Beiträge von LilaAuster

    Ich hab auf meinem Balkon Austern gezüchtet, die waren über mehr als 7 Tage STEINHART eingefroren, waren noch relativ klein. Da hatten wir hier ne Frostperiode die relativ weit runter ging. Ich war sehr gespannt wie die Austern damit klarkommmen werden und zu meienr Überraschung wuchsen sie danach weiter. Zwar minimal "gnubbelig" an manchen stellen und auch mit auffallend hohem Wassergehalt beim Ernten, geschmeckt haben sie trotzdem.


    Also langer Rede kurzer Sinn, volle Zustimmung, es lohnt immer gucken zu gehen. Und wenn man "nur" potentielle Stellen für später findet, das ist auch super. Umgekippte Bäume, Stellen mit Buchen im Wald, feuchtere Stellen, Holundergestrüpp (Judasohren!), alles gern gesehen bei der Pilzsuche!

    Die Fotos von unten sagen für mich "gutes Alter" die Fotos von oben sagen "potentiell zu alt". Deshalb würde ich die anfassen wollen, ob die schon labbern oder ob die noch schön fest sind.

    Ich glaube man braucht das nciht zu kritisch sehen mit der temperatur, wenn man keine Exoten hat, dann sollte man mit um die 20C +-3C eigentlich ganz gut liegen. Die Pinke Auster mag es gerne heisser, Enoki mag es lieber kälter..... das wären so klassische Ausnahmen.

    Kräuterseitlinge sind langsam wachsende Pilze. es ist auch normal das ein (Groß-)Teil der Primordien tatsächlich verkümmern. Das gibt den überlebenden mehr Größe. Kein Problem. Zerteilen kann man am Anfang ein mal machen, aber die Kontigefahr ist enorm (würde ich nicht machen deshalb). Jetzt ist es dafür zu spät. Einfach laufen lassen und zusehen das die Luftfeuchtigkeit stimmt. Deine temepraturen sind uim untersten Bereich, der wächst besser bei 20C+. Ansonsten wächst er halt laaaaaangsaaaaam.


    Über Körnerbrut ist eigentlich immer besser.

    Na dann auf zum DM... In der Arbeit haben wir auch Cosmopor E in passender Größe. Das hat Pilzwunder auf seiner Webseite verlinkt, wie ich eben gesehen habe. Wäre vielleicht eine weitere Alternative.
    Und noch mehr Sporen brauche ich nicht!!!! =O Ab sofort landet jede Mischung im DKT. 2-3% Gips ist aber schon eine Ansage. Das sind ja 20-30g auf 1 Kilo Substrat. Aber bei Deinen Zuchtergenissen lasse ich mich davon leiten..... ;)

    Und die Idee mit der Körnerbrut gebündelt oben auf und etwas heruntergerieselt an den Seiten finde ich auch gut nachvollziehbar. Jetzt muss die neue Körnerbrut nur was werden. Steht in der Thermobox vor der Heizung im Bad. Schafft im Inneren der Box am Tage 24°C und fällt nachts nicht unter 22,5°C.

    Klingt gut! Ich hab das mit dem Gips auch nur aus dem Netz, keine Ahnung ob das überhaupt so einen großen Unterschied macht. Ich hau immer so 90 g auf die 3,1 kg Substrat, auf die ich normalerweise pro Beutel komme.


    Hab gerade nochmal 5 Beutel mit 1% H2O2 Lösung beimpft. Die Keimen auch schon gut aus. 3 sind Holz pur, 2 sind mit 20% braunem Malz als Zuschlagsstoff. Das hat kaum noch H2O2 zersetzende Enzyme, mal gucken ob das so funktioniert, wie ich mir das vorstelle. Hatte keine Zeit für DKT, deshalb hier nochmal das H2O2 Experiment.


    Ein Beutel hat ca. 1 kg Körnerbrut auf 2kg Eichenpellets (Trockengewicht) bekommen, ohne Zuschlagsstoffe. Das ist mein erster Maitake (Klapperschwamm) Versuch, ich bin gespannt. Viel Körnerbrut zu nehmen, kann Zuschlagsstoffe ersetzen. Gleichzeitig wächst es schneller durch und Kontis haben weniger Chancen. So kann man das auch handhaben.


