Beiträge von ibex

    Hallo zusammen


    Auch wenn das einige vielleicht nicht so gerne hören, denke ich, dass eine KI, die natürlich mit zu 100% richtig bestimmten Pilzen bzw. deren Fotos gefüttert werden muss, einem Menschen in der Pilzbestimmung nur nach Bildern, schon bald überlegen sein wird. Warum? Weil zu jeder Art hunderte oder noch mehr Fotos in jedem Zustand des Fruchtkörpers eingepflegt werden können und die KI so auf einen riesigen Datensatz zugreifen kann und blitzschnell den Pilz mit der grössten Wahrscheinlichkeit berechnen kann. Natürlich ist dafür viel Arbeit nötig, um die erforderliche Menge an Daten einzupflegen, aber wenn das gemacht wurde bin ich mir eigentlich sehr sicher, dass so eine KI eine sehr hohe Trefferquote erzielt.


    Bitte nicht falsch verstehen, ich würde mich (zumindest im Moment) auf keinen Fall auf eine reine Bildbestimmung verlassen, allerdings denke ich, dass einige die Fähigkeiten einer KI in diesem Bezug doch etwas unterschätzen.


    LG

    Benjamin

    Hallo Adi


    Danke für die schönen Fotos. Hier noch ein paar Ideen von mir:


    9. Dürfte ein Fichtenreizker - Lactarius deterrimus sein.

    12. Sehe ich wie Jörg und würde ich auch als Perlilz - Amanita rubescens bezeichnen.

    17. Sieht für mich eher nach Lepista aus, evtl. Blassblauer Rötelritterling - Lepista glaucocana. Hast du mal daran gerochen?

    21. Sehe ich wiederum wie Jörg und würde ich auch als Breitblattrübling - Megacollybia platyphylla bezeichnen.

    24. & 25. Evtl. Weisser Büschelrasling - Leucocybe connata.


    In deinem letzten Beitrag mit den Milchlingen denke ich, dass die Reizker wahrscheinlich Lachsreizker - Lactarius salmonicolor sein dürften. Hast du darauf geachtet, welche Bäume in der Nähe standen? Das könnte dir auch die Bestimmung deutlich erleichtern. Der Grubige Milchling - Lactarius scrobiculatus dürfte passen. Ähnlich wäre noch der bei Weisstannen wachsende Grubige Weisstannenmilchling - Lactarius intermedius. Aufgrund der Merkmale auf den Fotos glaube ich aber eher nicht daran.


    LG

    Benjamin

    Hallo Wolfgang und Claudia


    Ich danke euch für eure Infos. Was müsste denn mikroskopisch untersucht werden? Die Sporen? Leider habe ich im Moment noch kein Mikroskop, aber für die Zukunft wäre es schon interessant. Eines möchte ich aber noch korrigierten:


    oder ob sich ein rhacodes in den Nadelwald verirrt hat, lässt sich beliebig lange ohne Ergebnis führen.

    Dann riecht rhacodes unangenehmen im Fichtenwald würde ich ihn nicht vermuten.

    Wie ich oben geschrieben habe, war der Pilz weder im reinen Nadel- noch im Fichtenwald, sondern im Mischwald mit hauptsächlich Buchen und Tannen.


    Ich denke die Pilze waren gar nicht so alt, sie hatten einfach zu trocken, da es leider schon länger nicht mehr geregnet hat und ziemlich warm war. Den Geruch empfand ich als eher etwas unangenehm, was aber evtl. auch durch die Trockenheit verursacht sein könnte.


    LG

    Benjamin

    Hallo Morena


    Vielen Dank für diese tollen Fotos, von einem Pilz, von dem ich vorher noch nie gehört habe. Ich habe jetzt auch den Beitrag Kellermonster gelesen und fand es wirklich sehr spannend. Vielleicht nimmst du lieber deinen Wohnort aus dem Profil, bevor noch alle Pilzverückten hier aus dem Forum zu dir nachhause pilgern um diesen seltenen Pilz zu sehen. ^^


    LG

    Benjamin

    Hallo zusammen


    Nachdem ich C. olivieri schon ein paar Mal gefunden habe, denke ich, dass es diesmal aufgrund der kontrastreichen Schuppen zum Untergrund Chlorophyllum rhacodes sein könnte. Seht ihr das auch so oder ist es doch wieder C. olivieri? Gefunden wurde der Pilz im Mischwald bei Buche und Tanne.










    Besten Dank im Voraus und LG

    Benjamin

    Hallo

    Wenn sich die Bücher und Webseiten nicht einig sind, wo was vorkommt, so schau ich noch gerne bei den Verbreitungskarten der Pilze. In der Schweiz hier.

