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letzter Beitrag von Beorn am

Unbekannte und mit zweifeln Pilzfunde , Kroatien . Röhrling & Company

  • Hallo

    Ein paar Unbestimmte und auch ein paar mit zweifeln Pilzfunde , alle in Kroatien gefundene .


    1. Hab 2 Röhrlinge ca 50 Meter ein von andern entfernt gefunden . Glaube das beide gleiche Art sind . Fundort Laubwald , Buche , Eiche , weit und breit kein Nadelbaum . Trockene zeit kaum Pilze , hab an große Waldflecke nur ein paar Russula sp und diese 2 Röhrlinge gefunden . Geruch sehr angenehm Geschmack mild , bei ältere Frk hab eine schwache Nussig Geschmack gefunden . KOH Reaktion Positiv .


    Glaube das um Xerocomus sp gehet , Ziegenlippe Gruppe .

    X. lanatus existiert nicht mehr . X. ferrugineus man kann in diese fall ausschließen . X. chrysonemus ( etwas neues an Pilzmarkt und sehr wenig bekannt ) per ein paar Internetbilder in vergleich ( Verträuliche ? ) man kann auch ausschließen . Bleiben X subtomentosus VS silwoodensis .

    Beide Röhrlingen haben Merkmalle von beide Kandidaten . Bin etwas mehr an X. subtomentosus als an silwoodensis . Trockenschaden irritiert , besonderes Fleisch bei schnitt . X. silwoodensis kann auch so intensive Farbe bei Schnitt in ältere Stadium haben , in junge nicht so Intensiv . Für silwoodensis etwas Hutoberfläche ungewöhnlich aber es gehet um starke Trockenschaden .

    Wenn jemand braucht hab noch mehrere Bilder zb. Röhrenboden , unten Huthaut usw.

    a. Jüngere Frk


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    Schnitt nach 5 Minuten


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    KOH


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    b. Ältere Frk


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    2. Glaube stark das um Antrodiella serpula gehet ( Substrat Laubholz , siecher nicht Buche )


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    KOH Poren


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    3. Russula sp. Mittelgebirge ca 800 m ü NHN Eiche Buche . Geruch neutral bis leicht angenehm , bei Ältere Frk etwas leicht stinkend , Geschmack am Anfang Mild aber nach 10 Sekunden Scharf ( Mittelscharf ) . GUAJAK sofort Grün . Hab noch nie so dichte Lamellen bei Russula gesehen . Hab in verschiedene Stadium gefunden

    a


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    GUAJAK sofort Reagiert , Hut auch


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    b etwas ältere Frk


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    c alte Frk


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    4. Mittelgebirge Fund 700 m ü NHN an junge dünne tote und liegende Buche zusammen mit Lentinus strigosus



    Unbekannte links L. strigosus recht


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    Frk. mit starke trockenschaden sehr Intensive Blautöne aber kaum zu erkennen ( aus Hand gut zu sehen ) Für Chondrostereum purpureum viel zu ungewöhnlich weil hat bei manche Frk. stacheln usw. Auch für Trichaptum etwas ungewöhnlich , einfach hab keine Idee


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    Und noch zwei Astpilze


    5. Mittelgebirge ca 700 m ü NHN m, Buchen oder Eichen Ast ? Meine das letzte Bild ist KOH Test aber bin nicht siecher


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    KOH


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    6. Niedrige lage ca 90 m ü NHN , Eichenwald , Substrat Eichenast , kein Geruch na ja neutral


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    KOH


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    LG beli !

  • GriasSi beli,

    stimmt, Nr. 2 schaut aus wie A. serpula = A. hoehnelii. Die wächst aber eigentlich auf dem Mycel bzw. Fk alter Inonotusarten, wie I. nodulosus auf Buche.

    Dein Täubling ist ein Milchling und zwar ein Pfeffermilchling. Mit dem gelb in der Hutmitte würd ich Lactifluus glaucescens vermuten.

    Der nächste ist schon ein Trichaptum. Ich wüsst ned was sonst. An Laubholz und mediterran kommt eigentlich nur T. biforme in Betracht.

    Dann kommt ein Steccherinum.

    Mit den kurzen Stacheln vllt einfach S. ochraceum?

