Ist der zottelige Schwarze ein Russe?
Moin Rudi
Jawohl, unser schwarzer Russe Wotan
LG Harzi
Ist der zottelige Schwarze ein Russe?
Moin Rudi
Jawohl, unser schwarzer Russe Wotan
LG Harzi
Im Mai hat es uns dann in die Fränkische Schweiz verschlagen. Auch dort gab es wenig Pilze, aber die Landschaft war einmalig.
Das Bild strahlt Harmonie aus, jedoch gab es eine blutige Nase ![]()
Eine einzige Morchel konnten wir finden
im Salamandertal
im Klumoertal konnte ich diesen aquatisch Pyrenomyceten finden, alle Sporen hatten einen hellen Fleck.
Diesen habe ich nach Björn Wergen verschickt
Liebe Pilzfreunde
der April war recht mau, es gab nicht viel. Sicherlich noch Schäden vom trockenen Vorjahr.
Mit den Osnabrückern Pilzfreunden konnten wir doch noch einiges finden. Im Südharz auf den Sattelköpfen
und bei Ellrich machten wir einige schöne Fotos.
Auf den Holzlagerplätzen im Fichtenwald fand ich jede Menge Spitzmorcheln, die aber nicht unbedingt mein
Interesse geweckt hatten.
das sollte ein Falscher Mehltau sein, Peronospora valerianellae auf Feldsalat. Gefunden in Neustadt Südharz
und ein Tipp von Pilzmade in einem Wald hinter Sorge (Oberharz)
Gyromitra gigas und Gyromitra ancilis.
eine Sporormiella aus dem Oberharz (Claustal Zellerfeld) auf Rotwilddung.
Eins vor den wunderlichen Nüssen (Baum der Erkenntnuss?) - ist das Rutstroemia bolaris an Hainbuchenzweigen?
Moin Björn
vielen Dank. Bin ja gerade mal bis Ende März 2019 gekommen.
Ja bolaris an Hainbuche, finde ich jedes Jahr dort.
LG Harzi
Moin Moin, ja es ist wieder so weit.
Auch wenn es zumindest im Harz ein schlechtes Pilzjahr war, ist doch wieder
einiges zusammengekommen
noch ist es Winter
Octospora musci muralis, Zusendung von Cordula
Vielen Dank
Diploschistes muscorum vom Kalksteinbruch Rübeland
Lamprospora spec. Zusendung von Torsten Richter
Mycena meliigena Zusendung von Torsten Richter
Im Quedlinburger Trockengebiet herrschte im März gähnende Leere
Anfang März auf dem Münchenberg
Unbekannte Nüsse im März (Osterode Südharz)
LG Harzi
ja, die sporenmaße wirken nicht sonderlich überzeugend. die schwache jodreaktion hingegen schon, auch das braune ("brunatre") medullare exzipulum. aber besonders auffällig ist bei den gezeigten funden: auf keinem der zahlreichen standortfotos der unterschiedlichsten kollektionen ist ein gelber becher zu sehen, nicht mal bei den ganz jungen apos! die dunkeln alle sofort ein wegen der veränderung der paraphysen. selbst in den neuen eher gelblich gefärbten mikros sieht man schon wieder wie die oberste schicht/paraphysenspitzen eindunkeln. wenn diese verfärbungen also auf so vielen unters. aufsammlungen zu beobachten sind (und das hier keine misch-kollektionen unterschiedlicher arten sind. kann man das eigentlich ausschließen?), ist das kein zufall, sondern ein art-spezifisches merkmal!! somit würde für mich p. buxea ausscheiden. und ascobolus furfuraceus wird es ja auch nicht sein ... scherz. aber irgendwann platzt der knoten, alles braucht seine zeit ...
Moin Moin
das ist ja eine sehr spannende Unterhaltung geworden. Vielen Dank !
Zum Vergleich noch Peziza buxea (Zusendung 2012 von Torsten Richter)
schon mikroskopisch deutlich verschieden. LG Harzi
Sporen 18,9-20,1-20,5 x 9,1-9,8-10,7µm
Nun, neben Wolfgang Huth haben auch Matthias Reul und Torsten Richter die Art ausführlich dokumentiert.
Ich habe da bereits ein paar großartige Fotos gesehen.
Lieber Noni
hab ich da was verpasst? Ich hab noch keine Bilder gesehen von den drei Spezialisten
LG Harzi
Alles anzeigenhallo zusammen! habe mich gerade mal angemeldet (und ewigkeiten gebraucht, um die richtige rubrik zu finden ;-). ich glaube, es könnte sich bei harzis tollem becher um diese, erst 2012 beschriebene peziza handeln: p. simplex. siehe arbeit im anhang und auch folgender ascofrance-link (am besten ganz ans ende scrollen):
Petite pézize - Forum ASCOFrance
schaut doch mal drauf!
viele gute grüße
dirk
Lieber Dirk
herzlich willkommen und nochmal besten Dank für die Datei.
