Beiträge von Mykovino

    Hallo Claus,


    bei mir ist es meist klar, auf welchem Boden ich mich bewege. Um mich herum ist alles sauer (woran das wohl liegt? :D ).


    Oft suche ich bewusst Kalkgebiete auf und muss dann halt eine Weile fahren.
    So kann ich meist ganz gut trennen zwischen sauren und alkalischen Böden und Pilzen. Es gibt einige Pilzarten, die ich bisher nur auf Kalk gefunden habe und deshalb automatisch (aber vielleicht nicht immer zu recht) mit Kalk verbinde.


    In den diversen Täublings-Schlüsseln wird nie nach den Bodenverhältnissen gefragt, deshalb kannst Du die natürlich bei der Bestimmung auch gut beiseite lassen :) .


    Viele Grüße
    Gerd

    Hallo Claus,


    ich gestehe ja, dass ich um die meisten Speitäublinge bisher einen Bogen gemacht habe (ich wollte mir wohl nicht die Geschmacksnerven taublegen lassen :D ).
    Aber Du schreibst ja, man hat 5 Sekunden Zeit, um wieder auszuspucken :D


    In der Literatur steht, dass der gerne auf Kalkboden wächst; zu den Bodenverhältnissen hältst Du Dich bei Deinen Portraits recht bedeckt.
    Ansonsten aber staune ich über die ganzen Details, die Du bei Deinen Funden vermerkst - da sollte ich mir mal ein Beispiel dran nehmen.


    Und wie Du schreibst: die schnelle und deutliche Guajak-Reaktion sollte dann schon das entscheidende Indiz für R. mairei sein.


    Ich bin wieder gerne Deiner Beschreibung gefolgt und freue mich auf nächsten Montag (Russla faginea?)
    Gerd

    Hallo Claudia,


    mann, ich bin richtig neidisch: so viel Schnee :crying: . Bei uns gibts nur Regen und Matsch und wieder Regen :( .


    Deine Kleine ist ganz schön tapfer, finde ich. Überhaupt mögen Hunde Schnee ja (solange es nicht zu viel wird).


    Am besten ist dann das Foto mit Minnie im Rucksack :D - wunderbar!


    Danke für die weißen Impressionen
    Gerd


    Hallo Pablo,


    Du hast mich überzeugt :D - ich habe die Beschriftung entsprechend geändert.
    Neben Deinen überzeugenden Argumenten spricht vermutlich auch die Größe gegen den Schönfuß.


    Vielen Dank für Deine sehr hilfreichen Erläuterungen!


    Die Beschreibungen zu Ziegenlippe und Braunem Filzröhrling habe ich nun auch nachgelesen. Demnach scheint das einzige makroskopische Unterscheidungsmerkmal das deutlich gelbe Myzel zu sein (auf das ich natürlich nicht geachtet habe) - aber beim nächsten Mal bestimmt ;) .


    Viele Grüße
    Gerd

    Den zweiten Schönfuß (16b bis 16e) halte ich für >Caloboletus radicans<.



    LG; Pablo.


    Hallo Pablo,


    ich hatte tatsächlich auch als erstes C. radicans auf dem Schirm, weil ich den Schönfuß noch nie so groß gesehen hatte. Aber mich haben die rötlichen Stellen irritiert, die kenne ich nicht bei C. radicans. Und so habe ich mich nach einigem Zögern für den Schönfuß entschieden :hmmm: .


    Vielen Dank auch für Deine Hinweise zu Ziegenlippe und Braunem Filzröhrling; damit muss ich mich mal näher beschäftigen.


    Hallo Joe,


    freut mich, dass die Eifelschönheiten Dir zusagen.


    Viele Grüße
    Gerd


    Hallo Gerd, schön, dass Du dir die Mühe machst, uns die Pilzsaison zurückzubringen.Du hast wirklich einige Schönheiten dabei, die ich hier noch nie zu Gesicht bekommen habe. Danke fürs Zeigen.


    Hallo Claudia,


    in der Pilzsaison komme ich meist nicht dazu, Beiträge zusammenzustellen. So sammelt sich dann alles für einen Rückblick auf das vergangene Jahr.


