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letzter Beitrag von Alexander am

Die Speisepilze sind wieder da. Körnchenröhrlinge, Champignons und mehr

  • Hallo zusammen!


    Nach Morcheln und Maipilzen sind jetzt auch bei uns im Rhein-Neckar Gebiet die ersten Speisepilze da, die nicht zu den Frühlingspilzen zählen.
    Eigentlich soll ich jetzt meine Steuererklärung machen aber ich, leider so wie die meisten Menschen, prokrastiniere bis es nicht mehr geht und gehe stattdessen Pilze suchen und poste die Fotos hier :D


    Also, nachdem bei Pilzticker Pfifferlinge gemeldet wurden, sind wir heute zu einigen von unseren wenigen Pfifferlingsstellen gegangen. Die Pfifferlinge waren nicht da, auch keine Baby-Pfifferlinge, aber unseren ersten Röhrling in diesem Jahr haben wir heute gefunden! Es war ein kleiner Filzröhrling, ich glaube es war ein Herbst-Rotfussröhrling (Xerocomellus pruinatus), links unten im Bild. Kurz danach, mitten im Kiesweg - ein Stadt-Champignon (Agaricus bitorquis), mit typischem doppelten Ring und etwas flachgedrücktem Hut. Und dann ging es richtig los und wir haben etwa 10 Körnchenröhrlinge (Suillus granulatus) gefunden, die fast alle frisch und knackig waren.


    Von Zunderschwämmen (die ich noch nicht sicher erkennen kann) und auch von Spaltblättlingen (die einzigartig zu sein scheinen) gab es viele...


    Weiss jemand was für Pilze das hier sind? Substrat ist wahrscheinlich Kirsche.


    Sklerotiernporlinge waren leider meist bereits überständig.


    Sind das Hasenboviste (Lycoperdon utriforme)? Das wäre ein Erstfund für mich. Durchmesser vom größten Pilz war etwa 12 cm. Für Riesenboviste ist es etwas klein, für andere Arten doch zu groß, oder?





    Da Boviste und Stäublinge die innen rein weiß sind alle meines Wissens essbar sind, haben wir welche mitgenommen.
    *UPDATE: stimmt nicht ganz, der Dünnschalige Kartoffelbovist im jungen Zustand wäre eine Ausnahme, siehe Kommentare unten
    Ob sie lecker sind oder nicht, das hängt natürlich mit Essbarkeit nicht zusammen. Meine Frau und eine Tochter fanden sie lecker, die andere Tochter und ich nicht ;-) Für mich schmecken diese Pilze eher unappetitlich fischig. Geschmackssache, ganz klar.


    Und zum Schluss - ein Riesenschrimling, der in der Sonne extrem eingetrocknet ist. Sein Stiel scheint mir nicht genattert zu sein, das soll also tendenziell kein Pilz aus der Gattung Macrolepiota sondern ein Safranschirmling oder eine andere Art aus der Gattung Chlorophyllum sein. Sehe ich das richtig?


    Fast zuhause angekommen haben wir die Stelle im Park aufgesucht wo ich letzes Jahr Ende Mai Champignons fand. Und es waren welche da, etwa 10 Stück. Nachträglich habe ich festgestellt, dass die meisten madig waren. Hier noch ein Bild der Gesamtausbeute von heute, wobei die meisten Champignons zu madig waren und ein Bovist zu alt war. Trotzdem war es toll wieder leckere Pilze für die Pfanne zu finden, die meisten davon zum ersten Mal in diesem Jahr.

  • Coole Pilzfunde! Aber dünnschalige Kartoffelbviste sind jung auch innen weiß(allerdinsg außen braun)!


    bei uns gehts auch los, hab heute auch die ersten Röhrlinge(Hexen) gefunde, echt zu cool! und auch erste babypfiffis, aber die waren noch im Knopfstadium :D

    Liebe Grüße, Juliane




    [font="Arial Black"]man kann alle Pilze essen, manche jedoch nur einmal [/font] :plate:


    83 Pilzchipse (+2 Trompetenschnitzlingabdruck)


    *JE SUIS CHARLIE*

    Einmal editiert, zuletzt von luckenbachranch ()

  • Hallo Alexander,
    wirklich prima Funde!


    Der Hasenstäubling sollte einer sein, dieses "Plattige" wenn die Oberfläche glatt wird ist wohl typisch.


    Der fragliche zottelige Pilz mit Lamellen sollte Panus strigosus sein, Borstiger Knäueling.


