Beiträge von kruenta

    N'abend,


    die Borretschgewächse haben vielfach einen Wechsel in der Blütenfarbe, zumeist von rosa bis zu blau, violett (Hundszunge, Vergißmeinnicht usw.). Das wird meistens mit einer Änderung de pH-Wertes erklärt. Ich würde aber eher vermuten, da sind komplexere Vorgänge in der organischen Chemie zu Gange. Die, auch wenn organische Moleküle groß werden, nicht unbedingt bis in den Nanobereich reichen müssen. Emissions- und Absorbtionslinien bei komplexen Molekülen sind aufgrund der vielen verschiedenen Schwingungsmodi kaum sinnvoll theoretisch zu berechnen.

    Eben fällt mir ein, dass es das eigentlich fast nicht sein kann, weil zwischen Rot und Blau noch Grün und Gelb liegt.

    Deine Annahme ist, dass es sich um reine Spektralfarben handelt? Das dürfte eher die Ausnahme sein bei Lebewesen. Und bei gemischten Farben ist die Veränderung von rosa zu violett/blau viel leichter zu erklären. Und "rosa" gibt es im Spektrum sowieso nicht.


    LG, Bernd

    N'abend,


    auf einem Kiefernzapfen im feuchten Boden wächst ein faseriges Pilzlein mit rötlichen Spitzen, überwuchert von einer schwarzen/grauen Schicht. Das hielt ich zunächst für zwei Arten, bin mir nun aber nicht mehr sicher, denn die Färbung stammt von den Sporen und im weißen Teil waren keine Sporen zu sehen.

    weißer Teil, KR

    schwarzer Teil, KOH 3%, Sporen etwa 8*6 µm


    Bei dem weißen Teil hatte ich ja an Th. penicillata gedacht. wobei der wohl größer sein sollte. da sollten die Sporen aber braun sein und nicht eine alles bedeckende Schicht bilden. Hier wäre ich für Vorschläge dankbar.


    LG, Bernd

    N'abend,


    an einer anderen Stelle wimmelt es förmlich vor Asterophora - wohin man auch schaut

    das scheint der befallene Täubling zu sein


    Helvella sind auch zu sehen

    eine schwarze Art mit geripptem Stiel

    und eine Soßenschüssel auf ungeripptem Stiel, mit Hypomyces-Befall

    Zitterzahn

    Stinker mit Ei


    Korkstacheling an gleicher Stelle wie im vorigen Jahr

    einen Hasenröhrling gab es auch

    LG, Bernd

    N'abend,


    ein paar Funde von heute, kleine Auswahl

    1) Asterophora lycoperdoides, der scheint ein gutes Jahr zu haben

    2) samtfüßiger

    3) grüne Knolle

    4) Inonotus triqueter

    5) weiße Knolle

    6) Trichaptum biforme, mal wieder an Eberesche, in großen Exemplaren

    6) Geastrum fimbriatum

    7) Netzhexe, erstmalig hier in der Gegend gefunden, im Schnitt sofort blau/türkis gefärbt, Futter verschiebbar, mit KOH 3% Hut rot, Fleisch leicht orange - da sollte nichts anderes in Frage kommen

    8) Pfifferlinge, normale und blasse, auch die haben ein gutes Jahr in meiner eigentlich nicht pfifferlingstypischen Gegend


    LG, Bernd

    Hallo Björn, es ist ja nicht nur die Sporengröße. Bei muscigena sollten die Fruchtkörper überwiegend aufgefasert sein. Bei carpatica nicht. Wobei meine Kollektion nicht ganz so glatte Ränder hat, wie die von Björn Wegner in Pilze-Deutschland. Undulata wäre trichterförmig mit zentralem Stiel, die kommt nicht in Frage. Die Höhe der Stiele wird bei muscigena bis 0,8 cm genannt. Ist bei mir mehr, aber nicht signifikant. Hinsichtlich der Sporengröße weichen die Beschreibungen in den genannten Papers auch etwas voneinander ab. Die ohnehin nur auf kleinen Kollektionen basieren.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    eine chinesische Arbeit von 2025 (Ma et al. "Neocotylidia gen. nov. [...]") enthält einen Schlüssel, der auch die für Europa relevanten Arten enthält. Die tschechische Arbeit schlüsselt ja nur 3 Arten. Pilze-Deutschland hat zudem nach carpatica und (den Geist) marsicana. Nach diesem chin. Schlüssel kommt man mit Sporen kürzer als 5 µm unschwer zu C. carpatica. Der Pilz wird ausführlich in einer Arbeit aus Quebec von 2008 vorgestellt (alle genannten Artikel sind frei zugänglich und leicht zu finden). Also die einzelne Spore von gestern war schon richtig, ein neuer Beleg von heute hat deutlich mehr davon.


