Beiträge von huehnchen69

    Lieber Christoph,


    tausend Dank für diese spannenden Ausführungen und den Link zum Paper, das ich mir mit etwas Zeit mal zu Gemüte führen werde.


    Der Hinweis darauf, dass Galerina badipes wie Galerina marginata aussieht und kein Amatoxin enthält, löst möglicherweise ein langjähriges Rätsel von mir.


    Ich hatte in 2018 im Nachbarforum einen Beitrag gepostet, weil ich total verwirrt war, weil bei einigen Pilzen, die für mich eindeutig Gifthäublinge waren, der Salzsäure-Zeitungs-Test negativ ausfiel. Davor war der immer positiv gewesen, und dass Zeitung und Säure grundsätzlich noch funktionieren hatte ich auch verifiziert.


    Dass es zwar Häublings-Arten ohne Amanitin gibt, wusste ich schon, aber dass es welche gibt, die man mit dem Gifthäubling verwechseln kann, und auf die das zutrifft, wusste ich nicht, und es hat auch niemand eine Antwort mit dieser Information beigesteuert.


    Leider hatte ich damals nur ein total räudiges Foto, weil ich nicht mit Problemen bei der Bestimmung gerechnet hatte, sondern die Pilze für den Test schon auseinandergepflückt hatte, die Ringe sind schon teilweise abgegrabbelt, weil ich in solchen Fällen normalerweise mit dem Fingernagel abtrenne, usw.


    Aber vielleicht kann man anhand des Fotos trotzdem erkennen, ob Galerina badipes für diese Exemplare plausibel ist, sie wuchsen auf einem Fichtenstumpf:



    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo zusammen,


    mir geht es da eher wie Steffen als wie Uwe. Süßen Rotwein habe ich noch nie getrunken, mag lieber herbes Bier oder andere bittere Getränke, mag keine Schokolade und auch sonst eher Essig-Salz-Chips als Süßes (Kuchen allerdings schon, kriege ich aber viel zu selten, denn ich kann nicht backen).


    Trotzdem bin ich Zecken-Lieblingsspeise.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Achim,

    Der Lamellenansatz und fehlende Kragen würde für meinen Laienblick eher z. B. zu Tubaria furfuracea passen, als zu Galerina marginata.

    Das stimmt, G. marginata hätte einen Ring, den ich bei deinem Exemplar nicht sehe.


    Aber selbst 123pilze spuckt etwa 10 Galerinas auf Holz ohne Ring aus. So kleine braune Pilze sind oft einfach schwer bis unmöglich nur anhand von Fotos zu bestimmen (und zumindest ich kenne mich zu wenig damit aus um sagen zu können, ob diese Exemplare zufälligerweise anhand eines charakteristischen Merkmals eine Ausnahme bilden).


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Thorben,


    Mycena diosma habe ich selber erst einmal gefunden (zumindest gab es auf meine Bestimmung hier im Forum hin keine Einwände, sondern nur Zustimmung, siehe hier: Das war eine Überraschung! - Pilzbestimmung u. Bestimmungshilfe - Pilzforum.eu), und unsere Datensätze scheinen keine nennenswerte Schnittmenge zu haben: Du hast die Mikro-Daten, ich den Geruch ;)


    Ohne zu wissen, ob deiner nach Rettich roch, oder nach etwas anderem, würde ich mich nicht aus dem Fenster lehnen und etwas mutmaßen, aber das liegt auch daran, dass ich schlicht nicht weiß, wie er sich ansonsten vom Gemeinen Rettichhelmling unterscheidet.


    Bestimmt gibt es hier jemanden mit mehr Ahnung zu dem Thema.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Martin,

    huehnchen69 - Artmerkmale einfach auswendig zu lernen, bringt mittelfristig wenig, weil man die Details schnell wieder vergißt. Ich hab meine Erfahrungen mit Auswendiglernen, z. B. aus dem Präparierkurs von Professor Schiebler, einst Anatom in Würzburg. Das ist kein ökonomischer Wissenserwerb. Zu Deinen anderen Punkten schreib ich noch was, später.