    Hallo Beli,


    ja, Nr. 22 ist der Tigerritterling. Ich habe mich auch richtig gefreut, ihn zu finden - und davon gleich 8 Exemplare.
    Es war erst mein zweiter Fund in der Eifel.


    Vielen Dank Euch für die Rückmeldungen und einen guten Start in die Woche
    Gerd

    Liebe Foris,


    es wird Zeit für den vierten Teil der Eifelschönheiten.
    Diesmal geht es um Röhrlinge. Die sind schön anzuschauen und erfreuen (meistens) das Herz des Gourmets noch mal besonders :yumyum: .


    Steigen wir gleich ein mit einem roten Exemplar, dem ich recht selten begegne


    1a Blutroter Filzröhrling



    1b


    Häufiger ist dagegen die


    2a Ziegenlippe - gut zu erkennen am leuchtenden Gelb der Röhren (beim jungen Exemplar) (edit: vielleicht auch ein Brauner Filzröhrling?)



    2b


    Zum ersten Mal habe ich so bewusst die dunkle Variante davon wahrgenommen, die genauso wie eine Ziegenlippe aussieht, jedoch einen dunkelbraunen bis rotbraunen Hut hat.


    3a Brauner Filzröhrling (edit: vielleicht auch eine Ziegenlippe)



    3b



    Weiter gehts zu den Schmierröhrlingen.
    Mein erster Eifelfund (hatte ihn bisher nur in Thüringen in der Hand)


    4 Rostroter Lärchenröhrling



    Der hier ist manchmal ein Massenpilz


    5 Kuhröhrling



    Seinen Schmarotzer dagegen finde ich nur sehr selten, dabei ist er soooo schön


    6 Rosenroter Schmierling



    Jetzt kommen wir zu den Dicken, die fotogen und oft auch besonders lecker sind.
    In diesem Jahr war ich schon ab Mitte Juli viel in den Laubwäldern unterwegs, habe deshalb auch erstaunlich viele


    7a Sommersteinpilze



    7b gefunden.



    Aber es gab natürlich auch die


    8a Fichtensteinpilze



    8b in größeren Mengen :) .



    8c



    8d



    Ein Erstfund war für mich der


    9a Anhängselröhrling



    9b allerdings war der Fund etwas umstritten (ich hatte eine Anfrage dazu hier im Forum)



    Auch die Hexenröhrlinge waren zahlreich am Start.


    10a Flockenstieliger Hexenröhrling



    10b



    11 Netzstieliger Hexenröhrling



    12 Leider ist es bei dem hier mit der Schönheit längst vorbei - Weinroter Purpurröhrling



    Nun weiter zu den Exemplaren mit den aufgerauhten Füßen.


    Der ist bei uns häufiger


    13 Hainbuchen-Rauhfuß



    In diesem Jahr sind mir erstaunlich viele Funde von einer gar nicht so häufigen Art gelungen


    14a Gelbporiger Rauhfuß



    14b



    Ein fantastisches Jahr hatten die


    15a Eichenrotkappen



    15b hier ganz jung



    15c



    15d



    Den nächsten Pilz dachte ich eigentlich gut zu kennen. Aber 2017 hat er mich einige Male genarrt; so hatte ich ihn noch nicht gesehen.


    16a Schönfuß-Röhrling



    16b kann sehr groß werden edit: die nächsten Fotos zeigen den Wurzelnden Bitterröhrling (ich habe mich von Pablo überzeugen lassen)



    16c



    16d



    16e



    So, der Teil mit den Schwämmen ist geschafft. Nun geht es zu den Tieren oder deren Körperteilen ...


    Den Anfang macht die


    17 Hundsrute



    Dann ein Stacheltier


    18a Igel(stäubling)



    18b



    Nun zu den Rindviechern


    19 Kuhmaul



    20a Ochsenzunge



    20b die schmeckt übrigens roh in einer Vinaigrette ausgesprochen gut



    Raubkatzen hätte ich auch im Angebot


    21 Pantherpilz



    22a und das ist ein ?



