Vielen Dank Florian,
kannst Du mich da auf dem Laufenden halten, das würde mich sehr freuen. Dein Paper hab ich schon gedownloadet.
grüßle
Jürgen
Vielen Dank Florian,
kannst Du mich da auf dem Laufenden halten, das würde mich sehr freuen. Dein Paper hab ich schon gedownloadet.
grüßle
Jürgen
Ich nochmal,
ist Deine Arbeit schon reviewt? Ich würde Dich gern in meiner "Vortrags-Folie" über Prototaxites zitieren, wenn ich darf.
Grüßle
Jürgen
Lieber Florian,
danke, das ist ja wirklich interessant; meine letzte Info war, dass es sich weder um damaligen, noch um heutige Pilze handelt, sondern was Neues (oder Anderes) ist.
Loron, C. C. et. al. (2026). Prototaxites fossils are structurally and chemically distinct from extinct and extant Fungi. Science Advances, 12(4)
Du weißt aber schon, dass Du Dich da in einen Paläontologen-Streit hineinbegibst, der ca 160 Jahre geht ;-))
Hallo Björn,
müsste ja gut schlüsselbar sein, soviele Zähnchenbildende Gallertpilze gibts ja jetzt auch nicht. Ich kenne da leider nur drei Arten ... und mit dem Substrat ... irren sich ja die meisten, vor allem wenn es sich um Totholz handelt;-) Da hör ich ehrlichgesagt gar nicht mehr hin;-) Mal schauen ob uns Cognacmeister noch mit Daten beehrt;-)
Liebe Maria,
geb Dir in allem Recht, ich seh schon, Du hast da auch Deine Erfahrungen gemacht. Allerdings ... wirst Du mir nicht erzählen können, dass es im Altmühltal und Deiner Gegend keine Kahlschlagflächen gibt. Angehängt mal eine Luftbildaufnahme von mir aus unserer Gegend (zwischen Laupheim und Ulm). Kannst Du die Flächen sehen?;-) Schau mal Deine Gegend mal mit Google-Maps Lufbild an;-)
Hey cool!
Hmm, ja, hab ich schon mal. Habs als Hypochnicium bestimmt, allerdings waren Deine tollen Zähnchen bei meiner nicht so ausgeprägt. Schau mal bei der Gattung nach. Sollten das wirklich runde Sporen sein und die großen inkrustierte Zystiden septiert.
Grüßle
Jürgen
p.s. Obwohl, Deine Basidien sehen mir nach Septobasidien aus, und manche Kugeln nach Probasidien, dann schau mal bei Heterochaetella
Hallo Bernd,
hmm, ich wundere mich da jetzt ein bisschen; alle die von Dir geforderten Sachen hat ja das von Jens Wilk programmierte Smaff drauf, mit Verteilungskurven und allem. Kennst Du das gar nicht?
Grüßle
Jürgen
Hallo Maria,
hier mal zwei Anekdoten über die "klassische Forstwirtschaft" aus unserer Gegend (Dass Du keine Kahlschläge kennst, wundert mich sehr, die gibts ja überall; nennt sich halt anders: Jungpflanzung!;-):
Den übelsten Fall an forstwirtschaftlichem Raubbau hatte ich bei einer Kartierung im Biosphärengebiet Schwäbische Alb erlebt. Bevor Waldstücke als Bannwälder und Naturreservate ausgeschrieben worden sind, hat sich der Forst einen Monat vor Frist noch die Dicken und alten Bäume rausgeholt. Beim Kartieren waren wir in der Schutzzone oft im Jungdickicht unterwegs, und wunderten uns über die riesigen Stubben darin.
Dann gab es die Situation, dass wir Kartierer in einem Bachtal (Kernzone Biosphärengebiet!) große Polder und Fahrspuren entdeckten; wir haben das dokumentiert und unserem Auftraggeber angezeigt: Da gab es ein großes Hallo und ziemlichen Stress zwischen diesen Behörden! Der Forst war der Meinung, man müsste die kranken Eschen und verdurstenden Fichten noch rausholen ... eigenmächtig, ohne Absprache mit dem Biosphärenzentrum.
Grüßle
Jürgen
Für manche von diesen Dingern hatte wir damals bei der Wald/Pilzkartierung ein Magnetsuchgerät dabei, dann nämlich wenn die keine Kappe mehr hatten ![]()
Grüßle
Jürgen
Hallo Maria,
ja, da hast Du Recht. Ein Forstwissenschaftler hat neulich mal gemeint, dass uns ca 5 Jahre Regen fehlen;-) Trotzdem, vitale Wälder - keine Stangerl-Monokuluren - können sich der Trockenheit erstaunlich gut anpassen ... und; Wälder sind wichtig. Deutschland sollte aufforsten, damit es dem Klimawandel gut begegnen kann, denn Wälder speichern nicht nur Wasser, sie kühlen auch. Deutschland, oder Mitteleuropa ein Waldland, das wäre die richtige Maßnahme ... andere kommen ja zu spät, wie wir wissen.