    Vielen Dank für deine Antwort. Ich glaube, ich weiß jetzt, wo das Missverständnis liegt.

    Und ohne dir zu nahe treten zu wollen: Ich glaube, das kann nur jemandem passieren, der - wie du anscheinend - ausgiebige Erfahrungen im Auswendiglernen hat.


    Es scheint, dass du annimmst, dass das Tool dazu dienen soll, Leuten von 0 auf 100 Wissen über Pilze einzutrichtern. (In dem Licht würde zumindest die Bemerkung mit den Fotos ein wenig Sinn ergeben. Nur "ein wenig", weil ich denke, dass man das, was es für die PSV-Prüfung braucht, keinesfalls nur theoretisch erlernen kann, egal ob mit oder ohne Fotos)


    Aber diese Annahme ist natürlich Quatsch, wie du ja selber gemerkt hast.


    Das Tool dient dazu, das Wissen, das Leute in (überwiegend jahrelanger) Beschäftigung mit Pilzen in der Praxis erworben haben, so abzufragen, wie das bei der PSV-Prüfung der DGfM erfolgt, nämlich anhand von deren Fragenkatalog.


    Klar ist da auch mal etwas dabei, das man schon wieder vergessen hatte oder noch nie wusste, und insbesondere in Bezug auf Details der Vergiftungssyndrome, Gesetzgebung in Bezug auf Pilzesammeln, usw., ist bestimmt auch einiges dabei, das man sich überhaupt erst im Hinblick auf die Prüfung aneignet.


    Aber als alleiniges Werkzeug zum Erlernen der Inhalte, die in der Prüfung abgefragt werden, ist es nicht gedacht.


    Und für den Zweck, für den es gedacht ist, ist es echt super und macht Spaß.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Martin,

    Ich fürcht aber, dassich recht habe.......

    Womit? Dass deine Katze eine Extramaus braucht?

    Naja, wer lernt schon Artmerkmale auswendig -en detail.

    Haufenweise PSV und andere Pilzinteressierte - weil das einfach sinnvoll ist, zumindest bei relevanten Arten und Gattungen. Und praktisch nur die kommen in den Prüfungsfragen vor.

    Fotos wären da bestimmt besser.

    Für was?


    Wenn ich Pilzfotos anschauen will, blättere ich durch meine Pilzbücher oder durchs Internet.


    Auch wenn in meinen Augen bei deinem Posting gar keine Aussage dabei war, bei der es überhaupt sinnvoll wäre, darüber zu sinnieren, ob du "recht hast" oder nicht - abgesehen natürlich von der hier:

    Ein wirklich bemerkenswertes Engagement.

    (und da hast du recht!)


    bin ich ja doch gespannt, was denn die Aussage ist, bei der du selbst der Meinung bist, du hättest recht.


    Beste Grüße

    Sabine

    Interessant. Das kenne ich in dieser Art eigentlich nur von der BMG. Von der DGfM war ich auch schon Prüfungs-Beisitzer. Nur gab es da sogar die Direktive, die Pilze NICHT zu manipulieren. Auch in meiner PSV-Prüfung waren keine veränderten Pilze dabei.

    In meiner ersten PSV-Prüfung (bei der ich durchgefallen bin) war ein Stück von einem Knolli-Stiel im Korb. Das war nicht der Grund für mein Durchfallen, aber ein paar andere Prüflinge hat es wohl erwischt.


    Das war allerdings schon 2003. Keine Ahnung, ob danach die Vorgaben geändert wurden. Bzgl. meiner bestandenen Prüfung kann ich mich zumindest nicht konkret an Pilz-Teile erinnern.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Benjamin,


    das finde ich einen spannenden Gedanken, habe aber zu wenig eigene Erfahrung mit dem notfalldiagnostischen Mikroskopieren. Das war bisher noch nicht nötig.


