Beiträge von Florian1986

    Lieber Nobi,


    herzlichen Dank! Woran erkennt man denn, dass der zu den Onygenales gehört? Ich werde auf jeden Fall nochmal schauen, dass ich die Asci abbilden kann.

    Die Literatur habe ich auf dem Rechner, finde aber leider besagtes Werk gerade nicht. Wie hast du das denn in deinem System benannt?


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo zusammen,


    anbei ein Pilz auf Fuchsdung, den ich überhaupt nicht einordnen kann. Makroskopisch recht große, anfangs hyaline, dann über gelblich bis dunkelbraun verfärbende Cleistothecien. Die Wand der Cleistothecien besteht aus Textura angularis, die Zellen habe ich mit bis zu 10 µm Länge gemessen. Die Sporen sind winzig und für mich nur schwer darstellbar, die Maße betragen 3,2 - 3,8 x 2,5 - 3 µm und sind von annähernd rund bis leicht elliptisch geformt. Auffällig ist das netzige, kräftige Ornament der Sporen. Hat Jemand eine Idee dazu?



    Vielen Dank und liebe Grüße,

    Florian

    Hallo Claudia,


    auf jeden Fall kannst du diese Farbstoffe einsetzen, ich verwende auch öfter Baumwollblau, wenn es um das Ornament bei Ascosporen geht und gelegentlich Kongorot, sowie fast immer auch Lugol`sche Lösung. Nur die Messungen der Sporen, Asci, Paraphysen etc., sowie die Beurteilung von Pigmenten sollten eben in LW durchgeführt werden. Danach kann dann fröhlich gepanscht werden:D. Welche Lösungen unbedingt eingesetzt werden sollten hängt auch immer von der jeweiligen Gattung ab, bzw. kann bei Basidiomyceten auch wieder ganz anders aussehen, die ich so gut wie nie mikroskopiere.


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo Alex,


    gerne:). Ich weiß leider nicht genau, welche Farbstoffe da "unschädlich" sind, ich glaube Lugol ist recht harmlos, ich konnte da zumindest bisher keine großen negativen Veränderungen feststellen. Manchmal kann die Schädigung aber auch bestimmungsrelevant sein, zum Beispiel löst sich bei manchen Arten von Mollisia der Inhalt der Paraphysen als gelbe Farbreaktion in die Umgebung (KOH+).


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo Claudia,


    tolles Weihnachtsgeschenk:):thumbup:. Das Problem mit Farbstoffen kann übrigens auch sein, dass je nach Farbstoff auch lebende Strukturen verändert/abgetötet werden können. Daher am Besten Messungen auch immer in Leitungswasser durchführen. Hier mal noch ein interessanter Link mit ein paar Beispielen zu lebenden vs. toten/geschädigten Strukturen: http://www.gbif-mycology.de/hostedsites/baral/


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo Claudia,


    tolle Mikrobilder! Quetsch doch ruhig das Präparat mit dem Ascobolus noch etwas mehr, die Sporen müssen wirklich plan liegen, damit die Messungen passen. Sonst bekommst du schnell falsche Größen heraus, gerade wenn die Sporen im Nachhinein ausgemessen werden. Wenn du auf den Objektträger einen Tropfen Wasser vorlegst, dann kannst du darin normalerweise das Apothecium schön von der Präpariernadel "herunterwaschen". Braucht manchmal etwas Geduld:).


    Liebe Grüße,

    Florian


    P.S.: Ich bin auch für A. albidus;)

    Hallo zusammen,


    vielen Dank für die Glückwünsche und die "Likes":).


    Rada : Vielen Dank für die Bestätigung!

    Eike : Dankeschön! Natürlich wird das kartiert:).

    @Christoph: Dankeschön:). Prinzipiell bin ich dem gegenüber aufgeschlossen, allerdings gibt meine Technik leider keine besseren Bilder her. Zudem kommt noch, dass meine Promotion noch auf die Fertigstellung wartet, mit Schreiben bin ich also momentan gut ausgelastet;).


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo zusammen,


    hier ein weiterer Pilz aus der Krelinger Heide, hat sich in der Dose auf Hasenkötteln entwickelt und eine halbe ewig gebraucht, bis es nun endlich reife Sporen gibt. Ich lande mit den Merkmalen bei der Gattung Coniochaeta, weiß aber leider nicht, mit welcher Literatur man die am besten bestimmt. Von der Sporengröße her und der durchgehenden Keimspalte der Sporen könnte C. scatigena wohl ganz gut passen. Hier die Merkmale:

    - Perithecien anfangs tief ins Substrat eingesenkt, mit zunehmender Reife schieben sie sich aus dem Substrat und die Farbe der Perithecienwand ändert sich von hyalin-bräunlich hin zu schwarz

    - Seten finden sich nur am Perithecienhals, die Maße betragen etwa 60 x 5 µm

    - Die Asci sind uniseriat, die Maße betragen ca. 120 x 30 µm und sind J-

    - Die Sporen sind von hyalin über hellbraun bis schwarz abreifend mit einer durchgehenden Keimspalte. Die Maße betragen 17 - 21 x 8,8 - 9,4 µm. Die Form finde ich sehr schwer in Worte zu fassen, wie würde man die beschreiben?


