Beiträge von Luca

    Hey,


    schön, dass euch meine Funde gefallen. Ich war gestern erneut in dem kleinen Waldabschnitt und es gab direkt wieder ein paar ziemlich interessante Funde. Echt verrückt, was in dem kleinen Bereich im Vergleich zum restlichen Wald abgeht.

    Wenn ich es schaffe werde ich heute oder morgen davon berichten:)


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    heute war ich auf einer kleinen Tour in meinem Hauswald unterwegs, unter anderem mit dem Ziel etwas für's Pfännchen zu sammeln. Leistlinge erwartete ich in hier bisher nie. Ich konnte in diesem Wald bisher nur einige Trompetenpfifferlinge finden. Pfifferlinge sind hier sehr selten. Dass solche Funde wie heute möglich wären, hätte ich nie geglaubt. Ich bin davon ausgegangen ich müsse weiter weg um solche Arten anzutreffen.


    Los ging es mit drei kleinen Pfifferlinge in einer Roteichen-Pflanzung, über die ich mich freute. Im selben Waldstück gab es noch vereinzelt Knollenblätterpilze, einige Rotbraune Scheidenstreiflinge (Amanita fulva), einen jungen, aber bereits komplett madigen Steinpilz und viele Flaschenboviste.

    Weiter unzählige, leider vertrocknete Babys an Trompetenpfifferlinge, häufig eine kleine gelbe Cortinarie, die ich mir nicht näher anschaute und zum ersten mal für mich einen Grünspanbecherling.


    Danach begab ich mich in ein Stück des Waldes, an dem ich schon zig male vorbeikam, aber nie näher nachschaute. Was mich darin erwartete war einfach unglaublich. Ich kam an einen Stelle mit schönen alten Rotbuchen. Die Artenvielfalt war an der Stelle enorm, das Pilzaufkommen viel größer als einige Dutzend Meter weiter, wo der Wald teilweise wie leergefegt war. Ich konnte nicht glauben, dass ich an dieser Stelle bisher immer vorbei gegangen bin. Neben einigen Korallen, Gallertkäppchen, Stoppelpilzen und verschiedenen Täublingen, konnte ich folgende Funde machen.


    1. Überall stand der Graue Leistling (Craterellus cinereus) in großen Büscheln mit teils riesigen Fruchtkörpern. Bisher hatte ich die Art erst einmal im Pfälzer Wald finden können. Hier war es die größte Ansammlung einer Art, die ich jemals zu Gesicht bekam. Was in mein Körbchen gelangte war ein winziger Bruchteil von dem, was im Wald stand.


    2. Der nächste Kracher war für mich die Schwärzende Kraterelle (Craterellus melanoxeros). Leider wurden die meisten Bilder meines Smartphones heute, vor allem bei diesem Fund, sehr unscharf. Bemerkt hatte ich es erst zu Hause:(


    3. Am Ende dann noch die Herbsttrompete (Craterellus cornucopioides). In diesem Wald auch noch nie gefunden.


    4. Wahrscheinlich ein trivialer Fund, aber ich würde mich um Bestätigung freuen. Hier sollte doch nichts anderes als der Wollige Milchling (Lactarius vellereus) in Frage kommen, oder?


    Ich hoffe meine Begeisterung kommt nicht zu übertrieben rüber. Ich war einfach geflasht, dass es so etwas mehr oder weniger direkt vor meiner Haustür gibt und ich es vorher nicht entdeckt hatte.


    Viele Grüße

    Luca

    Wow Felli,


    vielen Dank für deine Antwort.

    dein Borstling Bild 4

    dürfte der halbkugelige Borstling- Humaria hemisphaerica sein.

    Auf den kam ich bei meiner Recherche auch. Kann man den allein makroskopisch halbwegs sicher bestimmen? Hatte ein zwei Arten der Gattung Trichophaea gesehen, die ähnlich ausschauten.


    Dein Bild Nr. 5 ist wirklich sehr ungewöhnlich!

    Makroskopisch würde ich dem Eselsohr zustimmen und

    für die dunklen Ohren den Arbeitsnamen Otidea mirabils/ oder O. bufonia vorschlagen.

