Beiträge von Juergen-M

    Irgend ein Dung bewohnender Hypohmycet, schwierig zu bestimmen, ohne Spezialwerke und Kultivierung ist das Raterei. Mögliche Gattungen Onychophora (Stilbella). Brüte das mal in einer Feuchtekammer aus.


    Grüßle

    Jürgen

    Hallo Maria,


    ich glaube, was Du da einforderst, ist einfach zu viel verlangt. Von den meisten Wildpilzen, die als essbar gelten, weiß man ja nicht einmal alle Inhaltsstoffe! Wer soll denn sowas erforschen? Ohne Budget, ohne Forschungsauftrag, ohne eine Relevanz! Schwieriges Thema. Ich hatte ja auch im Internet dazu recherchiert, aber in diesem Bereich der "Nahrungsmittel/Ernährungswissenschaft" ist halt vieles einfach unerforscht, und leider wird da sehr viel auch kolportiert. Also was bleibt? Erfahrungen von Betroffenen, die sich organisieren. Was auch viele nicht wissen: Histamin ist ein biogenes Amin, welches als Neurotransmitter fungiert und immunmodulierend ist: OHNE HISTAMIN kann kein Mensch überleben, auch Menschen nich mit einer Histaminunverträglichkeit, so paradox es klingen mag.


    Grüßle

    Jürgen

    Hallo Maria,


    ich glaube, dass die SIGHI als eine Art Community mit Betroffenen sicher keine falschen Erfahrungsberichte bringt. Ist halt schwierig bei dieser Stoffwechselerkrankung. Ich hatte gestern eine Telefonat mit meiner Bekannten, und die hat mir erzählt, dass sie Pilze isst, meist Bio-Champignons roh im Salat, ansonsten aber auch gebraten im Gemüse, dann auch Austernseitlinge, Zitronenseitlinge, Rosenseitlinge ... aber immer frisch. Sie kauft sie auf dem Markt bei einem Pilzzüchter (Ulm - Burgpilz).


    Grüßle

    Jürgen

    Hallo, ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen; Pilze von Straßenrändern sind nicht empfehlenswert. Nicht nur Cadmium als Schwermetall wird gern von manchen Pilzen akkumuliert, sondern auch andere Metalle .. möglicherweise auch Mikroplastik in Form von Reifenabrieb liegt über den Pilzen. Übrigens haben die sogenannten Stadt-Champignions (A. bitoquis) in jungem Zustand auch eher grau gefärbte Lamellen ... und das ist wohl die häufigste Art an Wegrändern, Straßenrändern, Waldparkplätzen.

    Hallo Stefan,


    danke für Deinen Tipp, ich war da wegen Marias Anfrage auch schon unterwegs. Pilze enthalten (frisch!) weniger Histamin als andere Lebensmittel. Ich kann nur wiederholen, was ich ja schon wiederholt hatte:


    • Choose fresh mushrooms over canned, dried, and cooked forms.
    • To minimize bacteria production, store mushrooms in the refrigerator and toss them out as soon as they show signs of molding, aging, or decay.
    • Eat mushrooms raw when possible. If they must be cooked, braise or steam them instead of grilling to minimize histamine production.
    • Cook at home vs. dining out when possible.

    Are Mushrooms High in Histamine?
    This article explores the relevance of histamine content in foods, including mushrooms, and how histamine impacts overall health and well-being.
    www.rupahealth.com


    p.s: Das ist auch das, was meine Bekannte macht: Sie kocht frisch, viel Gemüse, gedämpft, roh, meidet Asiatische Küche! (Viel fermentierte Produkte), geht nur ausgewählt auswärts Essen.

    Hallo Maria,


    ich glaube nicht, dass es dazu große Publikationen gibt, Histidin/Histamin ist ja in fast allem enthalten; in Pflanzen, Tieren, Pilzen, Bakterien usw. Der Gehalt an Histamin in Nahrungsmitteln schwank je nach Beschaffenheit der Nahrungsmittel. Beispiel: Frische Champignons, evtl. roh im Salat gegessen enthalten sehr wenig Histamin. Getrocknete Champignons, die seit zwei Jahren im Einmachglas im Regal stehen, und per Mikrofermentation ein starkes Umami-Aroma entwickelt haben, enthalten sehr viel Histamin.

    Hallo Maria,


    ich glaube, wenn man Rohköstler ist, hat man mit Histaminunverträglichkeit die wenigsten Probleme. Recherchiere mal in diese Richtung. Pilze, die man roh essen kann, kann man ja an einer Hand abzählen;-) Mittlerweile ist ja das "Gerücht" um Agaricin (in Champignons) widerlegt worden.

    Hallo zusammen,


    ich will hier nur bestätigen, dass das Vorkommen dieser schönen Art bei Lärche (oft ältere Bäume!) auch bei uns typisch ist (schwäbische Alb, Kalk). Ich glaube, Walter Pätzold hat das mal irgendwo erwähnt. Ich hab die schon in Fichtenforsten (relativ jungen) gefunden, daber da kann man nie sicher sein, ob da nicht noch Wurzeln von Altbäumen aktiv sind (Lärchen). Bei Kahlschlag und Umbau (Neupflanzungen - meist mit Fichten), sind noch Wurzelsysteme alter Bäume aktiv - Man kann da z.B. in einem Buchenjungwuchs (oder sogar Fichtenschonung) Eichhasen finden, wo vorher alte Eichen standen.

