Beiträge von kruenta

    Hallo Björn,

    Dein Bild sieht schon sehr gequält aus, Da kann man fast die Photonen zählen. Signal-Rausch-Abstand im Keller. Und die Helligkeit so hochskaliert, dass das Fleisch im Schnitt "überbelichtet" ist. Da die Objekte hier alle mehr oder weniger in einer Ebene sind (bei geeigneter Positonierung), steht das Problem der Tiefenschärfe hier doch gar nicht. Man sieht, was es ist, dafür reicht aber der ebene und damit tiefernschärfenunproblematische Schnitt und die Farbe der Kappe.


    LG, Bernd

    Es soll Leute geben, denen tut es weh, wenn sie bestimmte Bilder anschauen :D Der Jürgen hat das schon verstanden und seine Frage war rhetorischer Natur.



    LG, Bernd

    Hallo Jürgen,

    da hast du jetzt aber kein sehr schönes Beispiel gewählt. Ganz abgesehen davon, dass das Bild so eng beschnitten wurde, dass man nun eine Fußverletzug hat, sind die Pilze alle mehr oder weniger gleich alt und bringen keinen Mehrwert. Gab's da keinen mit noch intaktem Velum? Oder braucht man das nicht für die Bestimmung von Schleierlingen? Ein Schnitt? Schnitte, welche die Verfärbung nach x Minuten und ggf. nach Anwendung diverser Chemikalien zeigen. Müsste man, rein pilztechnisch, alles separat aufnehmen und dann die Bilder nebeneinander platzieren. Wo ist der Unterschied, ob man nun ein Bild mit Pilz von unten und Pilz von oben nebeneinander hat, oder ob man stattdessen 1 Bild mit Pilz von unten neben 1 Bild mit Pilz von oben hat? Höchstens darin, dass sich aufgrund wechselnder natürlicher Lichtbedingungen die Farben ändern könnten. Aber diesbezüglich bevorzugst du ja das künstliche Ausleuchten bei minimal kleiner Blendenöffnung, womit dieses Argument hinfällig würde. Dein Bild ist zudem auch ziemlich klein, so wie man es speichersparend auf einer Webseite publiziert oder mit 300 dpi druckt. Das Argument, man könnte ja hollywoodesque nahezu unendlich reinzoomen und sich die Details dann anschauen, entfällt also auch. Und spätestens für die Mikrobilder brauchst du doch wieder andere Bilder.


    Der Hauptzweck der Blende ist die Regulierung der Lichtmenge, zusammen mit der Einstellung der Belichtungszeit. Dass die Größe der Blendenöffnung auch die Tiefenschärfe beeinflusst, ist ein Nebeneffekt ... Die Belichtungszeit aus der Hand liegt bei etwa 1/50 s für das Normalobjektiv, bei Tele braucht man kürzere Zeiten, Weitwinkel kann etwas länger. Das variiert je nach Tattrigkeit des Fotografen. Gut, diesen Nicht-Verwackel-Parameter kann man natürlich durch Stativ und Fernauslöser verlängern. ISO ist durch den Film vorgegeben, bzw. den Sensor. Und es ist nicht so, dass man alle Parameter wahlweise verstellen kann, ohne dass man an anderer Stelle Abstriche hat. Höhere Empfindlichkeit entspricht einer größeren Körnung im Film bzw. größeren Teilen des Sensors, die zu einem Pixel zusammengerechnet werden (oder wie konkret die Algorithmen ablaufen, es gibt mehrere Optionen), man verliert also an Auflösung. In natürlicher lichtarmer Umgebung bleibt einem also gar nichts anderes übrig, als die Blende zur Erhöhung der genutzten Lichtmenge einzusetzen. Dass man tagsüber bei den hochgezüchteten Sensoren auch mit kleinster Blende und erträglicher ISO fotografieren kann - ja, klar, geschenkt - das führt dazu, dass der Normalverbraucher am Fotoapparat gar nicht mehr weiß, was was macht und wozu da ist.


    Ansonsten schlage ich vor, wenn es dir wehtut, meine Bilder anzusehen - unterlass es einfach, du musst meine Beiträge nicht ansehen.


    Ich habe auch das Gefühl, dass deutsch nicht Deine Muttersprache ist. Ich kann einigen Deiner Argumentationen ehrlichgesagt nicht folgen.

    Das Problem bei der Kommunikation beruht nicht nur darauf, dass beide Seiten die gleiche Sprache nutzen, sondern auch im Umfeld der Sprache, dem Soziolekt, dem Kenntnisstand. Da gibt es Assoziationen, Zitate, Stilmittel usw. die nicht allen geläufig sind. Fachtermini sowieso, da bin, hier im Forum, ich normalerweise derjenige der schwimmt.