    Verrückt, dass da dann zwei Arten direkt an der selben Stelle fruktifizierten. Ohne Mikro bleibt's dann bei Otidea spec.


    Bei den Lorcheln bleibt's auch bei der Gattung. Da kann ich ohne Erfahrung und Mikro nix zu sagen.

    Bild 20, da kannst mal mit Clavulina cinerea vergleichen.

    Dankeschön, das passt sehr gut, den sollte ich als C. cinerea ablegen können, oder?

    zeigt meiner Meinung nach nicht H. sinapizans, da stimmen für mich einfach die Farben und der Habitus nicht, evtl. H crustuliniforme

    Für mich passte H. sinapizans sehr gut. Der Stiel war hohl und es zeigte vom Hut ein Zahn nach unten. FoTE: "stem is [...] hollow with a downwards-pointing tooth in the top part". Tröpfchen waren auf den Lamellen keine. Der Hut war tendenziell eher etwas dunkler/bräunlicher als auf dem Bild. Vielleicht ist es mit den Angaben klarer. Ich hatte aber bisher noch keine Hebeloma in der Hand. Vielleicht kann da nochmal jemand drüber schauen.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    heute war ich gegen Abend mit dem Rad nach längerer Zeit mal wieder im Wald. Auf den ersten Blick war nicht so viel los. Die typischen Speisepilze und Mykorrizha bildenden Pilze waren kaum vertreten. Vereinzelt zeigte sich eine einzelne Amanita wie der Grüne oder Gelbe Knollenblätterpilz. An Röhrlingen konnte ich nur einen Raufuß finden. Unglaublich war jedoch die Artenvielfalt kleiner Pilze in der Laubstreu. Als ich mich zu einem Pilz bückte sah ich am Boden meist eine Handvoll weitere. An manchen Stellen hätte man sich auf wenigen Quadratmetern ewig verweilen können.

    Die Pilzwelt zeigte mir mal wieder eindrucksvoll wie wenig Ahnung ich von ihr habe. Die Mehrheit der Pilz konnte ich nicht ansatzweise namentlich ansprechen. Da ich auch nur ca. eine Stunde Zeit hatte, beschloss ich einfach mal die Eindrücke zu genießen und die Bestimmung blieb weitestgehend außen vor. Ich versuchte einige Bilder einzufangen, da ich aber von Fotografie noch weniger Ahnung habe und nur mit dem Smartphone knippste, kommt die Schönheit leider nicht ganz rüber.


    Hier einige Bilder der kleinen Tour. Auch wenn die Bestimmung zweitrangig ist und ich größtenteils keine Merkmale erhoben habe, freue ich mich, falls doch jemand spontane Gedanken zu den Funden hat.


    1. Violetter Lacktrichterling (Laccaria amethystina)


    2. Einer der Raufüße, da unter Hainbuche nehme ich einfach mal den Hainbuchen-Raufuß (Leccinellum carpini) an


    3. Für mich ein Erstfund, der Zitterzahn (Pseudohydnum gelatinosum)


    4. Ein Borstling


    5. Ein Öhrling, das Eselsohr (Otidea onotica) könnte gut passen. Ich weiß jedoch nicht, ob man den so einfach makroskopisch festnageln kann. Einen rosa Ton des Hymeniums konnte ich lediglich erahnen. Bemerkenswert fand ich die dunklen Fruchtkörper in direkter Nachbarschaft zu den hellen. Hat da schon jemand ähnliche Beobachtungen gemacht oder kann mich aufklären?


    Auf einem ehemaligen Holzlagerplatz war der Artenreichtum besonders groß:


    6. Unzählige Exemplare des Gestreiften Teuerlings (Cyathus striatus)


    7. Unbekannte Winzlinge


    8. Eine Hasenpfote (Coprinopsis lagopus) oder etwas aus der Verwandtschaft? Laut FoTE ein schwieriger Komplex


    9. Noch ein Tintling


    10. Den habe ich leider nicht scharf bekommen. Der Stiel war leuchtend gelb, vielleicht der Gelbstielige Dachpilz (Pluteus romellii)


    An einer sehr feuchten Stelle gab es folgende Funde:


    11.


    12.


    13.


    14.