LG Harzi
Alles anzeigenLieber Hartmut, dass ist eine Arte der Gattung Pachyella. Die Nachbargattung Psilopeziza ist immer J- und hat nicht diese diffuse Jodreaktion. Das schreibt Häffner zu Pachyella:
An nassen Standorten auf Holz, Erde vorkommend, zumindest reif scheibig aufliegend; mit diffuser Jodreaktion
(Ascuswand weit hinab blauend) oder frisch J+ und getrocknet meist J-; Haarhyphen stets vorhanden: vereinzelt,
als Textura porrecta oder in einer Palisade; meist stark gelifIziert; Excipulum geschichtet mit unterschiedlichen
Texturen; Asci apo- oder normal pleurorhynch, Sporen überwiegend 2-guttulat, Paraphysenspitzen
regelmäßig.
Auch deine Beschreibung der Apothecienform (Münzbecherlinge) passt auf die Gattung. Allerdings gibt es keine so kleinsporige Art. Wird was neues sein.
Gruß Peter
Hallo Peter
besten Dank.
Ja bereits 2011 hatte man im PP schon auf die Gattung Pachyella hingewiesen, aber ich fand damals nichts passendes.
Jürgen Häffner hat freundlicherwise meine Kollektion von, 21.09.2010 untersucht:
nicht bestimmbar (?Psilopezia cf nummularia(/nummularialis))) D, NSG Gegensteine. Leg./det. Hartmut Schubert (ut.Asco spec./Peziza? spec.; Fach 080; J-). Rev./det JH (Skizzen, Fotos JH). Fehlende Sporenreife!
LG Hartmut
Alles anzeigenHallo Harzi,
Dein Braunsporer oben sieht mir etwas nach Galerina aus.
Die Sporen scheinen mir eine Plage zu haben (obwohl ziemlich dunkel) , es gibt auch Galerinas mit solchen Sporengrößen und solchen Cheilozystiden.
Allerdings fällt mir da gerade keine rundum passende Art ein.
Gruß
Norbert
EDIT : nehm ich wieder zurück , hab meinen Galerina-Ordner die Mikros durchgeschaut , passt nichts.
Hallo Norbert
ja das ist schon ein rätselhafter Pilz. An Galerina hab ich noch nicht gedacht,
LG Harzi
Alles anzeigenDa sag ich auch mal Danke!
Hier vielleicht noch was: Bryophyten Ellis en Ellis 1988 duits.pdf
LG, Chris
PS. Der vermeintliche Helmling sieht mir nach was anderem aus.
Hallo Chris
auch dir vielen Dank für den Link. LG Harzi
Alles anzeigenLieber Harzi,
schöne Bilder von der Warnstedter Sandgrube zeigst Du wieder. Da werden gleich Erinnerungen wach!
Sieht tatsächlich nach einem Pyreno aus.
Peter Döbbeler beschäftigt sich seit den 1970ern mit Pyrenomyceten an Moosen.
Sein wohl wichtigstes Werk stammt von 1978 und heißt bezeichnenderweise:
"Moosbewohnende Ascomyceten 1. Die pyrenocarpen, den Gametophyten besiedelnden Arten"
Geballtes Wissen auf 360 Seiten!
Ich habe das gerade in meinen Webspace geladen, von wo Du es Dir bei Interesse runterziehen kannst.
Vielleicht hilft es Dir ja bei der Bestimmung weiter.
Liebe Grüße vom Nobi
Lieber Nobi
icg danke dir vielmals. Das ist ja der Hammer, so viel Pyrenos gibts auf Moos.
Ich glaube ich höre auf mit Pilzen ![]()
Alles anzeigenMoinMoin!
Tja, der helle Dunkelsporer ist schon sehr makaber.
Der Keimporus ist ja riesig (was auch schon galerina ausschließen dürfte, oder?). Ob's da vielleicht bei Psilocybe s.l. was Vergleichbares geben könnte?
Im Beitrag 4, nach Arrhenia rickenii: Könnten das nicht auch blass ausgefallene Gamundia striatula sein?
LG; Pablo.
Moin Pablo
es ist schon eine Mycena, hab aber nur kurz reingeschaut, keine Zeit. Längliche und glatte, für Gamundia untypische Sporen
LG Harzi
Hallo Harzi,
stell den Fund doch mal auf Ascofrance rein. Vielleicht hast du Glück und jemand kennt den Pilz oder will ihn sequenzieren lassen.
VG : Thorben
Vielen Dank Thorben. Torsten Richter will vermutlich den Becherling sequenzieren lassen.