    LG, Bernd

    N'abend,


    aus dem Hochmoor, in Torfmoos wachsend, stamt die braune Arrhenia mit etwas filzig wirkendem, glatt gerandeten Hut. Hut ca. 20...24 mm, Stiel ca. 45*3 mm.

    Lamelle Durchlicht, 3-4-sporig, Schneide fertil, aber auch mit unspektakuläre, basidienähnlichen vermutlich Cheilozystiden besetzt.

    Sporen 6-8,5-10*3-4-5 µm, Q~2, Schnallen oft und gut zu sehen

    HDS, so etwa sieht auch die Stielbekleidung aus


    Der beste Kandidat ist ME Arrhenia umbratilis/fusconigra/telmatiaea, ich habe aber die Arbeit von 2024 nicht, mit der die alle synonymisiert wurden.


    LG Bernd

    Hallo allerseits,


    aus dem Hochmoor, an Wollgras im Cluster wachsen, stammt dieser helle, graue Schleimpilz. Erkennbar schwarzes Sporenpulver. Klein, die einzelnen Sporangien so bis 0,4 mm.

    Auflicht

    Das Capillitium besteht aus weißen verzweigten Strukturen, die sich im Wasser im Quetschpräparat ziemlich zerlegen. Die Sporen sind einzeln, nicht in Clustern.

    Wasser, Sporen (ohne Musterung) 10-12 µm

    das halte ich für die Reste des Capillitiums


    Nach Martin & Alexopoulos in der online Fassung Rojas & Lado 2021 komme ich zu Badhamia lilacina, die einzige Art, wo auch die Abbildung der Sporenmuster passt.


    Das dazu passende gelbe Plasmodium habe ich im Moor an ähnlichen Stellen auch schon öfters gesehen. Ob daraus wirklich FK dieser Art entstanden sind - nun, so lange hab ich dann doch nicht gewartet.


    LG, Bernd

    Hallo Thomas, auch hier wieder die Frage, welche Eigenschaft des Pilzes, die du (technisch) zum Schlüsseln brauchst, nicht zu sehen ist. Wenn es dazu keine sachliche Antwort gibt, bleibt die Ästhetik des Bildes. Aber vermutlich hast du FE5B auch nicht zur Hand.


    Mein Argument steht, dass man die einzelnen Fragen der Schlüssel jeweils mit einzelnen Makrobildern für genau diese Frage beantwortet. Für den Gesamteindruck ist Tiefenschärfe irrelevant. Das Problem, dass man in einem Bild alle Eigenschaften erfassen muss, steht eigentlich nur im Verlagswesen, wenn gedruckt wird und man beschänkten Platz hat. Das gilt nicht für eine Webseite. Und normalerweise nutzt man für "alle Eigenschaften in einem Bild" größere Kollektionen von Pilzen.


    Falls es interessiert, ich habe mit einer Praktica FX das Fotografieren gelernt. ISO-Einstellung erfolgte durch Wahl des Filmes. Schärfe und Auflösung dann noch mal bei der Wahl der Härte des Papiers. Ich bin durchaus nicht automatikgeschädigt. Und man musste mit Film sehr sorgfältig fotografieren, weil man oft erst Wochen später sah, was daraus wird. Denn man setzte die Chemikalien ja meist nicht an nur für einen einzelnen Film. Und man hatte nur Platz für 36 Bilder auf einer Rolle - im Normallfall.

    LG, Bernd

    Hallo Jürgen,


    wir sind hier doch in einem Pilzforum, nicht in einem Fotoforum. Wenn es um Schlüssel geht, so gibt es eine Reihe von Fragen zu Lamellen, Sporengröße, Hutbeschaffenheit usw. usf. Nichts was man in irgendeiner Weise auf ein einziges Foto bringen kann, zentraler Hutbereich und Lamellenansatz etwa. Dafüt gibt es die entsprechenden Fotos. Theoretisch, wenn man eine große Kollektion hätte, könnte man diverse Exemplare nebeneinanderlegen und dann ein Foto mit oben, unten, alt und jung machen. Nur leider habe ich selten solche Kollektionen. Insbesondere bei Entoloma. Wenn ich 20 Entolomen finde, gehören die zu 12 Arten, oder 13. Nächste Woche zu 14. 5 Arten davon wahrscheinlich unbeschrieben.


