Beiträge von Florian1986

    Hallo zusammen,


    auf einem Kaninchenköddel aus meinem Hauswald zeigt sich eine interessante Nebenfruchtform, die auf den ersten Blick fast an Lachnum erinnert. Makroskopisch ist der Pilz becherförmig und breit gestielt. Die amorphe weiße Masse im Zentrum wird von dicken, durchscheinenden Haaren gekrönt. Mikroskopisch zeigen sich apikal stumpf abgerundete, septierte Haare, die ich mit bis zu 300 x 8 µm gemessen habe. Die Sporen sind an einer Seite spitz auslaufend und messen 4,5 - 4,8 x 2,2 - 2,5 µm. Hat Jemand eine Idee zu diesem auffälligen Pilzchen?



    Vielen Dank und liebe Grüße,

    Florian

    Hallo Elisabeth,


    vielen Dank für deine Antwort! Ich habe natürlich mehrere FK untersucht, konnte aber keine grobwarzigen Sporen feststellen. Das muss aber nicht heißen, dass es auf der Probe nicht doch welche mit solchen gröberen Warzen gibt. Das Verkleben der Haare könnte vielleicht auch den Kulturbedingungen geschuldet sein (Luftfeuchtigkeit etc.)? Auch die reifen Sporen hatten bei mir dieses feine Pigment, das konnte ich unter dem Mikroskop noch leidlich gut erkennen, allerdings nicht vernünftig auf ein Bild bannen. Die Probe ist nun aber auch schon unterwegs in den Schwarzwald zu Björn Wergen, da hoffe ich auf noch besser Bilder:).


    Liebe Grüße,
    Florian

    Hallo Creepy,


    Wie Peter schon schrieb: Einfach Deckel drauf und auf die Deckelseite legen (Nährmedium nach oben). Ansonsten kannst du dir auch Parafilm kaufen und einen Streifen um die Kante wickeln, das lässt Gasaustausch zu.


    Liebe Grüße,

    Florian

    Vielen Dank ihr zwei! Mich hatte gestört, dass die Art (sofern sie das denn in den beiden Threads ist) Hier und Hier mit deutlich gröberen Warzen erscheint und dass ich keine zu dreieckigen Formationen verklebten Hyphen gefunden habe. Bei solchen Funden frage ich lieber nochmal bei euch nach, bevor ich da einen Namen fest vergebe:).

    Dann freue ich mich umso mehr über den schönen Fund!


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo zusammen,


    vielen Dank an Alle fürs "mitfreuen":-).


    @Hobis: Das Angebot steht auf jeden Fall, wenn ihr den mal "live" sehen wollt, kann ich ihn euch gerne zeigen.


    hilmgridd : Ich drücke dir die Daumen!


    Wutzi : Beim Foto des Geländes habe ich leicht geschummelt, das war schon ein paar Wochen zuvor. An dem Tag selbst gab dann mein Handyakku den Geist auf, als ich gerade Panoramabilder machen wollte;-).


    Dodo : Ich drücke dir die Daumen! In deiner Region solltest du eigentlich ganz gute Chancen haben!


    Brummel : Vielen Dank für das tolle Bild vom Moos und den Namen dazu! Bei Moosen habe ich tatsächlich noch viel Nachholbedarf.


    nobi : Vielen lieben Dank für den Hinweis mit der Neottiella! Ich habe mit Eike schon mal dort nach Moosbecherchen Ausschau gehalten, allerdings waren wir damals nicht fündig geworden.


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo Nobi,


    vielen Dank, das ist ja mal wirklich ein verzwickter Fall! Ich habe die Sporenmaße oben korrigiert (23,5 - 26,7 x 12,6 - 14,1 µm) gut aufgepasst! Die Notizen zur Preussia standen auf der gleichen Seite in meinem Notizbuch;).


    Sehe ich das richtig, dass die H. ornitophila wesentlich größere Sporen haben sollte (40 x 22 µm)? Dann wäre meine Aufsammlung da auf jeden Fall raus. Ich wühle in den nächsten Tagen mal noch etwas herum, vielleicht finde ich die Art ja wieder.


