Hallo,
das ist kein Hortiboletus, sondern Xerocomellus porosporus. Auf dem Mikrobild sieht man auch die tw. apikal dickwandigen und abgestutzten Sporen.
Grüße, Jürgen
Hallo,
das ist kein Hortiboletus, sondern Xerocomellus porosporus. Auf dem Mikrobild sieht man auch die tw. apikal dickwandigen und abgestutzten Sporen.
Grüße, Jürgen
Hallo,
Zustimmung: porosporus (auch ohne Schnittbild).
Grüße, Jürgen
Hallo Beli,
nicht sofort, man muss schon genau hinsehen und dabei diverse Verwechslungsmöglichkeiten im Auge behalten. Trotzdem ist die Art kenntlich, eine gewisse Felderfahrung vorausgesetzt.
Viele Grüße, Jügen
Hallo zusammen,
ich bin da ganz bei Matthias: Hemileccinum depilatum. Die Art ist auf den Fotos ausreichend kenntlich, und die Geruchsangabe "pilzig" ist derart unspezifisch, dass damit alle möglichen Duftnoten gemeint sein können.
Gruß, Jürgen
Hallo zusammen,
auch ich tue ich mich schwer, hier etwas anderes als Wurzelnde Bitterröhrlinge zu erkennen, und zwar auf allen gezeigten Fotos.
Grüße, Jürgen
Hallo,
fantastisch, Gratulation! Nur einmal live gesehen (und noch nie selbst gefunden). Ist die Art überhaupt schon mal in Bayern nachgewiesen worden? Meines Wissens nicht, wenn man von einem etwas kryptischen Fund absieht, der vor Jahrzehnten von einer oberbayerischen Autorin hier - leider ohne Fundortangabe - veröffentlicht wurde.
Viele Grüße, Jürgen
Hallo,
wenn er kein Stielnetz hat, und das scheint der Fall zu sein, ist das genau das, was Kallenbach als Boletus pseudosulphureus beschrieben hat: Die gelbe Farbmutante von Neoboletus erythropus.
Viele Grüße, Jürgen
Hallo Jörg,
kein Problem: Die Stielschüppchen verfärben sich bei der Espenrotkappe immer schwärzlich, wenn man sie anfasst. Und je älter der Fruchtkörper und je länger die Liegezeit, um so dunkler werden sie.
Grüße, Jürgen
Hallo zusammen,
also ich erkenne hier sehr wohl eine Espenrotkappe, Leccinum leucopodium, nicht nur wegen Luchs' Info, dass in der Nähe eine Espe stand. Die Stielschuppen sind nach meinem Dafürhalten erst beim Anfassen nachgedunkelt (ebenso wie bei dem jungen crocipodium links daneben), aber längst nicht so dunkel und mit dem Stieluntergrund kontrastierend wie bei typischem versipelle. Die helle Hutfarbe ist ohne weiteres möglich, und auch der Gesamthabitus passt m.E. besser zur Espenrotkappe.
Grüße, Jürgen
Gerade die Stielbasis war also vom Wurm befallen? Aha. Waren es eher kleine (was ich vermuten würde) oder eher große Maden?
Du schriebst "roch" (Vergangenheit). Hast du den Pilz jetzt gerade noch greifbar oder schon entsorgt?
Hallo Jörg,
aus ermittlungstaktischen Gründen wäre es spannend, wenn Bounou sein "Täterwissen" hier möglichst unbeeinflusst kund täte...
Grüße, Jürgen
Hallo Bounou,
hast du die Teile noch? Dann schneide doch mal die Stielbasis an, rieche dran und teile uns mit, ob du irgendeine spezifische Duftnote wahrgenommen hast.
Grüße, Jürgen
Hallo,
beim ersten Bild dachte ich auch zuerst an fechtneri, aber die Schnittflächen, besonders Bild 7 und 8 mit dem kräftigen Blauen im Bereich direkt über der Stielbasis (die auch noch deutlich wurzelt) sind für diese Art dermaßen untypisch, dass ich hier bei Matthias bin: Es dürfte sich wohl tatsächlich um radicans handeln. Ich kenne die Art ähnlich hell, jung auch mit silbrig-seidiger Huthaut und mit relativ kräftigem Stielnetz z.B. von den Wiesbadener Eichen. Diese Form wurde früher teilweise als eigenständige Art Boletus albidus aufgefasst.
Grüße, Jürgen
Hallo zusammen,
immerhin hat der Pilzpapst Elias Fries die hier gezeigte Art (unverkennbar ein Maronenröhrling) 1838 als "Boletus vaccinus" beschrieben.
Und das heißt auf Deutsch: "Kuh-Pilz". ![]()
Man kann also auch mit einem falschen Ansatz zu einem "richtigen" Ergebnis kommen...
Grüße, Jürgen
Hallo,
sorry Matthias, ich kann Deine Argumente zwar nachvollziehen, aber ich muss hier Schupfnudel trotzdem vollumfänglich Recht geben: alles pruinatus, nicht cisalpinus.