    Ich hab meine Thermobox mitlerweile nicht mehr in Verwendung, funktioniert auch alles wunderbar bei Zimmertemperatur, evtl. etwas langsamer, aber funktioniert.

    Die ganz normale Watte aus der Drogerie die die Mädels für watt weiß ich benutzen. Gips hatte ich mir online gekauft, da nutze ich so 2-3% des Substratgesamtgewichtes von. So einen fetten Sack Kleie hab ich auch, meiner ist aber schon etwas geschrumpft. Ohne DKT brauchst die Kleie aber gar nicht erst probieren, die kontaminiert so hart schnell, mega belastet mit Sporen das Zeug. Aber ansonsten fahre ich das mit den Standard 20% vom Substratgewicht (trocken). Das geht ganz gut, wenn steril.

    ja, man hat immer mal Rückschläge. Irgendwann findet man dann das System das bei einem selbst funktioniert. Ich nutze im DKT nur fertige Tüten die schon das Belüftungsfilterfenster drin haben. Arbeite ich unsteril nutze ich Geflügelgefrierbeutel, die hatte ich mal online im 100er Pack gekauft. Da geht gut was rein, kann da 3 Kg Substrat drin unterbringen und hab trotzdem noch genug Raum drüber für die Belüftung.


    Du kannst dir auch Wasserstoffperoxid kaufen und das dem Wasser beid er Rehydrierung zugeben, das ist fast so gut wie sterilisieren (nicht erhitzen!). Dann kannst auch völlig unsteril arbeiten und brauchst dir keinen Kopf machen. Die Lösung sollte zwischen 0,5 und 1% haben, dadrüber killt bzw. hemmt es allerdings die Pilze selbst. Schimmel und Bakterien werden davon weggesägt. Aber Zuschlagsstoffe funktionieren dann nicht, die Spalten das Peroxid zu früh auf. Ich mache gerade Experimente mit Brown Malt, das könnte evtl. funktionieren als Zuschlagsstoff.


    Am Besten sollte tatsächlich das funktionieren was ich oben beschrieben habe. Erst sterile Brut herstellen und die dann so verimpfen wie ich es beschrieben habe. Sterilisierten Beutel aufmachen, Körnerbrut rauf schütten und an den Seiten teilweise runter rutschen lassen. Das Substrat und die Brut nicht anderweitig mischen.


    Hier das Video dazu:

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    Was heist beim Rosenseitling das Myzel niemals kühlen? Darf auch kein Flüssigmyzel in den Kühlschrank? Die Postbotin hatte das Päckchen damit heute bei 0°C bis aktuell 4°C auf dem Fahrrad und ist seit der Früh damit unterwegs gewesen. :/ Welche Temperatur braucht denn der Rosenseitling im Idealfall und fruchtet er auch ohne den "Kälteschock"?

    Oh, Schade mit dem Geschmack des Limonenseitlings.

    Das kann sein, das dein FM das nciht überlebt hat. Ich las im Internet das der Rosenseitling über 12C braucht, andere sagten über 15C. Also das FM auf keinen Fall in den Kühlschrnak stellen und die Blöcke auch nciht schocken, der fruchtet von alleine.


    DKT Problem ganz einfach lösen, ein Küchenhandtuch auf den Boden des Topfes legen. Liegt dann im Wasser und verhindert direkten Kontakt. Mache ich seit Tag 1 mit meinem DKT so.


    Bzgl. Schimmel, ja, da schwirrt aber generell viel in der Luft rum. Ist halt so, kann man nichts machen.

    Ich hab übrigens gerade mal eine neue Methode des beeimpfens probiert. Blöcke wie gewohnt sterilisiert, aber mangels laminar flowhood dann die Getreidebrut einfach nur von oben in den beutel geschüttet, so das sich eine ungefähr gleichmässige Getreideschicht auf dem Substrat bildet. Dann an den Seiten von außen kleine Dellen ins Substrat gedrückt, so das einige Körner am Rand runter rutschen können. Das an jeder Seite gemacht und dann stehen lassen. Das Resultat ist das evtl. eingetragene Kontaminationen nur auf der Oberfläche landen, dort aber sofort von der Brut überwuchert werden, während das Substrat drunter steril bleibt. Von oben und den Seiten wächst dann das Substrat langsam zu mit Mycel und am Ende hat man einen gesund durchwachsenen Block. Das Durchwachsen dauert zwar etwas länger, dafür sinkt aber das Kontirisiko beträchtlich. Läuft gerade bei mir mit 4 Blöcken und läuft sehr gut.


