Beiträge von Weisheit

    Hallo,


    deine Birkenporlinge sehen für meine Wahrnehmung nicht mehr frisch aus, vorallem die Huthaut und die würde ich bei deiner Weiterverarbeitung natürlich abschneiden. Birkenporlinge riechen frisch sehr gut, ein schöner Pilzgeruch. Um diese Jahreszeit sind die Birkenporlinge nicht mehr frisch. Anbei zwei Bilder, die junge, frische Birkenporlinge zeigen.


    Hallo Lukas,


    mir hat vor vielen Jahren noch zu DDR-Zeiten die damalige Bezirkspilzsachverständige gesagt, dass es am Anfang der Beschäftigung mit Pilzen nicht wirklich wichtig ist, den wissenschaftlichen Namen zu wissen. Wichtig ist, dass ich auch mit dem deutschen Namen den Pilz in die Systematik einordnen kann, also zu welcher Familie/ Gattung der Pilz gehört. Das habe ich beherzigt. Aber irgendwann muss man sich auch mit den wissenschaftlichen Namen beschäftigen und da gibt es viele Methoden. Deine mit den Karteikarten ist z.B. eine mögliche. Ich selbst versuche bei jeder Gelegenheit, z.B. auch hier im Forum, den wissenschaftlichen Namen zum deutschen hinzuzufügen. Das ist keine Angeberei, sondern für mich immer wieder eine Übung. Auch, wenn ich meine Fotos in die Systematik einfüge, beschrifte ich sie zuerst mit dem wissenschaftlichen Namen und dann deutsch. Eine Systematik sollte man sich schon zulegen. Ich halte mich an Ewald Gerhardt. Aber auch da kommt man immer wieder in Konflikte, weil Pilze wandern von einer Gattung in die andere und es ändern sich auch oft genug die wissenschaftlichen Namen. Wenn du ernsthaft bei den Pilzen bleiben willst, musst du viel Geduld und Biss haben.

    Hallo Lukas,

    eine interessante Aufsammlung mit einer sehr bemerkenswerten Erkenntnis von dir - "Ich merke auf jeden Fall immer mehr das Pilze nicht bloß Pilze sind, sondern man sich mit viel mehr dingen beschäftigen muss".

    Ich versuche einmal eine unterstützende Bestimmung.

    Nr. 1 - ist wahrscheinlich der Striegelige Schichtpilz (Stereum hirsutum), auf dem gleichen Holz sitzt noch ein anderer Pilz, graue Farbe, kann ich nichts zu sagen, wäre reine Spekulation

    Nr.2 - sieht nach Gelbstieligem Muschelseitling aus (Sarcomyxa serotina)? oder Gallertfleischiges Stummelfüßchen(Crepidotus mollis)

    Nr. 3 - Zunderschwamm (Fomes fomentarius) alte Fruchtkörper, o.k.

    Nr.4 - Schmeterlingstramete (Trametes versicolor), hier irritieren mich die wenigen typischen Farben, alles etwas sehr grau, deshalb könnte es auch eine Striegelige Tramete (Trametes hirsuta) sein

    Nr.5 - Zunderschwamm o.k.

    Nr.6 - das sind Gelbstieligem Muschelseitling aus (Sarcomyxa serotina)

    Nr.7 - Rotrandiger Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) o.k.

    Danach sind Bestimmungen von meiner Seite nicht mehr möglich.

    Nach deinem Text Bild Nr. 7 und 8 sind Herbe Zwergknäulinge (Panellus stipticus) zu sehen.

    Hallo Patme85,


    der Pilz auf dem Birkenstamm wird ein Strigeliger Schichtpilz (Stereum hirsutum) sein, zwar kann man die Unterseite nicht sehen, aber die welligen Fruchtkörper mit der feinen Behaarung lassen darauf schließen.

    Hallo Jutti,


    wenn der Pilz haupsächlich im Wurzelbereich vorkommt bzw. vorgekommen ist, dann könnte es sich auch um einen Wurzelschwamm handeln, der vom Aussehen her auch oft so flach daher kommt, wie auf deinen Bildern.

    fichten-wurzelschwamm.htm


    Ich habe in meinem Garten auch einen riesigen Kirschbaum, der wird jedes Jahr im Herbst vom Sparrigen Schüppling befallen.

    Hallo Pablo,


    mit kam es nur darauf an, mal zu zeigen, was für "unscheinbare" Wesen es sein können, die an der Entstehung von Haareis beteiligt sind. Mir war schon klar, dass das kein Exidiopsis effusa - Rosa getönte Wachskruste ist.

