Geld für Studien gibt (obwohl ich das nicht glaube, da sind die Pharma-Firmen 100%ig mit im Boot).


    VG Ingo W

    ________________________________________________________________
    "Pilz nur von oben ist wie Käfer nur von unten"

    156-20 (Gebühr APR 2020) = 136+3 (Einlaufwette APR2020) = 139+6 (3x2) für gute Phäle APR2020 = 145-15 (APR 2021) = 130+3 (Joker-Schnellverbrauchsbelohnung APR 2021) = 133+4 (APR-Schnappsplatz11) = 137+3 (Vorphal APR2021) = 140 +10 (3 Posten/Wetten mit E&U im APR 2021) = 150-15 (APR 2022) = 135

    Link: Gnolmengalerie

    Link: Einladung APR 2022

    Link: Nanzierung APR 2022

    Link: APR 2022

  • Hi,

    Ich hab mir die von mir oben zitierten Videostellen nochmal angehört und das Wort Meinung fällt da kein einziges Mal. Die Formulierungen lauten "Der Birkenporling/Chaga ist..." und so weiter. Eine angemessene Formulierungen wäre für mich gewesen "es gibt Hinweise auf..." oder eben "meiner Meinung nach...", aber auch die letztere Formulierung wäre kritisch zu bewerten, denn immerhin steht im Videotitel, er sei Pilzexperte und da erwartet man schon, dass die Aussagen, die er im Video macht irgendwie wissenschaftlich begründbar sind.


    Gruß

    Jan

  • Moin.

    Moin,

    also klinische Forschung von Medizinern ist eigentlich oft unbezahlt. Beispielsweise Doktoranden in der Medizin werden in der Regal nicht dafür bezahlt. Ein interessierter Doktorand könnte also im Wald die Heilpilze suchen und anschließend mit der Hilfe eines Pilzsachverständigen bestimmen. Wissenschaftlich überwacht wird so eine medizinische Doktorarbeit vom Doktorvater bzw. Betreuer.

    Es geht ja nicht darum die Pilze zu sammeln, zu bestimmen oder irgendwelche Inhaltsstoffe zu untersuchen. Das wird in großem Stil bereits gemacht.

    Was fehlt sind in 99% der Fälle große, klinische Doppelblindstudien, wie Wolfgang es ja schrieb in dem verlinkten Post.

    Es wird also eine Hypothese aufgestellt und dann bekommt eine Hälfte das Medikament, die andere das Placebo und hinterher wird verglichen.

    Die macht man nicht so nebenbei. Das sind Projekte, die viele Millionen verschlingen und die nur angegangen werden, wenn die Erfolgsaussichten auf eine Marktzulassung gut sind. Natürlich wird dabei dann auch beachtet, dass sich das rechnet. Die mögliche Nicht-Patentierbarkeit mag durchaus ein Faktor sein, da stecke ich aber nicht genug drin um das zu beurteilen, ob das wirklich einer der Hauptgründe ist, wie es so gerne behauptet wird.


    Was man aber auch nicht vergessen darf - vielversprechende Wirkungen in vitro gibt es wie Sand am Meer. Es gibt ja nicht nur Pilze sondern auch diverse weitere interessante Stoffe in Flora und Fauna. Die typischen wissenschaftsjournalistischen Überschriften "xy heilt Krebs" kennt man ja zur Genüge. Regelmäßig stellt sich dann raus, dass es dabei mal wieder nur um frühe Ergebnisse ging (Mäuse, in vitro etc.). Was immer wieder unterschätzt wird, ist wie wenig sicher man sich sein kann, dass solche (wichtigen, aber eben nur als Vorarbeit dienenden) Erkenntnisse sich in Doppelblindstudien am Menschen Nebenwirkungsfrei replizieren lassen (Spoiler: Es sind sehr wenige bei denen das klappt).