    Stimmt, daran hätte ich auch denken können, danke für den Hinweis. Natürlich können auch dort Fehler sein, aber für eine Übersicht ist es wirklich gut.


    LG

    Benjamin

    Hallo Stefan

    der nimmt bis auf Tanne alles, was Nadelholz heißt. An Laubholz verirrt sich der auch hin und wieder.

    Bist du sicher, dass er Tanne nicht nimmt? Laut Tintling ist nämlich auch Tanne möglich: http://tintling.com/pilzbuch/a…haeolus_schweinitzii.html

    Leider habe ich gerade keine weitere Literatur zur Hand, da ich nicht zuhause bin.


    Was mal wieder beweist, dass die Angaben aus 123-Pilze kritisch zu hinterfragen sind.

    Welche Angaben zu Phaeolus schweinitzii sind denn falsch? Dass auf 123Pilze Fehler zu finden sind, ist mir auch schon öfters aufgefallen, aber hier habe ich irgendwie nicht verstanden, welche Angaben falsch sein sollen.


    Danke und LG

    Benjamin

    Lieber Pablo


    Alles Gute zum Geburtstag und vor allem viel Glück und Gesundheit. Ich kann mich nur anschliessen, du und deine Beiträge fehlen wirklich sehr. Ich durfte durch deine geduldigen und äusserst kompetenten Beiträge viel lernen, vielen Dank nochmal dafür.


    LG

    Benjamin

    Hallo Oehrling


    - bei letzteren steigt die Vermadungsgefahr erheblich; auf dem Dörrex trocknet nicht nur das Pilzfleisch, sondern auch die Fliegeneier oder Mini-Maden, ehe sie zu fressen anfangen können - ganz ähnlich wie bei Morcheln

    Ich bin bei Maden sehr heikel und schneide jeden noch so kleinen Gang beim Aufschneiden der Pilze direkt raus. Dass aber während dem Lufttrocknen eine Vermadung durch noch schlüpfende Eier oder Mini-Maden entsteht, ist mir jetzt eigentlich noch nie aufgefallen und ich sehe im Nahbereich sehr gut. Vielleicht trocknen die Pilze bei unser trockenen Luft dafür auch einfach zu schnell. Bezüglich der Farbe würde ich meine jetzt eigentlich auch als hell bezeichnen:



    Jedenfalls habe ich beide Varianten ausprobiert und obwohl ich den Dörrautomaten auf 40 bis 45 Grad eingestellt hatte, war ich mit dem Ergebnis nie so richtig zufrieden. Daher bleibe ich lieber beim Lufttrocknen.


    LG

    Benjamin

    Hallo zusammen

    Steinpilze trocken ich niemals. Das macht für mich keinen Sinn, weil das feine Steinpilzaroma dabei verloren geht.

    Zuerst mal auch von meiner Seite ganz herzlichen Glückwunsch zum PSV. :thumbup: Mit deiner Aussage zu den Steinpilzen bin ich aber gar nicht einverstanden. ^^ Bei mir ist die Devise nämlich, Steinpilze trockne ich fast immer, da das Steinpilzaroma dadurch viel intensiver wird.



    Ich habe also die Pilze in ganz dünne Scheiben geschnitten (ca 1 - 2 mm) und auf Backpapier bei 50 Grad ca. 3h getrocknet bis diese raschelnd trocken waren und sich brechen ließen. Die liegen jetzt in einem luftdicht verschlossenen Glas.

    Was mir direkt auffiel war der sehr milde Geruch. Das typische Steinpilzaroma fehlt fast völlig, man nimmt es nur ganz schwach war.

    1 - 2mm finde ich schon sehr dünn. Ich schneide die Steinpilze normalerweise schon in mindestens 5mm dicke Scheiben, da ich bei einer späteren Verwendung auch noch etwas von der Konsistenz der Pilze merken möchte. Dann lege ich ein Küchentuch auf ein Backblech und darauf die Steinpilzscheiben. Diese lege ich dann in meinen kleinen Wintergarten zum Trocknen (bis sie komplett trocken sind, ich denke das sind meistens etwa 2 Tage). Dazu muss ich sagen, dass ich das nur bei Steinpilzen so mache, alle anderen Pilze trockne ich mit einem Dörrautomaten. Bei den Steinpilzen war ich da aber mit dem Ergebnis nicht zufrieden, deshalb werden diese bei mir nur noch Luftgetrocknet. Ich wohne aber in den Bergen und bei uns ist die Luft relativ trocken, dadurch hat man eigentlich nie Probleme mit Schimmel. Wenn man im Flachland wohnt, denke ich muss man bei meiner Methode schon sehr aufpassen, dass sich kein Schimmel bilden kann. Die Röhren lasse ich nur bei jungen Exemplaren dran, sonst entferne ich sie, trockne sie und mache daraus später im Mörser ein Würzpulver.