    22b jawohl: Tigerritterling



    22c



    Zum Abschluss gehts noch ins Wasser


    23a Tintenfischpilz



    23b



    23c




    Ich hoffe, diese Eifelschönheiten haben Euch gefallen :hmmm:
    Demnächst geht es dann wieder auf die Wiese ...


    Hier gehts zu den anderen Teilen meines Eifeljahresrückblicks:


    Eifelschönheiten: Tauben und Farben


    Eifelschönheiten: Knollen und Streifen


    Eifelschönheiten: Orchideen und Korallen


    Viele Grüße
    Gerd

    Hallo Gerd,


    soweit es mir möglich ist, ja!!! :alright:
    Einige Täublinge habe ich auch schon gefunden, aber nicht diese Vielfalt...Da stehen fast alle noch auf meiner To-find-Liste! ==Gnolm11
    Wunderschöne Farben zeigen auch Saftlinge, weshalb ich die auch besonders mag. .heart Da hatten wir im September eine tolle Forums-Exkursion. (Hast du bestimmt im Thread verfolgt?!?)


    Hallo Kagi,


    Täublinge sind nicht so empflindlich, was Trockenheit angeht. Man hat deshalb auch im Sommer oft schon die Chance, davon einige Exemplare zu finden.
    In einem feuchten Sommer wie 2017 waren die Funde (zumindest bei uns) kaum noch zu bewältigen; ich bin mit dem Bestimmen nicht mehr hinterhergekommen. Naja, zwischendurch musste man ja auch noch Steinpilze, Hexenröhrlinge, Rotkappen putzen ...


    Saftlinge gefallen mir auch sehr gut, aber in 2017 hatte ich irgendwie gar keine Zeit dafür :( . Eure Exkursion ist mir noch dunkel in Erinnerung; gab es da nicht auch so schöne rosa Exemplare?


    Hallo Claus,


    ja, 2017 war einfach herausragend für die Täublinge. Und es waren zu viele, um sie alle bestimmen zu können (zumindest habe ich das nicht geschafft). Aber nach einem fast pilzlosen Jahr 2016 war das natürlich die reinste Freude. Wie oft ich 2017 zwischen Juli und Oktober im Wald unterwegs war - wunderbar!


    Deine Anmerkung zu R. velutipes werde ich mir noch mal anschauen. Das war auch nur eine Idee, weil ich den Pilz zunächst nicht richtig zuordnen konnte. Ein Russula-Diskussionsthread (oder auch zwei oder drei) werden noch kommmen ....


    Vielen Dank für Eure Kommentare und viele Grüße
    Gerd


    Hallo Claus,


    vorbildliche Arbeit!
    Meiner Erfahrung nach sind Russula amoena und Russula violeipes rein makroskopisch manchmal sehr ähnlich.


    L.G. - Bernd


    Hallo Bernd, hallo Claus,


    beim Nachschlagen in Helga Marxmüllers Werk habe ich gesehen, dass ausgeblasste Exemplare von R. amoena tatsächlich fast so aussehen, wie ich R. violeipes kenne.
    Da habe ich auch wieder 'was gelernt.


    Viele Grüße
    Gerd

    Mann Sarah,


    hier peitscht gerade der Regen und es ist mehr als ungemütlich (und ich muss noch mit dem Hund raus :( ) und dann postest Du hier so was Irreales!


    Aber im Ernst: sehr schöne Bilder und spannende Pilzfunde - vielen Dank für den schönen Bericht!


    Am besten gefällt mir das Bild von den Flamingos im Landeanflug, die alle schon ihr Fahrwerk ausgefahren haben - das haben die sich bestimmt bei den Flugzeugen abgeguckt :D


    Viele Grüße
    Gerd

    Hallo Claus,


    es war gar nicht meine Absicht, Dich in Beweislast zu bringen. Sorry, da habe ich mich wohl recht unglücklich ausgedrückt :( - dafür verdiene ich Haue :haue: .


