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letzter Beitrag von Hannes2 am

Ein paar Pilze der letztenTage

  • Hallo,


    in den letzten Tagen habe ich endlich wieder einmal etwas Zeit gefunden um ein paar Spaziergänge zu machen. In meinen Speisepilzwäldern herrscht totale Ebbe also mußten wieder die Parkanlagen für ein paar Funde herhalten.


    Recht häufig war der Wiesenellerling (Cuphophyllus pratensis) zu finden



    noch häufiger aber meist schon überständig gab es den Jungfernellerling (Cuphophyllus virgineus)



    unter Lärchen war oft der Lärchen-Schneckling (Hygrophorus lucorum) zu sehen



    die Fliegenpilze verabschieden sich gerade während sich überraschend noch einer der grauen Scheidenstreiflinge blicken ließ.



    vom Fuchsigen Röteltrichterling (Lepista flaccida) und vom Violetten Rötelritterling (L. nuda) waren auch nur noch ältere Exemplare zu sehen



    unter fast jeder Espe gab es Rosascheckige Milchlinge (Lactarius controversus)



    und unter Birken fand ich viele Birkenmilchlinge (Lactarius torminosus)



    unter einer einsamen Kiefer hatte sich auch noch ein Edelreizker (Lactarius deliciosus) hervorgetraut



    viele Gemeine Erd-Ritterlinge (Tricholoma terreum) waren dessen treue Begleiter



    Der Pappel-Ritterling (Tricholoma populinum) und der Pappel-Grünling ( Tricholoma populinum) kommen in diesem Jahr seltener vor



    einige wenige Röhrlinge wie der Birkenpilz, der Schmerling, der Flocki und etwas aus der Ziegenlippenverwandschaft standen auch herum



    auf einer Wiese begrüßte mich noch ein einsamer Kaffeebrauner Gabeltrichterling (Pseudoclitocybe cyathiformis) und einige Schopftintlinge (Coprinus comatus)



    Der Olivbraune Safranschirmling (Chlorophyllum olivieri) und einige Kleine Blutegerlinge (Agaricus silvaticus) waren noch zu finden



    Mein einziger Waldfund war übrigens der Große Schmierling (Gomphidius glutinosus)



    ein paar für mich nicht bestimmbare Funde gab es auch noch wie die hier unter Birke, geruchlos



    ebenfalls unter Birken und ohne nennenswerten Geruch als Massenvorkommen



    Die hier erinnern mich an den Tonblassen Fälbling (Hebeloma crustuliniforme), waren aber völlig geruchlos



    ein vermeindlicher Trichterling mit süßlichem Geruch auf einer Wiese



    dieser hier erinnert mich ein wenig an den Butterrübling (Rhodocollybia butyracea) aber darf der denn gerieft sein? Das Vorkommen auf einer Wiese irritiert mich auch.



    und bei diesem Wiesenbewohner bin ich ebenfalls überfragt



    Ich hoffe das es euch gefällt und vielleicht hat ja jemand eine Idee für die Benamsung meiner Unbekannten.


    VG Jörg

  • Hallo Jörg,


    da ist ja noch ganz schön was los bei Dir! :alright:


    Den Schmerling halte ich eher für einen Ringlosen Butterpilz, wegen des dunklen Hutes und der deutlich rosa gefärbten Stielbasis.


    Butterrübling sollte stimmen.


    Der letzte Wiesenbewohner könnte ein Samtritterling sein, vermutlich Dermoloma cuneifolium.


    Liebe Grüße vom Nobi

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  • Hallo Jörg,


    Kann es sein, dass ein Scheidenstreifling eine Manschette/Ring hat? Ich wüsste zwar auch keine bessere Bestimmung, aber so habe ich das noch nicht gesehen.



    LG Joseph

  • Hallo Jörg, den nicht bestimmten Pilz unter Birke halte ich für den Gelbblättrigen Ritterling.

