Beiträge von Schupfnudel

    Huhu.


    Danke für die Beiträge und Likes. Mangelnden Einspruch werte ich mal als Zustimmung für die Bestimmungen. Bei den meisten war ich mir hier ja aber relativ sicher. Bei S. caerulea wollte ich noch den Abwurf prüfen, aber der hat sehr wenig abgesport, so dass die Farbe schlecht zu beurteilen ist. Aber die finde ich sicher noch mal.


    es sieht so aus als ob sie auf Holz wuchsen und so würde ich dnen den Namen Clavaria stricta geben aber ich habe von diesen Teilen auch keine Ahnung.


    Die meisten deiner Funde habe ich übrigens noch nie gesehen.


    VG Jörg

    Hi Jörg.


    Ja, Ramaria stricta ist gut möglich. Und viele wuchsen auf Holz, einige aber auch auf dem Boden. Vielleicht war da aber Holz drunter.

    Dass du die meisten der Funde noch nicht gesehen hast, kann ich kaum glauben. So richtige Raritäten sind ja eigentlich gar nicht dabei. Lediglich der Schönkopf und der Löwengelbe Dachpilz sind denke ich eher seltener. Aber klar, manchmal hat man halt die passenden Habitate einfach nicht vor Ort. :)


    LG,

    Schupfi

    So.


    Bei der Entoloma habe ich einfach mal mit Wolfgangs Merkmalen verglichen. Entoloma undulatum könnte schon hinkommen, aber Schnallen habe ich keine gefunden. Ich lege den mal mit cf. ab, da mir der Überblick fehlt. Bei der Recherche habe ich von einigen Verwechslern gelesen. Ich trockne mir den und schaue vlt. später nochmal drauf.


    So, jetzt wurschtele ich an der Lepiota Nr. 5 rum.


    In der FN bin ich nun im Schlüssel an Punkt 15:

    15. Pileipellis a hymeniderm; cap cracking into patchy scales 16

    Pileipellis of elongate cells, in some species intermixed with clavate cells 20


    Ich habe in der HDS viele solche langen Elemente (elongate cells).



    Ab und an auch mal anders geformte Zellen, wie das hier. Kann man das als clavat (keulig) bezeichnen?




    Nehmen wir mal als mixed with clavate cells an...


    20. Sp spurred or with truncate apex 21

    - Sp ellipsoid or fusiform 26


    Sporen sind ellipsoid - sieht man glaube ich auf den Bildern. Also zu 26.


    26. Sp ellipsoid; pileipellis of elongate cells intermixed with clavate cells 27

    - Sp fusiform to amygdaloid (figs 547C-F); pileipellis of elongate cells 30


    Sporen meiner Meinung nach ellipsoid. Die "keuligen Zellen", naja, vielleicht. Also 27.


    27. Cap with pink or yellow colours 28

    - Cap with brownish colours 29


    Das ist mal einfach. Braun. --> 29


    Bleiben L. echinella und L. pseudolilacea wie von Werner vorgeschlagen. Und da passt die Beschreibung zu L. pseudolilacea.

    Geht ihr da mit?


    Mehr schaffe ich heute gar nicht mehr. Schupfnudeline braucht auch Aufmerksamkeit. ^^


    LG,

    Schupfi

    Hi an alle fleißigen Helfer.


    Bei dem Schleimpilz hatte ich auf Ulla gehofft. Wenn sie auch Lycogala flavofuscum sieht, wird das passen. Dann gebe ich den in die Kartierung.

    tinup Der Birnenstäubling hat schon richtige kleine abstehende Schüppchen/Körnchen. Bei dem hier war die Oberfläche glatt. Was man nicht sieht ist, dass er auch noch sehr stabil und hart war, war sicher noch nicht ganz reif. Birnenstäublinge sind deutlich weicher und kommen meiner Erfahrung nach auch eher an deutlich vermorschterem Holz.