    Meine Anmerkung über Verwechslungsmöglichkeiten mit R. violeipes bezog sich auf das Statement von Kibby: most herbarium material under this name has been redetermined as purple forms of R. violeipes.



    Bei Deiner Kollektion habe ich überhaupt keinen Zweifel an R. amoena, eben weil sie sich so deutlich von den vielen Exemplaren unterscheidet, die ich schon von R. violeipes gesehen habe. Ich habe mich deshalb gefragt, ob man die beiden Arten wirklich verwechseln kann?


    Ich hoffe, Du kannst mir verzeihen, wenn ich Dir unnötig Arbeit gemacht habe.


    Viele Grüße
    Gerd

    Hallo Klaus,


    ich liebe Deine Täublingsportraits!


    Und Russula amoena ist ja ein wunderschöner Pilz (den ich leider noch nie in der Hand hatte).


    Kibby schreibt über ihn u.a.
    Appears to be genuinely rare in Britain with only two valid collections known from southwest England; most herbarium material under this name has been redetermined as purple forms of R. violeipes.



    Also wirklich seltene Exemplare.
    Ich wundere mich allerdings über die Verwechslungsmöglichkeiten mit R. violeipes; das Lila dieser Art ist lange nicht so intensiv wie das von Dir gezeigte.


    Viele Grüße
    Gerd


    Hallo Mykovino-Gerd,


    mit deiner Farbreise hast du voll in's Schwarze getroffen! Eine tolle Idee, die die Künstlerin in mir anspricht.
    Ich bin ganz geflasht von der vielfältigen Schönheit der Täublingsfarben. Man könnte einen Regenbogen daraus machen...Es ist einfach faszinierend, und mir fehlen die Namen der Arten hier gar nicht! :alright:


    Lieblingsfarben: Nr. 11, das schöne Lila, und Nr. 40, das intensive Rot! ;)


    Hallo Grüni,


    es freut mich, dass Dir die Farbreise so gut gefällt. Dann wirst Du ja demnächst auch nach Täublingen Ausschau halten und Farben sammeln, oder?


    Viele Grüße
    Gerd


    Hallo Heide,


    ja, ich war sehr zufrieden mit dem Eifler Pilzjahr - so dürfte es immer sein :D ...


    Wenn Dir der bisherige Rückblick gefallen hat, dann kann ich Dir Hoffnung auf noch den ein oder anderen Teil machen :) .


    Und die Nr. 40 ist auch mein Favorit; diese intensiv glänzende Rot ist einfach toll. Das ist übrigens der Rote Heringstäubling, den ich 2017 gleich an zwei Stellen gefunden habe; er ist mithilfe von Eisensulfat relativ leicht zu bestimmen (es sei denn, die Experten hier im Forum belehren mich da noch eines besseren ...)


    Hallo Claudia,


    Du hast recht, bei Täublingen ist das oft nicht so einfach mit der Zuordnung der Arten aufgrund eines Fotos.
    Bei den meisten der hier gezeigten könnte ich das trotzdem wagen, aber dazu wird es später mal einen eigenen Bericht geben, wo ich mehr auf die Merkmale eingehen werde.


    Euch Beiden danke für Eure Rückmeldungen!


    Viele Grüße
    Gerd

    Liebe Foris,



    Ihr ahnt es schon: es geht im dritten Teil meines Eifeljahresrückblicks um Täublinge - oder auch nicht :hmmnmz: .
    Denn in Wahrheit geht es um Farben.


    Die Täublinge haben mich mit ihrem irren Farbspektrum schon immer fasziniert. Und 2017 hatte da einiges von dieser Gattung zu bieten. Weil ich mich in diesem Jahr zum ersten Mal intensiver mit ihnen beschäftigt habe, kamen eine Menge Fotos zusammen.
    Und so möchte ich Euch hier verschonen mit den Namen der einzelnen Arten, stattdessen mitnehmen auf eine Farbreise.


