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letzter Beitrag von Beorn am

Theo war hier

  • Hallo, aus der Vergangenheit!


    In Sortierungsprozessen der Aufnahmen diesen Jahres musste ich feststellen, daß es schon zwei Monate her ist, seit Theo hier war. Zusammen mit Craterelle und Malone, um sich Pilze auf Kraichgaukalk anzugucken, die es nicht gab.

    Ja, wir haben uns echt Mühe gegeben, um bunte Sachen aufzuspüren. Sind sogar an drei verschiedenen Hotspots herumgelaufen. Keine große Mühe machten sich die erhofften Bunten Sachen, denn die waren eben grad nicht da. Oder jedenfalls nur sehr vereinzelt.

    Ein paar Funde mag ich dennoch gerne zeigen, vielleicht hat ja noch jemand Spaß beim Oktoberpilze angucken.


    Hotspot 1 regte nur zu 3 Fotositzungen an.

    Dabei ist das eigentlich ein ziemlich wundersamer Platz, flächenmäßig nicht gerade groß, aber mit einem beachtlichen Artenspektrum an +/- seltenen Röhrlingen, Schleierlingen und Korallen.


    Cortinarius humicola = Schuppiger Raukopf





    Ramaria botrytis = Echter Hahnenkamm








    Allerdings eine komisch blasse Kollakektion, was wohl vorkommen kann, vor allem wenn die Fruchtkörper wie hier nicht die Jüngsten sind.
    Da die drei Hahnenkämme aber die einzigen Korallen mit spiralig - rippigem Sporenornament sind, und R. botrytis dabei die einzige Art mit Sporen bis >15µm ist, ließ sich das dennoch bestimmen.

    Mit den Ruinen davon stand der ganze Hotspot voll... Eine oder zwei Wochen früher hätten vielleicht sogar mal einen (von mehreren Dutzend) Fruchtkörpern für ein kulinarisches Experiment hergegeben.


    Ramaria fennica var. fumigata = Rußviolette Koralle









    Die Bilder sind farnblich jetzt nicht so überragend geworden, und die Fruchtkörper waren auch alles andere als in gutem Zustand.
    In dem Bereich (Ramaria fennica agg.) gibt es wohl zwei bis drei Arten, wobei eine dadurch ausschließbar ist, daß das eine Nadelwaldart mit etwas anderem Farbspektrum sein soll (fennica var. fennica) und die andere vermutlich gar nicht von fumigata zu unterscheiden.

    Lustig: Die Fruchtkörper von diesem Fund haben so ziemlich 1:1 das Farbspektrum von Schweinsohren. Da dürften einige Pigmente sehr ähnlich oder nahezu gleich sein.



    Hotspot 2 entpuppte sich ebenso als - für seine Verhältnisse - enttäuschend, da kam die Kamera nur ein Mal in Betrieb.


    Cortinarius talus = Falbblättiger Klumpfuß




    Mit deutlichem Honiggeruch vor allem an und in der Stielbasis.


    Hotspot 3 bietet ein wenig andere ökologische Bedingungen, weil das ein Parkgelände auf grundsätzlich saurem Ausgangsgestein ist. Auch dort wird in manchen Jahren um die Zeit (erste Oktoberdekade) ein ganz anderes Programm gefahren als in diesem Jahr, aber ein paar der dort bekannt regelmäßig auftretenden Arten haben sich dennoch getraut.


    Cortinarius balteatocumatilis = Braunvioletter Schleimkopf


    Auch in dem Park an bekannten Fundstellen muss man mindestens dran riechen. Cortinarius variicolor (Erdigriechender Schleimkopf) kommt dort ebenfalls vor, beide Arten in mehreren, teils unmittelbar benachbarten Mycelien. Wenn man den Edrartigen Geruch von variicolor nichtr wahrnehmen kann, wird die Trennung der beiden ziemlich schwierig.


    Gomphidius maculatus = Fleckender Schmierling


    Wie sich das gehört zusammen mit Suillus grevillei (Goldröhrling), von dem mir aber die Aufnahmen an dem Tag völlig in die Hose gegangen sind...


    Lactarius spinosulus = Schüppchenmilchling


    Leider auch da Belichtungsprobleme bei diffusem, schwindendem Licht. Schade, weil das mal mehrere wirklich üppige Kollektionen dieser Art waren, die man auch dort oft nur in wenigen fruchtkörpern vorfindet.


    Tricholoma psammopus = Lärchenritterling


    ...


    Und das war's dann auch schon.

    Mehr Glück im kommenden Jahr?



    Lg; Pablo.

  • Moin, Cratie!


    Beim Lärchenritterling weiß ich nicht, ob es das selbe Mycel ist, aber es ist die selbe Stelle.

    Aus dem Park stammen einige von Annas Rätselpilzen - darum durfte ich ja früher nie mit rein (naja, stimmt nicht ganz). g:D

    Es wäre durchaus möglich, daß dort zwei oder mehr Mycelien von Lärchenritterlingen unterwegs sind, aber sowas ist nur mit Blick "von außen" sehr schwer abzuschätzen.



    LG; Pablo.

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