    Im Kurs wurde gelehrt, die Speisereste usw. auszuwaschen und die Stücke zu mikroskopieren, und ich war die einzige, die auch mal was von der Spülflüssigkeit unters Mikroskop gelegt hat. Mir schien, das ist keine gängige Vorgehensweise (vielleicht weil man da tatsächlich alles Mögliche findet, das ohne zugehöriges Stück tatsächlich alles Mögliche sein kann). Wie gut und in welchem Ausmaß sich solche "Geistersporen" dann an die fremden Stücke anheften würden und ob man die dann in einem Umfang entdecken würde, dass man sagen würde: Ja holla! - keine Ahnung. Ich glaube, das probiere ich im Herbst mal aus.


    Aber hier gibt es ja Leute, die das besser wissen, vielleicht mag von denen jemand was dazu sagen.


    Beste Grüße

    Sabine

    Liebe Claudia,


    dass das mit den pädagogischen Erwägungen gut zieht, kann ich mir höchstens für einen überschaubaren Personenkreis vorstellen.


    Denn den Leuten ihre Pilze wegnehmen darf ich ja eh nicht. Selbst wenn ich also sage: "Den prächtigen Steinpilz kann ich dir nicht freigeben, weil der neben dem Kahlen Krempling gelegen hat", werden mir die Leute, die den selber kennen und deshalb mitgenommen haben, was husten, und den natürlich trotzdem mitnehmen und essen - Freigabe hin oder her.


    Da versuche ich als Beraterin doch eher mit Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit zu punkten und Vertrauen herzustellen, als dass ich Leuten empfehle, ihre schönen Speisepilze zu entsorgen, aus windigen Gründen, hinter denen ich selber nicht stehe.


    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo zusammen,

    Wenn sich Fragmente / Hüte von vermeintlichen Stockschwämmchen im Korb befinden, die sich aber aufgrund des fehlenden Stieles nicht mehr zuordnen lassen, dann macht das schon Sinn, den Korb zu verwerfen. Vom Gifthäubling reichen schon sehr geringe Mengen für einen dauerhaften Leberschaden!

    Ich persönlich differenziere da.


    Ich würde die restlichen vermeintlichen Stockschwämmchen, die noch die Stiele haben, vermutlich nicht freigeben, und auch nicht irgendwelchen Schlonz mit klebrigen Hüten, wo sich Kleinzeug vielleicht anhaften könnte.


    Aber weshalb ich den hypothetischen Steinpilz, dem man gut ansehen kann, ob da ein nennenswertes Stück Fremdpilz dranhängt, nicht freigeben sollte, hat sich mir noch nie erschlossen (und das kommuniziere ich gegenüber Prüfer*innen auch so - weiß aber nicht mehr, ob das in der Prüfung auch Thema war, und wenn man sicher gehen möchte, nicht wegen solcher Diskussionen durchzufallen, ist das vielleicht auch nicht schlau - aber ich bin bei sowas eher stur als schlau).


    Natürlich empfehle ich bei Pilzwanderungen trotzdem immer, fremde Pilze getrennt von den bekannten Speisepilzen zu transportieren.


    Wie das mit den "sehr geringen Mengen" ist, stelle ich auch so ein bisschen in Frage. Beim Verhältnis von Giftgehalt von Gifthäubling vs. Grüner Knolli gibt es schwankende Aussagen (mal soll der eine eine höhere Konzentration haben, mal der andere), aber meines Wissens ist nirgends die Rede davon, dass der Gifthäubling z. B. 10x so konzentriertes Gift hat.


    Bei einem Giftnotruf-Fall letztes Jahr hat einer, der glaubte, ein Daumensegment-großes Stück Knolli roh gegessen zu haben, vom Giftnotruf gesagt bekommen, dass das nicht behandlungsbedürftig sei (es war ein erwachsener großgewachsener gesunder Mann - bei einem Kind oder einer Person mit Vorerkrankung wäre das vielleicht noch mal was anderes gewesen).


    Dementsprechend würde ich erwarten, dass ein Stück Gifthäubling, das so klein ist, dass ich es auf einem Steinpilz, den ich extra daraufhin kontrolliere, übersehen kann, nicht zu einem Leberschaden führen würde.


    Beste Grüße

    Sabine

    Oh wie zauberhaft! Vielen Dank fürs Mitnehmen!


