Beiträge von Schupfnudel

    Hi.


    Der Eichenfilzröhrling gefällt mir hier nicht so, da meine Exemplare sowohl im Fleisch als auch an den Poren immer deutlich schwächer blauen. Die karottenroten Punkte sind auch nicht zu sehen, auch wenn ich die nicht in jeder Kollektion habe. Generell ist das aber hier bei mir der häufigste Röhrling und der schaut im Schnitt bei mir +- so aus:



    Im Vergleich dazu H. bubalinus, der auch oft diesen ausblassenden Hutrand hat wie hier im Eingangspost zu sehen. Die rötliche Zone meine ich oben auch zu erkennen, auch wenn die nicht immer so ausgeprägt ist:



    So aus Interesse, gibt's überhaupt mikroskopische Merkmale die zu trennen? Ich habe das immer rein makroskopisch gemacht bisher, da ich dachte, dass die sich im Mikro nix nehmen.


    LG.

    Hi Harald. Mein größeres Exemplar hat ziemlich genau 2cm Hutdurchmesser, ist also auch kein Riese. Ich denke aber in der Summe passt L. subincarnata mikroskopisch und makroskopisch doch besser. Ich nenne den jetzt also einfach so. :haue:


    LG.

    Hi Harald.


    Ja eben das stört mich ja auch an der Bestimmung. Ich dachte im Feld übrigens auch an eine ausgeblasste L. subincarnata, habe das beim Schlüsseln dann aber wieder völlig vergessen.


    Im Schlüssel wird die über die Hutfarbe ausgeschlossen. Wenn die aber nun einfach stark verblasst ist, wäre die denke ich noch im Rennen.

    FN gibt folgene Sporenmaße an:

    Sp 6-7.5 x 3-4 µm


    Das wäre eigentlich voll im Rahmen. Ich habe im Ludwig mal verglichen, mikroskopisch sind die sich enorm ähnlich was die Sporen und HDS angeht. Für L. subincarnata erwähnt er aber auch, dass die Sporen manchmal leicht bohnenförmig sind, was passt.


    Die Cheilos sind leicht unterschiedlich.


    Ich würde meine Cheilos auf den Bildern oben als clavat/keulig und subutriform bezeichnen?




    Ludwig schreibt für L. subincarnata "keulig, subzylindrisch, subutriform".

    Er schreibt für L. echinella: "überwiegend lageniform, utriform, stumpf fusoid oder mukronat (keulige Formen selten)."


    Da passt L. subincarnata eigentlich besser an der ich ja nur wegen der Hutfarbe vorbeigeschlüsselt habe. Ich würde L. subincarnata hier daher bevorzugen - Danke für den Schubser!


    Schon schwierig, die Mikroskopiererei finde ich. :huh:


    LG,

    Schupfi

    Hi.


    Der Bestimmung schließe ich mich an. Bitte aber auch mal hier reinschauen, sonst kann man da in vielen Fällen gar nix zu sagen.

    Es handelt sich um einen alten Strubbelkopfröhrling, der dieses Jahr häufig gezeigt und angefragt wird. In meinen Wäldern, wo ich meist herumstreife, ist er aufgrund der besonderen Witterung fast schon ein Massenpilz.

    Dann nimm bitte mal welche mit und verteile die ein Stückchen nordwestlich von dir, wenn du mal wieder in der Gegend bist. Ich habe den nämlich noch nie gefunden. :huh:

    Der kommt in Leipzig und dem näheren Umkreis wohl nicht vor.


    LG,

    Schupfi

    Hi.


    Danke dir fürs Nachprüfen. Das ist doch schon mal schön, wenn wir beide da landen. ^^

    Und da der Pilz hier auch kartiert ist, ist's denke ich gar nicht so unwahrscheinlich. Ich mache denke ich mal noch ein Exsikkat aus dem anderen Fruchtkörper. Vlt. kann ich irgendwann mit mehr Erfahrung ja nochmal reinlinsen. Evtl. kann zuehli ja auch nochmal drüberschauen wenn er vom Kurs zurück ist. Er hat bei Pilze-Deutschland das Bild für die Art beigesteuert und ist ja auch als Lepiota-Interessent in unserer Expertisen-Liste eingetragen.


    Den Gröger packe ich mir mal auf meine Wunschliste, aber dieses Jahr habe ich erstmal genug fürs Hobby investiert auch wenn's in den Fingern juckt...


    LG,

    Schupfi

    Hi Stefan.