    Viele Grüße, Lars


    Meine Angaben sind immer ohne Gewähr und können keinesfalls die Bestimmung eines erfahrenen Pilzsachverständigen ersetzen.

  • Hallo Jörg,


    das ist ja mal eine feine Spätherbstvielfalt in deinem Park :alright:
    Ich glaube, da muss ich in "meinem" auch unbedingt zum Wochenende mal nachschauen. Im Wald ist bei mir nämlich auch nicht mehr viel los.


    Liebe Grüße
    Rotfüßchen

    "Pilze sind erst einmal nicht anwesend, sie verstecken, verbergen, verschließen und tarnen sich, aber es gibt eine Wahrscheinlichkeit und eine Hoffnung, sie zu finden. Die Suche bedeutet Aufbruch, Verheißung, Abenteuer, und je vergeblicher und erfolgloser der letzte Pilzgang war, desto mehr Spannung, Erfüllung, Belohnung verspricht der nächste." (Hans Helmut Hillrichs: Pilze sammeln)


    Pilzmärchen

  • Hallo Nobi,


    Suillus collinitus wäre ein Perser für mich. Dann müßte der aber am selben Standort wie S. granulatus vorkommen. Junge Fruchtkörper waren dort immer mit Tröpfchen besetzt. Daher habe ich gar nicht groß nachgedacht. Den Butterrübling habe ich noch nie gerieft und auf einer Wiese gefunden aber ich glaube dir trotzdem ;) .


    Von den Samtritterlingen kannte ich noch nicht einmal die Gattung :veryannoyed: .


    Vielen Dank für deine Einschätzung :alright: .


    Hallo Joseph,


    danke :alright: , das ist mir gar nicht aufgefallen und das kenne ich eigentlich auch nicht von denen. Wenn das wirklich eine Manschette ist dann kann es kein Scheidenstreifling sein. Ich wüßte aber nicht was der sonst sein soll :eek: .


    Hallo Lars,


    der Gelbblättrige Ritterling kommt zumindest optisch und standortmäßig gut hin. Den könnte ich mir noch einmal genauer Vornehmen.


    Danke für den Tipp :alright: .


    Hallo beli,


    wenn Nr. 28 ein Schleierling ist dann bleibt der unbestimmt. Um die mache ich einen großen Bogen :D .


    Hallo Rotfüßchen,


    dann wünsche ich dir viel Erfolg :alright: .


    VG Jörg

  • Hallo an alle,


    das letzte Bild als "Samtritterling" lässt mich zweifeln, die kenne ich nicht mit so gerieften und weiß überfaserten Stielen.


    Eine sichere Bestimmung lässt das Bild m.E. nicht zu, aber es würde mich nicht wundern, wenn bei Begutachtung der Sporen ein Rötling rauskommt.


    Weiter oben wird ein Safranschirmling als "olivieri" bezeichnet, da sehe ich einen normalen (=rachodes).


    Bei Gabeltrichterlingen auf Magerwiese sollte man immer zuerst Pseudoclitocybe obbata im Blick haben.


    Gruß,


    Wolfgang


  • Suillus collinitus wäre ein Perser für mich.
    Dann müßte der aber am selben Standort wie S. granulatus vorkommen. Junge Fruchtkörper waren dort immer mit Tröpfchen besetzt.


    Beide Arten können am gleichen Standort vorkommen, da sie mit der Kiefer denselben Mykorrhizapartner haben.
    Junge Fruchtkörper des "Ringlosen" haben ebenfalls Tröpchen an der Stielspitze.
    Vergleiche mit Pablos schönem Portrait.


    Nobi



    Das letzte Bild als "Samtritterling" lässt mich zweifeln, die kenne ich nicht mit so gerieften und weiß überfaserten Stielen.
    Eine sichere Bestimmung lässt das Bild m.E. nicht zu, aber es würde mich nicht wundern, wenn bei Begutachtung der Sporen ein Rötling rauskommt.


