Ist das jetzt endlich Mycoacia aurea?

Es gibt 2 Antworten in diesem Thema, welches 1.086 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Juergen-M.

  • Hallo zusammen,


    lang hab ich sie gesucht, und vielleicht ist hier doch mein Wunschdenken stärker als meine Skepsis. Von den Mikromerkmalen müsste es passen, vor allem die Sporen sind etwas kleiner als M. fuscoatra und vor allem ein bisschen gekrümmt. Keinei nkrustierten Hyphenenden. Die KOH-Reaktion war nicht richtig "negativ", wie in den Schlüsseln verlangt wird. Bei 20%igem KOH Tüpfeltest wird die stelle erst so hellbräunlich und dunkelt dann nach. Richtig Rot, wie z.b. bei M. uda, wird es nicht. Was meinen die Koryphäen dazu?

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Jürgen!


    Hübscher Pilz. :)
    Aus der Grupope haben sich mir bisher nur die beiden häufigen Mycoacia uda und Mycoacia nothofagi (jetzt alles bei Phlebia eingemeindet) vorgestellt.
    Immerhin die beiden kann man hier ausschließen: nothofagi wegen den fehlenden inkrustierten Lamprozystiden und uda wegen der anderen Sporenform.
    Ich bin nicht sicher, ob die KOH - Reaktion das beste Schlüsselmerkmal ist. Bei Mycoacia uda ist die jedenfalls nicht immer völlig konstant. Am besten nimmt man wohl auch niedriger dosiertes KOH: Mycoacia uda reagiert (wenn es eine vorschriftsmäßig reagierende Kollektion ist) auch mit 5% bis 10% deutlich. Nimmt man eine häher konzentrierte Lösung, hat man statt rot oft eher so ein dunkles rotbraun oder violettbraun, und auch negative Arten können mit hoch dosiertem KOH braun werden (was immer noch als negativ zu bewerten ist). In dem Fall wird die Reaktion dann schon mal schwierig in der Beurteilung.


    Jedenfalls: Wenn du keine grob inkrustierten Hyphenenden in den Stachelspitzen findest, keine zystidenartigen Elemente (egal ab kopfig, nadelförmig zugespitzt oder abgerundet fusoid) und keine Skeletthyphen, dann sollte das schon Mycoacia aurea (= Phlebia aurea) sein. :thumbup:



    LG; Pablo.