Hallo, Thomas!
Sagen wir's mal so: Myxos bilden keine Neuronen, also keinerlei Nervensystem, daß auch nur entfernt mit dem der Säugetiere vergleichbar ist. "Intelligenz" wird in dem Fall zu einem nicht mehr definierbaren Begriff, weil der halt durch unsere Form von neuronaler Tätigkeit belegt ist. Einen vergleich zu ziehen, wird dann extrem schwierig. Man könnte sich dem höchstens annähern und vermuten, daß die Form von rein biochemischer Reizübermittlung in einigen Konsequenzen ähnliche Resultate erzielt, wie das im Tierreich durch eletrische Reizübermittlung und zusätzlicher biochemischer Steuerung (Neurotransmitter) möglich ist.
Bezogen also auf Myxos generell: Klar, die dürften schon alle ähnlich funktionieren. Auch draußen im Wald finden sie ihre Nahrung, finden auch von einem Pilz (Nahrungsquelle) weiter zum Nächsten.
Ob du den Schleimpilz nun über einen wunderlich verkrusteten, liegenden Baumstamm schickst, an dem er den geeignetsten Weg zu frischen Fruchtkörpern von zB Phlebia radiata finden muss, oder ob der durch ein von Menschen gebasteltes Labyrinth zu seinen Nahrungsquellen finden soll, spielt für das Myxo - Plasmodium keine Rolle. Das Prinzip, nachdem sich die Zelle bewegt, ist das Gleiche.
LG, Pablo.