    Weitere Bilder von vor Ort, es sind mehr als nur die 5 Stück, aber alles im 20 cm Umkreis - danach ist Schluss.

    ganz jung

    fast ein vollständiger Hut

    vmtl. etwas älter


    noch Bilder von dem gestrigen Beleg, Melzers, Hyphen gelegentlich verzweigt, meist unmittelbar neben einer Septe

    die Basidien, Basidiolen sind ziemlich klein, so 12*3 µm, hier mit Sterigmen und mMn gerade beginnenden Sporen, soweit erkennbar 4-sporig

    KOH 3%


    neuer Beleg von heute, die Sporen so 4,5*2 µm

    Zystiden mit Belag



    Damit wäre dieser Pilz geklärt. Vielen Dank an alle, die mitgeholfen haben, besonders an Anna für die richtigen Wegweiser.


    LG, Bernd

    Hallo Raphael, hallo Anna, vielen Dank für Eure Vorschläge,


    Muscinupta laevis scheint mir eher nicht zu passen, der wird als weiß angegeben und mit viel kleineren, schlankeren Zystiden gezeigt.


    Annas Vorschlag Cotylia erscheint mir aber sehr vielversprechend, eine tschechische Arbeit von 2013 listet 3 Arten für CZ, darunter C. muscigena, mit dünnen, einseitigen-spatelförmigen FrK. Den Rest vom Beleg schaue ich mir morgen noch mal an, ob ich nicht doch noch Basidien mit Sporen finde. Und dann waren vor Ort ja 5 FrK, wo ich die restlichen 4 weiter beobachten kann.


    LG, Bernd

    N'abend, am Waldrand auf Magerweide, zwischen Moos und Risspilzen (vmtl. I. geophylla) ist mir dieser bräunliche Seitling begegnet. Weder Leisten noch Lamellen zu erkennen, evtl. ja noch zu jung. Hut einseitig, klar zoniert in Brauntönen bis weißlich, 3 bis 6 m breit. Stiel schlank, etwa 10 mm lang.



    Auflicht, auffällige Zystiden, oben, unten und am Stiel

    KR

    die eine Spore hier könnte dazugehören, das wäre dann ~4*2 µm, Basidien mit Sporen habe ich nicht gesehen. Hyphen gelegentlich septiert, Schnallen habe ich nicht gesehen

    das sind Fremdsporen, die zu der Inocybe gehören sollten


    nach meinem Verständnis ist das der Hutrand


    Der Vergleich mit Pablos Portrait von A. retiruga (Arrhenia retiruga (Bull.) Redhead) zeigt, dass es der nicht ist, auch die dort genannten Verwechslungsarten scheinen mir unpassend. Also keine Ahnung.

    Vielleicht hat ja jemand eine Idee und kann weiterhelfen?

    Danke schon mal für's Anschauen.


    LG, Bernd

    N'abend,


    normalerweise sind mit Hypomyces befallene Röhrlinge ja eher matschig, deswegen habe ich nicht schlecht gestaunt, als mir so ein Exemplar durchgebrochen ist wie ein Weihnachtsplätzchen. Irgendeine Xerocomus Art, relativ filigran und früh aufgerissene Huthaut - habe ich bisher noch nicht identifiziert.

    LG, Bernd

    Hallo Harald, der Stiel lässt sich samt Deckel rausziehen. Dass das ein wichtiges Kriterium ist, waŕ mir klar - aber ein Alleinstellungsmerkmal? Da haben wohl die Sequenzierer die Art noch nicht zerhackt - kommt aber bestimmt. Also im Vergleich mit den normalen büscheligen (derzeit sehr häufig) waren meine Exemplare größer, dunkler, hatten stärker gefilzte Stiele und eine auffällige fruchtige Note im Bukett. Wird aber wohl trotzdem dazu gehören.


    Danke, liebe Grüße,


    Bernd

    Hallo Harald, das hatte ich auch erwogen, weil der zur Zeit reichlich rumsteht. Andererseits immer im Cluster und viel kleiner. Es könnte natürlich sein, dass der aus irgendwelchen Gründen auch mal nicht büschelig wächst und dann viel größer werden kann.


    Aber eigentlich hatte ich erwartet, dass aus dem Umfeld von Xerula noch etliche Arten gibt, von denen nur ich noch nie gehört habe. Scheint so nicht der Fall zu sein. Dann schaue ich mir mal den knopfstieligen unterm Glas an, ob das passen kann.