    Zum Xerocomus und dem letzten resupinaten Porling sag ich nix.

    An liabn Gruaß,

    Werner

  • Hallo Werner


    Danke für Antwort .


    Bin mit vermutliche Täubling als Milchling bestimmen verwirrt . Hab mehrere Frk gefunden , bei keine Milch . Oben in Beitrag sind erste 5 Bilder von Frische Fruchtkörper , auch keine Milch . Hab extra Frische Frk wegen Milch getestet , Bild unten


    Mit Messer Lamellen strich , kein Milch , kein Fleischverfärbung


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    Ist möglich das bei Frische saftige Frk kein Milch ? Hab auch noch ein paar gefunden aber auch kein Milch . Hab ganz genau wegen fehlende Milch an Russula getypt


    LG beli !

  • Ja beli, das wundert mich schon auch, dass gerade bei einem Vertreter der Gattung Lactifluus, die ja gerade für den starken Milchfluß bekannt ist und deshalb so benannt wurde, keine deutliche Milch zum Vorschein kam. Ich hab aber keine Alternative, was aber auch nicht viel heißt.

    An liabn Gruaß,

    Werner

  • Hallo Beli,

    es gibt keinen bekannten Täubling, der so schmale und gleichzeitig so dichtstehende Lamellen hat. Von den halbwegs ähnlich aussehenden Weißtäublingen (Compactae) ist auch keiner wirklich scharf. Das ist schon einer der Pfeffermilchlinge. Die spärliche bzw. gar nicht vorhandene Milch und erträgliche Schärfe muss durch fehlende Frische des Pilzes verursacht sein.

    Hallo Werner,

    bist du sicher, dass die Pfefferröhrlinge zu den Lactifluus gehören? Ich dachte, das wären die Brätlinge.

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Salve!


    Also in meiner Gegend geben Pfeffermilchlinge auch oft keine Milch. Und zwar schon recht früh, nur die wirklich jungen, frischen Fruchtkörper milchen noch deutlich.
    Die Filzröhrlinge am Anfang würde ich schon als ziemlich typische Ziegenlippen (Xerocomus subtomentosus) bezeichnen, eben wegen dem rosabräunlichen Stielfleisch und dem blasssgelben Hutfleisch (dort ja auch +/- blauend). Mit minimalem Unsicherheitsbereich, weil die Fruchtkörper halt schon ziemlich verwittert sind.


    Pilz 2: Sieht in der Tat stark aus wie Antrodiella serpula. Die fand ich auch schon des öfteren an Stämmen (meistens Rotbuche oder Erlen) ohne Inonotus - Fruchtkörper... Das Mycel der Schillerporlinge kann ja dennoch im Holz vorhanden sein. Reinlinsen sollte man da aber dennoch, denn einige weitere Arten der Gattung (vor allem die pileaten Arten aus der ex-semisupina - Gruppe können so aussehen), auch bei Skeletocutis gibt's glaube ich noch den einen oder anderen Doppelgänger, und auch Oxyporus populinus sieht äußerlich bisweilen ähnlich aus.


    Trichaptum biforme ist ein toller Fund. :thumbup: Den würde ich auch zu gerne mal entdecken.


    Der Porling am Schluss (6) müsste natürlich auch mikroskopiert werden. Allerdings: ungefähr 90% aller Kollektionen mit dem aussehen, die ich unterm Mikro habe, entpuppen sich als Schizopora flavipora.



    LG; Pablo.

  • Hallo,


    ich hätte die Röhrlinge am Anfang nicht für Ziegenlippen = Xerocomus gehalten, sondern für Xerocomellus bzw. Hortiboletus. Die oberen Bilder könnte ich mir als X. porosporus vorstellen, aber die späteren sehen eher nach H. engelii aus. Zumindest die Hutfarben letzterer wären sehr untypisch für Xerocomus und auch die Oberfläche sehr glatt und kein bischen samtig-filzig. Außerdem das Blauen im Fleisch ist eher ein Merkmal von Rotfußröhrlingen s.l. als von Ziegenlippen.


    beste Grüße,

    Andreas

  • Hallo


    Danke für eure Antworten .


    Spannend .