Mit Ascofrance komme ich nicht so richtig klar, außerdem sind meine Sprachkenntnisse recht bescheiden.
LG Harzi
Liebe Pilzfreunde
gestern konnte ich auf den Gegensteinen (Quedlinburger Trockengebiet) wieder den Becherling finden,
der mir seit 10 Jahren seinen Namen nicht verrät. Ich hatte diesen schon mehrfach im PilzePilze Forum
gezeigt, Jürgen Häffner konnte ihn anhand des Trockenbelegs auch nicht bestimmen (hatte ihm den Fund
von 2011 geschickt). Auch zur Dünenpilztagung 2019 wurde er auf den Ochsenkopf gefunden, er war aber
noch nicht reif genug, jedenfalls hatten meine mitgenommenen Exemplar keine Sporen ausgebildet.
Nun gestern wohl recht reife Fruchtkörper.
Ich bin mir sicher, dass die chronologische Aufreihung alles die selbe Art darstellt. In Schnitt sind die Becherlinge
immer typisch hell gefärbt, und in LUGOL färbt sich die Ascusspitze nicht blau, nur die Schläuche färben
sich leicht blau. Daher bin ich der Meinung, dass man diesen Pilz nicht in der Gattung Peziza suchen muss.
Ebenso auffällig ist, sie bilden flach linsenförmige und nicht becherförmige Fruchtkörper.
Fund vom 17.09.2010 NSG Heidberge (Aufnahme in LUGOL
Fund vom 21.09.2010 NSG Gebensteine (Aufnahme in LUGOL)
Fund vom 12.11.2011 Ochsenkopf
Fund vom 12.11.2011 Ochsenkopf (Aufnahme in LUGOL)
Fund vom 12.11.2011 Ochsenkopf (Aufnahme in Wasser)
Fund vom 29.10.2019 Ochsenkopf
leg. Torsten Richter? - den haben mehrere mitgenommen
Fund vom 30.11.2019 NSG Gegensteine
mit aktuellen Mikros:
Fruchtkörperschnitt
Paraphysen
Aufnahme in Wasser
Aufnahme in LUGOL
nun, die recht reifen Fruchtkörper zeigen eine deutliche Reaktion, jedoch nicht an den Ascusspitzen
Sporen glatt, recht dickwandig
19,4-20,3-21,3µm x 12,1-12,8-13,5µm
Apothecien flach ausgebreitet, im Schnitt olivgelblich, Unterseite leicht gestielt
Vielleicht bekommt er noch einen Namen. Die letzten Rester von gestern habe ich getrocknet.
LG Harzi
ich weiß nicht, was mich geritten hat, diesen Hutpilz mitzunehmen. Irgendwie fand ich ihn interessant
Mycena oder so ein Zeug, da war ich mir sicher. Wollte mal schauen, wie die Cheilos aussehen
Ok Cheilos schonmal getroffen. Aber dummerweise hab ich meine Pilzette nicht saubergemacht.
Lauter braune Sporen! Kann nicht sein. Pinzetten und alles gesäubert und wieder unters Mikro.
Mist, immer noch lauter braune Sporen! Wo kommen die denn her??
Also gleich mal ein Blick unterm Stereomikroskop
AHA ! ein Braunsporer also! Bin fast vom Glauben abgefallen!
und was für fette Dinger!
Sporen 16,1-16,9-18,1 x 7,8-8,4-9,9 µm
und die HDS auch noch aus kugeligen Zellen
Bei Psathyrella wurde ich im Ludwig und Gröger nicht fündig.
Ich hab keine Ahnung, was das ist. Hab den Pilz schonmal getrocknet
LG Harzi
Liebe Pilzfreunde
die Sandgrube bei Warnstedt habe ich nun in den letzten Tagen mehrmals aufgesucht, und immer gibt es was zu entdecken
unterm Stereomikroskop fand ich zum Beispiel diese winzigen schwarzen Punkte im Moos, und ich dachte mir,
die Samen kannst du dir ja mal anschauen
Entschuldigung, mehr gibt meine Fototechnik nicht her.
ich wusste nicht, dass es bryophile Pyrenomyceten gibt. Jedenfalls glaube ich, dass ich sowas gefunden habe.
Die Probe liegt jedenfalls noch im Kühlschrank. Vielleicht ist es auch was häufiges, finden nur sehr wenige.
Für Hinweise bin ich dankbar
LG Harzi
Alles anzeigenHabe den Bericht der Nachexkursion soeben erst entdeckt, Harzi!
Großartige Aufnahmen des Ascobolus; denn hätte ich zu unserer Tagung auch gern gefunden.
Ich fand den vor über 30 Jahren letztmalig im feuchten Uferbereich einer mit Wasser gefüllten Tongrube.