    LG, Bernd

    N'abend,


    ich hatte eigentlich gedacht, das wird unkompliziert, so viele relativ große Rüblinge mit samtigem Stiel wird es ja nicht geben. Aber die üblichen Verdächtigen wie Xerula pudens passen dann mikroskopisch nicht mehr. Es gibt Birke, Fichte, Kiefer und diverse Sträucher.


    Hut bis 7 cm im Durchmesser, sehr dünnfleischig, leicht zoniert, wenig genabelt. Braun bzw. weiß, das braune Exemplar verblasste beim Trocknen. Lamellen weiß, gedrängt, mit Zwischenlamellen, frei. Stiel so bis 15 cm hoch, bis 2 cm wurzelnd, zylindrisch, schlank, steif, hohl, faserig, in Schichten aufgebaut, außen samtig, braun bis grau, ebenfalls verblassend, teils stark verdrillt.

    das halte ich für Pleurozystiden

    Sporen etwa 7-8*4 µm

    Haare am Stiel bis über 0,5 mm lang


    LG, Bernd

    Moin,


    die Gugel-Suche scheint schlechter geworden zu sein. Offensichtliche Sachen, die früher gefunden wurden, und die sicher vorhanden sind, werden nicht mehr gefunden (etwa die Tage: "Clavaria rosea site:pilzforum.eu"). Eine Erklärung dafür könnte sein, dass Gugel seine spärlichen Rechenkapazitäten nunmehr besonders für KI einsetzt und die klassische Suche im Algorithmus abgeschwächt wurde.


    Böse Zungen könnten auch behaupten, dass das darauf hinausläuft, dass der Nnutzer nun nicht mehr mit dem belästigt wird, was im Netz vorhanden ist, sondern nur noch fertig aufbereitet mit dem, was Gugel möchte, was der Nutzer von einem Thema zu halten hat. Nicht dass die Leute noch anfangen sich eine eigene Meinung zu bilden und dabei eine Knoten im Hirn riskieren.


    LG, Bernd

    Hallo Karl, du selbst hattest die doch unterm Glas und zu Clavaria rosea bestimmt (siehe oben). Wobei ja derweil wahrscheinlich schon wieder 5 neue rosa Arten beschrieben wurden. So richtig gut habe ich Basidien/Basidiolen nicht separiert gekriegt. Aber auch nicht allzuviel gesucht. Bei einigen wenigen hatte ich den Eindruck, dass die verzweigt sind.


    LG, Bernd

    N'abend,


    diese rosa Keule ist aktuell mal wieder am Start. Ziemlich genau an der selben Stelle (maximal +/- 2 m). Bis 7...8 cm hoch. Sehr brüchig.

    sehr blasses Rosa, hier (anderes Exemplar) im Kontrast zum weißen Deckel


    2-4-sporig.

    Sporen reichlich vorhanden ca. 5-7*3-3,5 µm.


    Sonst auf der Wiese noch ziemlich leer, vereinzelt Cl. fragilis, etliche Hygrocybe acuticonica und ein einzelner Entoloma prunuloides.

    Der dritte Tag in Folge ohne Regen.


    LG, Bernd

    n'abend,


    zur Zeit der Heidelbeerernte (und später) ist A. fulva normalerweise sehr häufig im/am Moor. Bisher nur sehr vereinzelt.

    Auf'm Hof, an 30-jährigen Fichten, 15 cm Hutdurchmesser, könnte regalis sein

    An Birke, ein wuchtiges Einzelstück, theoretisch kommt noch Fichte, ~15-jährig, 12 m entfernt, in Frage

    vorgestern

    heute

    Massenhaft, bei Birke, wohl A. crocea

    mit Ohrlöffelstacheling

    Perlpilz

    LG, Bernd

    Hallo Rainer, klar, diese Fotos stammen von meinen Wiesen/Magerweiden in Litauen. An der Stelle, wo der große Gelbe steht, kommen die immer zuerst, mitunter auch im schon im Juni. Dies Jahr war aber der Frühling ziemlich kühl und deutlich zu trocken, sodass es nicht mal Butterpilze (S. granulatus dominiert hier auf meinen sandigen Böden) gab. Derzeit, in einem klatschnassen Sommer, deutlich zu kühl, holen die das nach. Der Beginn der Pilzsaison hängt, m.E., mehr von der Feuchtigkeit als von der Temperatur ab, da sehe ich keinen großen Unterschied, wann es über die Jahre gemittelt losgeht. Nur, dass bei Euch die Saison im Herbst viel länger dauert.


    LG, Bernd