    Gymnopus erythropus würde ich auch so ablegen. Den hatte ich sicher schon öfters mal, aber nie genau geschaut welcher Rübling das nun ist.


    Inocybe maculatum scheint ja durchaus häufig zu sein. Fast zeitgleich wurde der vermutlich auch nochmal im Forum angefragt. Mir ist der bisher noch nicht aufgefallen. Ich packe erstmal ein cf. dran und schaue ob ich den zeitlich noch mit Hilfe von Dittes Website auf Artebene abgesichert bekomme. Den würde ich mir aber als letztes vornehmen, das schaffe ich heute denke ich nicht mehr.


    Ich fange mal mit dem Flammulaster an.


    Bilder sind in Melzer gemacht.

    ChZ sind häufig recht kopfig.





    Mein Ölimmersionsobjektiv war verkrustet...also hat's etwas gedauert. Muss ich wohl öfters benutzen. Ich hab's jetzt einfach fix mit Alkohol und frischen Taschentüchern gereinigt, da ich nix anderes da hatte.

    Die Sporen sind überwiegend bohnenförmig und ich meine einen Keimporus zu erkennen an vielen (die untere linke im Bild hat einen sichtbaren). Dextrinoide innere Sporenwand kann ich nicht erkennen, aber die ist auch schwer zu sehen mit meinem Mikro.



    Dann bleiben F. muricatus und F. limulatus.


    Vlt. mache ich es mir zu einfach aber ich habe jetzt einfach ein paar Schuppen abgekratzt, etwas gequetscht und mikroskopiert. Das funktioniert ganz gut, deutlich besser als mein Huthautschnitt-Gestümper.





    Und die Schuppen haben meines Erachtens nach rundliche bis ellipsoidische Elemente. Inkrustationen sind auch immer mal zu sehen. Dann wäre das demnach F. muricatus, wenn ich alles richtig interpretiert habe.


    So, dann mal schauen welchen Pilz ich heute noch schaffe.


    LG,

    Schupfi

    Hi Wastl.


    Das ist ein Risspilz. Welcher kann ich dir auch nicht sagen - ich habe vermutlich den gleichen Pilz eben angefragt. Mal schauen ob der auffällig genug ist, dass die Inocybologen was mutmaßen können.


    LG.

    Hi.


    Nach dem Bericht mit den Pilzen, die ich so einigermaßen zuordnen konnte, folgt hier nun der schwierige Teil - die Pilze bei denen ich im Dunkeln tappe. :haue:

    Es ist aus diversen Gattungen was dabei, damit sich keiner langweilt. ^^


    1. Los geht's mit einem Schleimpilz. Davon habe ich eigentlich gar keine Ahnung, aber der hier war so groß und auffällig, dass ich ihn mal mitgenommen habe.

    Er wächst hier hinterm Haus an einem Ahorn. Ich bin bei meiner Recherche bei Lycogala flavofuscum rausgekommen, der eigentlich ganz gut passen würde - nur fehlt mir der Überblick ob man das einfach so makroskopisch bei den Schleimis sagen kann.





    2. Ein trichterförmiger Rötling aus dem Laubwald. Vor Ort waren überwiegend Linden und Eschen aber es war unübersichtlich so, dass ich andere Laubbäume nicht sicher ausschließen kann. Der Geruch war frisch etwas mehlig. Ich hätte jetzt Entoloma undatum gefunden, aber den müsste man sicherlich mikroskopieren denke ich. Ich habe zu Entoloma nur keine ordentlichen Fachbücher leider. Könnte die Richtung passen?






    3. Direkt nebenan, also auch überwiegend Linde und Esche stand dieses Täublings-Einzelexemplar mit hübsch gelben Lamellen. Er schmeckt mild. Sporenabwurf mache ich noch, wird aber ziemlich gelb ausfallen denke ich. Ich vermute den Pilz in Russula subsect. Chamaeleontinae? Russula acetolens und Russula risigallina wären da zwei potentielle Kandidaten für mich, aber was weiß ich schon von Täublingen.