    Anbei die Bilder dazu:


    Vielen Dank und liebe Grüße,

    Florian

    Wenn die Sporen einen Ticken schmaler wäre, würde ich auf eine gut präsentierte dreiteilige Gelhülle bestehen :-)
    Eigentlich sieht man die recht gut, wenn man ein klein wenig Tinte unter das Deckgläschen laufen lässt.


    Hallo Ralf,


    nun aber nochmal nachgelegt, soll ja alles seine Richtigkeit haben:).



    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo zusammen,


    auf Dung vom Baummarder, auf dem ich vor ein paar Tagen auch Ascobolus stictoideus fand, konnte ich neben Lasiobolus cuniculi, Shizothecium tetrasporum und Ascobolus albidus inzwischen einen weiteren Ascobolus mit sehr spannenden Sporen finden. Folgende Merkmale konnte ich notieren:


    - Makroskopisch: Relativ groß, "fettscheibig", konvex mit einem kurzen, kräftigen Stiel

    - Textura globulosa im Excipulum

    - Das "Sorgenkind": Die Paraphysen sind verhältnismäßig schlank, die typischen verdickten Spitzen konnte ich kaum feststellen

    - Asci >50 µm breit, 8-sporig und überwiegend biseriat

    - Sporen ellipsoid, 13,8 - 15,2 x 7,7 - 10 µm, das Ornament aus unregelmäßigem, oft unterbrochenem "Netz" bestehend


    Abgesehen von den Paraphysen passen meiner Meinung nach alle Merkmale sehr gut zu Ascobolus rhytidosporus, oder habe ich da doch etwas übersehen? Anbei die Bilder:



    Vielen Dank und liebe Grüße,

    Florian

    Hallo Dungpilzfreunde,


    gestern habe ich etwas Dung von einem Fleischfresser aufgesammelt, ich tippe dabei auf Dung vom Baummarder. Darauf habe ich einen Ascobolus entdeckt, der mir etwas Kopfzerbrechen bereitet. Das Apothecium war schon etwas älter und ich habe leider kein vernünftiges Makro hinbekommen. Die Sporen waren allesamt von groben, zusammenfließenden "Schollen" bedeckt und die Sporenmaße betragen 25 - 27 x 14,8 - 15,5 µm. Einige wenige Asci mit unreifen Sporen konnte ich noch entdecken, die waren sehr breit (>40 µm). Ist das ein verkappter Ascobolus albidus, bei dem alle Sporen einen "Ornamentfehler" aufweisen, oder doch etwas Besseres?



    Danke und liebe Grüße,

    Florian

    Hallo Alex,


    schöne Bilder und deine Bestimmung könnte passen, die Art kenne ich aber leider nicht aus eigener Anschauung. Wichtig ist bei Peziza auf jeden Fall:

    - Sporen-Form und Größe (in LW gemessen), eventuelle Tropfen in vitalen Sporen

    - Ornament (in Baumwollblau betrachtet)

    - Form und eventuell Färbung der Paraphysen

    - Tritt eine Flüssigkeit aus, wenn man frische Apothecien anbricht und wenn ja, ist die farbig? Am besten dazu etwas mit einem Taschentuch aufnehmen, dann lässt sich die Farbe oft etwas besser erkennen


    Der Aufbau im Querschnitt kann auch nicht schaden, ist aber zur Bestimmung vieler Arten meiner Meinung nach kein Muss.


    Bei deinen Färbungen solltest du am Besten auch dazu schreiben, mit was du angefärbt hast. Welches Objektiv hast du verwendet, um die Bilder zu machen? Das 40x?


    Liebe Grüße,

    Florian

    Hallo Kagi,


    falls du die oben auf den Bildern suchst: Die sind da tatsächlich nicht zu sehen:). Generell habe ich so den Eindruck, dass die in Kontakt zu den Haaren wachsen oder sogar direkt frei auf den Haaren. Ich habe mal noch ein Bild von einem Apothecium unter der Stereolupe gemacht, meine Technik reicht aber nicht aus, um das wirklich schön und aussagekräftig hinzubekommen, aber man kann etwa die Größe im Vergleich zu den Haaren erkennen:


    Liebe Grüße nach Hessen,

    Florian