Beiträge von Oehrling

    Hallo Karlotta,

    meiner Meinung nach sind das normale Fliegenpilze. Ich habe dir mal ein Foto von der var. aureola zum Vergleichen angehängt. Beachte bitte die außerordentliche Schlankstieligkeit, das Bergsteigersöckchen und die einheitlich orangefarbige, matte Huthaut der var. aureola.

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    FG

    Oehrling

    Hallo Andy,

    wenn du jetzt noch sagst, dass die Milch nicht scharf und allenfalls im Abgang etwas kratzend war, gehe ich mit L. porninsis mit.

    Allerdings möchte ich Climbingfreak insofern bestätigen, dass die Hutfarbe auf dem Foto nicht ganz zu stimmen scheint und in Wahrheit deutlich dunkler sein müsste.

    Im Gebirgsnadelwald gibt es mit L. bresadolianus noch einen weiteren Milchling, der reizkerähnlich aussieht, aber dessen Milch scheußlich bitter und zudem noch scharf ist.

    FG

    Oehrling

    Hallo jwrld,

    du hast die Pilze angefragt, hier haben kompetente Leute ihre Meinung dazu gesagt. An deiner Stelle würde ich schon darauf hören, statt dagegen zu argumentieren. Schließlich hast du ja wohl keine Lust auf eine Magenverstimmung.

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,


    meine Idee zu Nr. 3 wäre Agrocybe aegerita/cylindracea (Südlicher Ackerling), Man hätte erheben müssen, auf welchem Substrat die Pilze gewachsen sind. Der Südliche Ackerling braucht Pappeln und liebt diese sehr, wenn sie in Wassernähe stehen.


    Zu Nr. 5: Tricholoma ustale kann das keinesfalls sein, denn dieser würde nicht so auffällig mehlig riechen, außerdem fehlen die "Brandstellen" an Lamellen und Stiel völlig. Die Hutfarbe ist auch eine ganz andere (braun mit deutlich ockergelbem Einschlag), und T. ustale hat auch keine Pseudoringzone bzw. klar definierten Braun-Weiß-Übergang am Stiel. Dass T. ustaloides nur im basischen Laubwald wachsen soll, kann ich so nicht bestätigen. Wir haben diesen Pilz z. B. auf der Hohenloher Ebene unter Eiche in einem Vorgarten, das ist kein wirklicher Kalkboden. Sogar im Landkreis Darmstadt hatte ich ihn mal unter Eiche gefunden, und das Gebiet ist nun keinesfalls kalkverdächtig, sondern sauer-sandig. Also meiner Meinung nach ist T. ustaloides hier eine gute Option, falls eine Eiche dabeistand. Auf dem Foto sind allerdings Blätter zu sehen, die weder von einer Eiche oder einer Buche stammen. Man sollte hier noch einmal checken, ob da nicht vielleicht auch eine Pappel war, dann wäre der Pappelritterling auch eine Option.


    Abschließend wollte ich anmerken, weil hier ja - was mich stark wundert - eine Kostprobe vorgeschlagen wurde: lasst das mit den Kostproben bei weißbraunen Ritterlingen unbedingt sein, das kann böse ausgehen, da gibt es mehrere entsprechende Berichte in Pilzzeitschriften. Unter den weißbraunen Ritterlingen gibt es mehrere stark magen-darm-giftige Arten, die etwa einem Tigerritterling nicht hintanstehen. Die Bestimmung von Arten der Weißbraun-Sektion kann rein nach makroskopischen Kriterien erfolgen, wenn man aktuelle Literatur zur Verfügung hat.


    FG

    Oehrling

    Hallo Schrumz,

    bitte alle Pilze, die nicht Zuchtchampignons, Steinpilze oder Täublinge sind, gut durchgaren, egal ob frisch oder getrocknet. Vor allem, wenn du zum Raclette Gäste hast. Sonst essen die vielleicht nie wieder was bei dir.

    FG

    Oehrling

    Wenn es Zweitklässler waren ist ja bzgl. Rechtschreibung vielleicht noch ein bisschen Luft nach oben in den nächsten paar Schuljahren.

    Hallo Craterelle,

    nein, das wächst sich leider nicht in den nächsten paar Schuljahren aus, sondern bleibt bei vielen das ganze Leben lang. Ausgemerzt, wie das genannt wurde, wird voraussichtlich auch nichts, denn später kommen im Lehrplan andere Unterrichtsthemen dran, und die Kinder kommen dann rechtschreibschwach an die nachfolgende Schule.

    Ich kenne aus meiner Arbeitstätigkeit wirklich viele 30-jährige, die immer noch so schreiben. Es kommt davon, dass die Kinder heutzutage in der Schule toll Pilze malen, aber dafür nicht mehr richtig schreiben lernen. Zu Hause schreiben sie natürlich auch nichts bis gar nichts.

    Das soll jetzt ganz ausdrücklich keine Kritik an Alis tollem persönlichen Engagement sein, aber eigentlich gehört das erst gemacht, wenn die Kinder richtig schreiben können, nicht vorher oder gar anstatt. Zur Zeit wird viel geschimpft, dass die Kinder von heute nicht mehr richtig schreiben können, aber ich möchte mir die Bemerkung erlauben, dass das nicht die Schuld der Kinder, sondern die Schuld der Grundschule und selbstverständlich der Bildungspolitik insgesamt ist.

