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letzter Beitrag von Mreul am

Delitschia confertaspora reloaded

  • Hallo zusammen,


    nachdem ich hier schon einmal Delitschia confertaspora vorgestellt habe, hab ich nun noch ein bisschen was zu ergänzen.

    Mittlerweile sind ca. 20 Exemplare aufgetaucht, bei diesem hier konnte ich die Asci besonders schön fotografieren und nicht nur das, nun gibt es auch Fotos der Gelhüllen der Sporen. Die Hüllen sieht man nur, wenn die Sporen noch recht frisch aus dem Ascus entlassen wurden, bei älteren fehlt eine solche Hülle komplett.

    Aber der Reihe nach:













    Hier nun die Gelhüllen in Tusche sichtbar gemacht. Sieht etwas anders aus als in der Originalbeschreibung, aber in Wasser sieht man auch die großen Teile an den Sporenenden auch nur sehr schwer, bei manchen Fotos von Sporen in den Asci kann man es sehen, wenn man weiß worauf man schauen muss. Bei einzelnen freien Sporen hat man da keine Chance. Die Aufteilung der Hülle erinnert mit der Dreiteilung an die von Trichodelitschia minuta:






    Viele Grüße,

    Matthias

    Je intensiver man sich mit Pilzen beschäftigt, desto komplizierter wird es, sie zu bestimmen.

  • Mir fehlen (mal wieder) die Worte, Matthias!

    Gelhüllen von Delitschia-Sporen habe ich noch nie in Tusche mikroskopiert. Nun sehe ich, was ich verpasst habe.

    Die Aufteilung der Hülle erinnert mit der Dreiteilung an die von Trichodelitschia minuta.

    Genau daran musste ich beim Betrachten der Bilder denken, bevor ich Deinen Text gelesen hatte.

    Hättest Du das nicht selbst geschrieben, wäre jetzt spätestens eine Bemerkung dazu von mir gekommen.

    Ich hoffe sehr, dass Hagen, auch aufgrund der überragenden Funde, über die namibischen Dungpilze publizieren wird.

    Am besten sichert ihr euch gleich die halbe Z.Mykol., den Bolotus oder was weiß ich, damit soviel wie möglich von Deinen Bildern veröffentlicht werden.


    Liebe Grüße

    Nobi


    PS. Ist die Sendung mit dem Skandinavien-Dung bei Dir angekommen?

    Hier geht es zu meinen Themen.

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    Chips: 88 nach diversen Verlusten - 10 APR 2019 = 78 + 6 (150er Prämie APR 2019) = 84

  • Hi,


    freut mich, dass Euch die Bilder gefallen - hab mir hier natürlich extra Mühe gegeben, so schnell wird die Art sicher nicht wieder zu finden sein.


    Nobi, die Dungsendung ist vor ein paar Tagen angekommen. Ich hab schon mal etwas Elch in Kultur genommen, mal schauen, was da so dran ist. Der Namibia-Dung, den ich momentan kultiviere scheint mit nun 19 Arten im Moment mal etwas Pause mit Neuem zu machen, außer, dass an Zebra möglicherweise ein Tintling heranwächst, aber sind seit Tagen nur Primordien da. Den komischen Becher an Giraffe, von dem Du noch geschrieben hast, hab ich auch bei mir dran, aber der will irgendwie nicht ganz ausreifen. Aber könnte noch werden.


    Wenn am Elch was kommt, stell ich es hier natürlich ins Forum.


    Viele Grüße,

    Matthias


    PS: Wegen Publikation kann Dir Hagen sicher mehr sagen, an Bildern mangelt es jedenfalls nicht, ich hab derzeit über 450 vom Namibia-Dung, davon 18 Doku-Collagen.

    Je intensiver man sich mit Pilzen beschäftigt, desto komplizierter wird es, sie zu bestimmen.

  • Sehr guter Vorschlag Nobi, vor allem, weil es noch nicht viel Literatur dazu allerdings wenn wir das tun (und dann hätte ich auch an Deine Liste gedacht), dann sollten wir das nicht hier in Europa tun, so bisschen wär das ja wie Biopiraterie und Kolonialherrentum. Es gibt in Namibia zwei sehr rührige wissenschaftliche Gesellschaften (die Swakopmunder haben sich mal von den Windhoekern getrennt, wenn man böse wär würde man sagen typisch deutsch :-) ). Und die haben eine entsprechende Zeitschrift in Deutsch und Englisch, der man das m.M. nach anbieten sollte, für den Rest der Welt ist es ja in Zeiten des Internets fast schon egal, wo was erscheint. Aber da haben natürlich die Leute, die die Knaller gezogen haben, wie Eike und Matthias und hoffentlich auch Peter, auch mitzureden.

  • Hallo Hagen,


    ist ja echt der Wahnsinn, was da alles an Pilzsubstrat rumliegt.

    Also ich wäre auch dafür, das in einer namibischen Zeitschrift zu veröffentlichen. Könnte natürlich etwas lang werden der Artikel, wenn man die Funde von uns allen zusammenzählt. Und ich hab erst gut 25% der Proben überhaupt in Kultur. Im Moment kommt übrigens ein schicker kleiner Tintling auf Zebra.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Je intensiver man sich mit Pilzen beschäftigt, desto komplizierter wird es, sie zu bestimmen.

  • Dort lag überall soviel rum, auch dort wo Wild rumlief, die Trockenheit verhindert, dass das Zeug verfault oder von Insekten etc. zersetzt wird. .Den Tintling auf Zebra hab ich ignoriert, da war mir die Frustrationsschwelle zu niedrig, ich hab nur paar Bilder gemacht. Aber wenn Du ich rauskriegst, sehr gern.

  • Hallo Hagen & Matthias

    ich denke wir sollten das bei dem Artikel ähnlich machen wie bei dem aus Rheinland-Pfalz. Jeder pickt 2-3 bemerkenswerte Arten raus von seinen Funden und macht ne Beschreibung dazu die anderen Bilder könnte man neben der Fundliste folgen lassen so als kurzen überblick.


    Ich würde zu Saccobolus purpureus,Ascobolus tsavoenensis und Sporormiella septanaria beschreibungen machen in der nächsten Zeit. Nartürlich nehme ich eure Verbesserungen auch gerne noch an (ich würde sicher hilfestellung von Björn bekommen der auch zu allen 3 Arten Bilder gemacht hat da ich ihn auch Köttrl geschickt hatte)


    ich denke eine umfassende Fundliste mit ein paar Beschreibungen der besonderen Arten sollte schon drinne sein nottfalls teilen wir den Artikel in mehrere Teile zb Die Ascoboli und Saccoboli in einen und die Pyrenos in einem anderen.


    Wie findet ihr den vorschlag


    Lg,Eike

  • Hallo Eike,


    hört sich gut an so, aber wie Hagen sagt, erst mal alles gar dokumentieren, dann kann man die Menge abschätzen und wie sich die Aufteilung lohnt. Beschreibungen kann ich ja schon mal anfertigen, besonders zur Delitschia.


    Hagen, den Coprinellus hab ich bereits bestimmt, der ist nun reif. Stelle ich dann im Forum vor, wenn ich die Merkmale beieinander habe, bis dahin halt ich die Spannung noch etwas hoch. ;)


    Viele Grüße,

    Matthias

    Je intensiver man sich mit Pilzen beschäftigt, desto komplizierter wird es, sie zu bestimmen.

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