Beiträge von Schrumz

    Danke, ja es war hier ein super Phlegmacienjahr, vor allem im Nadelwald. Da kein Frost angesagt ist kommt vielleicht sogar nochmal was. Ich mache wahrscheinlich am Ende der Saison nochmal einen Beitrag wo ich die meisten Funde vorstelle, mindestens 3 möchte ich aber noch zur Sequenzierung schicken. Der einzige den ich dieses Jahr leider noch nicht wiederfinden konnte ist C. atrovirens von dem ich auch mal gern gute Bilder hätte.

    Viele Grüße

    Wenn du dir sicher bist habe ich natürlich keinen Grund dich anzuzweifeln, so sollte das nicht rüberkommen. Ist aber schon wild dass eine Sippe olivbraun aus der Erde kommt und auch dauerhaft braun bleibt während die andere selbst im Alter noch komplett gelb ist.

    Viele Grüße

    Danke.

    Metarius macht denke ich Sinn, auch wenn ich die KOH Reaktion auf der Huthaut nicht wirklich als glatt rot einordnen kann und mir die Abgrenzung von barbaricus/barbaorum (je nach Quelle soll die Art mit einer von beiden Synonym sein) etwas schwerfällt.


    Das sind die Sporen des ziemlich frischen Fruchtkörpers von Kollektion 1 beim zweiten Pilz. Für mich exakt gleich wie die anderen, mandelförmig, bis 13 um.

    Ich konnte keinen Aschenbecher riechen, für mich deutlich nach Rettich mit kräftiger muffig-erdiger Komponente. Mir gefällt die Hutfarbe leider auch so gar nicht für pseudoglaucopus, da kein oliv und sehr gelb. Ich hab die Bilder nochmal etwas kleiner geschnibbelt und für mich haben die wenig Ähnlichkeit mit Hüten junger pseudoglaucopus, die ich letzte Woche ausgiebig begutachten konnte.

    Hier noch eine Kollektion von letzter Woche bei der ich mir fast sicher bin, dass es die gleiche Art ist:

    Und so kenne ich im Vergleich pseudoglaucopus

    Wenn das tatsächlich die gleiche Art sein sollte, wäre die Hutfarbe schon schwer variabel.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    auf der Ostalb pilzt es noch aber die Hauptsaison geht definitiv dem Ende zu. Vor allem die Phlegmacienpracht schwindet leider rapide.

    1. Der Pilz der gerade noch am häufigsten ganz frisch kommt ist Hygrophorus abieticola, ein schöner oranger Farbtupfer im Herbstwald

    2. Nur vereinzelt ist er in Begleitung eines noch farbenfreudigeren Schnecklings, Hygrophorus capreolarius

    3. Auch Hygrophorus chrysodon kommt noch recht frisch

    Sowie auch die verschiedenen weißen Laubwaldschnecklinge, die ich aber nicht fotografiert habe.

    4. Kommen wir zur schwindenden Pracht. Die Phlegmacien werden alt. Hier eine Gruppe Calonarius odorifer vor einer Woche:

    Und hier von heute:

    Bei dieser Art gab es aber tatsächlich nich frische Fruchtkörper

    Da der Pilz durch den Geruch unverwechselbar ist, habe ich mir heute das erste Mal die KOH Reaktion angeschaut, die auch ziemlich beeindruckend ist

    5. Weiter Arten bei denen die Pracht vergeht sind Calonarius aureofulvus vor einer Woche

    Vs heute:

    6. Calonarius aureopulverulentus vor einer Woche:

    vs heute:

    7. Calonarius pseudoglaucopus

    8. Und Phlegmacium terpsichores

    9. Arten die dagegen noch frisch kamen waren dieser hübsche Calochroi (cf. barbaricus)

    10. Und dieser Calonarius sect. Humolentes (mit dickem cf) anaunianus

    11. Phlegmacium glaucopus auch nochmal mit frischen Fruchtkörpern

    12. Wie auch sein bitterer Laubwaldbruder Phlegmacium olidoamarum


    14. Aber natürlich gibt es nicht nur Cortinarien. Es gibt noch seeeehr viele Trompetenpfifferlinge, die jetzt auch eine Größe haben bei der sich das Sammeln lohnt

