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letzter Beitrag von Beorn am

Freiblättler an Buche

  • Tja, da bringt man es als Laie inzwischen schon auf über 200 Arten die man +/- erfolgreich und oft auch mit eurer Hilfe bestimmt hat, und trotzdem finde ich immer wieder Bilder der letzten Jahre, wo ich überhaupt keinen Plan habe. Bei nur zwei Bildern wäre ich ja schon froh, wenn wenigstend herauskäme, in welche Gattung die gehören - aber es wäre auch nicht das erste Mal, dass ich etwas Naheliegendes übersehen habe.


    Also:
    - gefunden am 09.11.2015 am Otterbach / Südpfalz auf einem alten liegenden Buchenstamm
    - freiblättrig - glaube ich jedenfalls auf dem 2. Bild zu sehen
    - Stiel kräftig, nach unten etwas keulig verdickt, dunkel flockig gemasert
    - kein Ring, Reif o.ä. - die keulig-stieligen Cortinarien haben doch eigentlich alle so etwas
    - Sporen habe ich leider keine genommen, ob das Weiß unter dem linken Ex. dazu gehört würde ich anhand des rechten Ex. mit dem doch weit entfernten weißen Flecks eher bezweifeln




    ==> evtl. habt ihr ja eine Idee, ich würde mich freuen

  • Hallo Rainer,
    Fällt mir spontan der Flockenstielige Weichritterling ein , aber so ganz passt es doch nicht.
    Müßte man den Stiel deutlicher sehen , sind das Flocken oder Flecken ?
    Gruß Norbert

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    Pilzchips = 100 -5 APR 2015 +12 APR 2016 = 107 -7 Für APR 2017 = 100 + 5 APR 2018 =105 +5 APR 2019 =110+6 APR 2020=116+5+4 APR2021=125

    Pilzbestimmung im Netz ist keine Essfreigabe

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  • Hallo.


    Mir sind auch schon solche ähnlichen Pilze begegnet, die sich dann beim Unetsuchen als Rehbraune Dachpilze herausgestellt haben. Den gibt es ja auch in weiß, aber irgendwie wär's dann gut, wenigstens mal ein bisschen rosa in den lamellen zu sehen. Oder einen Sporenabwurf zu haben.
    Weichritterling: Auch möglich, aber da habe ich die gleichen Bedenken wie Harald. Ich habe noch nie einen Wiechritterling so an Holz wachsen sehen.



    LG; Pablo.

  • Hallo Rainer,
    mir fällt da auch spontan Weichritterling ein, nämlich Melanoleuca verrucipes, der Raustiel-Weichritterling
    Der soll auch auf mulch, Holzresten, Holzlagerplätzen vorkommen.
    LG Ulla

  • Hallo Ulla & Norbert, hallo Pablo,


    danke für eure Ideen, aber zu allen teile ich auch euer eigenes Unbehagen dabei.


    Zum Raustiel-Weichritterling - das ist hier ein noch richtig fester Buchenstamm, noch nichtmal so ein Jahrzehnte vermoderter Eichenstamm, wo man an dicke Mullbecken denke könnte, also das passt dann vom Substrat her wirklich nicht.


    Und an den Rehbraunen erinnert mich das nun wirklich auch nicht, nicht nur wegen der hellgrauen Farbe, auch sonst nicht. Wobei ich den dort schon reichlich gefunden hatte. Aber außer dem fehlenden Rosaton stört mich insbesondere der keulige und flockige (nicht etwa nur fleckige) Stiel und auch dass Dachpilze doch meist einen +/- radialfaserige Hut-OS haben.


    Aber wirklich schlauer sind wir leider nicht, außer dass wir jetzt konkreter wissen was wir nicht wissen ...


    PS: und wenn wir schon bei Pluteus bleiben sollen (ist mir wg. des Substrats / Standort deutlich sympathischer als Weichritterling) - was haltet ihr von [font="Arial, Verdana, Sans Serif"]Pluteus petasatus - da is wenigstens von längsgestreiftem Stiel die Rede und auch die Statur und Farbe passt besser als beim Rehbraunen ... [/font]

  • Hi,


    ohne Mikroskopische Untersuchung/Sporenabwurf bleibt das nur Rätselraten. Kannst du noch einen Sporenabwurf ansetzen Rainer? Weiterhin wäre dein vorgeschlagener Dachpilz nur mikroskopisch zu knacken...


    l.g.
    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hallo zusammen,
    es passt ja so rein äußerlich alles wirklich recht gut mit Melanoleuca verrucipes, dem Raustiel-Weichritterling - wenn der hier nicht statt auf Holzschnitzel o.ä. auf echtem Holz wachsen würde. Weder in den GPBW noch in anderen Veröffentlichungen habe ich etwas über Stammholz als Substrat gelesen - kann da einer von euch etwas zu berichten? Aber auch hier lese ich nur von Schnitzel, Mulch o.ä. :hmmm::hmmnmz: :hmmm:

  • Hallo.


    Selbst habe ich Melanoleuca verrucipes auch noch niue an so solidem Holz gesehen. Nur auf Rindenmulch und auf Kleinholz - Detritus am Wegrand. Daher auch meine Skepsis.
    Mir fallen auch keine Literaturangaben ein, daß der an massivem Totholz gefunden wurde, aber das habe ich sicher auch nicht alles im Kopf und müsste nachgeforscht werden.


    Klar, so rein makroskopisch und ohne Berücksichtigung des Substrates würde es schon passen.
    Aber...



    LG, Pablo.

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