    15. Eine Lorchel


    16. Und eine Zweite. Sieht noch jemand die Maus?


    17. Das Gallertkäppchen (Leotia lubrica)


    18. Den habe ich mir näher angeschaut und lande beim Rettich-Fälbling (Hebeloma sinapizans)


    19. Weitere Korallen


    20.


    21. Und zum Abschluss ein Bekannter, der Schwefel-Ritterling (Tricholoma sulphureum)


    Da kam in der kurzen Zeit doch ganz schön was zusammen. Ich bin gespannt, was sich in den nächsten Wochen tut. Vielen Dank für's Mitschauen.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    gestern bin ich früh los um trotz der hohen Temperaturen eine größere Runde im Oberen Mundatwald an der deutsch-französischen Grenze zu drehen.

    Das Pilzaufkommen war insgesamt nicht sehr groß. Mit den Kilometern kamen aber doch einige schöne Funde und Bilder zusammen. Auch waren wieder einige Erstfunde für mich dabei. Neben unzähligen Kartoffelbovisten und vereinzelt, meist überständigen Täublingen war vor allem die Vielfalt an Leistlingen bemerkenswert. Ich würde mich freuen, wenn ihr mich noch einmal virtuell auf meiner Tour begleitet. Hier einige Funde und Bilder der Tour:


    1. Den Anfang machte der Graue Leistling (Craterellus cinereus), direkt der erste Neue für mich.

    IMG_20210813_091429.jpg


    2. Der Echte Pfifferling (Cantharellus cibarius) darf bei dieser Vielfalt an Leistlingen natürlich nicht fehlen.


    3. Der nächste aus der Verwandtschaft war die Krause Kraterelle (Craterellus undulatus).


    4. Nach einer längeren Durststrecke bin ich auf ein enormes Vorkommen an Totentrompeten (Craterellus cornucopioides) gestoßen, von denen die schönsten den Weg in mein Körbchen fanden.

    Vergleich zum Grauen Leistling:


    5. Ausblick von der Burgruine Guttenberg:


    6. Ein Schmetterling, der dabei war seine Flügel auszubreiten. Nach kurzem Bildvergleich könnte es der Russische Bär (Euplagia quadripunctaria) sein. Von Schmetterlingen habe ich jedoch überhaupt keine Ahnung, vielleicht kann hier jemand was dazu sagen, der sich besser auskennt.


    7. Bei den Pfifferlingen ging es weiter mit dem Samtigen Pfifferling (Cantharellus friesii)


    8. und dem Amethyst-Pfifferling (Cantharellus amethysteus), dem zweiten Erstfund für mich.


    9. Keine Seltenheit, aber für mich ein weiterer Erstfund, der Ohrlöffelstacheling (Auriscalpium vulgare).


    10. Ein Kracher gab es noch ganz am Ende der Tour. Als ich vom Wegesrand über eine kleine Klippe schaute, zeigte sich mir folgendes Bild:

    Ich dachte sofort, das kann nur der leuchtende Ölbaumpilz (Omphalotus illudens?) sein. Der vierte und letzte Erstfund für mich. Neben diesen sahen sogar die Pfifferlinge blass aus. Solch eine kräftig leuchtende Farbe habe ich bisher noch nie in der Natur gesehen. Leider bringen die Bilder die Eindrücke und Farben nicht optimal rüber.


    11. Die Ausbeute der Tour:


    Es war wirklich ein gelungener Ausflug. Die Pfifferlinge habe ich mit etwas Zwiebel angebraten, einige Kräuter zugegeben und zusammen mit ein paar gehackten Tomaten, Zwiebeln und Schmand-Creme einen Flammkuchen belegt. Kann ich nur empfehlen, falls mal jemand von euch nicht weiß was anfangen mit Pfifferlingen. Ein Foto habe ich leider nicht, war zu schnell aufgefuttert^^


    So, das war's. Vielen Dank fürs Begleiten.

    Viele Grüße

    Luca

    Hallo Großstadtpilz,


    vergleiche mal mit dem Klebrigen Hörnling (Calocera viscosa). Der ist sehr häufig.
    Er ist vor allem durch sein elastisches, knorpeliges Fleisch von Korallen zu unterscheiden.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo Werner,


    vielen Dank für die Erläuterungen. Die von dir gezeigten Bilder, die von Karl und die in FoTE passen alle zusammen. Das von dir gezeigte Bild ist schon fast identisch mit der Abbildung von C. melanoxeros in FoTE.