    Die Heilpilzlobby hat kein Interesse an Doppelblindstudien, sie wollen die Pilze ja nicht zu Medikamenten machen, sondern ihre Pilzpülverchen weiterhin in Gold aufrechnen als Nahrungsergänzungsmittel. Eine Medikamentenzulassung hätte viel höhere Hürden auch für den Verkauf. Was sie natürlich gerne beschreien sind die genannten in vitro-Studien. Soweit ich das überblicke sind die Hersteller da aber vorsichtiger geworden was die Heilsversprechen angeht. Die werden eher nicht mehr, wie früher, direkt auf der Seite angepriesen, sondern es werden diverse Gesundheits-Buzzwords eingespeist und man verlässt sich darauf, dass die Kunden sich auf anderen Webseiten "informieren" (gut möglich, dass die dann von den Herstellern betrieben/unterstützt werden). Nebenbei hat sich mittlerweile auch noch ein lukrativer Geschäftszweig entwickelt für die Ausbildung von "Mykotherapeuten" und ähnlichem Gedöns. Das führt hier aber zu weit, könnte man aber durchaus auch mal kritischer beäugen.


    Kurz gesagt: die Grundlagenforschung ist nicht das woran es mangelt, sondern die teuren Doppelblindstudien, die es üblicherweise für eine Zulassung braucht um einen Wirksamkeitsnachweis vorlegen zu können (da reicht dann eine irgendwie geartete "energetische" Komponente nicht mehr). Es ist durchaus möglich, dass dabei potentiell nicht-profitable hintenüber fallen, aber das nur darauf zu reduzieren ist denke ich auch eine Taktik der aktuellen Profiteure des Status Quo.


    LG.

  • denn immerhin steht im Videotitel, er sei Pilzexperte und da erwartet man schon, dass die Aussagen, die er im Video macht irgendwie wissenschaftlich begründbar sind

    Du sprichst genau das an, was ich meine! Er mag guter Pilzkenner sein (das streite ich keinesfalls ab), aber ist er Biologe, Virologe, Arzt oder Ähnliches? Kann er die Tragweite seiner Videos überhaupt einschätzen?

    Ich konstruiere mal einen typischen Fall. Jemand hat es immer mal so ein wenig mit dem Magen. Mal besser, mal schlechter. Da hört er, Birkenporlinge sind Heilpilze und helfen bei verschiedensten Magenproblemen. Nun glaubt er das und trinkt immer mal seinen Tee. Mal geht es besser, mal schlechter. Aber inzwischen haben die Helicobacter-Bakterien eine chronische Magenentzündung verursacht, die sogar in seltenen Fällen zum Magenkrebs werden kann.

    Wäre er gleich zum Arzt gegangen, wäre das in kurzer Zeit erledigt.

    Ich wurde schon von vielen Seiten gefragt, ob ich nicht PSV werden möchte. Meine Antwort ist nein. Wenn ein PSV der DGfM selbst entscheiden kann, ob es Heilpilze gibt. dann läuft etwas schief!

    Ich kenne eine sehr gute Kräuterfrau. Die sagt, Kräuter können eine Erkältung lindern, aber fühlst du dich richtig krank, gehst du sofort zum Arzt. Finde ich OK.

    • Offizieller Beitrag

    Ich konstruiere mal einen typischen Fall. Jemand hat es immer mal so ein wenig mit dem Magen. Mal besser, mal schlechter. Da hört er, Birkenporlinge sind Heilpilze und helfen bei verschiedensten Magenproblemen. Nun glaubt er das und trinkt immer mal seinen Tee. Mal geht es besser, mal schlechter. Aber inzwischen haben die Helicobacter-Bakterien eine chronische Magenentzündung verursacht, die sogar in seltenen Fällen zum Magenkrebs werden kann.

    Wäre er gleich zum Arzt gegangen, wäre das in kurzer Zeit erledigt.

    Hi,


    ja, aber das ist das Problem jedes einzelnen; das fällt unter das Selbstbestimmungsrecht...


    l.g.

    Stefan

  • ja, aber das ist das Problem jedes einzelnen; das fällt unter das Selbstbestimmungsrecht...

    Hallo Stefan

    So kann man es natürlich auch nennen. :thumbdown:Ich verstehe schon, daß du deine PSV Kollegen verteidigst. Aber wenn ich jemand etwas anderes glaubhaft suggeriere, dann sieht das anders aus.