    Hab noch viel Bilder und auch hab direkt an Ort für manche Funde an Papierblatt Merkmalle Notiert .


    Ich fange mit mein "Täubling" welche kann gut Milchling sein .



    Hab diese Pilze in Mittelgebirge 700 m ü NHN gefunden , mehrere Frk an 4 verschiedene Stelle .




    Am Anfang Tagespilzausflug ich habe als erste Pilze diese 2 Frk ein neben andern gefunden . Diese 2 sind die jüngste und die saftigste ( Frische ) von ganze Kollektion welche ich habe später gefunden .


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    Nur bei diese zwei ich habe GUAJAK , Kostprobe und Geruchprobe Test gemachen alle andere welche ich habe später gefunden hab nur Fotografieren


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    GUAJAK sofort Reagiert , Hut , Lamellen , Stiel


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    Hab auch KOH Test gemachen , 20% auch Reagiert Positiv , Hut Lamellen , Stiel


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    Hab auch mit Messer Lamellen wegen Milchtest geschnitten , kein Milc , kein Fleisch Verfärbung , Pilz war frisch , Geschmack zuerst na ja Mild aber nach ca bis 10 Sekunden mittelscharf ( in keinen fall extrem oder sehr scharf ) . Wegen fehlenden Milch hab an Russula spontan angekommen . Hab schon in erste Beitrag schon geschrieben komische dichte Lamellen

    Werners typ als Lactifluus glaucescens kann perfekt passen . Hab über diese Pilz kurz Googeln . GUAJAK und auch KOH Reaktion bei L. glaucescens ist genau wie bei mein Fund . Na ja fehlt Milch aber das ist nicht erste Fall bis heute .





    Diese hab na ja + - 100 Meter weiter von erste 2 gefunden


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    Später hab diese Alte gefunden


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    Und am ende Ausflug hab diese gefunden


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    Ich nehme diese ganze Kollektion als L. glaucescens , ist das OK ?


    LG beli !


    In nächste Beitrag ich füge noch ein paar Bilder von Röhrlinge

  • Na ja beli,

    wie wir erst kürzlich im Forum gelernt haben, ist die positive KOH Reaktion kein zwingendes Merkmal mehr zur Abgrenzung von L. glaucescens und L. piperatus.

    Es deutet zwar makroskopisch einiges darauf hin, zur Sicherheit müsste die Huthaut aber mikroskopiert werden.

    An liabn Gruaß,

    Werner

  • Hallo Werner,

    bist du sicher, dass die Pfefferröhrlinge zu den Lactifluus gehören? Ich dachte, das wären die Brätlinge.

    FG

    Oehrling

    GriasDi Oerling,

    ja, da gehören neben den Brätlingen und Pfeffermilchlingen auch die beiden Wolligen Milchlinge L. vellereus und L. bertillonii dazu.

    An liabn Gruaß,

    Werner

  • Hallo Werner


    Na ja beli,

    wie wir erst kürzlich im Forum gelernt haben, ist die positive KOH Reaktion kein zwingendes Merkmal mehr zur Abgrenzung von L. glaucescens und L. piperatus.

    Es deutet zwar makroskopisch einiges darauf hin, zur Sicherheit müsste die Huthaut aber mikroskopiert werden.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Per Literatur ( ältere ) L. glaucescens KOH und GUAJAK Positiv , L. piperatus KOH u GUAJAK negativ . Ist das nicht mehr giltig ? is auch L. piperatus positiv ?


    LG beli !

  • Hallo !

    Hallo Andreas


    Danke für Antwort !


    Erste Röhrling , vermutliche Xerocomus - Ziegenlippe dein typ Xerocomellus porusporus


    Hab diese Röhrling zwischen Eiche und Buche gefunden , nur 1 Fruchtkörper . sehr angenehme Geruch und angenehme Geschmack


    Hut


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    Fleisch unten Huthaut ( gleich nach dem Huthaut Schnitt )


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    Röhren


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    Röhren nach druck nicht blauend


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    Röhrenboden


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    Stiel kein Netz auch an Stielspitze kein


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    Schnitt


    Gleich nach Schnitt , blauend gleich nicht


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    Schnitt nach ca 5 Minuten blauend langsam mehr und mehr


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    Schnitt nach na ja mehr als 5 Minuten


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    KOH 20% Hut - Röhren - Stiel und Hutfleisch Positiv


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    Ich habe von diese Röhrling getrocknete Beleg , hab nach Deutschland mitgenommen




    Zweites Röhrling von Andreas vermutete Hortiboletus engelii


    Diese zweite hab auch unten Buche - Eiche und nur 1 Frk gefunden . Diese zweite war von erste Röhrling ca 50 Meter weiter Gefunden . Geruch Angenehm , Geschmack Mild aber nach lange kauen eine leichte Nussige Note .


