Beiträge von Shroom!

    Für mich nicht einfach so „na und“.

    Die Finderin wird ihr Wetter schon kennen. Wenn es bei mir Nachtfrost gab und ich am Tag darauf angetaute, makellose und geruchlich einwandfreie Reizker finde, würde ich die auch einsacken, sofern sie noch relativ jung sind und es die erste Runde Frost war. Natürlich nichts mehr zum Einlagern aber zum Sofortverzehr passt das schon. Bei Temperaturen unter 8 Grad dauert das schon ne Weile bis da was gammelt.

    Ist das bei Reizkern okay? Ich halte mich, außer bei Steinis, immer an die min. 15-20 Minuten-Regel...

    Es kommt weniger auf die Garzeit an, als auf die Kerntemperatur. Diese sollte mindestens 100°C erreichen. Ob man das jetzt in 3 oder 20 Minuten schafft, ist egal. Ich persönlich brate Pilze lieber sehr heiß, portionsweise und dafür kürzer (3 bis 5 Minuten je nach Größe der Stücke) und habe nie Probleme gehabt. Vorteil davon ist, dass sich kein Wasser in der Pfanne sammelt, dann bekommt man tolle Röstaromen an die Pilze und eine schönere Konsistenz.


    Reizker enthalten auf jeden Fall wie so viele Pilzarten Hämolysine und müssen somit ausreichend gegart werden, ansonsten unverträglich oder in großer Menge gar giftig. Da Reizker bis kurz vor schwarz gebraten aber eh am besten schmecken, erledigt sich das Thema eh von selbst.


    Man kann sie übrigens auch gebraten einlegen, das habe ich letztes Jahr gemacht. Gebratene Reizker ins Glas mit Rotweinessig, Olivenöl, Knoblauch, Chili, Rosmarin, Salz, Zucker, Pfeffer und dann einkochen. War ne sehr feine Sache.


    Edit: Das Rezept von Südwald ist die spanische Art. Rotweinessig nimmt man dort dafür.


    LG Christopher

    Navajoa Die Samtfüße auf Weiden bringen tendenziell recht große Fruchtkörper hervor (manchmal auch extrem groß). Dicke Stiele im jungen Stadium deuten darauf hin, dass die ausgewachsen ein ordentliches Kaliber erreichen. Hier mal zur Verdeutlichung ein paar Exemplare vom letzten Jahr.


    Die Farben und Textur auf dem Stiel sprechen eigentlich schon sehr für Samtfüße und weniger für einen Schüppling finde ich.


    LG Christopher

    Sooo groß ist der jetzt aber nicht. Bei uns werden die unter den jungen Fichten (da wo keiner nachschaut) locker doppelt so groß

    Kann ich bestätigen. Hutdurchmesser liegt ausgewachsen in der Regel zwischen 5 bis 7cm an den guten Stellen wo sie üppig wachsen. An dick bemoosten Standorten werden dann auch die Stiele entsprechend lang. Bis 15cm ist da nicht ungewöhnlich. Also im Grunde vergleichbar mit den Herbsttrompeten.

    Kleiner bleiben sie in der Regel da, wo sich die Feuchtigkeit nicht so gut hält (ungeschützte Stellen mit Sonneneinstrahlung, Wind).


    LG Christopher

    Womit die Frage beantwortet wäre, ob die Samtfüße in dem Habitat immer so groß werden wie letztes Jahr.


    Geht gerade erst los, mal sehen ob noch größere Exemplare kommen.


    LG Christopher

    Porcini Margherita geht immer :S

    Thema Rosenkohl: Sehr heiß gebraten bis kleine dunkle Stellen entstehen, dann Schluck Sojasauce ran. So mag ich ihn am liebsten. Oder alternativ mit Speck und Rahm. Muss auf jeden Fall innen leicht knackig bleiben.


    LG Christopher

    An Ahorn meistens am Straßenrand. Die gezeigte Stelle zum Glück wenig befahren und am Stamm immer an der abgewandten Seite sowie in der Gabelung oben. Bis zur Erntereife wird es bestimmt noch zwei Wochen dauern.

    Schuppenporlinge findet man übrigens auch häufig an Ahorn. Ein paar Bäume weiter hat es oft im Spätsommer bis Herbst sehr große Exemplare, allerdings in unerreichbarer Höhe.


    LG Christopher

    Und die helle Hutfarbe passt für mich nicht zur Hexe.

    Es gibt ja auch nicht "die Hexe". Eichenflocki (Neoboletus Xanthopus) hat gerne hellbraune bis gelbe Töne auf dem Hut. Der Glattstielige (Suillellus Queletii) hat tiefrote bis orange Hutfarben mit mal mehr mal weniger ausgeprägtem Braunstich. Bei der normalen Netzhexe gibt es eine große Variabilität von Tiefbraun über eher gelbstichig bis hin zu Olivgrün. Dann gibt es auch noch den Rothütigen Hexenröhrling, eine Netzhexe wo der Hut wie beim Glattstieligen Hexenröhrling gefärbt ist.


    Der hier gezeigte Fund ist mangels Stielnetz eher als Glattstieliger Hexenröhrling einzuordnen. Alternativ ein Eichenflocki mit abweichender Hutfarbe. Da die Beflockung nicht mehr gut zu erkennen ist, lässt sich das makroskopisch nicht mehr eindeutig einordnen.


    LG Christopher

    Dann natürlich immer noch Pfiffis, Cratarellus..

    Die Trompetenpfifferlinge sind ja recht Frost-resistent. Letztes Jahr habe ich Ende Dezember noch welche im Schnee gefunden die einwandfrei waren. Fest und wohlriechend, perfekter Zustand. Darf man wohl zu den Winterpilzen dazuzählen. Im Januar gab es sogar nochmal einen frischen Schub nach längerem Tauwetter ohne Frost.


    LG Christopher