    Der Stiel scheint leicht zu gilben. Hutrand höckerig. Die Stielbasis ist mir abgebrochen, die liegt daneben.






    4. Ein Milchling. Wieder nur Laubbäume vor Ort. In der Nähe gesehen habe ich Linden und Hasel, aber vermutlich war dort noch was anderes passendes...

    Milch ist mild und irgendwie eher wässrig. Hut leicht gerunzelt mit einer piekenden Spitze in der Mitte. Auffällig sind die recht weit herablaufenden Lamellen, was man auf den Bildern leider schlecht sieht. Der Geruch könnte in Richtung Blattwanze gehen - muss den Eichenmilchling aber mal wieder finden für Geruchsauffrischung...
    Ich stehe hier auf dem Schlauch. Meine Vermutung wäre vlt. Lactarius serifluus?





    5. Wieder eine andere Gattung. Lepiota. Ca. 3cm hoch. Hutdurchmesser 1,5cm. Kein Leuchtgas-Geruch. Hier hatte ich noch keine Zeit zu schauen, was in Frage kommt. Muss sicher unters Mikro?




    6. Und noch eine Lepiota. Hutdurchmesser unter 1 cm. 3cm hoch. Wieder kein auffälliger Geruch. Die ist mittlerweile ganz schön eingegangen, mal gucken ob da morgen noch was fürs Mikro über ist...

    Links ist die aktuelle Nummer 6. Rechts davon die vorherige Nummer 5.





    7. Neue Gattung. Niemand darf sich langweilen. Inocybe. Würde ich eigentlich links liegen lassen...aber die sahen halt auffällig aus. Der Geruch ist sehr eigen. Schupfnudeline sagt Chlor. Ich sage irgendwie aufdringlich süßlich-schnapsig. Ich habe sie mal mitgenommen falls das was Spannendes ist und jemand sie untersuchen will. Ich bin da mikroskopisch glaube ich nicht auf dem Level um das ordentlich zu bearbeiten.


    Habitat - überwiegend Hainbuchen:






    8. So, was hatten wir noch nicht als Gattung...Rüblinge!


    Das Bild hatte hatte ich schon im Bericht nebenan.



    Dort und auch anderswo im Wald wuchsen jede Menge dieser rotstieligen Rüblinge. Kann ich die als Gymnopus erythropus ansprechen? Wuchsen büschelig in großen Mengen.





    9. Neue Gattung. :saint:


    Hier habe ich immer Probleme zwischen Phaeomarasmius und Flammulaster zu unterscheiden. Ich denke aber eher es ist ein Flammulaster. Wenn ich da richtig bin würde ich mal schauen ob ich die Art mit dem Mikro rausbekomme. Makroskopisch schaut er nach Flammulaster muricatus aus, finde ich. Er wuchs auf einem dicken sehr vermorschten Laubholzstamm.






    10. Andere Gattung...gucken wir mal einen Dachpilz an.

    Ich dachte bei dem kleinen hier an Pluteus phlebophorus. Das scheint ja aber einigermaßen verworren zu sein, wenn man in unser Portrait schaut.


    "Anmerkungen: Die Übergänge zu den Nachbararten (insbesondere Pluteus chrysophaeus, Pluteus luctuosus,Pluteus cinereofuscus und Pluteus pallescens) sind mehr oder weniger fließend. Die Mikroskopie ist hier ebenso wenig immer eindeutig wie die makroskopischen Merkmale, wesewegen einige Autoren eine Synonymie in Erwägung ziehen. Vorläufig wäre es aber wünschenswert, die einzelnen Taxa nach Möglichkeit zu trennen."


    Hm. Na gut. Vlt. packe ich mir da einfach ein s.l. dran... Aber passt die Richtung?