    Starten wollen wir bei weiß - naja, nicht ganz


    1 eher ein durchsichtiges Weiß mit Cremetönen


    2 hier geht es schon deutlicher ins creme-beige


    Nun hinein in FDP-Gefilde


    3 ein ganz blasses Gelb


    4 hier mit deutlicher Beimischung von Grüntönen


    5 ein kräftiges Gelb, aber eher matt


    6 Ockergelb


    7 kräftiges Gelb-Orange


    8 sattes Orange


    9 Gelb mit Beimischung von Lila-Tönen


    10 noch mehr Lila und Oliv unter das Gelb
    pilzforum.eu/attachment/215228/


    Und schon sind wir beim Lila gelandet. Da hätte ich gleich ein


    11 glänzendes Exemplar


    12 Lila mit schwarzer Mitte


    13 mattes Lila mit schönem Buckel


    14 ein dunkles Lila


    15 helleres Violett mit Sprenkeln


    Jetzt führt die Reise über


    16 Grau und


    17 Blaugrau zu


    18 Blaugrün mit Lila und


    19 Violett-Grün-Blau hin zu


    Grün.


    20 ein sehr blasses Grün


    21 mit gelber Mitte


    22 mit Olivtönen gemischt


    23 gesprenkelt mit gelb-braunen Anteilen


    24 Grüne Sprenkel auf weißer Basis


    An dieser Stelle schieben wir mal eine kleine Verschnaufpause ein, steigen dann in den Flieger, um auf dem Kontinent der Rottöne zu landen. Den zu erforschen ist eigentlich schon eine Lebensaufgabe.
    Aber wir fangen mal an


    22 ein zartes Rosé


    23 Fleischrosa


    25 dunkles Rosa


    26 ein deckend aufgetragenes mattes Rosa


    27 mit Gelbtönen angereichert


    28 ein schöner Lachston


    29 Rosarot matt


    30 ein blasser fleischfarbener Ton


    31 blasses Hellrot


    32 glänzendes Hellrot


    33 irgendwie rötlich-gelb-braun


    34 ein mattes, gedecktes Rot


    35 Ziegelrot mit orangener Mitte


    36 dunkleres Rot mit Gelbtönen


    37 ein fein-samtiges, intensives Rot


    38 Rot mit schwarzer Mitte


    39 Das Rot überhaupt


    40 unglaublich intensiv und glänzend


    41 Weinrot


    42 Rot mit etwas Braun im Ton


    43 hier werden die Brauntöne schon mehr


    44 irgendwas zwischen Weinrot, Lila und Braun


    45 ein sattes Braun


    46 verschiedene Braun- und Ocker-Töne


    47 durchgehendes Braun-Ocker


    48 helleres Braun


    49 ein rötliches Hellbraun


    50 ein schmutziges Graubraun


    Und ganz zum Schluss


    51 eine Melange aus Rot-, Grau- und Olivtönen


    Wir sind am Ende unserer Farbreise angelangt.
    Welche Farbe aus 2017 hat Euch besonders gefallen?


    Und wen es in den Fingern juckt, der darf auch gerne Namen an die Nummern schreiben ;) .


    Viele Grüße
    Gerd


    Hier geht es zu den anderen Teilen des Eifeljahresrückblicks:


    Eifelschönheiten: Knollen und Streifen


    Eifelschönheiten: Orchideen und Korallen

    Hallo Claus,


    ich verfolge Deine Täublingsvorstellungen auch mit viel Interesse, da ich mich selbst auch mit Täublingen beschäftigen möchte (allerdings erst mal nur makroskopisch). Deshalb an dieser Stelle schon mal vielen Dank für Deinen Aufwand, Deine Ergebnisse hier so ausführlich zu präsentieren! :alright:


    Dein nächster Täubling wird dann wohl Russula amoena sein ...


    Sehr spannend finde ich auch die Expertendiskussion um die Guajak-Reaktion und den Hinweis auf die Russula-Seite von Bernd.


    Ich werde demnächst auch noch meine Täublingsfunde aus 2017 hier vorstellen (oder besser: zur Diskussion stellen).


    Viele Grüße
    Gerd

    Hallo Pablo,


    ich wäre bei der 7 nie auf A. excelsa gekommen, aber jetzt hast Du mich doch zum Nachdenken gebracht :hmmm: .
    Es ist ja auch noch ein ganz junges Exemplar, dass noch nicht alle Merkmale ausgebildet hat.