Hallo Bernd,
soviel ich weiß, basiert das Smaff auf Gerd Fischers Excel-Tabelle. Die zwei hatten sich damals sehr intensiv ausgetauscht. Vielleicht meldet sich der Jens hier noch, und kann was dazu sagen. Ich benutze noch eine veraltete Version, ich weiß nicht ob Jens das für höherer Win-Versionen weiterentwickelt hat.
Grüßle
Jürgen
Ich bringe mal hier das Abstrakt dieses interessanten Artikel als Google-Übersetzung, für alle Interessierten:
"Als wichtigstes Reservoir der Erde für organischen Kohlenstoff und mikrobielle Biomasse beherbergt der tiefe Untergrund Mikroorganismen, die in der Lage sind, diesen einst gebundenen Kohlenstoff zu mobilisieren. Entgegen der gängigen Annahme, dass Eukaryoten dort nur spärlich vorkommen, belegt diese Studie das Vorhandensein zahlreicher Pilzgemeinschaften – mit Zelldichten zwischen 4,2 × 10³ und 6,8 × 10³ Pilzzellen pro Milliliter – in einer methanproduzierenden, organisch reichen Schieferformation in einer Tiefe von 247 bis 556 Metern. Obwohl das Verhältnis von Pilz- zu Bakterienzellen zwischen 1:7028 und 1:713 lag, ergab die Anwendung von Biomasse-Umrechnungsfaktoren, die ursprünglich für ozeanische Systeme entwickelt wurden, ein mittleres Biomasseverhältnis von Pilzen zu Bakterien von 1:4,7. Analysen von 16S-rRNA-Gen-Amplikons zeigten Bakterien- und Archaeen-Gemeinschaften, die jenen in gut untersuchten, extremophilen und kohlenstoffabbauenden Umgebungen ähnelten; gleichzeitig identifizierte die Sequenzierung von 18S-rRNA-Genen und ITS-Regionen (Internal Transcribed Spacer) einen eukaryotischen „Hotspot“ mit 689 operationalen taxonomischen Einheiten (OTUs) von Pilzen, die sechs verschiedenen Stämmen (Phyla) angehörten. Die dominierenden Pilzklassen – Agaricomycetes und Dothideomycetes – sind als effiziente Abbauer schwer abbaubarer Kohlenstoffverbindungen an der Erdoberfläche bekannt; dies legt nahe, dass sie auch im tiefen Untergrund zum Abbau organischer Substanz und zur Aufrechterhaltung des Ökosystems beitragen könnten. Kultivierungs- und Isolierungsversuche erbrachten 205 Pilzstämme, darunter 13 potenziell neue Taxa, was den tiefen Untergrund als bisher wenig erforschten Lebensraum für Eukaryoten ausweist. Analysen stabiler Kohlenstoffisotope deuten darauf hin, dass Methan vorwiegend durch mikrobielle Umwandlung des fossilen Kohlenstoffs entsteht, während Wasserisotopen-Daten auf relativ stabile geochemische Bedingungen seit dem späten Pleistozän hinweisen; dabei erscheint eine subglaziale Grundwasserneubildung als plausibler Mechanismus für den Eintrag der Mikroorganismen. Zusammengenommen legen diese Ergebnisse nahe, dass Pilze eine bisher unterschätzte Rolle bei der Umwandlung organischer Substanz und der funktionellen Vielfalt in der tiefen Biosphäre spielen, und offenbaren eine wesentliche Lücke in unserem Verständnis der Ökosystemprozesse im tiefen Untergrund."
Hallo Bernd,
ich benutze ja das Smaff von Jens Wilk. Das Problem mit der Sporenmenge auf einzelnen Fotos hatte ich damals so gelöst, dass ich aus allen Sporenfotos die Sporen einfach per Photoshop "Stempelwerkzeug" auf ein Foto transferiert habe; von diesem "Sammelfoto" wurde dann die Sporenmessung gemacht (per Axiovision von Zeiss, und mit Smaff ausgewertet).
Grüßle
Jürgen
Hallo Suillus,
ja, und natürlich die Mykorrhiza mit den Waldbäumen erlaubt diesen, dass sie auf diesen flachgründigen Böden der Alb (Rendzina) überhaupt Wälder bilden können. Pilzmycelien haben im Gegensatz zu Feinwurzeln der Bäume eine ca 120fache Oberflächenvergrößerung! Sie können viel effektiver Wasser aus dem Boden und den Gesteinsschichten ziehen. Wie tief Mycelien in die Böden und Gesteinsschichten eindringen können, weiß man auch nicht so richtig. Aus Borlöchern in den USA, weiß man, dass in Tiefen von 300 - 500 Metern noch Sporen und Hyphen nachgewiesen wurden (auch Sequenziert).