    11. Und zu guter letzt noch ein Dachpilz von einem anderen Stubben. Gegen Ende der Tour war ich etwas geschafft, daher habe ich nur die 2 Bilder. Nebenan sind auch noch ein paar kleine Schleimies (Fadenkeulchen?) zu sehen. Hier hatte ich auch noch keine Zeit zu recherchieren.





    Vermutlich habe ich mich etwas übernommen, so dass ich für Tipps dankbar wäre. Von allen Pilzen habe ich Belege mitgenommen zur Nachuntersuchung. Falls ich das alles zeitlich nicht schaffe, trockne ich mir denke ich welche für den Winter. Das wollte ich eh mal anfangen.


    LG,

    Schupfi

    Huhu.


    Heute habe ich mal einen Abstecher in einen Laubwald in meiner Nähe gemacht. Der Fluch des Pilzlers ist ja der, dass bei günstigen Bedingungen alles durcheinander wächst während man im Hochsommer Trockenmumien einsammelt um überhaupt etwas Pilziges angucken zu können. Heute war hingegen definitiv eher die Masse das Problem. Ich mache in dem Wald normalerweise eine große Runde um verschiedene Baumarten anzusteuern, aber heute habe ich es gar nicht erst bis zu den Nadelbäumen geschafft, da es im Laubwald genug anzuschauen gab.


    Los geht's.


    1. Bereits auf dem Weg zum Auto liefen mir im Park hinterm Haus die ersten Pilze entgegen. Die Wiese ist ordentlich hundefrequentiert, deshalb nur ein Handy-Schnappschuss. Chlorophyllum rhacodes.

    Allzu lange wird der Park vermutlich nicht mehr da sein. Investoren wollen dort bauen...



    2. Angekommen im Wald begrüßten mich Hunderte dieser hübschen Korallen. Von denen habe ich weiterhin keine Ahnung also durften sie stehen bleiben.




    Dann ein gefällter Baum, dessen Wurzeln von diversen Pilzen besiedelt wurde. Die Bestimmlinge gliedere ich mal lieber aus um es etwas übersichtlicher zu halten.



    3. Die Rückseite. Das ist vermutlich Psathyrella piluliformis.



    An der Wurzel gab's noch etwas frischere:



    4. Symbolbild für einen der Tintlinge. Es gab noch viele weitere Cluster im Wald.



    5. Mycena pura stand in großen Mengen im Wald.



    6. Auch Rehbraune Dachpilze (s.l.) gab es einige. Links im Vordergrund ein Büschel junger Stockschwämmchen. Von denen durften auch einige größere mit. Die liegen bereits auf dem Dörrer. :)



    Noch ein Grüppchen:



    7. Hinten Stockschwämmchen. Vorne Grünblättrige Schwefelköpfe.



    8. Hier denke ich an Stropharia caerulea. Der erste für mich dieses Jahr.




    9. Da mich die Mücken arg gepieksakt haben, habe ich einige Funde schnell in den Korb gepackt und dann auf einer Bank an einer Waldwiese abgelichtet. Daher leider teils ohne Habitatbild.

    Das hier dürfte Xerocomellus cisalpinus sein.



    10. Parasole verstecken sich leider vor mir. Dabei ist es einer meiner Lieblings-Futterpilze. So viele Arten gibt's gar nicht, die ich gerne esse...

    Aber dann muss ich das Parasolpulver eben mit Macrolepiota rhodosperma (Sternschuppiger Riesenschirmling) strecken. :|




    11. Das ist denke ich der Hornstiel-Schwindling (Marasmius cohaerens). Stand ebenfalls in großen Mengen im Wald.




    12. Nix besonderes, aber zum Teil riesige Exemplare. Xerocomellus chrysenteron - Gemeiner Rotfußröhrling. Die durften natürlich im Wald bleiben.



    13. Hier bin ich mir nicht ganz sicher, da ich den erst einmal hatte. Aber ich denke das ist wieder Marasmius wynneae (Violettlicher Schwindling), oder? Büschelig in der Buchenlaubstreu. Recht stabile Stiele und ein seltsamer, undefinierbarer Geruch.