    Was mir schwer fällt ist meinen Fund dieser Reihe zuzuordnen. Bei keinem der gezeigten Bilder finde ich die Ähnlichkeit zum Trompetenpfifferling so frappierend, als bei meinem Fund. Ich hätte den ohne das Schwärzen niemals von C. tubaeformis abgrenzen können. Bei allen anderen Bildern scheint mir die Ähnlichkeiten viel geringer. Vermutlich fehlt mir da einfach völlig die Erfahrung, da ich die Pilze noch nicht oft in der Hand hatte.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo Karl,


    ich weiß nicht warum ich mir damit so schwer tue. Deine Bilder passen für mich zu der Beschreibung und dem Bild in FoTE von C. melanoxeros. Deinen Fund hätte ich nicht mit dem Trompetenpfifferling verwechselt.

    Mein Fund hatte für mich dagegen vom äußeren Erscheinungsbild extreme Ähnlichkeit mit dem Trompetenpfifferling. Einzelstehende dünnfleischige Fruchtkörper mit gelbem Stiel und bräunlichem Hut, ganz anders als bei deinem Fund. Ich bin echt ein bisschen verwirrt.?(


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo Karl, hallo zusammen,


    tolle Funde und sehr schöne Fotos. Für mich als Anfänger sind die meisten der gezeigten Funde Unbekannte und es ist immer wieder bemerkenswert, welche Artenkenntnis du und viele andere hier im Forum haben.


    Deine Bilder von C. melanoxeros werfen bei mir einige Fragen auf. Da hier bereits einige etwas zu dem Fund geschrieben haben würde ich gerne nochmal eine Frage zu einem Fund von mir stellen und hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann.

    Letzte Woche habe ich folgenden Fund gemacht, ihn in "Tolle Leistlingsfunde aus dem Pfälzer Wald" gezeigt und ihn fälschlicherweise für Trompetenpfifferlinge gehalten. Oehrling hat mich dankenswerterweise auf C. melanoxeros hingewiesen und tatsächlich haben die Fruchtkörper auf Druck geschwärzt.

    Wenn ich nun die Bilder von meinem Fund mit denen deines Fundes vergleiche, kann ich nur schwer nachvollziehen, dass es sich hier um die selbe Art handelt. Für mich scheinen die Fruchtkörper doch ziemlich unterschiedlich im Habitus und dem Gesamteindruck. Ich habe hier überhaupt keine Erfahrung, ist die Variationsbreite von C. melanoxeros so groß, oder wie lässt sich das erklären?


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    folgende Pilze wachsen bei mir zu Hause im Hochbeet. Die Merkmale scheinen sehr gut zum Gold-Samthäubchen (Conocybe aurea) zu passen, liege ich damit richtig? Wär schon wieder einer, der in keinem meiner Bücher auftaucht?(


    Geruch: unbedeutend

    Hut: 1-4 cm; jung kräftig goldgelb, gewölbt bis halbkugelig; alt bräunlich, aufschirmend, nach ernten und durchschneiden hygrophan, Lamellen am Rand durchscheinend

    Stiel: bis 5-6 cm; Farben wie Hut; längsfaserig, weißlich bereift; Basis weißlich, verdickt

    Lamellen: jung weiß-cremefarben; alt zimtfarben; angeheftet angewachsen; untermischt

    IMG_20210726_131326.jpg


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    ich war gerade nochmal an der Fundstelle und wie befürchtet wurde der Fruchtkörper herausgerissen. Ein kleiner Hut lag aber noch am Fuß der Kiefer und nach kurzer Suche konnte ich sogar den ganzen Knubbel neben dem Weg im Wald finden. Den muss jemand dahin geworfen haben. Tatsächlich konnte ich das Geheimnis lüften. 100 Punkte für alle, die auf den Gallenröhrling getippt haben.

    Ich könnte mir vorstellen, dass die Fehlbildung mit dem verdichteten Boden an dieser Stelle zu tun hat. Auf jeden Fall ein interessanter Fund. Den Gallenröhrling habe ich in diesem Wald bisher nur ein einziges mal als Einzelexemplar finden können, das war vor zwei Wochen.


