Beiträge von Shroom!

    Bei mir kamen heute 6 Liter runter. Jetzt soll dann pause sein bis morgen um 4 Uhr, dann geht es weiter.


    Vorhersage sagt noch Niederschläge bis Mitte nächster Woche bei stetig steigenden Temperaturen. Angesagt sind weiterhin 16 Grad für Mitte der Woche. Könnte auf die ersten Bärlauchspitzen an den frühen Stellen zum nächsten Wochenende hinauslaufen.


    Im Schwabenland sind die Spitzmorcheln stellenweise schon im Massenwachstum. In der Schweiz wurden auch schon erste gelbe Speisemorcheln gefunden. Bin gespannt, ob es in meiner Region dann auch einen Frühstart gibt, wenn sich nicht wieder der Frost reinmogelt. Von der Feuchtigkeit her sollte es jetzt gut passen.


    LG Christopher

    Also der Birkenporling gilt als roh unverträglich bis giftig. Zum Zunderschwamm findet sich leider nicht wirklich viel aussagekräftiges. Allerdings gibt es in der Regel keinen Grund Heilpilze roh zu konsumieren, da erst durch die Heißwasser- oder Alkoholextraktion die Wirkstoffe ausreichend gelöst werden.


    Vereinzelt gibt es Ausnahmen wie z.B. bei der Auricularia Gattung, welche beispielsweise ihre blutverdünnende Wirkung auch bei reinem Konsum des Pilzpulvers entfaltet. Die Ohrlappenpilze sind ja auch explizit roh verzehrbar. Schmetterlingstramete wäre auch roh verzehrbar (Stichwort "Waldkaugummi"), allerdings hier dann wieder die Problematik mit dem Auslösen der gewünschten Inhaltsstoffe.


    Und wie Wutzi schon schrieb, sollte man Heilpilze nicht jeden Tag konsumieren bzw. zumindest nicht ohne Grund und Rücksprache mit einem Arzt oder einem seriösen Mykotherapeuten der sich damit auskennt. Speziell bei bestimmten Arten wie dem Birkenporling kann das kontraproduktiv sein und auch unerwünschte Neben-/Wechselwirkungen zur Folge haben. Ein Antibiotikum nimmt man ja auch nicht grundlos jeden Tag zu sich. Auch bei bestehender Medikamention kann das Experimentieren mit Heilpilzen problematisch sein, insbesondere wenn es um Arten mit erwiesener, spezifischer und durchaus potenter Wirkung geht (Ohrlappenpilze - blutverdünnend, Birkenporling - antibiotisch).


    Mit Naturheilmitteln (egal ob Pflanze oder Pilz) wird m.E. viel zu oft zu sorglos / naiv umgegangen, sei es nun im Bezug auf völlige Überbewertung der (angeblichen) Heilkräfte (nichts davon ist ein Wundermittel) oder eben auf die kopflose, sorglose Einnahme von Heilpflanzen und Pilzen ohne Berücksichtigung eventueller Konsequenzen.


    LG Christopher

    Die Forum Administration könnte das Entfernen der Metadaten ja eigentlich auch Software-seitig in der Upload Funktion umsetzen. Imagick hat dafür ja sogar eine Funktion an Bord. Alternativ kann man das auch mit einem recht simplen PHP Code selbst umsetzen. Und wenn es ein Plugin für WBB sein soll, hat man das in ein paar Minuten in z.B. Google Antigravity umgesetzt. Dafür sollte auch die Free Quota reichen.


    LG Christopher

    Und was soll ich sagen: ein derart potentes Medikament haben weder ich noch die Probanten aus der Verwandtschaft schonmal erlebt, also nicht für diese Krankheiten. Ich meine natürlich die Krankheit, nicht die Symptome. Selbstverständlich hilft Novalgin schneller gegen die Schmerzen, oder Paracetamol gegen Fieber. Aber eben nicht gegen die Krankheit - und das kriegt der Birkenporling offenbar hin.