    Beim Riesenschirmling sehe ich aber doch eine ganz zarte Natterung.

  • Moin!


    Dann war's ja ziemlich erfolgreich heute. :alright:
    Sicher, junge Kartoffelboviste sind auch innen weiß, aber eben nicht außen. Und sie sind viel härter. >Hasenbovist< passt, >Borstiger Knäueling< auch.
    Die Stielnatterung meine ich hier auch zu erkennen, stimme also Abeja auch da zu. Aber sie ist sehr fein, das ist manchmal dann schwer in der Beurteilung.
    Im Dossenwald an der Sanddüne unter den Stromleitungen gibt es eine Stelle, da stehen recht komische "Riesenschirmlinge". Die haben fast immer einen sehr fein genatterten Stiel und unetscheiden sich noch in ein paar anderen Punkten von "normalen" Macrolepiota procera. Ist wahrscheinlch nicht exakt die Art, aber da sind die Abgrenzungen recht diffus und kaum nach morphologischen Gesichtspunkten machbar.



    LG, Pablo.

  • Hallo alexander, schöne ausbeute und Gratulation zu den hasenbovisten!
    Champignons sind für mich noch absolute baustelle drum die frage:
    Der champignon am ersten bild (2 v.l.) hat doch einen doppelten ring und sollte ein stadtchampignon sein oder?
    Danke jedenfalls fürs mitnehmen!
    Lg joe


  • Coole Pilzfunde! Aber dünnschalige Kartoffelbviste sind jung auch innen weiß(allerdinsg außen braun)!


    bei uns gehts auch los, hab heute auch die ersten Röhrlinge(Hexen) gefunde, echt zu cool! und auch erste babypfiffis, aber die waren noch im Knopfstadium :D


    Hallo Juliane, ich habe Deine Fotos gesehen, echt toll! Auf solche Funde habe ich auch gehofft :)
    Das mit den jungen Kartoffelbovisten wusste ich nicht, Danke. Ich habe sie letztes Jahr in Massen gefunden und aufgeschnitten, sie waren aber immer innen dunkel. Hier habe ich u.a. anhand der Größe solche Verwechslung ausgeschlossen. Auch der Geruch war nicht wie bei Kartoffelbovisten.



    Der Hasenstäubling sollte einer sein, dieses "Plattige" wenn die Oberfläche glatt wird ist wohl typisch.


    Der fragliche zottelige Pilz mit Lamellen sollte Panus strigosus sein, Borstiger Knäueling.


    Hallo abeja,
    Danke, das kann er gewesen sein, die Beschreibung passt :alright:



    Beim Riesenschirmling sehe ich aber doch eine ganz zarte Natterung.


    Stimmt... aber ganz ganz fein.



    Sicher, junge Kartoffelboviste sind auch innen weiß, aber eben nicht außen. Und sie sind viel härter. >Hasenbovist< passt, >Borstiger Knäueling< auch.


    Hallo Pablo, Danke für die Bestätigung! :alright: Und wieder habe ich was dazu gelernt.



    Die Stielnatterung meine ich hier auch zu erkennen, stimme also Abeja auch da zu. Aber sie ist sehr fein, das ist manchmal dann schwer in der Beurteilung.


    Im Dossenwald an der Sanddüne unter den Stromleitungen gibt es eine Stelle, da stehen recht komische "Riesenschirmlinge". Die haben fast immer einen sehr fein genatterten Stiel und unetscheiden sich noch in ein paar anderen Punkten von "normalen" Macrolepiota procera. Ist wahrscheinlch nicht exakt die Art, aber da sind die Abgrenzungen recht diffus und kaum nach morphologischen Gesichtspunkten machbar.


    Sehr interessant. Mein Schirmling war übrigens vom Autobahn-Parkplatz nahe Viernheimer Heide.



    Champignons sind für mich noch absolute baustelle drum die frage:
    Der champignon am ersten bild (2 v.l.) hat doch einen doppelten ring und sollte ein stadtchampignon sein oder?


    Hallo joe, ich habe diesen Pilz als Stadt-Champignon (Agaricus bitorquis) identifiziert. Aber die Champignons kann ich schlecht voneinander unterscheiden. Stadtchampignon ist da relativ "einfach" zu erkennen weil doppelter Ring und Hut wie flachgekloppt, wie ein Hocker. Ansonsten hat er definitiv kein Karbolgeruch gehabt und keine gelbe Verfärbung an der Stielbasis.

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