Zum Grundwasserspiegel will ich noch was sagen: Für viele Wälder, vor allem in bergiger/hügeliger Landschaft, ist das Grundwasser für Wälder als Wasserspeicher nicht so relevant. Der Grundwasserspiegel kann nämlich lässig 30-40 Meter tief liegen, und somit für Waldpflanzen gar nicht erreichbar, und Wälder, vor allem Laubmischwälder speichern das meiste Wasser in den intakten Böden (Bodenkolloide), und das speist sich meist aus den Niederschlägen aus dem Winterhalbjahr! Also für die Maria; ein kleiner Trost!
Grüßle
Jürgen
Die Forstwirtschaft in Deutschland könnte da gut auf den Klimawandel reagieren, indem sie einfach auf die Fichte, Kiefer oder Douglasie als "Brotbaum" in Monokulturen verzichtet, wieder Laubmischwälder wachsen lässt, und die Wälder mal eine Weile in Ruhe lässt und nicht mit schwerem Gerät befährt (Bodenverdichtung). Und natürlich keine Kahlschläge mehr macht, sondern eine Plenterwirtschaft.
Alte Laubmischwälder und Urwälder können das meiste Wasser nachhaltig speichern, und übrigens auch CO2; nicht nur im Holz sondern vor allem in den Böden. Das weiß man alles schon längst ... vielleicht gibts da ja mal ein Umdenken.
Wenn ich sehe, wieviel Holz in den letzten 10 Jahren aus unseren heimischen Wäldern (Kommunalwald, Staatswald) herausgeholt wurde, und die dabei entstandenen "Flurschäden" durch Befahrung mit Harvestern, Rückeschleppern und Langholztransporter, dann wird mir schlecht. Leider ist das "Erntepersonal" auch nicht so dolle, es handelt sich um Erntefirmen auch aus dem Ausland, die "ortsfremd!" per GPS-Daten in die Wälder reinfahren. Das sieht dann nachher aus, wie auf einem Panzer-Übungsgelände, weil denen egal ist, wie oft sie über die gleiche Stelle fahren.
"Ach, was reg ich mich auf" (Hagen Rether)
Nachtrag,
Bernd, Du wirst es nicht glauben, aber es gibt tatsächlich Leute, die von Makro-Objekten mehrere Fotos mit verschiedenen Schärfenebenen machen, und das dann nachher stacken! (z.B. mit HeliconFocus;-).
Nur mal so als Anregung!;-) Ich weiß, es ist verlorene Liebesmühe, aber ich gebe nicht auf;-)
Hallo Bernd,
danke für Deinen länglichen Sermon, aber natürlich hatte ich eine ganze Bilderserie, und nicht nur dieses Bild. Aber bei mir sieht man halt alles am Objekt .... weil: Schärfentiefe.
Vielleicht lässt Du Dich ja mal überzeugen, wenn nicht von mir, dann von jemand anderem.
Grüßle
Jürgen
Achso, nee hatte ich nicht kapiert;-)
Ich empfehle Dir aber trotzdem und immer: Stativ verwenden, und hohe Blendenzahl - dann wird es was mit der Schärfentiefe;-
liebe Grüßle
Jürgen
Hallo Maria,
ja schlimm! Bei uns auf der schwäbischen Alb gibt es sogenannte "Hunger-Brünnele", also Quellhorizonte, die nur fließen, wenn es im Winterhalbjahr genügend Niederschläge gab. Die letzten Jahre waren diese Quellen trocken.
Hallo zusammen,
wiegesagt, ich kenne T. pessundatum ja nicht aus eigener Anschauung, war nur eine Spur. Letztlich müsste man hier mikoskopieren, gut Dokumentieren, Exsikkat anfertigen, einschicken, sequenzieren - ist ja nicht mehr so teuer;-) Dann wüsste mans. T. batschii mit Trockenschaden ... wäre mir keine ausreichende Erklärung.
Grüßle
Jürgen
Hallo Ingo,
T. batschii ist eine Art, die auf lehmigen Böden über Kalk vorkommt. Hier auf den Fotos sieht man Sandpartikel (zumindest auf der Huthaut). Fundort über Buntsandstein (ist Quarzit). Ich würde diese Art hier ausschließen.
Hallo Poetikus;-)
beim Reim: Maß/nass ... handelt es sich um einen sogenannten "Augenreim" ![]()
Grüßle
Jürgen
Hallo Thomas,
hm, vielleicht Tricholoma pessundatum. Der kommt auf sandigen Böden bei Koniferen vor. Soll mehlig bis bitter schmecken. Schau da mal nach. Ich kenne diese Art aber leider nicht aus eigener Anschauung. Hab nur in Fungi of Northern Europe geblättert.
Grüßle
Jürgen