    Das Zitronenseitlingsmycel hättest dir wahrscheinlich sparen können. Wächst sehr gut, sehr leicht zu züchten, sieht sehr hübsch aus, aber schmeckt total nach Pappe.


    Rosenseitling braucht Temperatur, das Mycel niemals kühlen!

    Sieht toll exotisch aus! Aber Verschenken hätte vermutlich tatsächlich Argwohn oder Verwunderung ausgelöst. Meine Kräuterseitlinge wachsen langsam. Ich denke, der Anfängerfehler liegt in der Fruchtung, die um den ganzen Ballen verläuft, anstelle des Wachstums aus einem angeschnittenen Beutel, aber ich bin froh, dass ich überhaupt soweit gekommen bin! Wieviel der Pliz aus dem reinen Stroh ziehen kann, weiß ich auch nicht. Ich habe mir jetzt Weizenkleie und Flüssigmyzele vom Black pearl King Oister, dem Rosenseitling und dem Limonenseitling bestellt. Die Kultur vom Austernseitling im Glas mit dem Buchenholz durchwächst bislang sauber ohne sichtbaren Kontaminationen.

    Zum Bäckerschimmel habe ich auch eventuell einen Verdacht der Übertragung. Ich hatte alle Tüten mit einem Holzschaschlikspieß rund um mit Luftlöchern versehen. An genau diesen Luftlöchern fanden sich später die orangen Verfärbungen vom Bäckerpilz als erstes, die dort auch etwas rauswuchsen. Es könnte als gut sein, dass ich mit dem Spieß die Sporen gut verteilt habe.

    Wenn ich die erste Ernte eingefahren habe, werde ich mich auch mit dem Thema Petrischale und Vermehrung beschäftigen. Morgen heist es erst einmal, neue Körnerbrut zu sterilisieren, damit ich impfen kann, wenn das Flüssigmyzel kommt.

    So macht man auch keine Luftlöcher. Wenn du unsteril arbeitest, dann nimm den Beutel, schneide ein 2-3cm Durchmesser loch oben rein, stopf da Watte rein, so das sie sich innen und aussen etwas wölbt, und knote die Tüte oben zu. Sorg dafür das da einige Liter Luftraum oben in der Tüte frei sind, grob geschätzt 1/3 der Tüte frei lassen, an dem Freiraum muss das Loch sitzen. Die Watte hält Insekten draußen. Der Luftraum hält die Feuchtigkeit und bietet Raum für CO2 Abgabe und O2 Eintrag durch das Loch. Funktioniert sehr gut.


    Deine Pilze werden zahlreich, aber dafür etwas kleiner. Eventuell verkümmern acuh ein paar, ist nicht schlimm. dafür würden dann andere größer werden. Wie schwer war der Block am Anfang?

    Aus dem Weltall trifft´s ganz gut, jedenfalls dem Namen nach. :gzwinkern:

    Häßliches Wort, aber das könnte Sternenrotz sein.


    LG Christine

    Oh Gott... :D


    Zitat:

    "Du hast hier den berühmt berüchtigten "Sternenrotz" aufgenommen!:thumbup:

    Dabei handelt es sich um die von Beutegreifern ausgewürgten unverdaulichen Eileiter von Amphibien.

    Meistens von Fröschen, was man in diesem Fall an den Eiern, den abgebildeten dunklen Bestandteilen, sehr gut erahnen kann.

    Ist so ab Anfang März, je nach Wetterlage, relativ häufig vor allem in Feuchtgebieten zu finden. Wenn man dann genau hinschaut...:wink:

    Es ist aber immer wieder ein interessanter und lehrreicher Fund!"


    Jab, das wird es sein! ich frag mich nur was das für ein Mega Frosch gewesen sein muss, das war wirklich ein großer Klumpen!

    Servus!


    Ich hab sie gefunden! Die Winterpilze!


    Austern und Judasohren, sowie einige Unbekannte.