Grüße, Jürgen
Hi Steve,
ich würde dem zustimmen: Xerocomellus redeuilhii.
Selbst habe ich die Art noch nicht gefunden, aber die Art wurde offenbar schon zweimal in Oberbayern nachgewiesen (Info von Christoph Hahn).
Kind regards, Jürgen
Hallo,
nach meinem Dafürhalten passt das zumindest makroskopisch recht gut auf Leccinum palustre Korhonen. Diese Art wurde zwar von Den Bakker aufgrund von Sequenzierungsdaten mit L. schistophilum synonymisiert, aber daran bestehen in der Fachwelt erhebliche Zweifel. Ich finde auch, dass L. schistophilum schon makroskopisch einen anderen Eindruck macht: Hut mehr "sommersteinpilzfarben", deutliche Tendenz, wie dieser felderig aufzureißen, und vor allem Trama im Schnitt deutlicher grauend.
Grüße, Jürgen
Hallo Beli,
kann bei G. castaneus - Hasenröhrling höhle - Gekammert Stiel ( Stiel Fleisch bei Schnitt ) fehlen ?
da musste ich auch kurz stutzen, aber: offensichtlich kann er das. Die Schnittfläche ist stark ausbelichtet, so dass nicht erkennbar ist, inwieweit die Stieltrama zumindest etwas schwammig-weiche Konsistenz hat.
Den von dir bemerkten bläulichen Schimmer halte ich für ein Artefakt (feiner Schattenwurf mit Farbstich).
Grüße, Jürgen
Hallo Bernd,
mein erster Gedanke war eigentlich der Hasenröhrling, ein älteres Exemplar
dem würde ich zustimmen: überständiger Hasenröhrling. Man beachte auch das kräftige Rotbraun auf der unteren Stielhälfte.
Grüße, Jürgen
Hallo Pablo,
Tipp: eine langsporige und eine kurzsporige Kollektion mal stichprobenhaft sequenzieren lassen. Falls sie sich genetisch unterscheiden, kannst Du den kurzsporigen als Hortiboletus pseudobubalinus neu beschreiben. ![]()
Grüße, Jürgen
Hallo Pablo,
Ich hadere tatsächlich mit einigen Merkmalen, und finde auch immer mal wieder Pilze, die nicht so recht entweder zu engelii oder zu bubalinus passen wollen.
das stimmt. Es gibt immer wieder Kollektionen, die z.B. sowohl kräftig blauen als auch intensives Karottenrot in der Stielbasis aufweisen, so dass man sich im Feld nicht so ohne Weiteres auf eine der beiden Arten festlegen kann. Das ist ein weiterer Grund, wieso auch bei mir noch einige ältere bubalinus-Kollektionen unter dem Aggregat communis abgelegt sind und revidiert werden müssen. Da hilft fast nur noch Sequenzieren. Gelardi (2017a) räumt ausdrücklich ein, dass "the taxonomic circumscription of these species, in particular X. bubalinus and X. engelii, is sometimes very difficult, almost impossible without molecular data".
Grüße, Jürgen
Hallo Ingo,
schön dass H. bubalinus mittlerweile einigermaßen anerkannt ist. Ich kann mich noch an Beiträge von vor ca. 10 Jahren in unserem antiken Forum erinnern, wo der Unterschied zu H. engelii/communis in Frage gestellt wurde.
das Problem waren die Sporenmaße. Oolbekkink & Duin (1991) geben in der Erstbeschreibung für bubalinus einen mittleren Sporenquotienten von 2,7 +/- 0,2 an (maximale Streuung 2,2 - 3,4).
Weil aber praktisch alles, was an vermeintlichem bubalinus seither mikroskopiert wurde, einen Sporen-Q deutlich unter 2,5 aufwies und hierin mit communis/engelii übereinstimmte, wurden diese Aufsammlungen dieser (ohnehin sehr plastischen Art) zugeordnet.
Später dann hat man in der Literatur, soweit ich sehe beginnend bei Lannoy & Estades 2001, den Sporen-Q bei bubalinus stillschweigend auf 2,3 "korrigiert", ohne jedoch die Unstimmigkeit mit der Originalbeschreibung zu erklären. Ob der Holotypus von Oolbekkink & Duin diesbezüglich noch einmal überprüft wurde, sei es mikroskopisch, sei es molekularbiologisch, entzieht sich meiner Kenntnis.
Grüße, Jürgen
Hallo,
wirklich ein magnum opus, Respekt!
Nur eine vorsichtige Nachfrage: Bei Aureoboletus projectellus (S. 867) heißt es, die Art sei "in Italien schon eingebürgert" . Gibt es dazu eine Quelle?
Grüße, Jürgen![]()
Das dunkelhütige Dingens aus der ersten Kollektion macht auf mich auch einen komischen Eindruck. Ich habe da Zweifel, daß der zu den anderen (also den hellhütigeren, typischen) bubalinüssen gehört.
Hallo Pablo,
ich habe da nicht den geringsten Zweifel. Bubalinus gibt es sogar rothütig (!).
Viele Grüße, Jürgen