    Eben fix gemessen. Dazu muss ich immer die grauselige Mikro-Cam anwerfen. Ist aber jetzt direkt aus der Lamelle nicht aus einem Abwurf.


    N=15

    (5,5)5,7-6,5-7,1(7,3)x(3,6)3,7-3,8-4(4,1)


    LG.

    Hi ihr beiden und vielen Dank für die Antworten! Ich glaube jetzt ist mir das schon etwas klarer. Bei einer richtigen hymenidermen Schicht müssten das demnach dichtstehende keulige/eiförmige Elemente sein und nicht solche langen Haare. :)


    Einen anderen Schlüssel kann ich leider nicht benutzen, ich habe den Gröger nicht da und im Netz auch keinen weiteren finden können. Die pragmatische Betrachtung ist aber natürlich eine gute Idee. L. cristata kann ich ohnehin ausschließen. Für die anderen Optionen muss ich dann nach weiterer Prüfung entscheiden.


    Gucken wir also mal nach Cheilos und Sporen.


    Die Sporen sind schon mal nicht gespornt oder am Apex abgestutzt. Ich würde sie als bohnenförmig-ellipsoid bezeichnen.


    Melzer 1000x



    Cheilos sind vorhanden, aber schwer zu sehen, da der Pilz unbedingt Millionen Sporen produzieren wollte um es mir schwer zu machen was zu sehen.





    Mit Cheilos fliegt auch Schlüsselpunkt 19 raus, falls ich da weiterschlüsseln würde, aber ihr habt mich nun überzeugt, dass das nicht hymeniderm ist.



    Also zu Punkt 26 im Schlüssel.


    Zitat

    26. Sp ellipsoid; pileipellis of elongate cells intermixed with clavate cells 27

    - Sp fusiform to amygdaloid; pileipellis of elongate cells 30

    --> Ich gehe zu 27. Dann zu 29. Ich bin also wieder da wo ich mit der letzten Lepiota schon mal war. Nur passt dieses Mal nicht L. pseudolilacea besser, sondern Lepiota echinella.

    Den zeigt Norbert hier schon mal und kartiert ist er in und um Leipzig auch schon ein paar Male.

    Von den Mikros her passt es eigentlich auch, aber so richtig borstig und dunkel ist die Hutmitte bei mir nicht.


    Bin ich also irgendwo falsch abgebogen oder ist der Hut bei meinen einfach atypisch/abgewaschen? Hier würde ich dann gerne mit einem anderen Schlüssel nachschlüsseln...


    LG,

    Schupfi

    Hi.


    Ich halte das alles für Champignons, nur ein Wiesenchampignon ist nicht dabei meiner Meinung nach. Für einen Egerlingsschirmling gefällt mir die Velum-Struktur nicht so richtig, ohne dass ich das in Worte fassen kann. Wichtig wäre wie immer der Geruch und Verfärbungen, aber auch mit ist das in der Gattung einigermaßen schwierig. Zumindest in eine Sektion kommt man damit aber öfters mal.


    LG.

    Hi.

    Ich weiss ja nicht , wie getrocknete Stockschwämmchen aussehen sollen.......

    Jedenfalls nicht Schwarz. =O Ich denke auch die wurden deutlich zu heiß getrocknet. Meine sehen nach dem Trocknen farblich immer noch nach Stockschwämmchen aus. Ca. 40° über Nacht lasse ich das meistens durchlaufen.


    Was die weißen Punkte sind, kann ich aber auch nicht erkennen. Das haben meine Pilze jedenfalls nicht.


    LG.

    Hi.


    Sporenabwurf vom Täubling würde ich als Creme bezeichnen. Mit wackeligem Abgleich der Sporenpulvertafel am PC am ehesten IIa-IIB



    Also hier die Sporen von dem Täubling. Bilder sind in Melzer 1000x.



    Die würde ich wohl eher maximal als teilnetzig beschreiben aber vlt. reicht das ja schon aus? So oft hatte ich Täublinge ja noch nicht unterm Mikro.


    Bei dem Milchling habe ich nochmal KOH 20% auf die Milch geschmiert. Da ist nix passiert also denke ich, dass der Graugrüne Milchling passt.


    LG,

    Schupfi

    Hallo ihr beiden.


    Danke für eure Einschätzungen. Die Sporen kann ich mir morgen denke ich nochmal anschauen zur Absicherung.

    Den Graugrünen finde ich fast nur im Buchenlaub. So auf sauren Boden unter Nadelbäumen drängt sich mir hier der Verdacht auf den Nordischen Milchling L.trivialis auf. Prüf' doch mal die Milch KOH, ob sie orangegelb wird.