    Dito. Ich mische ihn immer mit der Schmetterlingstramete. Hat bei mir auch gute Wirkung gegen Grippe und Corona. Die sonst bei mir üblichen heftigen Fieberanfälle mit Schüttelfrost, Gliederschmerzen und Arbeitsunfähigkeit bleiben aus. Man kann auch zusätzlich noch Zunderschwamm beigeben, wenn man den Tee am Abend trinkt. Dieser hat auf viele Menschen eine schlaffördernde Wirkung, was bei Krankheit sehr angenehm sein kann.


    Zusätzlich trinke ich abseits von Erkrankungen regelmäßig (ein bis zweimal die Woche) reinen Tee aus Schmetterlingstramete. Seitdem ist meine bis dahin lebenslange Anfälligkeit für Infekte massiv gesunken. Früher hatte ich gerne mehrmals im Jahr, auch im Sommer, grippeartige Erkrankungen. Jetzt nur noch einmal im Jahr, meist im Dezember, hatte aber auch schon ein Jahr komplett ohne.


    Diesbezüglich haben die Pilze bei mir also auch deutlich mehr gebracht als jegliche andere Art von Medikamenten oder anderweitige Versuche der Immunstärkung.


    Birkenporling sollte man aber nur bei akutem Bedarf zu sich nehmen und nicht prophylaktisch. Man sollte sich bewusst sein, dass man hier neben den Immunmodulierenden und Entzündungshemmenden Inhaltsstoffen des Pilzes auch ein relativ potentes Antibiotikum (Piptamin) einnimmt, was auf Dauer sicherlich nicht gesundheitsfördernd ist.


    LG Christopher

    Guten Abend!


    Im Herbst hatte ich ja einen recht üppigen Eispilz-Fund gemacht und die Gelegenheit mal genutzt welche für Speisezwecke in den Korb zu packen. Die wurden zusammen mit Judasohren getrocknet und ins Lager gepackt. Heute Abend gab es dann eine Ramensuppe und als ich die Judasohren aus dem Glas geholt habe, kamen auch endlich mal die Eispilze mit raus und landeten kurzerhand in der Suppe. Damit ist es an der Zeit für den Bericht.


    Erwartet hatte ich ja, dass sie in der Suppe untergehen werden, wie Judasohren nach fast nichts schmecken und eher die Geschmäcker der Suppe annehmen. Ich muss aber überrascht zugeben, dass dem nicht so ist. Sowohl Konsistenz als auch Geschmack stechen deutlich hervor.


    Die Konsistenz erinnert an eine Mischung aus Judasohr und gekochter Schweineschwarte. Wer auf diese Konsistenzen steht, dürfte den Biss als sehr befriedigend empfinden. Sie bleiben überraschend kompakt, quellen bei weitem nicht so stark auf we getrocknete Judasohren. Dadurch sind sie im Biss deutlich fester.


    Was mich aber so richtig überrascht hat, ist der Geschmack. Die Eispilze sind bei weitem nicht so neutral wie Judasohren. Trotz der recht würzigen Brühe, in welcher sie direkt rehydriert wurden, kommt hier ein deutlicher, herzhafter Eigengeschmack durch. Dieser ist schwer zu beschreiben, geht für mich aber in Richtung Krabbenchips - nicht 1:1 aber das war meine erste Assoziation.


    Auf jeden Fall nicht unlecker und durchaus ein Pilz den ich in Zukunft wieder sammeln würde. Praktisch wird es aber an der Menge scheitern, denn Eispilze tauchen her recht selten in nennenswerter Stückzahl und Größe auf. Da lohnen sich Drüslinge als Ergänzung oder Alternative zu den Judasohren mehr. Ich möchte aber definitiv auch nochmal einen Eispilz im frischen Zustand verkosten um festzustellen, ob es durch das Trocknen eine geschmackliche Veränderung gab.


    LG Christopher

    Ich weiß nicht was genau passiert ist.

