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letzter Beitrag von Wutzi am

Hygrocybe subpapillata?

  • Hallo zusammen,

    ein neuer Saftling auf meinen Wiesen sucht einen Namen. Ich haben ihn geschlüsselt und lande makroskopisch bei Ludwig und Boertmann bei Hygrocybe subpapillata. Bei Ludwig fand ich dann noch den Hinweis, dass H. papillata der einzige mit einer so deutlichen Papille ist. Mögliche Verwechslungspartner kommen entweder im Hochgebirge bzw. hoch im Norden vor, oder sind deutlich schleimig, oder aber völlig gelb, passen also alle nicht. Die Freude, dass sich der Pilz so einfach benennen lässt, währte trotzdem nur kurz.

    Die Länge der Basidien passt nicht so recht. Meist sind 4 aber manchmal sind auch weniger als 4 Sterigmien vorhanden. Die Länge der Basidien beträgt allerdings schon ohne Sterigmien über 50 µ, sollte aber nur 30 - 40, auf jeden Fall weniger als 50 µ betragen. Ansonsten passen Sporenform, etc. gut. Eine Spore mit Öltropfen, ist deutlich länger ist als die angegebenen 10µ maximal. Vielleicht ist das eine Fremdspore? Die anderen Sporen liegen im Rahmen.

    Wie ist eure Meinung zu diesem Pilz.


    2- max. 3 cm Hutdurchmesser

    zarter und brüchiger als beispielsweise H. coccinea

    deutlich abgesetzte Papille in der Hutmitte

    geruch und geschmacklos

    Huthaut wachsartig bis leicht klebrig, aber nicht schleimig.

    Junge FRk rot, später orange nach gelb

    radialstreifig vom Hutrand her

    Stiel trocken, glatt

    Lamellen hell später über gelb nach orange, breit, mit Zahn angewachsen

    saure Magerwiese

    400 m. ü. NN


    Danke fürs Nachdenken!














    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


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  • Hallo Claudia,

    neben den Sporen ist ein wichtiges Bestimmungsmerkmal die Länge der Hyphenelemente in der Trama. Die solltest du unbedingt messen, weil H. subpallida sehr lange Tramaelemente von 300 - 800 µm hätte. Dazu einfach ein Stück der Lamelle seitlich unter dem Mikroskop ansehen und die Länge der Zellen messen.
    Grüße Axel

  • Hallo Axel, danke für den Hinweis. Ich hab ein bisschen gegoogelt, da sind Mikroaufnahmen dabei, bei denen die Vergrößerung falsch eingestellt ist. Trotzdem sollten sehr überdurchschnittlich lange Hyphen vorhanden sein . So richtig glücklich bin ich mit meinen Mikrobildern gerade nicht. Gut erkennbar sind nur die Sporen und Basidien. Ich muss mir wohl am Sonntag einen frischen Pilz holen.

    Lieben Gruß


    Claudia


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  • Hallo Claudia,


    hast Du einen frischen Fruchtkörper beschafft und die Lamellentrama untersucht? Mit Hygrocybe subpapillata hat Dein Fund wenig Ähnlichkeit, da warst Du offensichtlich zu sehr auf diese papillenartig gebuckelten Hüte fixiert. Schau Dir mal die Fotos von H. subpapillata auf pilze-deutschland an, das ist ein ganz anderer Pilz.

    Zu den roten Saftlingen, die gelegentlich papillenartig gebuckelte Hüte aufweisen, zählen H. coccinea und H. splendidissima. Dein Fund erinnert mich vor allem an kleine Exemplare von Hygrocybe splendidissima, neben den makroskopischen Merkmalen (soweit hier erkennbar) passen da auch die längeren Basidien. Was fehlt ist die Lamellentrama, die besteht bei H. splendidissima aus recht kurzen Zellen (unter 100 µm).


    LG Ingo

  • Hallo Ingo, frische Fruchtkörper kann ich erst morgen beschaffen. Das Leben neben den Pilzen hat mich wieder einmal eingeholt🥴. Aber ich erwarte tatsächlich keine so langen Zellen im Lamellentrama. Sonst hätte ich schon etwas an den beiden Fruchtkörpern entdeckt, die ich untersucht habe. Von H. splendidissima und coccinea gibt es hier hier große Bestände. Ich schau mir das morgen noch einmal an. Schade, da hatte ich zu sehr auf die Aussage im Ludwig vertraut, dass H.subpapillata aufgrund der Papille unverwechselbar ist. Naja, auch Experten können mal daneben liegen. Morgen Vergleiche auch mit Pilze- Deutschland, danke für den Hinweis.

    Lieben Gruß


    Claudia


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