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Hallo, Bernhard & Mitdiskutanten!
Vorgestern erreichte mich eine kleine Sendung, den Pilz habe ich mir mitterweile angeschaut.
Nun heißt er doch Bjerkandera adusta.
Untersucht habe ich einen relativ feinporigen, eher dünnen Porling.
Hutfleisch und Röhren sind deutlich voneinander abgegrenzt. Beide Gewebe sind aber monomitisch, generative Hyphen sind dünn- bis etwas dickwandig, Septen mit Schnallen, Hyphen der Röhrentrama sind pigmentiert, Kontexthyphen hyalin.
Im Hymenium finden sich keinerlei Zystiden.
Sporen sind glatt, hyalin, dünnwandig, subzylindrisch bis zylindrisch und eher klein.
Trametes hat größere Sporen, die Hyphenstrukur wäre deutlich dimitisch.
Zudem sind dort Kontext (Hutfleisch) und Trama (Röhren) nicht sichtbar getrennt. Die Röhren färben bei einigen trametes - Arten schon ein, aber der Übergang ist dann nie so abrupt wie hier.
Trichaptum ist mindestens dimitisch, zudem müsste man da im Hymenium Zystiden bzw. inkrustierte, zystidenartige Elemente finden.
Weitere monomitische Porlingsgattungen wären Oxyporus (mit Zystiden, ohne Schnallen), Oligoporus (keine Arten mit solchem Farbkontrast zwischen Röhren und Kontext) oder Ceriporiopsis (niemals pileat).
Eine Kurzdoku zu Bernhards Pilz sieht so aus:
LG, Pablo.
Hallo Pilzfreunde in naah und Fern,
ich habe hier im Forum etwas gesucht und bin auf eure Diskussion gestoßen über Bjerkandera adusta ja oder nein. Beim Sehen des Bildes habe ich spontan für mich gesagt, dass es sich um den Angebrannten Rauchporling handelt. Ich habe hier zwei Bilder von fast gleichem Aussehen und mit Porenansicht. Ich weiß, Bilder sind nur Bilder, aber die Ähnlichkeit ist doch verblüffend.