    Semmelstoppelpilze sind wie Pfifferlinge. Die werden immer bitter beim Trocknen (und manchmal auch beim Einfrieren). Einzige Ausnahme sind Trompetenpfifferlinge, die werden nicht bitter und schmecken danach wie Herbsttrompeten.


    Goldröhrlinge erinnern mich getrocknet immer an den Geschmack von frischen Maronenröhrlingen.


    LG Christopher

    Liegt vielleicht an der Bodenbeschaffenheit und/oder an den Baumpartnern

    Eher daran, dass es einfach eine andere Art ist. Fichtensteinpilze im selben Habitat verlieren auch weiterhin gegen den Sommersteinpilz

    Frisch sind die ebenfalls intensiver, nussiger. Fichtensteinpilze haben meist eine muffige Beinote, weniger nussig, süßlicher.

    Morchelbutter soll ja auch der Wahn sein. Jetzt muss ich nur noch welche finden...

    Gute Idee, hab ich noch gar nicht ausprobiert. Hab hier noch nen Pack getrocknete Spitzmorcheln aus Zucht liegen.


    LG Christopher

    Ja Sommersteinpilz-Butter ist der Knaller. Man kann sogar noch höher konzentrieren. Ich mach meist 1 Teil Pilzpulver auf 2 Teile Butter. Ist dann extrem intensiv, man braucht dann aber auch weniger. Neben Salz mache ich auch zum Abrunden gerne noch eine Prise Zucker ran. Was auch gut schmeckt ist ein kleines bisschen Knobigranulat und Rosmarin rein (mahle ich mit den Pilzen in der Schlagmühle zusammen mit Salz und Zucker zu Pulver, dann knirscht nichts). Zur Verbesserung der Streichfähigkeit etwas Olivenöl rein.


    Wenn wir schon dabei sind noch zwei Rezept Tipps für Pilzbutter:

    • Glucken-Butter: Krause Glucke, Salz, Prise Zucker zu Pulver mahlen, mit der Butter ausreichend erhitzen, nach Geschmack mit etwas Zitronenabrieb abschmecken
    • Trompetenbutter: Herbsttrompeten oder ähnliche Arten (Kraterellen, Trompetenpfifferlinge) mit Salz, Prise Zucker, Thymian zu Pulver mahlen, mit der Butter ausreichend erhitzen, auch hier passt Zitronenabrieb rein, ist aber kein Muss

    Bei der Trompetenbutter kann man auch die Butter reduzieren und am Ende die Masse unter Frischkäse rühren, wenn man gerne eine frischere Aromatik hat. Mit der Gluckenbutter empfehle ich das allerdings nicht, das schmeckt dann nach Käsekuchen aufgrund der vanillig-nussigen Aromatik der Glucke.


    LG Christopher

    Ja, für eindeutige Bestimmung ist ein Mikroskop nötig. Gibt zwar auch Makroskopische Unterschiede zwischen einigen Arten, aber da sehr variabel ist das nicht zuverlässig.

    Glückwunsch zum Erstfund, den hatte ich vor zwei Jahren, bisher leider nicht wieder gesehen.


    LG Christopher

    Aber allein der Gedanke an die zu erwartenden Mengen ist so mühselig

    Bei den Monstern hier mit oft daumendicken Stielen gäbe das schon ordentlich was. Aber ich sehe von der Aromatik her keinen Grund. Die haben so einen feinen Geschmack, da würde sich nichts verbessern. Habe mal welche von den Monstern getrocknet um sie jemandem aus dem Forum zum Untersuchen zu schicken. War geruchlich jetzt nicht so ne Wucht. Dann lieber wie du sagst Parasol.


    Bei mir landen die Stiele von den Samtfüßen meist eh mit im Essen. Mich stört die Konsistenz gar nicht. Nur ganz holzige Exemplare kommen weg, das merkt man ja beim Schnibbeln. Genauso bei den FiZaRü, verstehe gar nicht was die Leute da haben. Sind wie Schnittlauch im Biss.


    LG Christopher