Beiträge von Suku

    Lieber Michael, ein gut gemeinter Rat. Hör nicht auf boccaccio und Climbingfreak: Lass. Dich. Nie. Auf. Phytos. Ein!

    Und wenn, dann nur um sie vollständig, also bis auf die letzte Thelie oder Uredie oder wie auch immer die Dinger genannt werden, auszurotten.

    Ansonsten werden die sich irgendwann rächen und deine (Vor)-Gartenpflanzen vernichten.

    Danke, liebe Claudia, für diesen wohlgemeinten Rat. Jeder Mensch, der wie ich, Stockrosen im Garten hat aber jegliche wie auch immer gearteten *izide meidet, wird innerhalb kürzester Zeit den Überblick verloren haben, ob er/sie jetzt gerade Phytos oder besagte Stockrosen kultiviert. Meinem Garten ist kein Grauen fremd.


    LG Michael

    Danke Climbingfreak für die Bestimmung und Dir, boccaccio, für die Erläuterungen des Mikrosettings und die weiteren Infos. Ihr macht euch hier immer sehr viel Arbeit mit Anleitungen und Einordnungen. Für mich ein toller Luxus, sozusagen ein Mikroskopierkurs online. Ich hoffe, dass auch andere davon profitieren.


    LG Michael

    Lieber Phytoparasiten-Connaisseure*innen,


    am Samstag habe ich mal interessehalber Blätter von Eichenschößlingen mitgenommen, die einen weißlichen Belag aufwiesen. Mich hat interessiert, wie das unter dem Mikro aussieht.


    Blattoberseite


    Blattunterseite


    Ich habe von der Oberseite mit Tesafilm von der Oberfläche Material entnommen, Baumwollblau auf einen Objektträger getropft (ich weiß: immer erstmal in Wasser, aber mir ging's auch drum die Strukturen etwas besser erkennen und fotografieren zu können). Tesa daraufgelegt, ein Tröpfchen Wasser drauf, dann Deckglas und Öl.


    Die Sporen habe ich nicht vorschriftsmäßig gemessen, aber eine stellvertretend. Die war überraschend groß: 10x5.


    Spore


    Konidie mit kettenförmiger Abschnürung?


    Da wird gerade eine Spore abgeschnürt


    Nochmal sowas


    Hyphen und Konidienträger?



    Nochmal Sporen


    Kann das echter Mehltau an Eiche sein?

    Ich habe recherchiert, dass es mehrere Arten gibt. Die häufig beschriebenen braunen Pünktchen auf den Blättern könnte ich nicht finden.


    LG Michael

    Ich danke euch, Konstantin Plump und boccaccio. Ich werde auf jeden Fall bei einer Scleroderma mal Spülmittel als Zusatz ausprobieren. Terigitol habe ich nicht und werde es mir wohl zunächst auch nicht zulegen, weil meine Prioritäten noch andere sind. Google hat mir erklärt, dass das (wie Spülmittel auch) ein Tensid ist. Ansonsten kommt von der nächsten Amanita frisches Sporenpulver ungequetscht unters Mikro. Wenn ich die Wimmelei nicht in den Griff bekommen sollte, nehme ich einen Liter hochkonzentrierte Seifenlauge als Medium ;) .

    LG Michael

    Nachtrag: Die Tröpfchen in den Bildern oben halte ich auch für Öltröpfchen, vermutlich aus zerdrückten Sporen.

    Danke, Björn, für die ausführliche Beschreibung. Ich habe das Präparat in der Tat gequetscht, weil die klumpige Sporenmasse ansonsten zu viellagig gewesen wäre. Merke: Abwurfsporen sind ungeeignet als Quetschpräparat.


    LG Michael

    Hallo Michael,

    versuche überschüssiges Wasser am Deckglasrand solange abzusaugen ( Schnipselchen Küchenrolle, Papiertaschentuch), bis die Sporen nicht mehr flitzen!

    LG Rainer

    Danke Rainer, ich habe schon mit sehr wenig Wasser bzw. Melzers gearbeitet. Aber absaugen ist natürlich nochmal reduzierender. Hast du Erfahrung mit diesen Tröpfchen? Ist das bei einem Abwurfpräparat bei Amanitas häufiger so?