    14. Diesen hübschen habe ich als Mycena crocata - Gelborangemilchender Helmling bestimmt. Blöd nur, dass ich den Helmling (unbestimmt) fokussiert habe...




    15. Mein Lieblingsfund des Tages. Den hatte ich erst zum zweiten Mal. Pluteus leoninus müsste das mit der feinsamtigen Hutoberfläche sein. Das ist neben Pluteus aurantiorugosus mein Lieblings-Dachpilz. Wobei ich die anderen gelben leider bisher noch nicht gefunden habe.



    16. Das hier war wiederum ein "Erstfund" je nach Autorenauffassung. Paralepista gilva gilt bei einigen ja nur als forma von Paralepista flaccida, den ich schon öfters gesehen habe. Heute aber das erste mal die Wasserfleckige Version/Art. Auffällig war der parfümierte Geruch, der ein wenig an die Nebelkappe erinnert. Das kenne ich so nicht von Paralepista flaccida.





    17. Und den Abschluss macht ein weiterer Erstfund. :) Nicht das schönste Exemplar, aber egal. Eigentlich wollte ich mich zum Abschluss der Tour schon gar nicht mehr bücken, da ich dachte es wäre nur ein Violetter Rötelritterling. Der stand zwar direkt daneben und durfte mit aufs Foto als Vergleich, aber über den Veilchenblauen Schönkopf (Calocybe ionides) habe ich mich natürlich mehr gefreut. :saint:






    Damit sind wir auch schon am Ende der Tour. Es gab noch viel mehr, aber die Problemfälle gliedere ich in einen separaten Thread aus und die banaleren Sachen wie Breitblätter, Anis-Champignons und Co. kennt man ja zur Genüge.


    Über Hinweise/Korrekturen bin ich wie immer dankbar. Danke fürs Mitkommen.


    LG,

    Schupfi

    Hi.


    Wie nebenan schon geschrieben - Pholiota lucifera wäre ein heißer Kandidat, gerade wenn die eher gesellig auf dem Boden/vergrabenem Holz wuchsen, was nebenan nicht erwähnt wurde. Man könnte noch den Geschmack prüfen, der ist einigermaßen bitter.


    LG,

    Schupfi

    Hi Werner.


    Ja, jetzt wo du es sagst, so ein ganz normaler Kahler Krempling (P. involutus) wäre gar nicht mal so schlecht als Idee. ^^

    Der Sporenabwurf ist dementsprechend auch ocker-olivbraun ohne Rottöne und mit Ammoniak tut sich da auch nix Grünes auf. Danke für den Schubser.


    Russula nauseosa ist auch eine sehr gute Idee. Der hatte bei der Kostprobe auch einen unangenehmen Beigeschmack. Das Sporenpulver ist auch dottergelb - das passt ebenfalls.


    Den Ritterling lege ich denke ich erst mal als T. inocybeoides ab, da der bei Pilze-Deutschland auch noch getrennt wird. Birke passt gut zu dem und das Velum scheint schwach ausgeprägt. Kartiert ist er in der Ecke auch schon. Gilben will er bisher noch nicht so recht, aber vlt. war er dafür auch noch zu jung. Bei älteren FK soll das wohl besser funktionieren.


    LG,

    Schupfi

    Huhu.


    Wie letztes Jahr schon, nur einen Monat früher habe ich beim Heimatbesuch der kleinen Wiese vor dem väterlichen Haus einen kurzen Besuch abgestattet und ein paar Handy-Schnappschüsse gemacht.


    Ganz so üppig war es dieses mal nicht - die Saftlinge und Fälblinge fehlten noch. Aber ein paar Kleinigkeiten gab es.


    1. Ein gilbender Zwergchampignon mit Anis-Geruch. Die Zwergchampignons kann ich aber nicht mehr bestimmen, seit Parra die bearbeitet hat.