    Mir ist es letztendlich egal, ob jemand sinnlos Pilze raspelt und ekelige Tees kocht. Nur soll man mir das nicht als wissenschaftliche Erkenntnis präsentieren.

  • Hi,

    natürlich darf jeder für sich selbst entscheiden, ob er Heilpilze konsumieren möchte oder nicht. Entscheidungen sind aber immer abhängig davon, wie gut man informiert ist. Da man nun nicht zu allem selber Grundlagenforschung betreiben kann, wenn man eine Entscheidung treffen möchte, verlässt sich so gut wie jeder auf gängige Meinungen von Experten. Snokri hat als Pilzsachverständiger natürlich eine Verantwortung für die Informationen, die er verbreitet. Diese Verantwortung lässt sich nicht allein auf denjenigen abwälzen, der wie in dem beschriebenen "typischen" Fall am Ende der Geschädigte ist.


    Unabhängig davon wäre ein entsprechender Nachweis notwendig, wenn man das als "typisch" bezeichnet. Da würde ich jetzt nicht so ohne Weiteres zustimmen. Aber die theoretische Möglichkeit einer Gefährdung wird an der Schilderung schon gut deutlich.


    Gruß

    Jan

    • Offizieller Beitrag

    So kann man es natürlich auch nennen. :thumbdown:Ich verstehe schon, daß du deine PSV Kollegen verteidigst.

    Das hat damit nix zu tun. Das ist die gültige Rechtslage in solch einem Fall.


    Ich habe ja auch geschrieben, dass ich mit Bernd mal rede. Allerdings muss dafür auch ein Rahmen geschaffen werden (bei nem Bier oder so). Das ist zwischen Tür und Angel per Mail blöd.


    Ansonsten habe ich auch "Grundkurs Pilzbestimmung" seinerzeit im Tintling ehrlich aus mykologischer Sicht rezensiert. Ich versuche da schon objektiv zu bleiben. Es ist nicht so, dass ich PSV-KollegInnen in Schutz nehme.


    l.g.

    Stefan

  • Ich würde sagen, wir schließen das "Ding". Bringt doch nichts mehr. Hat aber meine persönliche Meinung über PSV und DGFM negativ beeinflusst. Ich äußere mich hier nicht mehr.

    Ich wiederhole, meine persönliche Meinung.

  • Moin,

    ich glaube nicht, dass die Rechtslage so einfach wäre, wenn sich tatsächlich jemand ,von falschen Informationen beeinflusst, selbst gesundheitlich schädigen würde.


    Der persönliche Kontakt in einem entspannten Rahmen ist da sicherlich sinnvoll.


    Es sollte ja auch wie schon gesagt nicht darum gehen, Snokri schlecht zu machen oder gar einen Rechtstreit anzufangen. Im Gegenteil schätze ich seine übrigen Videos sehr und sie haben mich sicher auch persönlich erst dazu motiviert, mich mehr mit Pilzen zu beschäftigen. Ich wollte einfach mal eure interessanterweise sehr kontroversen Meinungen zu dem Thema hören, weil ich das jetzt schon länger kritisch verfolge und nie einen negativen Kommentar auf YouTube dazu gelesen habe.


    Gruß

    Jan

  • Ob man mit diesem Wissen Snokris Videos anschaut oder nicht ist der persönlichen Meinung überlassen, finde ich. Da ist es für mich eher ein Aufzwingen der eigenen Meinung, wenn man sagt, das sei nicht Grund genug, um Snokris Videos zu meiden. Ich persönlich werde weiterhin Snokris Videos schauen, aber die Heilpilz-Videos meiden und mit "Gefällt mir nicht" versehen.


