Ja, B. reticulatus kann ausnahmsweise einen recht dunklen Hut haben
Ausnahmsweise würde ich nicht sagen. Ich habe hier einige sehr sonnige Standorte und da werden die Sommersteinpilze durchgehend sehr dunkel - auch am Stiel. Dass es wirklich Sommersteinpilze sind, kann ich bei einigen Stellen deshalb sicher sagen, weil sich dort nie ein offensichtlicher Bronzeröhrling gezeigt hat.
An zwei sonnigen Standorten kommen sie hingegen gemischt vor und die Fruchtkörper können dort tatsächlich durcheinander an derselben Stelle auftauchen. Und genau dann wird die Unterscheidung mitunter schwer, wenn die Bronzeröhrlinge nicht gerade die ganz typische Färbung mit deutlichen schwarzen Tönen zeigen. Gerade gegen Ende August tendieren beide Arten hier zum zeitgleichen Schub.
Deine Fotos zeigen ja noch sehr eindeutige Exemplare. Der Bronzeröhrling kann aber durchaus noch heller ausfallen und besonders bei fleckig gemusterten Exemplaren wird es dann schwer. Besonders, wenn man bei schon tiefer stehender Sonne gesammelt hat, erlebt man dann mitunter eine böse Überraschung im Korb, wenn man aus dem Wald spaziert und mehr Licht hat.
Dass die Röhrenfarbe bei den Bronzeröhrlingen länger hell bleibt, kann ich nicht bestätigen. Das mag Habitats- und Witterungsabhängig sein. Ich kenne nur eine dunklere Röhrenfärbung im Alter. Der Sommersteinpilz entwickelt das typische Olivgrün, während sich beim Bronzeröhrling ein schwärzlicher Ton mit reinmischt.
Hier mal drei Bilder, eines davon zeigt den heller geratenen Bronzeröhrling - welches?
1) 
2) 
3) 
LG Christopher