Beiträge von Shroom!

    Stadtpark-Austern an der Kastanie haben geliefert. Sind ja doch normale Taubenblaue. Verrückt, letztes Jahr waren sie dunkelbraun mit Grünstich. Die Traube habe ich mir gegönnt, in luftiger Höhe hängen noch weitere zum Aussporen.


    Und im Holunder-Steinbruch gab es noch prächtigste Judasohren für den Vorrat:


    Die ersten Samtfußrüblinge wurden auch gesichtet, die typischen Miniatur-Exemplare die man am Holunder gerne mal findet. Da wird demnächst mal eine Tour durch die Donau-Auen fällig sein.


    LG Christopher

    Geiger-Müller-Zähler haben wir in der Schule

    Damit lässt sich keine Strahlung in Pilzen nachweisen, schon gar nicht die Belastung, denn ein Geigerzähler kann nur das Vorhandensein und die Intensität von Strahlung bestimmen. Die Konzentration ist viel zu gering. Die Belastung ist heutzutage eh nur noch punktuell relativ hoch, da Caesium-137 ja ein relativ kurze Halbwertszeit hat. Sogar Semmelstoppel und Maronen sind mittlerweile oftmals unter dem Grenzwert für Speisepilze und nur vereinzelt mal mehr mal weniger heftige Ausreißer, das zeigen ja die analysierten Proben vom BfS immer wieder. Semmelstoppel ist noch am kritischsten, aber auch nicht mehr so schlimm, dass man da vom Verzehr in den belasteten Regionen komplett abraten muss.


    LG Christopher

    Heute wurde der Rest der gefrorenen Reizker verarbeitet. Reizker-Shrimps-Pasta, ein Gedicht!
    https://www.derstandard.at/sto…a-mit-reizker-und-shrimps


    Habe das Rezept aber etwas abgewandelt und die Reizker zuerst gebraten bis sie richtig schön dunkel mit knusprigen Stellen waren.

    Kann man nur empfehlen, auch wenn man skeptisch ist, ob Pilze und Meeresfrüchte harmonieren. Der Geschmack von gerösteten Reizkern passt extrem gut zu den Shrimps. Könnte mir auch vorstellen eine Paella mit Reizkern zuzubereiten. Vielleicht wird das nächste Saison mal getestet.


    LG Christopher

    Das liegt tatsächlich am 5-G Netz

    Schmarrn. mmWave wird bei uns noch überhaupt nicht eingesetzt. Hierzulande läuft 5G weitgehend auf den LTE Frequenzen. Hinzu kommt, dass mmWave eine lächerliche Reichweite hat. Das Signal wird bei der genutzten Sendeleistung schon von Laub oder Regentropfen unterbrochen. Es ist völlig unmöglich damit Wettersatelliten oder Sonstwas zu stören, wenn alles normgerecht läuft. Steht im übrigen auch in der Antwort auf die Drucksache.


    LG Christopher

    Gerard Herbsttrompeten wollen am liebsten reine Kalkbuchenwälder mit alten Bäumen und dazwischen Jungbäumen, relativ lichte Stellen wo reichlich Regen aber auch Sonne hinkommt, wenig bis kein Unkraut, Grasinseln sind hingegen sehr beliebt. Ich hänge dir mal ein paar Bilder an, wo du im Hintergrund das Habitat vom Satellitenbild sehen kannst. Die ganzen schwarzen Flecken die man am Boden erahnen kann sind Herbsttrompeten. Da ist praktisch alles zugewuchert an den Stellen.


    LG Christopher

    Und Mönchsköpfe gibt es bei uns einfach sehr selten, es war der zweite Fund überhaupt.

    Glaube ich nicht. Du schaust wahrscheinlich nur an den falschen Stellen oder bist zu langsam. Die machen oftmals nur einen Schub im Jahr, dann ist die Show nach ein bis zwei Wochen wieder vorbei. Wenn man das verpasst, hat man halt Pech gehabt. Am häufigsten und zahlreichsten kommen sie bei mir in Fichtenwäldern vor, gerne an oder in der Nähe der Stellen, wo ich im Frühling Maipilze finde. In Laubwäldern finde ich sie weniger oft und meist nur in kleinen Mengen.


    LG Christopher

    Habe jetzt mal die gefrorenen Lachsreizker vorab getestet, weil's mir keine Ruhe gelassen hat.

    Die Geruchsveränderung kann ich bestätigen. Säuerlich-Fruchtig, erinnert mich an Goldröhrlinge.