    Hallo Sabine,


    das Beispiel mit den Karbolegerlingen kenn ich auch persönlich. Eine ältere Frau brachte uns auf unserer Frischpilzausstellung jedes Jahr einen Korb mit Karbolegerlingen vorbei, und erzählte uns, dass sie den immer isst. Sie verträgt ihn wohl, und hat auch keine Probleme mit dem Geschmack/Geruch.

    wiegesagt; Histamin entsteht zB bei Fermentationsprozessen, dazu gehören auch zB. getrocknete Pilze (Mikrofermentation beim langen lagern getrockneter Pilze), eingemachte Pilze, verarbeitete Pilze (Fertigprodukte). Frische Produkte (Pilze) sind relativ histaminarm, Du kanns ja eine KI-Recherche starten, ich habe das von einem Diätplan, den ich von meiner Bekannten gezeigt bekommen habe. Deshalb wird bei diesen Diäten eben empfohlen auf frische Produkte und frische Zubereitung zu achten, was natürlich aufwendig ist. Das ist meine Information! Ich bin aber auch nicht betroffen, und habe keine persönlichen Erfahrungen! Histamin entsteht ja durch Decarboxylierung von Histidin (einer Aminosäure, die in vielen Eiweißen eben vorkommt), und dieser Vorgang entsteht z.b. durch Erhitzen, Brühen, Pökeln, Haltbarmachen oder Fermentation (und natürlich auch in unserem Körper durch Enzyme: Decarboxylasen)

    Da hast du die Rechnung ohne Pilzlaien gemacht... Da habe ich schon von mehreren Fällen gehört, bei der erst nach Anruf beim Giftnotruf auf Nachfrage, wie das Gericht denn geschmeckt hätte, den Personen der Einfall kam... "Ja, jetzt wo ich drüber nachdenke. So richtig lecker war es nicht."

    ;) Ja, da hast Du Recht. Der Sammler ist halt auf sein Sammelgut so stolz, dass er beim Verspeisen verdächtige Geschmacksrichtungen erst mal ignoriert. Ist wohl Psychologie. EIN bekannter Fall, der jetzt nichts mit Pilzen zu tun hat, ist ja diese tödliche Vergifung mit einer wilden Zucchini-Sorte. Die muss wirklich herbst bitter schmecken, aber der stolze Züchter hat das bei seiner Mahlzeit irgendwie ignorieren können.


    Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, dass die Geschmacksrezeptoren für Bitterstoffe beeinträchtigt sind.

    Hallo Maria,


    Histamin ist oft in fermentierten Produkten hochkonzentriert, daher wird allgemein empfohlen, gerade bei Pilzen und Gemüse, frische Produkte zu verwenden. Pilze frisch genutzt sind histaminarm! Pilze aus Gläsern oder Dosen schon nicht mehr, und fermentierte Pilze (wie z.B. in vegetarischen Austernsoßen) enthalten sehr viel Histamin. Es wird auch von Fertigprodukten abgeraten. Ich weiß das zufällig, weil eine Bekannte von mir eine Histaminunverträglichkeit hat.


    Grüßle

    Jürgen

    Hallo Jörg,


    das war nur eine sogenannte experimentelle Einzelverkostung, um den Geschmack des Pilzes bei einer eventuellen Zubereitung zu beurteilen. Da wird nichts gegessen (geschluckt). Ich mache das hin und wieder mal bei Pilzen mit unbekannten Speisewert oder auch bei Giftpilzen. So kann man beurteilen, warum z.B. bestimmte Giftpilze so ohne Weitereres gegessen werden. Vom Satansröhrling gibt es und gab es ja immer wieder mal Vergiftungsfälle; würde dieser Pilz z.B. sehr bitter oder unangenehm schmecken, würde man da kaum nennenswerte Portionen davon essen. Leider schmeckt er sehr würzig und nicht schlecht, und die Zubereitung in der Pfanne erzeugt auch keine unangenehmen Gerüche.


    Anders sieht es - als Beispiel - mit dem Terpentin-Schneckling aus (Hygrophorus abieticola / pudorinus), der riecht schon beim Braten in der Pfanne so furchtbar, und "verstinkt sozusagen die Küche" - dass man den auch nicht mehr probieren will.


    Grüßle

    Jürgen

    Als Nussig würde ich es nicht unbedingt bezeichnen aber das ist ja subjektiv. Für mich leicht würzig, manchmal sogar ein Bisschen parfümiert.

    Viele Grüße

    ich hab die sogar mal probiert: Einzelverkostung; in der Pfanne gebraten (natürlich nicht runtergeschluckt), sehr intensiver Umami-Geschmack! ;)

    Hallo zusammen

    Kann mir hier auch satanas vorstellen, die kommen bei mir im Buchenwald mit eingestreuten Fichten auf 700m gerade auch in rauhen Mengen. Jung riechen die kein Bisschen unangenehm.

    Viele Grüße

    junge Satansröhrlinge riechen angenehm nussig, wie Walnuss oder Walnuss-Schale

    Hallo Steffen,

    hab Dir mal zwei wichtige Brandstellen-Pilze Schlüssel als PDF zugeschickt (Ellis&Ellis von Dobbitsch übersetzt, und einen ausführlichen von Rene Dougoud). Mikroskopierst Du eigentlich, das weiß ich gar nicht;-)


    Ich hab mich mal so vier bis fünf Jahre lang mit Brandstellen-Pilze beschäftigt, das Problem ist, dass Brandstellen, auch als Pflegemaßnahme z.B. auf Wacholderheiden, nicht mehr angelegt werden (dürfen). Die wenigen Waldbrände, die es bei uns gibt, geben auch nur wenig her. Brandstellenpilze sind meiner Ansicht nach stark gefährdet!

    Grüßle

    Jürgen