Ich denke, dass häufig die Sporenmengen unterschätzt werden, die Pilze produzieren.
Jup, bei Herbsttrompeten im Dörrautomaten reicht es um den Rauchmelder auszulösen.
Was die manuelle Verbreitung von Pilzen angeht kann ich am Beispiel von den Herbsttrompeten mal folgendes in den Raum werfen. Meine Lieblingsstelle, weil nicht weit weg, sah vor 4 Jahren, als ich sie entdeckt habe so aus (rote Markierung ist Vorkommen der Art):

Ich habe dort in den letzten Jahren immer aktiv ausgewachsene Fruchtkörper an weiteren passenden Stellen verteilt. Diese Saison sah es dort so aus:

Sagt jetzt natürlich nur aus, dass hier eine extreme Verbreitung stattgefunden hat. Wie viel ich dazu beigetragen habe und was auf natürliche Weise entstanden wäre, lässt sich nicht herausfinden. Denke aber schon, dass ich dazu beigetragen habe, da viele Vorkommen an Stellen sind, wo ich aktiv Fruchtkörper verteilt habe. Auch auf der anderen Seite vom Forstweg.
Mir scheint fast so, als wäre es bei den Pfifferlingen und ihrer Verwandschaft generell etwas einfacher beim Verbreiten nachzuhelfen als bei anderen Arten. Es gibt ja immer wieder mal Beobachtungen speziell bei den Leistlingen / Kraterellen, dass die gerne mal an neuen Stellen auftauchen, wo man häufig mit seinem Pilzkorb entlangspaziert ist.
Außerhalb vom Wald hat bei mir die Verbreitung bisher nicht geklappt. Ich versuche es im Garten seit geraumer Zeit mit Schopftintling, Maipilz und Sommersteinpilz unter Haselnuss. Die Objekte der Begierde sind aber nie aufgetaucht. Stattdessen haben sich unter der Haselnuss irgendwelche Erdritterlinge breit gemacht und die Schmetterlingstramete parasitiert auch daran. Da sieht man mal, wie viel "unerwünschte" Sporen man mit Waldpilzen einschleppt.
LG Christopher