    Schließlich möchte ich hier nicht das Corona-Fass aufmachen, finde aber den von dir (Bibliothekar) gewählten Begriff "Heilpilzunwirksamkeits-Leugner" sehr unpassend gewählt. Das ist sicher angelehnt an Corona-Leugner. Du findest ja offensichtlich, dass "Heilpilzunwirksamkeits-Leugner" ein Titel ist, der zu unrecht vergeben werden würde. Daraus könnte man schließen, dass du auch den Titel ----------------------------

    video above, his own experiences is mentioned several times, nowhere he advertised for use on tumors.


    we´re no childs

    most ppl. those take chagaz for serious illnesses have tried conventional medicine several times without success.


    reflexed

    today,s, on harmless discussions the Moral side more and more becomes accusatory and allways ends iin wired comparisons,


    :/


    • Offizieller Beitrag

    Hi,


    na ja, mag auch daran liegen, dass die "kritischen" Stimmen nicht in Youtube schreiben. Ich habe auch einigen Profis erst die Youtuber wie Snokri oder Buschfunkistan vorgestellt.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hi,

    the fact that he mentions his own positive experience with using mushrooms for medical purposes doesn´t have anything to do with him saying that that it is useful for very specific medical purposes such as wound treatment, illnesses of the digestive system and emergency situations. If anything it amplifies the impression of the viewer that it could be good to use these mushrooms in such situations. By the way no one ever said that he advertised the use on tumors.


    You're probably right about people mostly using mushrooms for medical purposes as a last resort after having tried everything else. Still we all vastly depend on the knowledge and information of others so of course everyone has a responsibility not to spread misinformation that could potentially harm others, especially as a known expert concerning the topic.


    I feel kinda offended that you suggest I would be becoming more and more accusatory as I tried really hard to stick to the objective facts.


    all the best,

    Jan

  • Ich wurde schon von vielen Seiten gefragt, ob ich nicht PSV werden möchte. Meine Antwort ist nein. Wenn ein PSV der DGfM selbst entscheiden kann, ob es Heilpilze gibt. dann läuft etwas schief!

    Hallo Uwe,


    wenn die PSV bezahlte Angestelle einer Organisation wären, könnte ich dieser Ansicht vielleicht mehr abgewinnen. Tatsächlich sind es Vereinsmitglieder, die sich ehrenamtlich engagieren, und zwar zu einem anderen Themenkomplex, nämlich Gift- und Speisepilze.


    Würde ein PSV eine Knollenblätterpilz-Therapie empfehlen, wäre er seine Listung als PSV und damit den Versicherungsschutz sicher los (geprüfter PSV der DGfM dürfte er sich vermutlich immer noch nennen, denn die Prüfungsurkunde verliert dadurch nicht die Gültigkeit, und PSV ist kein geschützter Begriff).


    Aber schon bei Speise- und Giftpilzen gibt es allerlei Grauzonen, die "die DGfM" (gemeint sind hier vermutlich die Mitglieder des zuständigen Fachausschusses Toxikologie) gar nicht verbindlich regeln KANN, weil es zuwenig belegbare Fakten zur Essbarkeit einzelner Arten gibt.


    Zu dem Beispiel oben:

    Die Aussage, dass Birkenporling bei Heliobacter-Infektion hilft, würde vermutlich beim FA Tox noch wenig Widerspruch erzeugen. Das Problem ist eher, dass weder die Dosierung noch die Nebenwirkungen und damit mögliche Kontra-Indikationen bekannt sind. Denn "wenn ein Stoff keine Nebenwirkungen hat, sollte man an seiner Hauptwirkung zweifeln" (leider weiß ich nicht mehr, wen ich da gerade zitiere).


    Zurück zu Deinem Punkt: wenn Du Dich als PSV engagierst, tust Du das für Dich und für die Gesellschaft. Die DGfM kann Dich dabei nur ein wenig unterstützen, sollte Dich m.E. aber nicht unnötig maßregeln.


    Grüße,


    Wolfgang

  • Hi,

    das Zitat stammt von dem Pharmakologen Gustav Kuschinsky, der sich wohl in der Forschung an Hormonen sehr hervor getan hat, allerdings auch in seiner Karriere während der Nazizeit viel von aus rassentheoretischen Motiven frei werdenden Lehrstühlen profitiert hat. Sicher eine schillernde Persönlichkeit.


    Gruß

    Jan

  • Hi,

    I'm not sure what you are trying to say. With all due respect I personally think it would be helpful If you could use words instead of emojis.


    Regards,

    Jan

  • Ahoj,


    wenn Pilze von der DGfM nicht als Heilpilze deklariert werden,

    sind das dann Unheilpilze?

    Wechduck...

    Malone