    LG Michael

    Hallo miteinander,


    eine Frage an die Mikroexpert*innen:

    Die Amanita hat trotz ihrer Jugend einen Sporenabwurf geliefert. Der ist schön getrocknet und ich habe eine winzige Menge auf dem Deckglas positioniert, einen sehr kleinen Tropfen Wasser dazu, gut gerührt. Mischen war nicht, die Sporen sind hydrophob. Mit dem Deckglas und Öl bei 1000er Vergrößerung gab es dort, wo die Sporen nicht klumpig lagen, ein Heidenspektakel. So schnell, wie die durchs Medium gerauscht sind, konnte ich kaum nach justieren, geschweige denn messen. Es gab etliche Verunreinigungen durch Tröpfchen, die ich als Öl interpretiert habe:



    Ich habe es dann in Melzers versucht, wesentlich besser war das nicht, außer dass die Amyloidität erkennbar war, stärkere Klumpung und weiter flitzende freiliegende Sporen. Was mache ich falsch? Danke schonmal.


    LG Michael

    Diesen hübschen Burschen in seiner Butterblume möchte ich euch auch nicht vorenthalten...vllt weiß jemand, wie das Käferchen heißt? Google hat mir "Smaragd-Fallkäfer" ausgespuckt; stimmt ihr zu?

    Hi Grüni,


    in Anbetracht der Winzingkeit (eine Butterblume hat ca. 2,5 cm Durchmesser) denke ich, Google hat recht. Für einen Rosenkäfer ist der zu klein, der Smaragd- Fallkäfer (Cryptocephalus aureolus) hat ca. 4-6mm. Das kommt verhältnismäßig hin.


    LG Michael

    Liebe Interessierte,


    heute ging es nochmal in den Park. Da hat sich in den letzten 2 Wochen einiges getan. Viele Arten, wenige Exemplare. Eine richtige Kolonie fand ich von Ackerlingen, ich vermute Agrocybe praecox. Zum Teil hatten die Hüte 10 cm Durchmesser, es hätte mehr als eine komplette Mahlzeit gegeben.


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    1b.


    1c.


    Dann mein erster Wulstling des Jahres. Ja, ich weiß, Babys und Greise... Trotzdem bin ich, v.a. wegen der fehlenden Rottöne, der Riefung der Manschette (unsicheres Merkmal), v.a. aber des markanten Geruchs nach Kartoffelkeller mit einer würzigen Note nach Rettich sicher, dass es sich um ihre graue Eminenz Amanita excelsa handelt.


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    2c.


    2d.


    2e. Lamellenscheide


    2f. Ist das eine Cheilozystide?


    Weiter geht es mit meinem ersten Pfifferling des Jahres. Der war noch so winzig, dass ich die Finger davon gelassen und weitere Bestimmungsversuche sein gelassen habe.


    3a.


    2b.


    Über Tintenfische so früh im Jahr habe ich mich gewundert. Da will ich gerne die Sporen mikroskopieren und habe deshalb einen Arm in einem geschlossenen Behältnis mitgenommen. <X Erstaunlich, wieviel Gestank so ein winziges Stück verbreiten kann. In der Küche habe ich nur kurz den Deckel geöffnet, sofort stank es im ganzen Raum unerträglich. Jetzt wohnt er bis zur Mikroskopie auf der Terrasse.


    4a.


    4b.


    4c.


    4d.


    Bilder der Gleba

    4e. Sporen mit ca. 5,5 x 3,0 ziemlich klein


    4f. Weitere Strukturen in der Gleba, keine Ahnung, was das ist. Jedenfalls ist rotes Pigment erkennbar.



    Erdritterlinge unter Eiche hatte ich in diesem Jahr schon gefunden, jetzt habe ich einige winzige Exemplare mitgenommen, um sie aussporen zu lassen. Eine engere Eingrenzung traue ich mir aufgrund fehlender Kenntnisse nicht zu.


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    5b.


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    Schließlich noch mein erster Täubling in 2026. Auch hier: nähere Bestimmung zunächst nicht. Begleitbäume auch hier Eichen. Ich habe nicht probiert, der war zu sehr heruntergekommen. Die Lamellen waren erstaunlich zäh, sind weder verschmiert, noch wie Mandelblättchen gesplittert. Ich habe nur ein Stück Stiel mitgenommen, weil ich gerne die kugelförmigen Zellen, die den Käsebruch erzeugen, sehen möchte.