    Hier die Bilder:


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo Pablo,


    vielen Dank für deine Antwort. Die fast weißen Lamellen machten mich auch unsicher. C. ferruginascens habe ich in der Zwischenzeit auch in Betracht gezogen, den hatte ich zunächst nicht auf dem Schirm. Denke der ist es am ehesten.

    An C. amethysteus habe ich bei dem Fund gar nicht gedacht. Insgesamt wohl deutlich zu unsicher um den klar zu bestimmen. Naja, auf jeden Fall kein C. cibarius und somit was neues für mich^^


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    ich könnte möglicherweise morgen Nachmittag nochmal an der Fundstelle vorbeischauen. Ich befürchte jedoch, dass da nichts mehr rauszuholen ist, da der Fruchtkörper auf einem viel begangenen Weg war. Da werden Pilze gerne mal umgeworfen oder rausgerupft. Falls ich vorbeikomme werde ich berichten.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    an den Gallenröhrling hatte ich tatsächlich auch gedacht. Die enormen Verwachsungen ließen mich dann aber an einem Röhrling zweifeln.


    Pfifferling kann ich ausschließen. In dem Wald habe ich noch nie einen Pfifferling gefunden und auch der Fruchtkörper hatte für einen Pfifferling untypische Strukturen.


    Ich bereue es mal wieder, dass ich mir den Fruchtkörper nicht genauer angeschaut habe. Aber eure Bestätigung, dass es sich um verwachsene Röhrlinge handeln kann finde ich schon super. Sowas hatte ich noch nicht gesehen.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    vor einigen Tagen machte ich folgenden Fund. Leider habe ich so gut wie keine Informationen, weil ich dachte eine Bestimmung sei für mich ohnehin aussichtslos. Jetzt interessiert es mich doch enorm was das sein könnte, weshalb ich mein Glück hier versuche. Vielleicht kann ja der ein oder andere trotz der dünnen Merkmalslage etwas dazu sagen.


    Gefunden hab ich das Ganze neben einer Kiefer, die auf einem Waldweg stand. Der Fruchtkörper machte schon einen angetrockneten Eindruck. Eine Idee von mir war, dass es sich um fehlgebildete Fruchtkörper eines Röhrlings handeln könnte. Man kann zwei unterschiedliche Strukturen erkennen, die man als Hüte und Stiele interpretieren könnte. Die Röhrlingsidee konnte mich aber nicht überzeugen. Zum Fleisch/Querschnitt habe ich leider keine Angaben, ich wollte den Fruchtkörper nicht zerstören.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    habe ich hier den Blassen Pfifferling gefunden?

    Fundort: Pfälzer Wald auf 450 m, direkt unter einer Birke, Rotbuche und Kiefer auch vorhanden, in direkter Nachbarschaft zum 'normalen' Pfifferling (C. cibarius)

    Leisten: nahezu weiß

    Fleisch: nach Transport mit deutlichen rostfarbenen Flecken

    Ansonsten identisch zu C. cibarius

    Vergleich


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo Oehrling,


    vielen Dank für deine ausführliche Antwort und die Hinweise auf C. melanoxeros. Ohne deinen Einwand hätte ich den Fund als normale Trompetenpfifferlinge abgelegt. Freut mich riesig C. melanoxeros gefunden zu haben.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    ich bin's wieder. Heute bin ich nochmal an die Fundstelle gekommen und es scheint so, als sollte Oehrling mit seiner Vermutung Recht haben. Der Fruchtkörper, den ich mitgenommen habe schwärzt auf Druck nach einigen Minuten sehr deutlich. Reicht das für die Bestimmung von C. melanoxeros?


    Viele Grüße

    Luca

    Schwärzt er, ist das was viel besseres, nämlich Cantharellus melanoxeros

    Hallo Oehrling,


    das ist ja spannend. Da ich C. melanoxeros überhaupt nicht kannte, hatte ich mir die Fruchtkörper nicht näher angeschaut und für mich war klar, das muss C. tubaeformis sein.

