Ohgottohgott
Ein König, gefürchtet in Stadt und Land,
Kotzbrocken würd' er heute genannt.
Schikanierte sein Volk wie's ihm gefiel,
And're zu nerven sein höchstes Ziel.
„Schaff mir ein Mahl – ein himmlisches Glück",
Sprach er zum Koch einst, "hängst sonst am Strick".
"So deliziös, dass seelig ich schwebe,
Die Party des Lebens auf Wolken erlebe".
Der Koch ging schweigend in den Wald,
Hat' seinen Korb gefüllt schon bald
Was pilz'ges er bei Kuhmist fand,
Im Korb unter der Decke verschwand.
Zurück am Hofe, mit zitt'riger Hand
Kocht' er die Speise, serviert' sie gespannt.
Der König verschlang sie mit gierigem Blick,
Kein Bissen blieb übrig, kein kleines Stück.
Sein Gesicht wurde bleich, geriet ihm zur Fratze,
Tropfen von Schweiß rannen ihm von der Glatze.
„O göttliche Speise! O himmlische Lust!
Erfüllst mir mit Zauberkraft meine Brust!“
Taumelnd sprang er auf von dem Stuhle,
Ein schrillender Chor ward zur Bambule.
Ein Heer von Dämonen, grinsend und starr,
folgte ihm staksend, schwankend, bizarr.
„Seht nur! Mein Hofstaat", schrie er voller Gier,
"Die Mächte der Nacht – sie dienen jetzt mir"
Er johlte und tanzte, die Krone hing schief,
Die Geister des Grauens er zu sich rief.
Die Treppen hinauf, die Zinne erklommen,
Der Wind blies scharf, er wurde benommen.
„In meiner Allmacht, erhebt euch, ihr Winde!
Damit ich mit euch in den Wolken verschwinde."
Er breitet die Arme, ein letzter Blick,
Dann sprang er hinaus – kein Weg zurück.
Ein Schrei verhallte im dunkelen Grund,
Die Dämonen verstummten zur selben Stund'.
Man munkelt noch heut' bei Bier und bei Brot:
"Das Falsche des Waldes bringt uns den Tod."
Wer nimmt, was Geist und Sinne beugt,
Wird Narr übler Bilder, die er erzeugt.