Heue steht da eine Tankstelle und der Ascobulus behnitziensis ist wohl aktuell aus Sachsen verschwunden.
Liebe Grüße
Nobi
Vielen Dank Nobi. Ascobolus behnitziensis konnte ich in den letzten Jahren immer mal finden
LG Harzi
Alles anzeigenHallo Hartmut,
mache ich gerne.
Kannst Du erklären warum diese zwei Pilze? Würde mich einfach interessieren, denn die sehen für mich jetzt nicht wesentlich anders aus als die anderen.
Liebe Grüße
Maria
Liebe Maria
bei den anderen Bildern glaube ich Tulostoma brumale zu erkenne, bei diesen zwei bin ich mir nicht sicher. Natürlich kannst du auch alle Kollektionen schicken, aber
du meinest ja, ich soll mir zwei aussuchen.
LH Hartmut
Liebe Maria
von Pilz 4 und Pilz 6 könntest du mir einen schicken, das wäre lieb. LG Harzi
Alles anzeigenBon Soir Mesdames et Mesieurs!
Danke für den Hinweis zu den Stielschüppchen, Wolfgang!
50 Arten? Nun bin ich baff, Peter.
Ui, und ich muss dringend mal bei Harzi (und dir dann wohl auch) nachfragen, was aus der hübschen Tulostoma geworden ist, die Eike und ich mal >bei Mannheim eingesammelt haben<.
Wurde bei der Untersuchung (erwähnte Arbeit von Mikael Jeppsen) nur die ITS berücksichtigt oder auch andere Loci? Weil eventuell könnte da ja auch ein "Delica - Problem" vorliegen. Also
auf eine einzelne Art, die innerhalb der ITS recht stark variiert.
LG, Pablo.
Moin Pablo
ich erinnere mich. Die Aufsammlung liegt auf alle Fälle in der Kiste. WIr haben diesbezüglich eine kleine mykologische Pause eingelegt, aber es geht nichts verloren. Auf alle Fälle muss diese Aufsammlung sequenziert werden. LG Harzi
Hallo Maria, auf Fb hatte ich den Link zu diesem Thread hier zunächst gar nicht gesehen und deshalb um mehr Bilder gebeten. Ich denke, dass hier jetzt Bilder zweier verschiedener Arten - u. a. auch brumale -zu sehen sind. Mikael Jeppsen, der bekannte schwedische Gasteromyceten-Spezialist hatte in seiner letzten Arbeit zu Tulostoma allein 5 neue Arten beschrieben und weitere 19! unbeschriebene Arten analysiert, denen aber, weil es jeweils nur ungenügendes Material gab, noch keinen gültigen Namen gegeben. Die allermeisten davon waren übrigens als "cf. brumale" aufgesammelt worden. Wenn man in deutschsprachige bebilderte Pilzbücher schaut, unterliegt man sehr schnell dem Trugschluss, man müsse sich nur zwischen 4-7 verschiedenen Artnamen bei einer Bestimmung entscheiden. Tatsächlich gibt es aber mit den o. g. noch unbeschriebenen - aber gensequenztechnisch bereits charakterisierten Arten - deutlich mehr als 50 Arten in Europa und die allermeisten werden wohl auch in D vorkommen und hier ein unerkanntes Dasein leben weil vorschnell ein Name ins Feld gerufen wird. Die hier ins Spiel gebrachte T. squamosum kann ich auf keinem der Bilder erkennen. T. brumale meine ich auf einigen Bildern zu sehen. Aber die allermeisten Bilder kann ich keiner der bislang aus Deutschland bekannten Arten zuordnen, deshalb wäre es wirklich schön, Du würdest Hartmut mal ein größeres Konvulut einer Aufsammlung zusenden. Wir würden dann schauen wollen. Aber ich sag´s lieber gleich: Ein schnelles Ergebnis ist wenig wahrscheinlich. Beste Grüße - Peter Specht
Moin Peter, schön dass du da bist. LG Harzi
vermutlich ist es Tulostoma brumale var. pallidum. Ich schau mir die Pilze gerne an. LG Harzi
Alles anzeigenDanke fürs Verlinken zu dem Beitrag, Maria!
So konnte ich wenigstens etwas von der Tagungsluft schnuppern.
Gern wäre ich mit von der Partie gewesen, zumal ich seit 1996 Mitglied der BMG bin.
Nun hatte sich der Termin leider mit der DD-Tagung überschnitten.
Nun, vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr.
Liebe Grüße
Nobi
Lieber Nobi, ich war fast auf beiden Tagungen. Die Lamprospora hab ich noch kurz vor Beginn der Bayerischen Tagung ausgegraben. Und Stöckchen reingesteckt. Zum Glück konnten sie die wiederfinden. Montag sind wir dann abgereist zur DD Tagung. LG Harzi