    Da habe ich wohl nicht so genau hingeschaut wie du, Wolfgang.
    War halt eine spontane Idee.
    Entoloma könnte ebenso stimmen, aber es braucht halt die Mikroskopie.


    Nobi

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  • Beide Arten können am gleichen Standort vorkommen, da sie mit der Kiefer denselben Mykorrhizapartner haben.
    Junge Fruchtkörper des "Ringlosen" haben ebenfalls Tröpchen an der Stielspitze.
    Vergleiche mit Pablos schönem Portrait.


    Nobi


    Hallo Nobi,


    mein Problem mit Pablos Portrait ist das er der einzige ist der von diesen schreibt :( .


    https://de.wikipedia.org/wiki/Ringloser_Butterpilz
    https://www.123pilze.de/DreamH…d/RingloserButterpilz.htm
    http://tintling.com/pilzbuch/arten/s/Suillus_collinitus.html
    https://www.biologie-seite.de/Biologie/Ringloser_Butterpilz
    http://www.pilzbestimmer.de/Detailed/10164.html
    http://www.norwegen-freunde.com/sopp/text/pdm_butterpilz.php


    VG Jörg

  • Hallo, Jörg!


    Nö, bin ich definitiv nicht. Das Problem mit den Links ist allerdings, daß anscheinend keine der dort tätigen Autoren es für nötig hielten, das zu erwähnen oder wenigstens aus relevanter Literatur abzutippen, wo das auch erwähnt wird. ;)
    Ohne jetzt nachzuschlagen, aber ich bin sicher, daß es in Engel et al. beschrieben ist, im Munoz (FE) sicherlich auch, selbst in den Großpilzen BaWüs müsste es drin stehen; wenn es bei Pilze der Schweiz fehlt, wäre das noch ein Grund mehr, den weiterhin nicht mehr aufzuschlagen.
    Ist aber in meinem Fall nicht nur abgetippt (aus relevanter Literatur) sondern natürlich auch anhand eigener Beobachtungen nachvollzogen.
    So am Rande (müsste aber auch im Portrait stehen): Tröpfchenfarbe bei jungen Fruchtkörpern von S. collinitus hyalin / bernsteinfarben; bei S. granulatus milchig-trüb.
    wenn deine Fruchtkörper keine Butterröhrlinge sind, die ihren Ring verloren haben, dann sind es aber alleine wegen der dunklen, striaten Hutoberfläche Suillus collinitus. In den Kiefernwäldern bei mir ist das nicht ungewöhnlich, alle drei Arten im Umkreis weniger Meter zusammen beobachten zu können. Der Filzröhrling wird schon der Braune (Xerocomus ferrugineus) sein, siehe spontane Neubildung des Hutfilzes an Knabberstellen.
    Bei dem braunen Ritterling würde es reichen, einmal mit dem Fingernagel an der Stieloberfläche zu kratzen. Dann würde man die gelbliche Unterschicht der Stielrinde freilegen, und hätte könnte fulvum (Gelbblättriger Ritterling) schon abhaken.



    LG, Pablo.

  • Hi Pablo,


    die Tröpfchen waren für mich bisher immer ein wichtiger Faktor zu deren Bestimmung. Dann muss ich im kommenden Jahr mal genau darauf achten welche Farbe die haben. Das in diesem Jahr noch frische Exemplare kommen halte ich für unwahrscheinlich. Was mich jetzt auch zu S. collinitus tendieren läßt ist die Hutfarbe. Die kenne ich beim Schmerling in diesem Alter eher gelbbraun, auch von diesem Standort. Das wäre dann ein Erstfund für mich aber das muss ich noch nachprüfen.


    Den braunen Ritterling kann ich noch nachprüfen da der nicht weit entfernt wächst.


    Ich danke dir :alright: .


    VG Jörg

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