    2. Bei der Birke stand dieser Ritterling, der sich als Inocybe tarnt. Er roch nach Mehl. Im Kopf hatte ich demnach T. inocybeoides, der aber scheinbar mittlerweile zu Tricholoma scalpturatum gestellt wird? Also einfach ein gilbender Erdritterling? Ich habe ihn mitgenommen und schaue morgen mal ob er gilbt.





    3. Den dritten hatte ich letztes Jahr auch schon. Das dürfte wohl wieder Lepiota subincarnata sein, da L. josserandi wohl synonymisiert wurde. Einen weiteren Verwechsler konnte ich auf die Schnelle zumindest nicht finden.




    4. Zu guter Letzt noch ein Täubling. Nicht meine Parade-Disziplin und dementsprechend ahnungslos wie so oft.


    Er stand unter einer "Fichtenhecke".



    Der Hut ist klebrig, der Geschmack mild und der Sporenabwurf läuft und wird morgen mitgeteilt. Vlt. hat ja schon jemand eine Idee.





    Bisheriges Sammelsurium:




    Nicht abgelichtet sind ein einzelner Wiesenchampignon, Wiesenstäublinge, Wiesentrichterlinge, Behangene Faserlinge, Tintlinge und Nelkenschwindlinge.


    Nach den familiären Verpflichtungen bin ich dann mit Schupfnudeline nochmal fix an einem gefluteten Baggersee rechts rangefahren und ein wenig spazieren gewesen.



    Unter Kiefern standen dort hunderte von Butterpilzen. Auch braune Risspilze waren in Massen zu sehen. Die habe ich mir aber nicht genauer angeschaut.



    5. Auch Kremplinge standen dort immer wieder. Sie sind deutlich schmächtiger als P. obscurisporus den ich sonst meistens finde. Ich dachte erst an Erlenkremplinge, aber ich konnte keine Erlen sehen oder bin zu blöd sie zu erkennen. Vor Ort waren Birken, Kiefern, Pappeln und Sal-Weiden. Ich habe mal zwei Stück mitgenommen und warte den Abwurf ab.






    Das war's auch schon. Für Input und Korrekturen bin ich wie immer dankbar.


    LG,

    Schupfi

    Huhu Wutzi.


    Dann Glückwunsch zum Erstfund! Bei mir war's ja auch erst der zweite und nach dem Erstfund ist's immer schön, wenn man danach einen Pilz sieht und sich denkt - Hm, der kommt mir bekannt vor. Könnte wieder xy sein. :)


    Lg,

    Schupfi

    Hi.


    Zurück in heimischen Gefilden bin ich wieder auf meinen trockenen, lehmig-sandigen Tagebauböden unterwegs.

    Da lief mir heute dieser Schirmling über den Weg. Er stand im Hexenring neben Russula versicolor. Auf dem Rückweg fand ich ihn auch noch mehrfach direkt im Grasstreifen neben dem Radweg.

    Geruch unauffällig. Hut jung feinkörnig/-schuppig, im Alter verkahlend. Lamellen recht entfernt stehend. Der große 8cm groß, 5cm Hutdurchmesser.

    Sporen sind spindelförmig.


    Er erinnert mich arg an Lepiota oreadiformis, den ich vor einiger Zeit mal auf dem Friedhof hatte. Aber ich frage lieber noch mal nach. :)

    zuehli hat den ja wie Unkraut im Garten meinte er. Isser das wieder?




    Edit: HDS-Versuch




    LG,

    Schupfi

    Hi.


    Der Hut scheint ja radialfaserig zu sein (zumindest auf dem ersten Bild), das kenne ich vom weißen Büschelrasling nicht und der wächst eben auch zumeist büschelig, deine scheinen ja eher gesellig zu sein. Von daher würde ich wohl auch bei den Ritterlingen suchen, habe aber zu wenig Ahnung von den weißen um da eine Art vorzuschlagen.