    LG

    Benjamin

    @Mykoprince Schön geschrieben. Ich stecke mir im Wald eigentlich auch immer die Hose in die Socken und das nicht nur wegen der Zecken. Wenn jemand schon mal in einer Ameisenstrasse Pfifferlinge gesammelt hat, weiss vielleicht, wie es sich anfühlt, wenn plötzlich mehrere Ameisen die Beine hochkrabbeln. Ist mir einmal passiert. :) Interessant finde ich auch, dass ich Pfifferlinge wirklich oft genau in einer Ameisenstrasse finde (vielleicht ist das aber auch nur Zufall).

    Kürzlich war ich mit einer Gruppe im Wald und wir sind teilweise durch ziemlich dichtes Gestrüpp. Einer in der Gruppe hatte nach relativ kurzer Zeit dann eine Zecke im Gesicht, hat sie aber zum Glück noch rechtzeitig bemerkt. Ich blieb zum Glück, wie bisher immer, verschont.


    Was du deinem Text vielleicht noch hinzufügen könntest, ist, möglichst bald nach einer Tour zu duschen. Falls die Zecken noch am Körper rumkrabbeln, spült man sie dann noch rechtzeitig den Abfluss runter.


    LG

    Benjamin

    Hallo Dezja


    Der Pilz ist eigentlich für eine Bestimmung schon zu alt. Meistens tut man sich keinen Gefallen, wenn man versucht so alte Fruchtkörper zu bestimmen. Beim betrachten der Bilder wären mir am ehesten noch Ackerlinge - Agrocybe in den Sinn gekommen. Z.B. https://www.123pilzsuche-2.de/…/VoreilenderAckerling.htm der auch noch im Herbst vorkommen kann. Aber ich kenne mich in der Ecke wirklich schlecht aus und das ist nur eine Idee meinerseits. Hier meldet sich sicher noch jemand, der mehr dazu sagen kann.


    LG

    Benjamin

    Hallo

    ist wohl eine nicht ernst gemeinte Reaktion auf die Aussage von Benjamin im Beitrag unmittelbar davor.

    Frag mich z.B. etwas zu meinem Hassthema den Täublingen und du wirst merken, wie wenig ich darüber weiss.

    Meine Aussage war aber eigentlich in dem Sinne gemeint, dass ich nur wenige Täublinge bestimmen kann und nicht, dass ich Täublinge nicht von Milchlingen unterscheiden kann, daher habe ich den Witz im Beitrag von Kupfergraben jetzt nicht so ganz verstanden.


    Wenn der Beitrag hier schon nochmal belebt wird, möchte ich vielleicht noch kurz etwas dazu sagen, wie das Foto vom Grünen Knollenblätterpilz oben im ersten Beitrag entstanden ist. Und zwar wurde uns ein Schälchen mit Stäublingen/Bovisten und dem ganz jungen noch geschlossenen Exemplar vom Grünen Knollenblätterpilz gereicht. Dann wurde gefragt, was uns hier auffällt. Beim Knolli hat man gleich gemerkt, dass da etwas anders ist, es hat sich einfach anders angefühlt, nämlich wie eine feste Kugel in Watte gepackt. :) Der Geruch war auch wahrnehmbar, allerdings nur sehr leicht, einige haben auch gar nichts gerochen.


    LG

    Benjamin

    Hallo Lukas

    Paralepistopsis amoenolens wäre zumindest noch eine Idee... falls der Geruch gepasst hat.

    Ich danke dir für den Vorschlag, aber das kommt geruchstechnisch nicht hin und Paralepistopsis amoenolens ist daher auszuschliessen. Zudem hat Werner jetzt einen Like zu meiner Vermutung von Paralepista gilva gegeben und daher habe ich an dieser Bestimmung jetzt eigentlich keine Zweifel mehr.


    LG

    Benjamin

    Hallo Stefan


    Für mich sieht das auch nach einer Netzhexe aus. Der Satansröhrling hätte einen gelben Röhrenboden, der hier ist rot.


    LG

    Benjamin

    Hallo zusammen


    Mareen Vielen Dank für die Infos und gute Besserung mit deinen Bissen.


    Martin KaMaMa Ich danke auch dir ganz herzlich für diese ausführliche Beschreibung und habe beim Fahren regelrecht mit dir mitgefühlt. Das kann im Auto schon schnell mal gefährlich werden. Auch eine Wespe im Auto ist nicht so angenehm.


    Mal sehen, vielleicht melden sich ja noch ein paar Schweizer hier und können was dazu sagen. Z.B. CH-Andy und Corinne habt ihr mit diesen Tierchen schon Bekanntschaft gemacht?


    LG

    Benjamin