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    6d. Aus dem Stielzentrum


    4e. In Kongorot


    4f. Upps.


    Auf einem Stumpf, den ich nicht identifizieren konnte, ein Weichporling. Zunächst dachte ich an Nadelholz-Braunporling, der passt aber irgendwie zu meinen Schnittbilderfahrungen nicht. Außerdem ist er ziemlich zäh. Jedenfalls hat der, wie ein Schwamm, sehr viel Wasser gespeichert. Das Teil ist nahezu geruchlos.


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    7b.


    Danke für's Anschauen. Mikrobilder ergänze ich bei Zeiten.


    LG Michael

    Folgendes muss gesagt werden:

    Die Polit-Grünen haben zur Zeit ihrer Regierung die deutsche Bevölkerung derart geärgert/schikaniert, das viele Leute, bei denen man vor Jahren noch das eine oder andere Naturschutz-Thema ansprechen konnte "dicht gemacht" haben. Man dringt nicht mehr durch und gewinnt kaum Verbündete. Dazu kommen gravierende Alltagssorgen. Vor einem halben Jahr habe ich mal mit der sächsischen Landesverbandsvorsitzenden des NaBu telefoniert, um ihr ein Problem anzutragen. Dabei erfuhr ich, dass sie bei der Presse kaum noch ein offenes Ohr findet; Naturschutz würde kaum auf Interesse stoßen.

    Lieber Kauz,


    ich teile deine Beobachtung, dass es eine zunehmende Müdigkeit/Genervtheit/Desinteresse zu Naturschutzthemen gibt. Auch ich finde das äußerst bedauerlich und freue mich über dein Engagement und auch über die Erläuterung deiner Erfahrung zu möglichen Vorgehensweisen. Deine Hypothese zu den Gründen für diese Erscheinung teile ich allerdings nicht. Und ich gebe zu: ich ärgere mich darüber, dass du das hier lancierst und damit vermutlich eine politische Diskussion vom Zaun brichst, die zum Einen zu keiner Lösung führen wird. Zum Anderen gibt es hier einen weitestgehenden Konsens, dass politische Diskussionen, zumal wenn sie parteipolitisch sind, außen vor bleiben sollen. Bislang unterscheidet uns von den (un)sozialen Medien, dass hier wenig polemisiert wird und zumindest mein klarer Wunsch ist, dass das auch so bleibt.


    Dir, liebe Claudia Wutzi, wünsche ich gute Nerven für deine Initiative.


    Liebe Grüße


    Michael

    Hi Eddie,


    Schwarzblauender Röhrling (Cyanoboletus pulverulentus) ist raus? Die sehr dunkle Stielfärbung am kompletten Stiel so gleichmäßig erinnert mich daran.


    LG Michael

    Hi,


    die Fruchtkörper sind schon ziemlich groß und m.E. erntereif, wenn nicht sogar schon darüber hinaus. Ich bin etwas über die Farbe verwundert, kenne die aus einem eigenen Versuch sehr deutlich rosa.


    Den Geruch fand ich damals sehrgewöhnungsbedürftig mit einer deutlichen Komponente nach Fisch. Das ist insofern schwierig, als das eben auch Verderbnis anzeigt und das dann schwierig zu unterscheiden ist.


    LG Michael

    großflächiger Befall mit falschem Mehltau vor zwei Jahren. Bis heute hat sich der Teppichphlox nicht richtig erholt.

    Guten Tag miteinander,


    für viele Lebewesen ist Mordor ihr zu Hause. Aber das Auenland scheint irgendwie sympathischer.


    LG Michael

    bei dir weiß frau ja nie, ob der Pilz echt ist oder KI-generiert. Aufgrund des Zustandes vermute ich aber einen Echtfund.

    Hallo Claudia,


    wenn KI Bilder in dieser überschaubaren Fotoqualität generieren würde, dann würde ich mich damit nicht mehr so allein fühlen ==lamtoedlich

    Auch wenn der Ärmste schon Schlimmes erlebt haben muss.

    Wahrscheinlich was sehr ärgerliches. Dem ist der Hut hochgegangen. Danke für die Glückwünsche.


    LG Michael

    Hi Bläuling,


    Ich denke an eine Hornissenschwebfliege (Volucella zonaria). Kannst du ja mal vergleichen.