    Aber was ich wirklich spannendes gefunden habe ist scheinbar von einem anderen Planeten. Es ist..... Der Blop? Die Landqualle? Man weiß es nicht. Ich habe so etwas jedenfalls noch nicht gesehen. Unten folgen die Bilder aus zwei Spaziergängen der letzten Tage.


    Ist das letzte Foto ein Glänzender Lackporling?

    Riesenbovist ist ein experimentelles Mycel von ihm. Das hat er selber noch nicht zum Fruchten gebracht, ich verfolge sein Tun auf Youtube, daher weiß ich das.


    Igelstachelbart ist im Moment mein Lieblingspilz, was Zucht angeht. Schmeckt sehr sehr gut. Sehr eigen aber sehr lecker. Hatte cih egrade ein 500g Exemplar geerntet :). Hab ich in Scheiben geschnitten, in Ei und danach Paniermehl gewälzt und dann in Gee schön braun gebraten. Herrlich! Hat was von Calamari. Fand sogar meine Freundin lecker und die ist sehr skeptisch was unbekanntes Essen angeht.


    Ich hab am WE meine Black Pearl King Oyster geerntet. Das sind knapp 1,8 kg geworden... die krieg ich nie weg bevor die schlecht werden. Sehen allerdings viel zu krüppelig aus zum verschenken. Sind auch etwas zu spät geerntet und deshalb minimal zäh. Aber generell ganz lecker. Sehen so aus wie ein Mix aus Kräuterseitling und Auster (also der normale Wuchs, meine sehen aus wie vom Mars) und schmecken auch so.


    Deine Kräuterseitlinge scheinen sich gut zu entwickeln!

    Ich hab Flüssigmycel von Pilzleubi und von Pilzwunder bestellt und dann selber vermehrt. Dabei habe ich mir wohl eine Konti eingezogen bei einem Stamm. 4g Malzextrakt auf 100 ml Wasser und dann in den DKT. Die Spritzenfilter funktinieren ganz gut zur Belüftung, kosten ja auch nur n Euro das Stück, kann man machen.


    Stroh hab ich auch, aber das ist eher so semi gut. Durchwächst schnell, hat aber wenig ertrag. Bis jetzt läuft Buchenpellets und Eichenpellets am besten bei mir. Eiche für Shiitake und Buche für Igelstachelbart. Ich mach meine KB mitlerweile nur noch auf Roggen, über Nacht eingeweicht und dann im Glas in den DKT. Dazu dann noch ca. 5% aufgeweichte Eichenpellets, das erzeugt viele kleine Punkte die alle loswachsen im finalen Substrat.


    Kaffeesatz geht gut für vieles, ich hab hier noch n Sack kleie stehen, den ich erstmal leer bekommen möchte. Danach geht es mit dem Kaffesatz vond er Arbeit los. Über 100 ingenieure an einem Standort... da fällt genug an :D.

    Heute Morgen bin ich mir nach vorangehendem Wachstum und einem neuem Foto ziemlich sicher, dass es sich nicht um Austernseitlinge handelt, was da wächst, sondern um den Block mit den Kräuterseitlingen. Duch das Entsorgen von Beuteln mit Blöcken, die vom Bäckerschimmel befallen waren, gingen auch die Beschriftungen verloren. Insofern bin ich um dieses Wachtum heilfoh, da ich von Austernseitling und wilden Austernseitling noch Kulturen in der frühen Entwicklung habe und weitermachen kann. Habe auch eine 12 cm Petrischale mit Deckel aus Glas besorgt, um mich noch einmal dem Judasohr widmen zu können.

    Das kann sehr gut sein und würde das längliche Wachstum erklären. Dahingehend dann auch erstmal etwas Entwarnung bzgl. der CO2-Gefahr, denn Kräuterseitlinge können da wesentlich mehr von ab als Austern. Sie "mögen" sogar einen gewissen Überschuss, dann werden sie schön dick und Fleischig im Stiel. Der Nachteil, sie sind sehr anfällig für bakterielle Kontamination und sie wachsen sehr langsam, im Vergleich zu den Austern.

    Was heist denn Für Dich ein großer DKT? So was hier?