    15. Sowie auch ein paar Totentrompeten

    16. Und graue Leistlinge

    17. Und sogar noch ein paar frische Amethystpfifferlinge

    18. Für die Täublinge exemplarisch ein alter Goldtäubling (der hoffentlich dieses Mal der Prüfung durch Werner Edelmann standhält :D)


    19. Und Russula integra ist auch noch mit frischen Fruchtkörpern am Start

    20. Bei Tanne stehen neben vielen Lachsreizkern jetzt oft gewaltige Exemplare von Lactarius intermedius herum

    21. Bei den Amaniten ist nur noch A. junquiella häufig

    22. Während A. pantherina, die sowieso ein schlechtes Jahr hatten, schon durch ist

    23. Tatsächlich ist aber A. phalloides noch mit moderat frischen Fruchtkörpern am Start

    24. Ähnlich giftig aber Nadelholz besiedelnd, gerade sehr häufig, der Gifthäubling

    25. Nicht zu verwechseln mit dem Stockschwämmchen

    26. Wieder giftig aber an totem Laubholz zu finden, Pluteus salicinus, der auch mal vorschriftsmäßig geblaut hat

    27. Nicht giftig, an oft vergrabenem Holz, Pholiota lenta

    28. Leicht giftig aber katastrophal riechend ist der Schwefelritterling

    29. Allgemein gibts bei mir außer Erd- und Tigerritterlingen wenige Ritterlinge, der hier ist mir noch aufgefallen, bei Fichte und Tanne

    Mit Gelbschimmer im Fleisch, blieb unbestimmt.

    30. Und dann gabs noch letzte Öhrlinge

    31. Und Kuhmäuler

    Aktuell kommen durchaus noch Pilze frisch und es gab noch keinen Frost, also kann man eventuell noch 1-2 Wochen mit Nachzüglern rechnen. Jetzt ist übrigens die Zeit um Trompetenpfifferlinge zu sammeln, die sind jetzt schön groß aber noch komplett frisch und stehen absolut überall. Das war wieder mal ein zu langer Bericht, Respekt für die, die durchgehalten haben.

    Viele Grüße

    Edit: Die habe ich bei den Phlegmacien vergessen, aber da die Bilder schon hochgeladen sind:

    Phlegmacium varium

    Und Phlegmacium sect. Aureochristophili

    Hallo zusammen,

    Kalt wirds. Aber es gibt noch interessante Phlegmacien (und verrückte Mengen von Trompetenpfifferlingen) also gehts in den Wald. Es gibt noch Phlegmacien und ich bitte Cortinarius noch ein wahrscheinlich letztes Mal dieses Jahr um Hilfe.

    1. Ein Calochroi im reinen Nadelwald. Ich gehe davon aus, dass ich die Art an anderer Stelle schon hatte, bei Fichte und sehr alten Tannen auf Kalk. Basisknolle verzögert rot mit KOH, Hut nur eher undeutlich rotbraun (aber durchaus mit Farbumschlag); im Fleisch nur undeutlich leicht bräunlich. Violett nur in den Lamellen und der äußersten Stielspitze. Das Gelb der Huthaut nicht allzu grell, mit weißen Velumpacken. Sporen citriform, warzig, bis 12 um lang.

    Ich denke hier sind Calonarius barbaricus und Calonarius metarius (soweit ich weiß syn. C. barbaorum) die Hauptkandidaten. Irgendwo habe ich aber auch noch den Namen Calonarius subarquatus gefunden, der mir ein völliges Rätsel ist, aber wohl einen ähnlich aussehenden Pilz beschreibt. Da alle 3 wohl selten bis sehr selten sind, würde ich den gerne unter korrektem Namen kartieren.