    Liebe Grüße,

    Florian

    Lieber Nobi,


    vielen Dank für die Bestätigung! Tatsächlich habe ich die Arbeit, hatte aber irgendwie (wie man das auch immer schafft) die Tafeln übersehen und mich gewundert, dass es ausgerechnet zu der Art keine gibt... Vielen Dank auf jeden Fall nochmal für den Hinweis!


    Auch vielen Dank für die Vergleichsbilder, was konntest du denn sonst an Fuchslosung finden? Das sind nicht gerade meine Lieblingssubstrate, aber es gibt eben spannende Sachen darauf. Vor allem das Gewölle roch durchaus etwas strenger...


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo zusammen,


    auf Kaninchen aus dem Tietlinger Wacholderhain zeigte sich auf einer Probe neben Delitschia didyma ein großes Perithecium einer Art, die sich unter dem Mikroskop als Hypocopra herausstellte. Nun lief es dann ganz blöd, nachdem die Stunde schon fortgeschritten war, hakte ich die Art vorschnell als Hypocopra brefeldii ab. Im Nachhinein kamen mir jedoch Zweifel auf, allerdings hatte ich nicht das volle Bestimmungsprogramm (Zweizelligkeit der Sporen und Reaktion der Asci auf Lugol) geprüft. Nachdem die Sporen jedoch an den Enden zugespitzt sind und die Keimspalten überwiegend über die komplette Länge der Sporen verlaufen denke ich, dass es nicht brefeldii ist und hoffe, dass jemand von euch eine gute Idee dazu hat. Zu allem Überfluss zeigte sich bisher kein weiteres Perithecium... Die Sporen messen 23,5 - 26,7 x 12,6 - 14,1 µm.


    Vielen Dank und liebe Grüße,

    Florian

    Hallo zusammen,


    auf einem Gewölle aus dem Tietlinger Wacholderhain fand ich kleine schwarze Kügelchen, die sich in den meisten Fällen ja als Sporenkapseln verschiedener Pilobolus-Arten entpuppen. In diesem Fall zeigte sich jedoch, dass es etwas viel Besseres war und zwar meine erste Preussia-Art. Eigentlich passt soweit auch alles zu Preussia terricola, alleridngs habe ich keine vernünftigen Bilder zur Septierung finden können und bin mir unsicher, ob die zu terricola passt. Was meint ihr?


    - Cleistothecien ca. 200 µm im Durchmesser

    - Asci langstielig

    - Sporen 25 - 27 x 4,5 - 4,8 µm


    Hier noch die Bilder dazu:


    Vielen Dank und liebe Grüße,

    Florian

    Hallo zusammen,


    ich möchte euch gerne einen besonderen Fund zeigen, den ich vor ein paar Tagen im Tietlinger Wacholderhain machen konnte:


    Eigentlich war ich auf der Suche nach Dung von Kaninchen und Heidschnucke, dabei fiel mir eine Stelle mit hübsch blühendem Moos auf:


    Als ich mir die Pracht näher anschaute sah ich auf einmal größere gelbe Becherchen, die sich zu meiner großen Freude als leuchtende Prachtbecherlinge (Caloscypha fulgens) entpuppten. Damit hätte ich in meiner Gegend überhaupt nicht gerechnet, da die Art eigentlich eher im Süden Deutschlands unter Tannen auf Kalk zu finden ist. Meine Stelle hat nur vereinzelt Birken, Kiefern und Wacholder, dazu jede Menge Heidekraut zu bieten. Ulla (Lamproderma) hatte hier im Forum aber schon mal darauf aufmerksam gemacht, dass die Art durchaus auch in anderen Gebieten (Folgelandschaften von Bergbaugebieten beispielsweise) zu finden ist. Auf jeden Fall ein Fund, der für mich absolutes Highlight im bisherigen Pilzjahr darstellte:


    ut


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo zusammen,


    auf Kaninchen aus der Krelinger Heide zeigten sich recht große (vergleichbar mit den größeren Sporormiella-Arten) Fruchtkörper, die unter dem Mikroskop eine Vielzahl an dreifach-septieren, gelblich gefärbten Sporen ausspuckten (15,7 - 17 x 3 - 3,5 µm). Leider konnte ich kein Makro anfertigen, vielleicht hat ja doch jemand eine Idee dazu?