    Beim Braten ist das aber vollständig verschwunden, als sie Röstaromen bekommen haben, stellte sich der typische Reizker-Geruch ein.

    Habe sie wie immer gebraten bis sie schwarze Ränder bekommen haben. Geschmack unauffällig, lecker wie frisch gesammelt. Konsistenz ist natürlich etwas weicher, aber das war ja zu erwarten. Eklig ist da jedenfalls nichts geworden. Jetzt bin ich erleichtert.


    LG Christopher

    Das beste Merkmal vom Mönchskopf ist in meinen Augen der Knubbel in der Hutmitte - mindestens tastbar, meistens auch sichtbar. Und die warmen Farben sind auch ganz typisch. Wenn man die ein paar mal gefunden hat, erkennt man sie schon daran aus der Distanz wenn es im Habitat hell genug ist. Geruch ist auch typisch, blumig-parfümiert (mich erinnert es an Flieder). Ähnlich zur Nebelkappe aber angenehmer und intensiver.

    Den von dir erwähnten Reif können Mönchsköpfe haben, muss aber nicht sein. Scheint mir ein witterungsabhängiges Merkmal zu sein.


    LG Christopher

    weil ich schlechte Erfahrungen mit gefrosteten Reizkern gemacht habe.

    Inwiefern? Ich mache das auch zum ersten mal, kann dann gerne Bericht erstatten. Am Wochenende wird damit gekocht.

    Letztes Jahr hatte ich sie geröstet und dann eingekocht in Olivenöl, Rotweinessig, Paprika, Knoblauch und Petersilie. Das war super, aber dafür hatte ich heuer keine Gläser mehr übrig. Habe zu viel Obst gesammelt... :D


    LG Christopher

    Ich habe die mal in Fruchtsaft rehydriert.

    Lustige Idee aber ich bin da mehr der deftige Typ.

    Wenn du magst, wäre ich sehr interessiert daran was daraus noch wird.

    Vermutlich entweder in die Miso Ramen oder gebratene Nudeln. Die liegen jetzt erstmal im Judasohren Lager, mal sehen wann sie rausrutschen. :D


    Heute übrigens auf reiner Judasohren Runde gewesen, lohnt sich jetzt:


    LG Christopher

    Ich denke, dass häufig die Sporenmengen unterschätzt werden, die Pilze produzieren.

    Jup, bei Herbsttrompeten im Dörrautomaten reicht es um den Rauchmelder auszulösen.


    Was die manuelle Verbreitung von Pilzen angeht kann ich am Beispiel von den Herbsttrompeten mal folgendes in den Raum werfen. Meine Lieblingsstelle, weil nicht weit weg, sah vor 4 Jahren, als ich sie entdeckt habe so aus (rote Markierung ist Vorkommen der Art):


    Ich habe dort in den letzten Jahren immer aktiv ausgewachsene Fruchtkörper an weiteren passenden Stellen verteilt. Diese Saison sah es dort so aus:


    Sagt jetzt natürlich nur aus, dass hier eine extreme Verbreitung stattgefunden hat. Wie viel ich dazu beigetragen habe und was auf natürliche Weise entstanden wäre, lässt sich nicht herausfinden. Denke aber schon, dass ich dazu beigetragen habe, da viele Vorkommen an Stellen sind, wo ich aktiv Fruchtkörper verteilt habe. Auch auf der anderen Seite vom Forstweg.


    Mir scheint fast so, als wäre es bei den Pfifferlingen und ihrer Verwandschaft generell etwas einfacher beim Verbreiten nachzuhelfen als bei anderen Arten. Es gibt ja immer wieder mal Beobachtungen speziell bei den Leistlingen / Kraterellen, dass die gerne mal an neuen Stellen auftauchen, wo man häufig mit seinem Pilzkorb entlangspaziert ist.


    Außerhalb vom Wald hat bei mir die Verbreitung bisher nicht geklappt. Ich versuche es im Garten seit geraumer Zeit mit Schopftintling, Maipilz und Sommersteinpilz unter Haselnuss. Die Objekte der Begierde sind aber nie aufgetaucht. Stattdessen haben sich unter der Haselnuss irgendwelche Erdritterlinge breit gemacht und die Schmetterlingstramete parasitiert auch daran. Da sieht man mal, wie viel "unerwünschte" Sporen man mit Waldpilzen einschleppt.


    LG Christopher