    Fundort war auf meinem Friedhof, dort wächst an Bäumen oft alles durcheinander aber es war auch eine große Buche ca. 15 Meter dahinter. Blöde Frage aber wie prüfe ich denn die Milch mit KOH? Einfach anschnibbeln und dann drauftropfen auf die Milch? Oder erst auf Taschentuch und dann betropfen?


    LG,

    Schupfi

    Hi.


    Die beiden kleinen habe ich heute auch noch vom Friedhof mitgenommen. Muss ja mikroskopieren üben. Sie wuchsen auf einem kleinen Wiesenstück. Geruch unauffällig.



    Da das Unterseitenbild verunglückt ist, im Anhang nochmal Schnappschüsse von daheim.





    So und da komme ich wieder an meinem Lieblings-Schlüsselpunkt Nr. 15 in der Funga Nordica an.


    15. Pileipellis a hymeniderm; cap cracking into patchy scales 16

    Pileipellis of elongate cells, in some species intermixed with clavate cells 20


    Hymeniderm übersetzt mir das Internet so:
    Die Hyphen der Hutdeckschicht sind hymeniform oder palisadisch. Die dicht gedrängt und senkrecht stehenden, kurzen, keuligen Hyphen erinnern in ihrer Anordnung an die der Basidien im Hymenium. Die Huthaut wirkt oft glimmerig oder runzelig und springt häufig felderig auf. Das Hymeniderm wird auch als Hymenoderm bezeichnet.


    Der Hut von meinen Makro-Fotos schaut für mich aus als würde er "into patchy scales cracken".


    Ich hänge mal Bilder an von meinen meisterhaften Huthautschnibblern. Ich hab's mit der Technik der zwei aneinanderliegenden Rasierklingen versucht. Anschließend mit der Spitzpinzette ein Stückchen abgerüpft und in Kongorot geschmissen. Das hier sind Bilder von 3 verschiedenen "Präparaten".







    Nochmal von weiter weg:



    Ist das nun als hymeniderm zu bezeichnen oder wieder als "Pileipellis of elongate cells, in some species intermixed with clavate cells". Ich würde letzteres vermuten, aber eigentlich sind doch beides aufrecht stehende Zellen? Irgendwie ist mir die Abgrenzung in diesem Schlüsselpunkt nicht ganz klar.


    Vlt. kann mir das jemand erklären.


    Danke!


    LG,

    Schupfi

    Hi.


    Heute war ich fix eine Runde auf dem Friedhof unterwegs. Ein paar Täublinge/Milchling, die ich hoffentlich bestimmen konnte waren zu sehen.


    1. Unter Hasel müsste das der Haselmilchling sein.



    2. Das hier ist denke ich Russula cf. parazurea - Blaugrüner Reiftäubling, da junge Exemplare bereift sind. Wobei ich nicht genau weiß ob andere Griseinae das auch können? Baumpartner war nicht zuzuordnen, zu viele verschiedene Bäume drum rum. Ich vermute aber die große Eiche war es.



    2.1 Ganz am Ende der Tour eine weitere Kollektion. Vor Ort waren wieder alle möglichen Bäume - Eiche, Kiefer, Fichte, Eibe, Hasel, Lärche...



    3. Und der hier wäre ein Erstfund, wenn ich ihn richtig bestimmt habe. Vor Ort war Kiefer, Esche, Eibe, Buche.

    Ich denke das ist Lactarius blennius. Lamellen ziemlich engstehend. Milch weiß und scharf. Hut leicht klebrig.




    3.1 Noch eine zweite Kollektion. Die standen bei Buche und Linde. Auffällig war die weiße Zone an der Stielspitze. Einer ist etwas moppelig geraten.




    Passt das?


    4. Direkt nebenan unter den gleichen Bäumen stand noch dieser Kammtäubling. Der ist ordentlich scharf, viel schärfer als der Camembert-Täubling, den ich letztens mal hatte aber vlt. variiert das auch etwas? Rostfleckige Stellen an der Stielbasis. Der Geruch ist ähnlich wie beim Camembert-Täubling meine ich. Ist das also trotzdem der Camembert-Täubling? Guajak Reaktion ist auch positiv.




    Gesehen aber nicht geknipst, habe ich sonst noch Russula odorata, diverse weitere Kammtäublinge, Russula graveolens agg. und einige mir unbekannte. :)


    Danke!


    LG,

    Schupfi

    So, weiter geht's mit Dachpilz Nr. 11. Zur Erinnerung, dass man nicht so viel scrollen muss.