    LG,

    Schupfi

    Hi Wutzi,


    stimmt deine sind deutlich heller als meine aber ich weiß auch nicht inwiefern die sich durchs Alter umfärben können. Meine sind auch irgendwie gräulicher als die meisten Bilder, die man online findet. So richtig schlau werde ich ehrlich gesagt nicht, wie die nun konkret getrennt werden. Wie hast du deine denn benannt?


    LG,

    Schupfi

    Hi.


    Danke auch hier an alle Helfer für die Hinweise und Bestätigungen!


    Schade, die vermutete Lepiota hatte ich auch noch nicht und hätte ich zum Lernen gerne noch unters Mikro geschmissen. Aber dann beim nächsten Mal vielleicht. :)


    LG,

    Schupfi

    Hi.


    Danke Uwe und Andreas.


    Bei dem Lila Dickfuß scheiden sich beim Geruch wohl die Geister:

    "Wegen seines safrangelblichen Fleisches, das unangenehm süßlich-karbidartig riecht, wird er auch Safranfleischiger Dickfuß genannt."


    Unangenehm war der Geruch für mich schon, nur würde ich weder süßlich noch Ziegenbock dazu sagen. Wie Karbid riecht weiß ich leider nicht. Aber dann rudern wir wieder zurück zum Bocksdickfuß, da kein komplett gelbes Fleisch vorhanden war.


    Bei Cortinarius subtortus scheint die Mehrheit ja den "Weihrauch-Geruch" eher nicht wahrzunehmen. Gut zu wissen.

    Über die Bestätigung vom Honigschleimfuß freue ich mich auch.


    Was den Ritterling angeht - da kann ich mir ja einfach vorsichtshalber ein s.l. an Tricholoma fulvum dranhängen. So schlimm fände ich's aber nicht bei den braunen Ritterlingen eine Option weniger zu haben. Aber wie gut die entsprechende Genetik (ITS würde ich mal vermuten) zur Trennung oder Nicht-Trennung der Art(en) bei den braunen Ritterlingen klappt, habe ich jetzt nicht nachrecherchiert.


    Hat vielleicht noch jemand eine Ahnung wie ich Cudonia circinans von C. confusum trennen kann? Bei den Ascos habe ich leider kaum ordentliche Literatur.


    LG,

    Schupfi

    Hi.

    21 Cortinarius subtortus kann schon gut passen, wir hatten den auch in Massen auf der Schwarzwälder Pilzlehrschau und haben uns mit dem Geruch (alle) sehr schwer getan. Ich habe sogar irgendwann gesagt, ich hätte an jedem subtortus im Wald gerochen, aber Weihrauch? Vorgetragen wurde dann, dass sich der Duft eher auf den "arabischen Weihrauch" beziehe. Den gabs dann auch zum riechen aus der Flasche. Mir hat es leider nicht weitergeholfen ... meine Wahrnehmung blieb da unterschwellig

    Ja, ich hatte auch schon vermutet, dass man den Geruch vlt. erst irgendwie entlocken müsste. Bei frischen Fruchtkörpern nach dem Regen ist das ja immer so eine Sache. Hier daheim hätte ich den in eine Dose gepackt und nach einem Weilchen nochmal geschnüffelt, vor Ort war ich aber nur rudimentär ausgestattet und mit Zeitdruck unterwegs. Aber Danke für den Hinweis, dann könnte Cortinarius subtortus ja doch passen, wenn ihr da auch alle keinen Weihrauch erschnuppern konntet. :)


    @ Stefan und Matthias:

    Guter Hinweis, da habe ich bei den braunen Ritterlingen mal wieder was durcheinander geworfen. Vom Habitat her passt T. pseudonictitans (der ja mittlerweile scheinbar mit T. fulvum synonymisiert ist) deutlich besser. Vor Ort waren Tannen und Fichten, keine Kiefern. Danke für den Hinweis!


    LG,

    Schupfi