Im Laubwald gibt es schneller Pilze als im Nadelwald

Es gibt 8 Antworten in diesem Thema, welches 1.745 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von willy.

  • Hallo Shawn,


    ich persönlich habe nie davon gehört. Würdest Du die Bücher bitte explizit erwähnen (am besten mit Seitennummer)?


    Zum Pilzwachstum gibt es viele Theorien (von Zeitraum nach Regenfällen über Mondphasen). Ich glaube dass wir uns alle nur darüber einig sein können dass die Pilze machen was sie wollen und keine Regeln befolgen. Es gibt allerdings durchaus Tendenzen (bspw. nach Regen mehr Pilze als bei Trockenheit).

  • Davon abgesehen, dass in der Tat die Quelle mal interessant wäre, kann ich vom vergangenen Wochenende das Gegenteil bestätigen. Der Nadelwald (intakte Fichten!) war wesentlich besser mit Pilzen bestückt als die Laubwälder in der Umgebung.


    Wegen des Regens habe ich folgende Theorie: Einmal kann die Humusschicht der Laubwälder durch die Kompostierung des Blattwerks besser die Feuchtigkeit - praktisch wie ein Schwamm - halten, zum anderen sind gerade Fichten rechte Flachwurzler, die nicht so gut an die Nässe herankommen wie manch tiefer wurzelnder Laubbaum. Von daher kann das schon sein, dass Nadelwälder mehr Wasser brauchen. Man sieht es ja auch aktuell wie die Fichten geschädigt sind, die unter der Trockenheit extrem leiden. Douglasien (= Neophyt) dagegen kommen mit den Trockenperioden besser zurecht. Allerdings haben Douglasienwälder den Nachteil, dass sie die Bodenökologie in heimischen Wälder verhunzen, mit der Folge dass dort "Pilzwüsten" entstehen.


    Ich empfehle mal Peter Wohlleben: Der Wald. Eine interessante Lektüre, und wenn nur die Hälfte stimmt, was da beschrieben wird, ist es schlimm genug.


    Beste Grüße

    Harald

  • Hallo Shawn,


    mir stellt sich die Frage, was du mit "Nadelwald" überhaupt meinst. Die Fichten- und Kiefernforsten, die vielerorts anzutreffen sind, sind im botanischen Sinn kein Nadelwald, da sie nicht natürlich sind bzw. von der Forstwirtschaft zumeist naturfern angelegt wurden. Zumindest Fichtenforsten an naturfernen Standorten brauchen viel und ständig Wasser von oben, um langfristig bestehen zu können, da sich Fichten nicht wie andere Bäume ihr Wasser aus den tieferen Erdschichten holen können. Die Wurzeln vieler Laubbäume, übrigens auch die der Kiefer, reichen bis in die tiefen Erdschichten, so dass der jeweilige Baum mit längeren Trockenheitsphasen besser zurecht kommt.


    Andere Frage: was meinst du mit schneller? Früheres Auftreten von Pilzen im Jahr? Schnelleres Reagieren des Pilzwachstums auf Regenwetter? Geringerer Zeitabstand vom Pilzbaby bis zum Pilzopa?


    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • hi


    Ich kann Harald seine Aussage bestätigen die 40 Maronen waren alle im Nadelwald. Im Laubwald war nicht eine einzige das ist natürlich aber kein Beweis das es auch anders herum laufen kann. Ich gehe gleichermaßen Laub und Nadelwald ab wichtig ist mir das ich zu meinen Bekannten Pilz stellen gehe die werden immer abgegangen.


    LG Tomas

  • Außerdem kommt es noch darauf an, welche Pilzarten gemeint sind. Dass im Nadelwald schneller Maronen wachsen und man mehr davon findet, kommt natürlich daher, dass die Marone ein ausgesprochener Nadelwaldpilz und kein Laubwaldpilz ist.

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Hallo,

    das kann man nicht pauschal sagen, denn es gibt Nadelwaldpilze und Laubwaldpilzsorten. Allerdings glaube ich, dass Laubblätter so verwesen, dass sie dem Boden mehr Wasser zurückgeben. So könnten die Pilze dann auch besser, größer und saftiger wachsen. Dann könnte an der Geschichte auch was dran sein.

  • Außerdem kommt es noch darauf an, welche Pilzarten gemeint sind. Dass im Nadelwald schneller Maronen wachsen und man mehr davon findet, kommt natürlich daher, dass die Marone ein ausgesprochener Nadelwaldpilz und kein Laubwaldpilz ist.

    FG

    Oehrling

    Hi Oehrling


    Wobei ich hier Maronen teilweise mehr unter Buchen finde als unter Fichten. Letztes Jahr wie gesagt teilweise FK auf FK. Aber du hast recht im Sauren Nadelwald sind sie auch sehr viel vertreten.


    LG Tomas

  • Hallo Shwan


    entgegen aller anderen Meinungen hier gebe ich Dir recht aber nur bezüglich der Jahreszeiten.

    Steinpilze und Pfifferlinge wachsen ab Mai schon in Eichen bzw Buchenwäldern.

    Im kiefern oder Fichtenwald findest du früh im Jahr noch gar nix.

    Jetzt aber im Spätsommer sind die Nadelwälder besser aber auch Mischwälder.

    Das gilt aber nur für die bekannten Speisepilze wie oben genannt,


    Gruß Willy