    2. Das einzige Phlegmacium, das heuer Hauptsaison zu haben scheint; die meisten anderen schieben nur noch Einzelexemplare frisch nach. Sehr hübsch gelb mit komischen braunen Schlieren. Nirgends, auch nur ein Hauch Violett. Ich gehe davon aus, dass die Folgenden die gleiche Art zeigen. Beide im reinen Nadelwald bei Fichte und Tanne.

    Kollektion 1:

    Kollektion 2:

    Beide Kollektionen riechen extrem nach Rettich, zeigen aber Farben, wie ich sie bei Calonarius pseudoglaucopus eher nicht kenne (Viel gelb, kein Violett). Sporen bis 13 um lang, mandelförmig. Ich denke hier sollte es sich um eine Art aus Calonarius sect. Humolentes handeln. Eventueller Kandidat wäre Calonarius anaunianus oder komisch aussehende Calonarius pseudoglaucopus. Kann pseudoglaucopus so gelb? Die entnommenen Fruchtkörper machten einen ziemlich frischen Eindruck und so kannte ich junge pseudoglaucopus halt gar nicht. Es gab auch noch andere Phlegmacien, die ich eventuell in einem Extrabericht zeige.

    Viele Grüße

    Beim Reifenwechseln hatte ich heute etwas Zeit und es war ein kleines Waldstückchen in der Nähe. Südhang, Buchenwald, wahrscheinlich mit Kalk. Und siehe da, direkt ein Erstfund:

    Craterellus cinereus, die graue Kraterelle.

    Die Totentrompeten, mit denen sie sich gerne den Standort teilt waren auch da:

    Im Vergleich:

    Das erfreut natürlich, vor allem weil die Totentrompeten bei mir im Hauswald dieses Jahr nicht aufgetaucht sind.

    Viele Grüße

    Hier bei den Sommersteinpilzen überdurchschnittlich, bei den Maronen und Flockis eher durchschnittlich, bei den Fichtensteinpilzen, Trompetenpfifferlingen und Totentrompeten unterdurchschnittlich. Allerdings war es zumindest in den Nadelwäldern ein unglaubliches Jahr für Phlegmacien und auch die thermophilen Röhrlinge waren mit sehr viel Wachstum am Start. Wenn sich bei einem Fund der Verdacht auf Butyriboletus roseogriseus erhärtet (wird sequenziert) hätte ich dieses Jahr tatsächlich alle 6 Butyriboletus Arten in nur 2 Habitaten abgehakt. 3 in einem und 3 in einem anderen.

    Viele Grüße

    Ich danke.

    Ich hätte noch die Möglichkeit zu mikroskopieren, nur ist dir Frage was. Das alte Exemplar war farblich sicher schon ausgebleicht, bei dem ganz jungen sah die Hutfarbe schon dunkelgräulich aus.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    Magerwiesenpilze sind leider überhaupt nicht mein Spezialgebiet. Den hier fand ich auf einem Friedhofsrasen mit Hygrocybe conica und Gliophorus psittacinus, aber auch mit Lärche als potentiellem Mykorrkizapartner. Ritterlingshabitus, Geruch stark mehlartig, Hutoberfläche samtig. Deutliche Anastomose in den Lamellen. Ich geh mal davon aus, dass man für Artbestimmung das Mikro braucht, aber liege ich wenigstens mit Dermoloma richtig?

    Übrigens ist das Pilzchen unglaublich fragil und fällt bei der leisesten berührung auseinander.

    Viele Grüße

    Ich sehe bei uns in der Stadt und in Parks überall Eiben stehen, die sogar kontaktgiftig sein können. Außerdem haben sie rote, appetitlich aussehende Beeren, bei denen zwar nicht das Fruchtfleisch, wohl aber der Samen im Inneren ebenfalls hochgiftig sind. Die kappt keiner. Absammeln der Knollis auf jeden Fall, Sand fräsen verstehe ich auch noch, aber Eichenwurzeln abschneiden weil die als potentielle Symbiosepartner von Knollenblätterpilzen gelten klingt schon etwas wild.