    Zur Erscheinungszeit, das hatte ich mir dann so erklärt, dass C. cornucopioides und C. undulatus in der Literatur auch eher typische Herbstarten sind. In FoTE beide mit "September-October" angegeben. Bei C. tubaeformis steht sogar "from July, but peaking very late in the season". Sollte also allein von der Erscheinungszeit durchaus möglich sein.


    Allein von den Beschreibung und dem Bildervergleich fällt es mir schwer, an C. melanoxeros zu glauben, auch wenn der Stiel des einen Exemplars nach dem Trocknen sehr dunkel ist. Weiß nicht wie sich das bei C. tubaeformis beim Trocknen verhält. Ich hatte zwei Exemplare mitgenommen. Sie lagen über Nacht auf der Fensterbank und waren bis zum nächsten Tag bereits getrocknet. Vorher sind mir keine schwärzenden Stellen aufgefallen, habe aber auch überhaupt nicht darauf geachtet. Die Stiele waren bereits hohl, würde das nicht eher für C. tubaeformis sprechen?


    Vielleicht komme ich in nächster Zeit noch mal in die Gegend. Sollte ich nochmal so einen Fund machen, werde ich mir das auf jeden Fall genauer anschauen. Vielleicht gibt es hier ja auch noch weitere Einschätzungen von jemandem, der beide Arten schon öfter in der Hand hatte.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo Corne,


    vielen Dank für deine Antwort. Von dem Pilzpulver hatte ich auch schon gehört. Ich glaube das werde ich ausprobieren.

    Sollte ich vom Erbsenstreuling mal eine größere Anzahl finden, werde ich auch hier das von dir Geschilderte testen.


    Viele Grüße

    Luca

    Hallo zusammen,


    heute war ich mit meiner Familie auf einer kleinen Wanderung im Pfälzer Wald bei Neustadt an der Weinstraße unterwegs. Insgesamt war das Pilzaufkommen nicht mehr so stark wie noch vor 10 Tagen, die Pfifferlingsverwandtschaft zeigte sich jedoch von ihrer besten Seite, sodass ich mich erneut über einige Erstfunde freuen konnte. Daneben gab es viele Kartoffelboviste, immer wieder Täublinge und vereinzelt, meist überständige Röhrlinge.


    1. Immer wieder gab es kleine Grüppchen des Echten Pfifferlings (Cantharellus cibarius) zu finden, sodass am Ende eine schöne Portion für das Abendessen zusammenkam. Interessant fand ich, dass sich die Pfifferlinge des Öfteren in Gesellschaft langstieliger Becherlorcheln befanden.

    Ein Riesenexemplar:


    2. Der erste Neue über den ich mich freute war die Krause Kraterelle (Craterellus undulatus).


    3. In direkter Nachbarschaft kamen Trompetenpfifferlinge (Craterellus tubaeformis) Schwärzende Kraterellen (Craterellus melanoxeros) durch die Erde. Ich war erstaunt über das frühe Auftreten(keine Trompetenpfifferlinge)


    4. Nur einige Dutzend Meter weiter der zweite Erstfund, der typische Verwechslunspartner des Trompetenpfifferlings, das Gallertkäppchen (Leotia lubrica). Am Ende der Tour konnte ich die beide Arten noch in direkter Nachbarschaft finden (Hier vielleicht auch C. melanoxeros und nicht C. tubaeformis).


    5. Zwischendurch eine schöne Flockenhexe (Neoboletus luridiformis). Auch das ein oder andere überständige Exemplar gab es.


    6. Auch der Erbsenstreuling (Pisolithus arhizus) war mit von der Partie.


    7. Die Sensation gab es gegen Ende der Tour. Der dritte und letzte Erstfund für heute, die Herbsttrompete (Craterellus cornucopioides). Der ganze Hang war übersät von Fruchtkörpern, einfach toll. Wir sammelten eine schöne Portion, die aber nur einen kleinen Bruchteil des ganzen Vorkommens ausmachte.

    Die erste Hälfte machte sich ganz gut in der Rahmsoße mit den Pfifferlingen. Die zweite Hälfte legte ich zum Trocknen aus. Falls jemand Tipps zur Verwendung der getrockneten Pilze hat würde ich mich freuen.

    Gegenüberstellung der heute gefundenen Leistlinge:

    Und die Ausbeute:


    Viele Grüße

    Luca