    Hallo zusammen,


    ich musste erst nach Metzingen fahren, um Haareis zu finden. In meiner Gegend wurde ich noch nie fündig. Die Temperatur spielt natürlich auch eine entscheidende Rolle, so um die 0 bis -1 Grad ist sehr förderlich. In der Nähe eines Haareises fand ich einen rosa Rindenpilz, möglich, dass der der besagte Pilz ist, der für die Entstehung von Haareis mit verantwortlich sein soll.


    Hallo Rundelfungus,


    das hat nichts damit zutun, dass ein Pilz "groß" geworden ist. Es gibt eine Vielzahl von Pilzarten, vorwiegend Schlauchpilze (Ascomyceten), die zwei Entwicklungsstadien durchlaufen, einmal ein geschlechtliches und ein ungeschlechtliches. Diese beiden Entwicklungsstadien werden als Haupt- und Nebenfruchtform bezeichnet. Deine "Würstchen" sind die Nebenfruchtform vom Fleischroten Gallertbecher, so wie das Pablo schon beschrieben hat. Die Hauptfruchtform bildet dann einen richtigen becherartigen Fruchtkörper. Beide Formen können zusammen auftreten, das hat also nichts mit jungem bzw. altem Pilz zu tun.

    Hier Haupt- und Nebenfruchtform zusammen.


    Hallo Peter,


    auf unserer Ausstellung hatten wir eine Riesenschirmpilzart (Macrolepiota fuliginosa - Rußbrauner Riesenschirmpilz), die von der Wachstumsform deinem Pilz sehr ähnlich sieht. Ich denke auch, dass du hier einen Schirmpilz gefunden hast.


    Ein zweiter Pilz am Fundort sah dann schon wie ein Riesenschirmpilz aus.


    Liebe Pilzfreunde,


    am Wochenende fand ich einige Gemeine Stummelfüßchen (Crepidotus variabilis). Auf einem Ast hatten sich noch kleine dunkle "Stummelfüßchen" versteckt. Leider kann ich sie nicht bestimmen, also bestimmen ohne Mikroskop. Vielleicht hat einer eine Idee in welche Richtung ich suchen kann.


    Hallo Sebastian,


    es gibt, wie schon erwähnt, Verwechslungspartner, aber keine gefährlich giftigen. Dadurch, dass das Wetter recht mild idt erscheint so einiges an Holz, auch mit dunkleren Stielen. Hier z.B. ein Rotbrauner Flämmling (Gymnopilus picreus).


    Hallo liebe Pilzfreunde,


    auch ich fühle mich sehr betroffen. Bei ihm habe ich 1983 meine erste Pilzberaterprüfung abgelegt und in meiner damaligen Arbeitsstätte, eine Jugendherberge im Eichsfeld, für ihn eine große Weiterbildungsveranstaltung organisiert. Er war nicht nur ein hervorragender Mykologe, sondern auch ein sehr sympatischer und einfacher Mensch. Sein Buch "Pilzwanderungen" ist für mich heute noch ein wichtiges Arbeitsbuch, wenn ich bei der Einordnung der Pilze in die Systematik nicht weiter komme und auch die "Morphologie der Großpilze" sind mir ein ausgezeichnetes Arbeitsmaterial.

    Hallo Mischa,


    von Falschen Pfifferlingen gibt es nicht nur die eine Art - Hygrophoropsis aurantiaca. Dieser ist sehr häufig anzutreffen, aber in diesem jahr ist auch sehr häufig die helle Variante aufgeterten, die die du hier zeigst. Es gibt auch noch eine braun-samtige Variante oder sagen wir besser Art. Das sicherste Zeichen, ob du einen falschen oder echten Pfifferling in der Hand hast, ist ein praktischer Test. Bei allen falschen Pfifferlingen lassen sich die Lamellen mit dem Daumennagel vom Stiel zum Hut mit leichtem Deuck verschieben, besser zusammenschieben. Das geht beim Pfifferling nicht, da sind die Leisten (oder adrige Blätter) mit dem Hutfleisch verwachsen.

    Hallo Ute,


    ich stimme deiner Meinung inhaltlich zu. Auch wir in M-V beteiligen uns an speziellen Untersuchungen der Pilze. In meinen Vorträgen in der Vhs habe ich dieses Thema selbstverständlich mit eingebaut. Hier ein kleiner Auszug, der darf auch für eigene Belange verwendet werden.

    Radioaktivität.pdf