    Ich habe meine Box nun mit Löchern für die Lüftung versehen. Geht mit einem 8-10mm Holzbohrer ohne Bruch, wenn man nur minimal Druck ausübt und der Bohrer scharf ist. Wollte das auch gleich nutzen, um noch ein paar Makros der Primordien machen, aber das Licht ließ einfach schon nach und so hatte ich keine gute Blende für wirklich scharfe Tiefe im Bild.

    Ja genau sowas. Der sieht solide aus. Es gibt noch größere aus Amiland, die drüben auch bezahlbar sind, aber Importsteuer etc. machen die hier fast unerschwinglich. Die Firma heisst "All American". Wichtig wäre mir bei meinem nächsten Kauf das die Größe mindestens 25l ist (da dürften dann mindestens 2 mediumgroße Substratsäcke rein passen) und das da ein Manometer drauf ist, so wie bei dir auf dem Foto.


    Der Amoniakgeruch war gestern Abend fast weg, evtl. hat die Auster da wieder Bakterien gefuttert, mal gucken. Die Pilze werden jedenfalls gigantisch und trotzdem krüppelig. Die Hüte sind nicht massiv, sie sind eher eine Art Netzsruktur. Nicht matschig oder so, aber eben auch keine durchgehende Masse, so wie man Pilze kennt, sondern eher wie ein gewebtes Netz aus Fäden. Die Ansätze dazu kann ich übrigens auch auf deinen Fotos erkennen, besonders auf dem ersten mit den Primordien. Der Scharfe links oben im Bild zeigt das am deutlichsten.


    Laut Recherche ist das kein Problem für den Verzehr, nur optisch blöd. Grund ist zu hoher CO2 Gehalt in der Luft. Ich hab bei meinen Pilzen während der ersten 4-5 Tage Primordienbildung die Box zu gehabt, weil ich dachte das die Black Pearl Oystern das ab können (die könne viel mehr CO2 ab als normale Austern, ist ne hybride Züchtung). Das war aber wohl doch zu viel des Guten. Die ersten Tage haben sich da null Hüte entwickelt, nur weisser Stamm, erst als ich die Box auf gemacht habe und in das Zelt gestellt hatte, kamen schwarze Köpfchen, viel zu spät also. Das kann dann am Ende das Problem mit dem netzartigen Hut ausgelöst haben. Ich mach nachher mal Fotos und zeig dir das.


    Mit dem Holzbohrer habe ich auch ganz gute Erfahrungen gemacht, aber auch diverse Male zu doll gedrückt und dann Risse erzeugt :D.

    Das ist definitiv was bakterielles. Anzeichen davon hab ich schon bei der Durchwachsphase gesehen, aber die Auster hat das überwuchert. Ist halt Auster. Das Problem ist, auch wenn man es nicht mehr direkt sieht, ist es halt oft noch da. Deshalb auch mein obiger Kommentar bzgl. der Notwendigkeit von 100% kontifreier Körnerbrut. Es gibt nichts ärgerlicheres als erst während der Fruchtung festzustellen, das das alles nichts wird wegen Kontis, die man eh schon vorher gesehen hat. Man ist dann jeden Schritt trotzdem weiter gegangen, weil die Chanche besteht das das Mycelm das abwehrt, aber ganz ehrlich... nee. Das ist im besten Fall ne 1/3 Chance, für das Mycel zu gewinnen. Bis dahin hat man viel Zeit, Platz und auch Wartezeit investiert.


    Ich hab jetzt diverse Gläser mit frischer Brut, die werde ich in autoklaviertes Substrat geben. Das substrat werde ich zusätzlich tyndallisieren, heisst doppelt autoklavieren mit ca. 10h Abstand dazwischen, das killt dann wirklich alles da drin. Hatte gerade Ärger mit Körnern wo einzelne Kolonien überlebt haben. Die Gläser hatte ich aus Gründen doppelt autoklaviert, die sind alle clean (bis auf eines, aber da ist wahrscheinlich das FM infiziert).


    Also was lernen wir daraus? Billige DKTs erreichen nicht den nötigen Druck, wer billig kauft kauft zwei mal, also teurer. Wenn großer DKT, dann nächstes mal was ordentliches.

    Musst zusehen das die auch im Sommer noch feucht bleiben, während der Durchwachszeit. Ansonsten kannst die ab dem letzten Frost bedübeln! Ich hab auch ein paar Stämme im Garten, die haben dieses Jahr aber noch nicht gefruchtet und bei einem hat sich ein anderer Pilz ausgebreitet....

