Tach.
Wenn es keine erkennbare Merkmalsgrenze gibt, woher soll man dann überhaupt wissen ob man einen Flocki oder Xanthopus hat?
Aus Gewohnheit bietet es sich natürlich an die vermeintlich altbekannten erythropus zu nennen. Aber dann müsste man ja eigentlich immer ein cf. anhängen solange man nicht sequenziert.
Ich habe die Tage mal weiter recherchiert und einiges in einer Gruppe darüber gelesen auch von Nordeloos und anderen Schwergewichten:
Zitat
it seems that there are hardly any good morphological criteria to separate erythropus from xanthopus.
- Nordeloos
Das trifft den Nagel auf den Kopf.
Da wird man überhaupt nicht schlauer draus. Kritik gibt's auch an dem Artikel. Kurz war mal eine Abgrenzung über die Ökologie in Frage gekommen. Konnte man dann aber doch vergessen, weil das in jedem Land anders läuft. Einige glauben, dass was über die Sporengröße geht. Andere nicht. Röten in der Stielrinde kam auf als Abgrenzung. Auch überall anders.
Kurz gesagt, ohne Sequenzierung kann man den Namen für untypische und teilweise sogar typische Funde momentan gefühlt auswürfeln, sofern man N. xanthopus als Art akzeptiert.
Sofern die über die ITS verifizierten Bilder von N. xanthopus korrekt sind, würde ich behaupten, dass man die beiden makroskopisch gar nicht auseinander halten kann, weil die Merkmale inkonsistent sind und immer nur Anhaltspunkte aber nie Gewissheit liefern. Da waren für mich jedenfalls eindeutige Flockies (N. erythropus) dabei. Posten kann ich sie hier ja leider nicht wegen dem Copyright.
Leicht frustrierte Grüße,
Schupfnudel