Hallo, Besucher der Thread wurde 545 aufgerufen und enthält 2 Antworten

letzter Beitrag von Tuppie am

Kleine Runde im Mischwald

  • Hallo zusammen,


    heute hab ich mal geschaut, was sich so zur Zeit in 'meinem Hauswald' finden lässt. Für den Kochtopf gab es nichts, dennoch für mich ein paar schöne (Erst-)Funde, auch wenn nichts außergewöhnliches dabei war. Hier eine Auswahl der Funde.


    1. Der erste Pantherpilz (Amanita pantherina) für dieses Jahr.


    2. Auch vom Grünen Knolli (Amanita phalloides) gab es das erste Exemplar.


    3. Wie so oft waren auch der Klebrige Hörnling (Calocera viscosa)


    4. und der Samtfuß-Krempling vertreten.


    5.Ein Erstfund für mich und in größerer Zahl vertreten war der Rotschuppige Raukopf (Cortinarius bolaris).


    6.Ockerbrauner Trichterling (Infundibulicybe gibba)


    7.Vereinzelt zu finden war auch der Strubbelkopfröhrling (Strobilomyces strobilaceus).


    8. Kiefern-Braunporling (Phaeolus spadiceus) an Douglasie


    9. Das Highlight für mich, für viele bestimmt schwer nachvollziehbar, der Gallenröhrling (Tylopilus felleus). Auch ein Erstfund für mich. Ich dachte nicht, dass ich den in diesem vorwiegend kalkhaltigen Wald finden kann. Aber anscheinend war diese eine Stelle doch eher sauer. In der Nähe der Fundstelle gab es auch vereinzelt kleine Heidelbeer-Pflänzchen.


    10. Zum Abschluss auf einer Wiese einer der Anis-Champignons (Agaricus sect. arvensis).


    Viele Grüße

    Luca

  • Hallo Luca,

    war heute auch das erste Mal dieses Jahr in einem Waldstück, wo ich letztes Jahr schon mal so stichprobenmäßig war und drei Steinpilzstellen entdeckte an einem Tag.

    Dieses Jahr...zwei davon abgeholzt, bzw. fast abgeholzt, so´n Schiet.

    An der letzten, da war einiges zu finden heute, bischen was zum essen auch.

    An sich nur Fichten, ein paar Tannen, an den Rändern zu abgeholzten Flächen, bzw. im Waldweiden hat sich Laubwald gebildet, Birken, kleine Buchen, verschiedene Sträucher, eher so ein Dickicht seit diesem Jahr und dem vielen Regen. In meinem Maronenwald nahe Hannover steht in einem Teil der Farn neuerdings 1,5 Meter hoch, teilweise noch mehr. Letztes Jahr war das vielleicht kniehoch. Überhaupt ist der Bewuchs dieses Jahr stärker als sonst, alles ist viel grüner bei uns.

    Einiges von Lucas Funden habe ich heute auch gesehen.

    Den Pantherpilz hatte ich schon mal gesehen, vor über 25 Jahren, heute einige, etwa 10.

    Dazu recht viele Perlpilze, die kenne ich nahezu sicher, aber nicht zu 100%, die bleiben da, ich nehm manchmal einen größeren oder kleineren zum bestimmen raus, waren alle aber recht eindeutig heute und madig.

    Zwei verschiedene Täublinge, einen recht großen mit braunem Hut und cremefarbenen brüchigen Lamellen, Stiel ähnliche Farbe, ein paar beigebräunliche Flecken und einen kleinen mit einem weinroten Hut zur Mitte dunkler werdend, weißer Stiel in der unteren Hälte rosa.

    Diverse Baumpilze, die ich nicht kenne.

    Den klebrigen Hörnling oder zumindest eine ähnliche Art habe ich ebenfalls mehrfach gesehen.

    Zwei ziemlich alte braune Filzröhrlinge.

    Zwei ebenfalls uralte Gallenröhrlinge mit mehr als eindeutig zu sehendem passenden Stielnetz und den rosafarbenen Röhren, Hutfarbe etwas helleres braun.

    Und immerhin 3 Maronen und zwei Steinpilze, eine Marone leicht madig, aber nicht komplett und bei einem Steinpilz der Stiel madig, der Rest nicht.

    Für ne gute Pilzsuppe für mich hats gereicht.

    Nur welche Steinpilzart, da bin ich mir nicht ganz sicher, beide gefunden unter Fichten, aber nah dran, max. 10-20m auch passende Laubbäume für Sommersteinpilze.

    Beide hatten einen braun gefaserten Stiel aber nur im oberen Teil war das sehr feine weiße Netz zu sehen. Hut bei beiden eher uneben. Farbe schokobraun, bei einem in der Mitte etwas heller. Beide hatten nicht diesen sonst oft deutlich zu sehenden weißen Hutrand. Fleisch weiß, nicht blauend.

    Röhren weiß von unten, im Anschnitt im Inneren leichter Olivton. Nicht bitter oder scharf. Geruch Pilznote ähnlich Maronen, aber schwächer und mit nussiger Komponente. Unter der Huthaut und an den Fraßstellen helles beige, rötlich brauner Farbton, wenn dann nur schwach zu sehen. Ich tendiere zu Sommersteinpilz, wegen dem fehlenden weißen Hutrand, schwierig zu sagen, oder doch Fichtensteinpilz, wegen der nicht ganz weißen Farbe unter der Huthaut?


    Grüße

    Daniel

    • Gäste Informationen
    Hallo, gefällt Dir das Thema und willst auch Du etwas dazu schreiben, dann melde dich bitte an.
    Hast Du noch kein Benutzerkonto, dann bitte registriere dich, nach der Freischaltung kannst Du das Forum uneingeschränkt nutzen.