Beiträge von Shroom!

    Und die helle Hutfarbe passt für mich nicht zur Hexe.

    Es gibt ja auch nicht "die Hexe". Eichenflocki (Neoboletus Xanthopus) hat gerne hellbraune bis gelbe Töne auf dem Hut. Der Glattstielige (Suillellus Queletii) hat tiefrote bis orange Hutfarben mit mal mehr mal weniger ausgeprägtem Braunstich. Bei der normalen Netzhexe gibt es eine große Variabilität von Tiefbraun über eher gelbstichig bis hin zu Olivgrün. Dann gibt es auch noch den Rothütigen Hexenröhrling, eine Netzhexe wo der Hut wie beim Glattstieligen Hexenröhrling gefärbt ist.


    Der hier gezeigte Fund ist mangels Stielnetz eher als Glattstieliger Hexenröhrling einzuordnen. Alternativ ein Eichenflocki mit abweichender Hutfarbe. Da die Beflockung nicht mehr gut zu erkennen ist, lässt sich das makroskopisch nicht mehr eindeutig einordnen.


    LG Christopher

    Dann natürlich immer noch Pfiffis, Cratarellus..

    Die Trompetenpfifferlinge sind ja recht Frost-resistent. Letztes Jahr habe ich Ende Dezember noch welche im Schnee gefunden die einwandfrei waren. Fest und wohlriechend, perfekter Zustand. Darf man wohl zu den Winterpilzen dazuzählen. Im Januar gab es sogar nochmal einen frischen Schub nach längerem Tauwetter ohne Frost.


    LG Christopher

    Ist euch bekannt, ob jemand mal diese Pfifferlinge untersucht hat?

    Der Grenzwert von 600 Bq/kg muss eingehalten werden. Das wird stichprobenartig kontrolliert soweit ich informiert bin.


    Das Thema ist aber nicht so dramatisch. Selbst Pilze direkt aus der Sperrzone würden dich nicht garantiert umbringen. Dort schleichen sich immer wieder Leute rein und versuchen Pilze für den Verkauf einzusacken, da die Zone wegen des fehlenden Sammeldrucks ein Paradies für viele begehrte Arten ist. Werden diese Sammler erwischt, wird die Ausbeute konfisziert und oftmals die Belastung überprüft. Auch abseits davon gibt es immer wieder Untersuchungen.


    Der Grenzwert für Caesium-137 liegt in der Ukraine bei 800Bq/kg. In Belarus liegt er sogar noch niedriger als bei uns - 370Bq/kg. Bei einer Stichprobe von Pilzen in der Sperrzone aus 2022 lag die Belastung unter den bekannten Sammlern des Isotops je nach Art bei dem Doppelten bis Vierfachen des ukrainischen Grenzwerts. Inverkehrbringen also ein no-go, aber auch nicht so heftig wie man erwarten würde. Semmelstoppel mit 2000Bq/kg werden ja auch bei uns noch hin und wieder gefunden. Solange man es mit dem Verzehr nicht übertreibt, hält sich das Risiko da in Grenzen.


    Wie es bei den Arten wie Pfifferlingen ist, die Caesium-137 weniger anreichern, weiß ich allerdings nicht. Habe dazu noch keine Zahlen finden können - würde mich auch mal interessieren. Der Fokus der Untersuchungen liegt leider meistens auf Steinpilzen, Maronen und Champignons.


    Übrigens: 10 bis 15 Minuten auskochen entfernt etwa 80% der Radionuklide aus Pilzen und reduziert auch den Gehalt anderer Schwermetalle. Für alle, die Angst vor der Belastung haben, eine gute Methode sie zu reduzieren. Geht halt zu Lasten des Geschmacks. Je nach Art ist die Belastung auch in unterschiedlichen Teilen der Fruchtkörper höher als in anderen. Bei Maronen ist z.B. die Huthaut stärker belastet als der Rest, weil das Element dort mit dem Stoff der für die Bildung der Farbe sorgt komplexiert.


    LG Christopher

    KI lässt grüßen, in diesem Fall wohl ein kleines lokales Modell. Die denken sich exakt solche Namen aus oder ordnen Trivialname und wissenschaftliche Namen falsch zu. Ich spreche aus Erfahrung. :D

    Also was hier bei den Austern plötzlich los ist, ist schon der Knaller.


    Außerhalb vom Wald an Ahorn kommen sie gerade ganz frisch:


    Und im Wald steppt der Bär:


    Dass die schon so früh an allen bekannten Stellen in Massen zu finden sind, teils schon überständig, überrascht mich dann doch. Bin gespannt, ob es dann in dieser Saison mehr als einen Schub gibt.


    LG Christopher

    Jo, das ist groß. Kenne zwar durchaus auch Habitate wo es solche Monster gibt, allerdings hängen die an deutlich dickeren Stämmen. Die Größe in Relation zum Substrat ist ja grotesk.


    LG Christopher

    Stadtpark-Austern an der Kastanie haben geliefert. Sind ja doch normale Taubenblaue. Verrückt, letztes Jahr waren sie dunkelbraun mit Grünstich. Die Traube habe ich mir gegönnt, in luftiger Höhe hängen noch weitere zum Aussporen.


    Und im Holunder-Steinbruch gab es noch prächtigste Judasohren für den Vorrat:


    Die ersten Samtfußrüblinge wurden auch gesichtet, die typischen Miniatur-Exemplare die man am Holunder gerne mal findet. Da wird demnächst mal eine Tour durch die Donau-Auen fällig sein.


    LG Christopher

    Geiger-Müller-Zähler haben wir in der Schule

    Damit lässt sich keine Strahlung in Pilzen nachweisen, schon gar nicht die Belastung, denn ein Geigerzähler kann nur das Vorhandensein und die Intensität von Strahlung bestimmen. Die Konzentration ist viel zu gering. Die Belastung ist heutzutage eh nur noch punktuell relativ hoch, da Caesium-137 ja ein relativ kurze Halbwertszeit hat. Sogar Semmelstoppel und Maronen sind mittlerweile oftmals unter dem Grenzwert für Speisepilze und nur vereinzelt mal mehr mal weniger heftige Ausreißer, das zeigen ja die analysierten Proben vom BfS immer wieder. Semmelstoppel ist noch am kritischsten, aber auch nicht mehr so schlimm, dass man da vom Verzehr in den belasteten Regionen komplett abraten muss.


    LG Christopher

    Heute wurde der Rest der gefrorenen Reizker verarbeitet. Reizker-Shrimps-Pasta, ein Gedicht!
    https://www.derstandard.at/sto…a-mit-reizker-und-shrimps


    Habe das Rezept aber etwas abgewandelt und die Reizker zuerst gebraten bis sie richtig schön dunkel mit knusprigen Stellen waren.

    Kann man nur empfehlen, auch wenn man skeptisch ist, ob Pilze und Meeresfrüchte harmonieren. Der Geschmack von gerösteten Reizkern passt extrem gut zu den Shrimps. Könnte mir auch vorstellen eine Paella mit Reizkern zuzubereiten. Vielleicht wird das nächste Saison mal getestet.


    LG Christopher