    LG Michael


    Edit: ne, ich habe die 4cm überlesen. Das ist viel zu groß.

    Hallo zusammen,

    was spricht denn gegen Entoloma conferendum? Die Sporenform liegt m. E. noch im passenden Rahmen.

    LG Karl

    Hallo Karl W ,


    vielleicht nichts, aber pädagogische Erwägungen zur motivalen Unterstützung könnten diese Vermutung bislang zurückgehalten haben? Jedenfalls wäre dann klar, warum ich Basidien und Zystiden im Präparat nicht differenzieren konnte :). Danke für deinen Hinweis.


    LG Michael

    Danke Björn boccaccio und Wolfgang P. ,


    der schmächtige Fruchtkörper hat über das Wochenende bei schlechter Lagerung das Zeitliche gesegnet. Ich werde die Tage schauen, ob ich die Fundstelle wieder finde. Nach Zystiden an der Lamellenschneide werde ich dann ggf. suchen, ob ich sie identifizieren kann werde ich sehen. Ich glaube, das Pigment der Huthaut zu untersuchen ist bei meinem derzeitigen Kenntnisstand noch nicht dran. Auch Fungi Europaei 5B ist aktuell für mich nicht angesagt, zu speziell, ich brauche zunächst viel mehr Basiswissen. Sporenpulver habe ich verwahrt, ich werde beizeiten die Sporen nach eurer Anleitung messen. Das wird zur Bestimmung nicht reichen, aber zur Übung ist es allemal dienlich.

    Sollte ich die Fruchtkörper auf der Wiese wiederfinden, werde ich die Lamellenschneide erneut mikroskopieren und die Bilder hier einstellen. Vom aktuellen Versuch habe ich leider keine Bilder gemacht, die Unterscheidung von Basidien, Basidiolen und Zystiden ist mit dabei jedenfalls noch nicht gelungen.

    Danke für eure Unterstützung. Auch wenn ich vielleicht damit z.Z. noch überfordert bin, wird es Leser*innen geben, die davon profitieren.


    LG Michael

    Schnallen sehe ich in deinen markierten Kästen keine.

    Danke Stefan,


    schade, dann muss ich mal noch weiter suchen. Das ist wie mit den Pilzen: hat man erst mal eine Art gefunden, ist es einfacher. Irgendwie muss das mit trainierter Mustererkennung zusammenhängen. Sterigmen finde ich inzwischen problemlos, Schnallen sind das aktuelle Lernfeld.


    LG Michael

    Verehrtes Fachpublikum,


    gestern fand ich im Park einige Rötlinge, es waren 4 oder 5 Fruchtkörper, mit etwas Abstand. Standort auf einer Wiese, Eichen mit Abstand. Geruch deutlich mehlig/gurkig.





    Der Stiel ist erkennbar mit Torsion. Den Rost auf dem Gras habe ich erst auf den Bildern zu Hause gesehen :giggle:.

    Sporenpulver ist erwartbar rosafarben.


    Gemessen habe ich die noch nicht, ich wüsste auch nicht genau, wie bei diesen Formen. Die Interpretation der Form finde ich schwierig, weil vielfältig.



    Hier die HDS. Weil ich gerade erst mit dem mikroskopieren beginne, bin ich mir nicht sicher, was ich sehe. Sind das Schnallen? Danach habe ich gesucht.




    Ich habe versucht mit Pilze Mitteleuropas zu schlüsseln, hatte aber mit den Entscheidungen Schwierigkeiten. Der Hut erscheint mir z.B. leicht filzig, nicht kahl, entsprechend ein Filzrötling?


    Danke für Tipps, auch zur Interpretation der Mikrobilder.


    LG Michael

    Du erlaubst Dir einfach einen Flocki eher als ich zu finden :gkopfwand: . Das ist doch wohl eine Frechheit ;)

    Der Pilz dachte sich wohl: „Schon wieder Neidpark? Nee, ich brauch Tapetenwechsel.“ :cool:


    Gratuliere sehr zu deinem heutigen ersten Flocki. Ich habe heute auch meinen ersten finden dürfen,

    Danke, es gab sonst gestern aber erstaunlich wenig. Der Regen muss seine Wirkung wohl erst noch entwickeln. Viel Glück dir bei deinen weiteren Touren.


    LG Michael