    Hut


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    Unten Huthaut gleich nach Huthautschnitt , am Rand Fleisch leicht blauend , sieche Bild Mitte Recht


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    Röhren


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    Röhren nach druck blauend sofort


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    Röhren nach 5 Minuten blauend sehr Intensiv


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    Röhrenboden


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    Stiel , hab etwas an Netz ähnlich an Stielspitz gefunden


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    Ob ist das Netz oder Röhren ( Röhrenverlängerung ) ?


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    KOH 20% Hut - Stiel Positiv


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    Von diese zweite Röhrling hab auch getrocknete Beleg aber stehen in Kroatien in Schrank , heb leider nicht nach Deutschland Mitgenommen


    LG beli !

  • Moin!


    Ich fürchte, keiner deiner Milchlingsfruchtkörper ist wirklich jung und frisch, Beli. :gzwinkern:


    Jung sähen die eher so aus:


    Bei den Röhrlingen könnte Andreas zumindest beim zweiten sehr wohl richtig liegen.
    Hortiboletus engelii ist ja nun ein extrem variables Pilzchen, der kann schon auch so aussehen. An so alten Fruchtkörpern ist das allerdings schwer zu beurteilen, weil da so viele Merkmale atypisch ausgeprägt sein können - mein Monitor suggeriert mir da jedenfalls auch einen fleischbraunen hauch im Fleisch des unteren Stielteiles - aber das kann vielleicht schon eine Alterserscheinung sein.


    Beim ersten Filzer wäre ich aber weiterhin bei einer Ziegenlippe (im strengen sinne), denn da ist diese Tramafarbe im Stiel ja schon sehr deutlich ausgeprägt - in der Form hätte ich das bei Hortiboletus engelii noch nie gesehen (bei bubalinus kommt das schon eher so vor).

    Das Blauen stört mich da ebenso wenig wie die Farbe und Struktur der Hutoberfläche: Xerocomus subtomentosus s.str. muss zwar nicht, kann aber durchaus sowohl im Hutfleisch als auch den Röhren deutlich blauen. Hutfarbe bei X. subtomentosus s.str. ist so variabel, da schließt das mögliche Farbspektrum mehr oder weniger das aller anderen, nahestehenden Arten mit ein - und auch das der meisten Hortiboletus - und Xerocomellus - Arten. Wie die Huthaut aufplatzt ist schon oft interessant, in dem Fall aber wohl eher schwer einzuordnen weil stark durch alter und Trockenheit beeinflusst.

    Xerocomellus porosporus müsste noch mal einen anderen Farbton im Stielfleisch haben (rußbraun, ohne rosaton) - wenn irgednwas rötliches, dann ein dunkleres Rot und meistens dann nur als Zone direkt oberhalb des rußbraunen / graubraunen Fleisches zur basis hin.







    LG, Pablo.

  • Hallo, Beli!


    Nein, hat er nicht.
    >Das hier ist Xerocomellus sarnarii<, also eine Art aus der Gruppe um X. dryophilus (X. dryophilus s.str. = nordamerikanische Art!!!).
    Das was in dem Portrait bei 123 vorgestellt wird, ist aber ebenfalls etwas anderes, vermutlich Xerocomellus chrysenteron und nicht Xerocomellus sarnarii. Darum vermutlich das Mißverständnis.

    Deinen Fund (erster Pilz, erster Beitrag) halte ich nach wie vor für eine Ziegenlippe (Xerocomus subtomentosus), Beli.
    Zumindest den Fund 1a, bei 1b bin ich recht unsicher, was das sein soll.



    LG, Pablo.

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