    Leider lässt sich das Rätsel nun nicht mehr auflösen, aber dank Deiner Erläuterungen weiß ich, worauf ich beim nächsten Mal achten muss - danke! Ich hoffe, dass der Pilz da im Herbst wieder auftaucht ...


    Dir und natürlich auch Christoph (ich glaube, er ist auch noch im Rennen?) wünsche ich noch viel Erfolg beim APR!


    Hallo Tuppie,


    Dir erst mal herzlichen Glückwunsch zum APR-Erfolg! Du bist ja schon nah ran gerückt an die Top Ten.


    Und danke für die Verleihung des Model-Titels; man könnte ja tatsächlich mal einen "Knollenwettbewerb" starten - mein Favorit wäre 3g .


    Viele Grüße
    Gerd

    Hallo Christoph,


    danke für den "Crocea"-Schlüssel - den speichere ich mir mal ab.


    Hier sind noch zwei Fotos zu 10a:




    Hallo Pablo,


    nörgeln ist kein Problem - ich bin dankbar für Anmerkungen, Zweifel und Kritik.


    Aber die 7 soll eine A. excelsa sein?
    Bei dem Exemplar wäre ich da mit Dir einig


    Hier ist die 7 noch mal im Schnitt


    Trägt das zur Aufklärung bei?


    Viele Grüße
    Gerd

    Hallo Beli, hallo Christoph,


    Ihr habt mit Euren Antworten viel Licht ins Dunkel um meine Unbekannten gebracht - aber dann schon wieder so viel Licht, dass man ganz geblendet ist und gar nichts mehr erkennen kann :D


    Beli, vielen Dank für den Link auf Deinen Thread; dort ist die Problematik in der Bestimmung und Einordnung von Streiflingen ja bereits ausführlich diskutiert.


    Christoph, Dir vielen Dank für Deine Erläuterungen; Du hast Dich ja anscheinend schon sehr intensiv mit der Gattung (bzw. Untergattung) auseinandergesetzt.
    Mir war bisher nicht bewusst, dass die Bestimmung so schwierig ist, habe also einiges gelernt dadurch :alright: .


    Zu Nr 13 kann ich leider keine weiteren Angaben machen, ich hatte ihn am Standort gelassen.


    Und 10a ist vielleicht keine A. crocea? :hmmm:


    Hallo Sarah,


    mir ging es in diesem Beitrag tatsächlich in erster Linie darum, die Schönheit dieser Arten zu zeigen (viele davon sind ja alles andere als selten).


    Euch Dreien danke für Eure Rückmeldungen
    Gerd

    Liebe Eifelentdecker, liebe Pilzfreunde,


    in diesem zweiten Teil meines Eifel-Jahresrückblicks geht es so richtig um Pilze - genauer gesagt um die Gattung Amanita.


    Denn von diesen - meist sehr fotogenen Arten - gab es eine ganze Menge zu bestaunen.


    Legen wir mal los mit einer der häufigsten Arten (zumindest in sauren Wäldern):


    1 Gelber Knollenblätterpilz Amanita citrina


    Nicht weniger häufig ist der


    2 Graue Wulstling Amanita excelsa


    Die Giftnotrufzentralen können ein Lied davon singen: wenn es viele Pilze gibt, dann gibt es auch viele Giftpilze und dementsprechend viele Anfragen und Notrufe. Dabei steht dann eine Art immer wieder im Mittelpunkt, die man ja vermeintlich gar nicht verwechseln kann, die aber regelmäßig für einen Kampf ums Überleben sorgt:


    3a Grüner Knollenblätterpilz Amanita phalloides - hier ganz frisch geschlüpft



    3b die Schnecken haben daraus ein kleines Kunstwerk gemacht


    3c so ist er ja ganz typisch:


    3d die grünen Farbtöne sind noch gut zu erkennen


    3e manchmal ja auch mit intensivem Olivton


    3f hier wird es schon schwieriger - der Hut rein weiß, nur am Stiel vielleicht noch ein Hauch von grün