    Viele Grüße

    Hi,

    Hallo,


    die rechts unten auf deinem Gesamtfundfoto sehen aber stark wie Leotia lubrica aus. Zumindest für mich wären die nichts für die Pfanne.


    VG Jörg

    Nee, das sind schon in aller Wahrscheinlichkeit Trompetenpfiffis. Man sieht bei den abgeschnittenen Exemplaren unten die hohlen Stiele. Kann sein, dass sich ein Exemplar dazwischengemogelt hat, aber ich würde wenn ich wetten müsste auf alles Trompetenpfifferlinge setzen.

    Viele Grüße

    Habitat wäre halt auch noch wichtig, du schreibst von Kastanie, elegantissimus ist eine Art warmer Kalklaubwälder und sollte wahrscheinlich mit Edelkastanie können. Bei Fichte ist auoreofulvus eine Option, den hatte ich gestern und der hat auch diese knallig rote KOH Reaktion:

    Sporen helfen natürlich auch.

    Bei 3 sind die Sporen bis maximal 12 um lang, das auch eher ein Ausreißer, die meisten um 11 um. Es war für mich im Feld echt schier unmöglich die zu trennen, da die Hutfarbe sich gefühlt im Alter zumindest leicht ändert und die wirklich komplett durcheinander wuchsen. Gerade die metarius wirklich komplett inmitten der Nummer 3 da hab ich dann zuerst nur die drumrum mit KOH getestet. Es scheint gerade echt eine absurde Cortinariensaison aber nur im Nadelwald zu sein, die Laubwälder sind fast komplett leer an Phlegmacien.

    Viele Grüße

    Hallo

    Blassgelbe Hüte, weiße Stiele mit der eher langsamen Rosa/Pink KOH Reaktion auf Hut und Basalmycel ist das C.subgracilis

    Gruss

    Uwe

    Danke dir, ich finde zu dem auch teilweise negativ auf dem Hut. KOH Reaktion war tatsächlich sehr langsam. Und der ist auch Tannenbegleiter?

    Viele Grüße

    Also ich versuche die Calochroi mal aufzudröseln. Die folgenden wuchsen übrigens alle durcheinander, was die Sache echt nicht einfach macht.

    1. Hier geht es nur um das Zweiergrüppchen. Die sind die einzigen, die KOH positiv sind, deutlich am Hut und an der Basisknolle, negativ im Fleisch. Weiße Velumpacken auf dem Hut, Violett nur in den Lamellen und an der Stielspitze überhaucht. Bei Tanne und Fichte, Sporen um 12 um lang.

    Hier lag ich wohl völlig daneben, Arbeitshypothese aktuell Calonarius metarius oder Calonarius barbaricus, muss letzterer im Fleisch KOH positiv sein?

    2. So, der ist weniger Gelb auf dem Hut, hat einen deutlich violetten Stiel und teilweise chromgelbe Rhizomen. Sporen bis 14 um, das muss eigentlich C. haasii sein.

    3. Und die sind auch KOH negativ, haben kein Violett am Stiel und sind recht kräftig gelb auf dem Hut. Wie gesagt, alles durcheinander wachsend, die durchgestrichenen sollten haasii sein. Vielleicht sogar der größere auf dem letzten Bild auch. Sporen bis 12 um.

    Hier habe ich immer noch C. piceae im Kopf aber der steht am Wackligsten. Eventuell ein Kandidat für die Sequenzierung. Bei allen anderen passen die Sporen gut und die Bestimmungen sind denke ich korrekt. Der unbekannte Humolentes hat mandelförmige Sporen bis 13 um, eventuell auch ein Kandidat für Pablo.

    Es tut mir echt leid Cortinarius dass ich dich hier so nerve und teilweise schlechte Angaben mache. Ich hätte es auch schon lange gelassen wenn nicht alle in Frage kommenden Arten hochinteressant wären. Mykollege_Günter vielleicht kannst du auch noch mal drüberschauen, wäre wirklich dankbar.

    Viele Grüße