    Das Foto von den Seidelbast-Blüten gefällt mir besonders gut.


    Aber wieso finden eigentlich gefühlt ALLE außer mir rote Becherlinge? :gmotz:


    Ich will auch!


    Beste Grüße

    Sabine

    DGfM wurde nicht als Wortmarke geschützt, sondern nur das Logo "/// [Pilz]DGfM" als Bildmarke. Für PSV galt beides, weil es wohl so ein tolles Bild ergibt mit den 3 Buchstaben.

    Lieber Stefan,


    das Markenregister des DPMA sagt was anderes, nämlich das, was ich oben schrieb.


    Das hier ist alle Marken, die für die Deutsche Gesellschaft für Mykologie im Register eingetragen sind:


    Beste Grüße

    Sabine

    als Marke wurde 2011 vom damaligen Präsidenten das Bildlogo DGfM mit den 3 Strichen links, der Begriff PSV und das Bild(marke) PSV eingetragen.

    Kleine Korrektur (nicht, dass es darauf irgendwie ankäme bei ohnehin erloschenen Marken): Anstelle der Wort-/Bildmarke PSV die Wortmarke DGfM.


    Beste Grüße

    Sabine

    nachdem die ganzen Bezeichnungen "Pilzführer", "Pilzberater", "Pilzsachverständiger" usw. nicht geschützt sind, darf sich jedermann so nennen - ohne irgendeinen Nachweis. (Den PSVDGfM gibt es anscheinend nicht mehr.)

    Da schau her - so ähnlich war auch mein Kenntnisstand. Außer, dass ich dachte, dass zumindest PSVDGfM und PSVBMG geschützte Bezeichnungen seien (was sie anscheinend nicht sind), und vom "Aufgeben" des hochgestellten DGfM hatte ich noch nichts mitbekommen.


    Um so größer meine Überraschung: zwischen dem 03.11.2011 und dem 01.12.2021 hielt die DGfM die Wortmarke "PSV" :gkrass: (für die sich aufdrängenden Waren/Dienstleistungen:
    Bücher, Schriften [Veröffentlichungen], Zeitschriften, Öffentlichkeitsarbeit [Public relations], organisatorische Beratung, Ausbildung, Aus- und Fortbildungs- sowie Erziehungsberatung, Organisation und Veranstaltung von Kongressen, Veranstaltung und Durchführung von Workshops [Ausbildung])


    Sieht so aus, als wäre die erst aufgegeben worden, als nach 10 Jahren neue Zahlungen nötig gewesen wären.


    In einem ähnlichen Zeitraum "lebte" die Marke DGfM.


    Zum eigentlichen Thema: Mich hatten vor Jahren auch mal die von Wildschytz kontaktiert, und ich hatte mit denen gesprochen. Ich dachte, wenn es über andere Kanäle als die üblichen gelingt, Pilzinteressierte zu gewinnen, wäre das eine feine Sache. Habe dann aber festgestellt, dass ich dafür eh keine Zeit habe, keinen Bock habe, mich um Betretungsgenehmigungen zu kümmern, die spätestens bei gewerblichen Veranstaltungen angesagt wären, und mir die Preisgestaltung auch nicht so zusagte. Ich denke, manche der Pilzwanderungen werden von PSV-DGfM durchgeführt (in Augsburg beispielsweise), und die sind dann bestimmt auch ordentlich.


    Über den Kurs weiß ich nichts. Aber in Zeiten, wo Kurse bei den "üblichen Verdächtigen" häufig schneller ausgebucht sind, als man gucken kann, und/oder für Leute aus manchen Regionen ganz schön weit weg sind, ist das vielleicht für mache attraktiv. Mich hätte zumindest der Preis abgeschreckt, und ich stelle es mir schwierig vor, mir die Artenkenntnis innerhalb eines einzigen Jahres zu erarbeiten, wo doch die Zeit mit "Live-Pilzen" der verschiedenen Gattungen meistens relativ kurz ist und vielleicht in manchen Jahren auch mal ganz ausfällt.


    Beste Grüße

    Sabine