    3g und hier ist alles rein weiß, trotzdem ein Bilderbuch-Knolli


    Ein weiterer giftiger Vertreter (aber bei weitem nicht so schlimm) ist der


    4a Narzissengelbe Wulstling Amanita gemmata


    4b


    4c


    Für die Pfanne ganz gut geeignet ist dagegen die nächste Art - wenn man ihn sicher bestimmen kann und vorher die Huthaut abzieht. Die Rede ist vom


    5a Rötenden Wulstling Amanita Rubescens  


    5b der ist natürlich mehr unter dem Namen "Perlpilz" bekannt, aber das Röten kennzeichnet ihn ja maßgeblich


    5c


    Dann bin ich an unterschiedlichen Stellen auf zwei Exemplare gestoßen, die ich zunächst gar nicht einordnen konnte, hier das erste:


    6a


    6b


    Nach Stöbern in der Literatur bin ich zu der Einsicht gelangt, dass es sich ebenfalls um einen Perlpilz handelt, und zwar um den


    6c Gelbberingten Perlpilz Amanita rubescens var. annulosulfurea


    6d


    Ein Erstfund war für mich der


    7 Stachelschuppige Wulstling Amanita solitaria


    Kommen wir nun zu den Wulstlingen ohne Knolle, dafür aber mit Streifen (Untergattung Amanitopsis).
    Ein schöner Fund im Kalkbuchenwald war der


    8 Riesenstreifling Amanita caecilia


    Häufig ist dagegen der


    9a Rotbraune Streifling Amanita fulva


    9b


    Ich stehe ja mehr auf den orangegelben Typus, der in diesem Jahr erstaunlich oft zu finden war.


    10a Safrangelber Streifling Amanita crocea


    10b


    10c


    10d


    Nun wird es kniffliger - zumindest für mich.
    Den hier halte ich für den


    11a Grauen Streifling Aminata vaginata


    11b


    11c aber darf eine solch ockerfarbene Scheide haben?


    Und der hier ist zwar auch grau, hat aber ziemliche große Schollen (Hüllreste) auf dem Hut:


    12a wie der wohl heißt?


    12b


    Für den nächsten Pilz habe ich mir so gar keine Zeit im Wald genommen, den habe ich erst bei der Auswertung der Fotos entdeckt :( , kann also leider keine weiteren Angaben machen (außer Fund im Kalkbuchenwald).


    13a ????


    13b


    Zum Schluss noch ein Schwenk zurück zu den Knollies und zu zwei guten Bekannten.


    14a Pantherpilz Amanita pantharina


    14b schön zu erkennen die sehr regelmäßig verteilten Flocken


    Und immer wieder schön anzuschauen der


    15 Fliegenpilz Amanita muscaria


    Wie immer freue ich mich über Rückmeldungen; vielleicht gibt es ja auch Ideen zu meinen Unbekannten?

    Allen APR-Teilnehmern wünsche ich noch Stunden und Tage voller fiebernder Spannung :P und allen hier im Forum ein frohes neues Jahr!


    Gerd

    Hallo Nobi,


    ich finde, da gab es doch noch eine ganze Menge zu holen in Deinen Wäldern - für den Gaumen und für den Fotoapparat.
    Und damit natürlich auch als Genuss für unsere Augen :alright:


    Danke
    Gerd

    [quote pid='393505' dateline='1514724779']


    Eine sehr schöne Zusammenstellung, die mich an zahlreiche Eifelexkursionen im Jahr 2018 zurückdenken lässt.


    LG Karl
    [/quote]


    Hallo Karl,
    hast Du die (geplanten) Exkursionen im neuen Jahr schon so vor Deinem geistigen Auge, dass Du bereits daran zurückdenken kannst? ;)


    Hallo Claudia,
    bis zu den sonnigen Maitagen müssen wir leider noch so manch kalten und oder nassen Tag überstehen - aber das lässt ja Raum für Berichte hier im Forum :) .


    Viele Grüße
    Gerd