    FG

    Oehrling

    Hello Steve,

    it is completely impossible that the spore deposit/spore print is white when the spores are yellowish brown under the microscope, so there must be something wrong with your presented sample of characters.

    The spores look indeed like Agrocybe ones. Maybe you still can find some cheilo- or pleurocystidia?

    FG

    Oehrling

    Hallo Minko,

    in Beitrag #6 auf dem zweiten Foto, das oberste, schon weit aufgeschirmte Exemplar, ist garantiert nicht A. ovoidea, da passt die stabile, häutig-lappige Stielmanschette überhaupt nicht zu. Aus meiner Sicht könnte das alles A. proxima sein, was du zeigst.

    FG

    Oehrling

    Hallo Leon,

    schwierig zu bestimmende Pilze kannst du hier einstellen. Hier im Forum sind teilweise echte Koryphäen unterwegs, die bei der Namensvergabe helfen können, auch in aussichtslos erscheinenden Fällen. Irgendwo im Forum existiert eine "Gattungsexperten"-Liste, die müsstest freilich erstmal finden. Du kannst die jeweiligen Experten herbeirufen, indem du vor deren Usernamen ein @-Zeichen setzt, also z. B. Camillo.

    FG

    Oehrling

    Hallo Reinhard,

    Nr. 12 ist bestimmt keine Galerina, der Pilz hat ja gar keinen Ring und zudem noch blasse Lamellen. Nr. 15 ist wohl kein Fichtenzapfenrübling, der typischerweise nicht auf, sondern direkt neben Fichtenzapfen wächst. MMn ist das eher ein Fichtenzapfenhelmling.

    Zu den anderen Pilzen sage ich nichts.

    FG

    Oehrling

    Hallo Minko,

    da dein Pilz zerschnitten und geputzt auf dem Küchentisch liegt, unterstelle ich Verzehrsabsicht. Amanita ovoidea ist hier gut möglich, jedoch hat diese Art mit Amanita proxima einen tödlich giftigen Doppelgänger, der hauptsächlich an der hier leider weggeputzten und nicht mehr sichtbaren Volva unterscheidbar ist. Daher besteht durchaus Vergiftungsgefahr, wenn du diesen Pilz essen würdest.

    FG

    Oehrling

    Hallo magicman,

    Nr. 1 halte ich für Amanita lividopallescens, bei Nr. 6 hänge ich mich auch noch an T. acerbum (der auf Deutsch gerippter Ritterling heißt) dran, bei Nr. 7 haben einige Exemplare eine Pseudoringzone und könnten daher das sein, was RIVA (1988) Tricholoma gausapatum nennt. Wer nicht an die Relevanz dieses Merkmals glaubt, darf die geruchlose Art unter Kiefer natürlich gern T. terreum nennen, hauptsache der Fund riecht nicht mehlig.

    Bei dem Pilz mit dem rosa Stiel kommt schlichtweg zu viel in Frage - ist denn zumindest die Sporenpulverfarbe bekannt? Die Bilder taugen leider keinen Schuss Pulver, so unscharf und detailarm wie sie sind.

    Die Pezizale, von der nur Zerbrochenes und Schneckenzerfressenes zu sehen ist, ist in dieser Form mMn ein Fall für das Mikroskop.

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    Russula fuscorubroides riecht laut SARNARI, der GALLI 1996 zitiert, nicht nach Stachelbeerkompott. Das halte ich für ein noch besseres Unterscheidungsmerkmal. Ich selber hatte auch schon ausgesprochen rote vermeintliche queletii-Exemplare, die partout nicht nach Stachelbeeren riechen wollten. Außerdem wäre R. fuscorubroides ein Pilz mit nur mittelmäßiger Schärfe, jedenfalls weitaus weniger scharf als R. queletii. Der Pilz ist im Pareys Buch der Pilze farblich treffend abgebildet, aber leider nur extrem kurz beschrieben.

    Hallo Corinne,

    im SARNARI Band 1 auf S. 644 ist eine kurze Erläuterung dazu zum Nachlesen vorhanden. Deinen Fund würde ich von der Farbgebung und dem Sporenornament als R. queletii bezeichnen. Einen fruchtigen Geruch und sehr scharfen Geschmack hast du auch festgestellt, das passt auch beides.

    FG

    Oehrling

    Hallo Harald,

    ich wollte nicht in Abrede stellen, dass hier der rhodoleucus möglich ist. Ich gönne ihn euch auch. Aber es wurde schon so getan, als sei der Nachweis erbracht, und das sehe ich nun nicht gerade.

    Und sooo dick ist der Stiel auch nicht, das ist ja ein ganz junges Exemplar. Die Proportionen eines Pilzes verändern sich mit der Reife.

    Letztlich wird Jan seinen Fall selber klären müssen, nur er kennt den Geruch des Pilzes, nur er könnte Sporen von dem Pilz erhalten.

    FG

    Oehrling