    Von ersten Ansätzen bis voll erntereifen Fruchtkörpern vergeht in der Regel nicht viel Zeit bei Austern, die sind fix. 7-10 Tage schätze ich. wenn es kalt ist, auch schon mal mehr Zeit, aber wir stellen ja immer nur ein mal kurz kalt um die Fruchtung einzuleiten, danach gibt es wieder höhere Temperaturen.

    Du kannst dir das mit dem Sauerstoffbedarf eigentlich vom natürlichen Lebensraum ableiten. Die Auster besiedelt den Stamm. Unter der Rinde gibt es wenig Sauerstoff, das Mycel wächst trotzdem (etwas Sauerstoff braucht es, also in den Beuteln immer genügend Luft lassen und auch Belüftungsöffnungen vorsehen!). An den Stellen wo die Rinde aufbricht, kommt Sauerstoff ran und vor allem sinkt der CO2 Spiegel. Hier fruchtet dann das Mycel automatisch. Das Gleiche machen wir mit den Schnitten im Beutel. Vorher aber den Bereich des Beutels mit Luft drin Platt drücken und fixieren mit Klebeband, so das wirklich nur an den Schnittstellen Luft an den block kommt. Sonst gibt es nebenfruchtungen im Beutel, auch nicht richtig schlimm, da die am Ende eh verkümmern. Aber verschenkte Energie ist verschenkte Energie. Die Schnitte brauchen nicht groß sein. 5-10 cm, je nach Beutelgröße.


    Hier siehst was ich meine:

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    Du kannst im Internet unter "oyster mushroom shotgun " Beispiele für die Box finden. Z.B. hier:

    How To Build A Shotgun Fruiting Chamber (SGFC) in 5 Easy Steps - FreshCap Mushrooms
    A SGFC, also known as a shotgun fruiting chamber, is one of the cheapest, easiest and quickest ways to get a suitable mushroom growing environment.
    learn.freshcap.com


    Ich hatte vor ca. 7 Jahren den ersten Anflug von Pilzzucht, aber dann wieder fallen gelassen. Wirklich intensiv geht es jetzt erst seit ca. einem Jahr bei mir zu. Du findest dazu auch enorm viel auf Youtube. Internetseiten sind eher Mau, aber auf Youtube findest im englischsprachigen bereich wirklich enorm viel Infos, gerade zu Austern.


    Ich hab die Boxmethode selber noch nicht funktionierend nutzen können, bis jetzt hatte ich immer zu wenig Löcher. ich hab gerade eine Black Pearl Oyster Kiste in mein ventiliertes Zelt gestellt, weil sie keine Hüte ausbilden wollten bei geschlossener Box. Im Zelt legen die jetzt RICHTIG los, die Fruchtkörper sind jetzt schon über zehn cm lang, und noch voll im Wachstum.


    Generell hab ich sehr viel experimentiert und auch sehr viele Misserfolge gehabt. Davon konnte ich aber auch sehr viel lernen und weiß jetzt was definitiv NICHT geht.

    Und noch ein Nachtrag, es sieht so aus als hättest du deinen gesamten Subtstratblock ausgepackt. Das ist kontraproduktiv bei Austern aus mehreren Gründen. Es bilden sich potentiell viele viele Primordien, die dann auch zum Großteil zu Frucktkörpern werden. Auf Grund der hohen Anzahl werden die Fruchtkörpe aber eher klein. Wenn das Wachstum auf weniger FK begrenzt ist, werden die schön groß. Der Ertrag in Gewicht kann dadurch auch steigen. Außerdem trocknet durch die große freie Oberfläche der Block viel schneller aus. gerade für mehrere Erntewellen denkbar ungünstig. Die beste Lösung ist es den Beutel richtig enganliegend festzukleben und dann an definierter Stelle 1-3 Schnitte mit dem Messer zu setzen. Hier kommt dann Sauerstoff ans Mycel und der Pilz wird hier fruchten. Schön kontrolliert und auch viel einfacher zu ernten.


    Für die nächste Erntwelle die Schnitte zukleben und möglichst weit entfernt an anderer Stelle erneut Schnitte setzen (dazwischen 10-14 Tage Ruhepause).