    Substrat war Laubholz.


    Auffällig ist nun, dass zumindest der jüngere Pilz nach einigen Tagen im Kühlschrank auffällig gelbe Farben an Stiel und Lamellen bekommen hat. Das war im Feld höchstens zu erahnen.



    Nur ist der Hut gar nicht runzelig, wie man es bei Pluteus romellii öfters sieht, aber das muss er wohl nicht haben. Mit der Handlupe erkennt man aber eine feinsamtige Oberfläche und auch eine leichte Runzelung.


    HDS - Typ B in der FN





    PlZ - verschieden geformt




    PLZ und runde Sporen:



    Schlüsselschritte mit FN: - Key C

    1-2

    2-3

    3-4 = Pluteus romellii


    Und das passt eigentlich ganz gut auch zur Beschreibung im Ludwig. Ich würde den Pilz daher Pluteus romellii nennen, wenn keine Einwände sind?. Gemein, dass die Gelbtöne anfangs nur sehr schwach ausgeprägt waren.


    LG,

    Schupfi

    Hi Harald.


    Super. Ich habe die Reste auch aufs Fensterbrett gelegt zum Trocknen, kann also bei Bedarf nochmal nachprüfen. Wollte eh mal üben am Exsikat bei Gelegenheit wie das so funktioniert.


    Vlt. hat ja noch jemand anders eine Idee in der Zwischenzeit. Die Artengruppe scheint ja aber generell recht verzwickelt zu sein.


    Ich hoffe mal, dass der andere Dachpilz bis morgen noch durchhält. Heute hatte ich keine Zeit mehr.


    Lg.

    Siehe meinen Kommentar oben....

    Hi Harald. Stimmt, du hattes den auch schon ins Rennen geworfen. Bei der kleinen Lepiota habe ich keinen ordentlichen Schnitt mehr hinbekommen, so dass die ich die leider nicht mehr absichern kann.


    Auffällig ist ein enorm süßlicher Geruch. Den hatte ich am Anfang vergessen zu erwähnen, ist aber auch heute noch deutlich zu erschnuppern.

    Ich schlüssele mit der Funga Nordica.


    Mikros.


    HDS habe ich als subglobos bis pyriforme Elemente interpretiert und bin zu Schlüssel C




    ChZ



    PlZ




    Mit der FN habe ich jetzt so geschlüsselt:

    1-2

    2-3

    3-4

    4-5

    5-6

    6-8

    8-9

    9-10

    10-11 = Pluteus nanus - das wäre der erste mögliche Kandidat finde ich. Beim Reiben am Hut passiert aber nix wobei er ist auch etwas angetrocknet. Der geriefte Hutrand fehlt auch und die Farbe müsste wohl mehr gräulich als bräunlich sein. Ich gehe also mal weiter im Schlüssel.

    11-12

    12-13

    Da bleiben Pluteus pallescens und P. phleboporus. In der Beschreibung nehmen die sich aber nicht viel, finde ich. P. phleboporus soll weniger/nicht striate sein am Hutrand. Und die Pleurozystiden sollen ein wenig unterschiedlich sein. Mein wahrgenommener Geruch passt für beide ohnehin nicht. Die PlZ sind aber eher selten nach oben so verdünnt wie auf den Zeichnungen zu P. phleboporus in der FN und bei Vellinga.


    Hier noch ein paar PlZ:




    Von daher würde ich den Fund wohl am ehesten Pluteus pallescens nennen? ?(


    LG,

    Schupfi

    Hallo,


    ich denke der Wässrige Milchling Lactarius serifluus s.l. passt bzgl. Farbgebung, milde wässriger Milch, runzelige Hutoberfläche und Laubbäume. Der Geruch ist komplex, frisch eher nach Eichen-Milchling beim antrocknen kommt eher der Maggi/Curry-Geruch durch.

    LG Thiemo

    Hi Thiemo.


    Jetzt wäre mir dein Beitrag fast durch die Lappen gegangen. Danke für die Einschätzung. Ich habe eben nochmal dran geschnüffelt, der Geruch ist immer noch so wie frisch, bisher noch ohne Maggie/Curry. Aber das kommt vlt. noch. Ich denke auch, dass er das ist.


    Der Täubling hat übrigens leider nicht mehr abgesport und ist bereits angegammelt. Aber er riecht mittlerweile süßlich, so dass R. risigallina (cf.) glaube ich kein schlechter Arbeitstitel ist.


    LG.