    Vielen Dank und liebe Grüße,

    Florian

    Hallo Felli,


    ich habe da auch nichts Besonderes, ist ein Huawei P8 lite, also keines von den Teilen im Gegenwert eines Gebrauchtwagens;). Macht aber ganz verünftige Bilder und ist für meine Zwecke völlig ausreichend.


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo Felli,


    vielen Dank für das Lob! Ich habe meine auch bei 40facher Vergrößerung mit dem Handy freihand durch das Okular meiner Stereolupe (Diese hier) geknipst.


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo zusammen,


    auf Kaninchendung aus dem Tietlinger Wacholderhain wächst ein merkwürdig aussehender Saccobolus, der mich an Saccobolus caesaritus erinnert, allerdings überzeugt mich dieser Arbeitsname nicht so ganz. Hier die Daten:

    - Apothecien von jung bis alt lila gefärbt und von Hyphenkränzen umgeben

    - Ich konnte keine verklebten Hyphen feststellen, fand allerdings hohle, dreieckige Elemente an den Basen der Apothecien, wobei ich nicht genau weiß, ob die dazu gehören oder aus dem Substrat stammen

    - Asci clavat

    - Paraphysen apikal nicht verdickt, violettes interzelluläres Pigment vorhanden

    - Sporenpakete messen 40 - 41 x 15- 16 µm

    - Die Sporen sind fein punktiert bis leicht gratig ornamentiert. Das Sporenornament ist mit meinem Mikroskop allerdings vor allem bei den jungen, blasslila gefärbten Sporen zu erkennen, bei den alten dunklen ist es vorhanden, allerdings schwer zu sehen und für mich fast unmöglich zu fotografieren. Die Sporen messen 16 - 17,5 x 7 - 8 µm


    Über Vorschläge bin ich wie immer dankbar:-).


    Vielen Dank und liebe Grüße,

    Florian

    Hallo Felli, Hallo Nobi,


    vielen Dank für das Einstellen und den Namen! Ich habe den Pilz aktuell auch an Marderdung. Und gut zu hören, dass nicht nur ich mit dem mikroskopieren bei denen so meine Probleme habe:). Das "Medusenhaupt" scheint meiner Meinung nach hydrophob zu sein.


    Liebe Grüße,

    Florian



    Moin Esche,


    zumindest Lepista nuda erscheint an einigen mir bekannten Stellen auch gerne mal in einer zweiten Wachstumsphase im Frühjahr, wenn auch weniger üppig, als im Herbst. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich das bei Lepista personata ähnlich verhält.


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo Andreas,


    Vergleiche deinen Fund mal bitte mit der 16-sporige Form von Podospora pleiospora. Es sieht ganz danach aus, als wenn dein Fund in die Sektion Rhypophila gehört.


    Liebe Grüße,

    Florian

    Abhängig vom Boden ist das sicher nicht, aber vielleicht von der Höhenlage? Ich finde es vor allem oberhalb von 400 Metern, aber vielleicht liegt das auch daran dass ich einfach deutlich seltener in tieferen Lagen bin.


    beste Grüße,

    Andreas

    Meine bisherigen Funde waren zwischen 20 und 220 Meter ü. NHN. Ich glaube, das ist also auch nicht so entscheidend.


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo Nobi,


    erstaunlich, dass der bei dir so selten ist! An die Bodenverhältnisse glaube ich weniger, ich habe die Art sowohl auf basischen/kalkigen Böden in Hessen, als auch auf den sauren Sandböden hier in der Heide am entsprechenden Moos "auf Ansage" finden können. Wichtig ist nur, dass das Moospolster recht üppig und im besten Fall auch sehr feucht ist, ansonsten sind die Apothecien so klein "geschrumpelt", dass sie tatsächlich kaum zu erkennen sind. Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen für den Fund!


    Liebe Grüße,

    Florian