    Erstnachweise für mein Land habe ich zu Dutzenden. Mindestens eine unbeschriebene Art habe ich auch schon gefunden. Den ersten Beleg haben die Profis verbummelt. Die zweiten Belege (Nadel im Heuhaufen) hatte ich Matthias R geschickt. Die sind also auch verschollen, in diesem Fall verständlich. Einen dritten Fund würde ich wahrscheinlich stehen lassen.


    Die Gattungsspezialisten haben nicht wirklich Interesse. Zumindest kriege ich so gut wie nie Rückmeldungen, wenn ich denn mal was versende. Rückmeldungen beschränken sich auf solche von engagierten Amateuren. Wie ich erwähnte, ich bin offen für Anfragen von den Spezialisten. Wenn irgendwas gebraucht wird, kann ich Belege sammeln und auch publikationstaugliche Fotos anfertigen.


    Ich fotografiere seit weit über 40 Jahren. Schwarz-weiß habe ich noch selber die Filme und Bilder entwickelt. Wie ich bereits erwähnte, die Wahl der Blende ist stilistischer Natur, du darfst einem gelernten Physiker durchaus zubillligen, Grundkenntnisse der Optik zu haben.


    Warum verlinkst du denn nicht einfach mal eine eigene Fotostrecke, wie du dir die Darstellung einer Art vorstellst, idealerweise an einer Entoloma? Das Lernen am Beispiel ist, finde ich, immer noch die beste Methode. Deine Postings im Forum geben dazu leider gar nichts her.


    Das Fotografieren von Pilzen gehört zu den Pilzen. Da kannst du Vorschläge unterbreiten. Die Biotope, in denen Pilze wachsen, gehören zu den Pilzen. Da kann ich Vorschläge unterbreiten. Warum soll das eine ein gutgemeinter Ratschlag sein und das andere harsch?


    Hast du FE5B? An welcher Stelle geht es im Schlüssel nicht weiter? Das Foto dafür liefere ich nach, 2 Pilze stehen bestimmt noch an der Stelle.


    LG, Bernd

    Hallo Jürgen,


    so richtig klar ist mir nicht, was dir fehlt. Außer dass dir die Fotos nicht gefallen (aber dafür gibt es doch den Fotowettbewerb mit messerscharfen gestackten Bildern). Ich habe den Pilz unter "Pilze allgemein" gepostet, weil ich die Farbe des Stiels schick fand, schicker Stil. Ist die Stielfarbe zu sehen? Keine Bestimmungsanfrage, weil, eh hoffnungslos. Als ich kein Mikroskop hatte, kam immerhin ständig der Kommentar, ich bräuchte ein Mikroskop ... Du hast vermutlich FE5B auch nicht zur Hand, dann hättest du vielleicht erwähnt, welche Eigenschaft, die im Schlüssel abgefragt wird, bei mir nicht zu sehen oder nicht beschrieben ist. Eventuell wäre der Pilz ja in dem Büchlien enthalten, aber bei dem Tempo mit den Neubeschreibungen ist das eher unwahrscheinlich. Warum sollte man einen Pilz super-duper dokumentieren, wenn man ihn nicht mal benamsen kann und nicht können wird? Eine Neubeschreibung werde ich sicher nicht anfertigen. Auch kein Buch verfassen demnächst oder eine sonstige Veröffentlichung mit unbenamsten Pilzen. Die meisten Belege fliegen ohnehin in den Kompost oder kommen zurück in Wald/Wiese.


    Würde jemand einen konkreten Pilz brauchen oder Fotos davon - normalerwiese sind meine Fotos alle in der Nähe gemacht und die meisten Arten finde ich wieder. Auf Wunsch könnte ich von konkreten Pilzen bestimmte Bilder machen. Da ich aber auf einem Einzelhof wohne und es in alle Richtungen Unmengen an Pilzen gibt, ist es schlicht unmöglich, die alle hochwertig abzulichten, zeitlich und vom Speicherplatz her. Was ich kann und auch mehrfach hier gezeigt habe, ist das Dokumentieren von Zeitreihen zur Entwicklung von Pilzen, eben weil viele davon in nächster Nähe wachsen.


    Hast du schon mal darüber nachgedacht, aufs Land zu ziehen? Dir Wald und Wiese zu kaufen und 30 Jahre so zu bewirtschaften, dass dort viele Pilze (und anderes Zeug natürlich) wachsen? Sobald dies der Fall ist, darfst du mir gern wieder mit Ratschlägen zum Fotografieren kommen - falls du dann noch Zeit findest für Fotoapparat und Mikroskop.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits, danke für die vielen Hinweise und Links. Ich habe jetzt die Originalbeschreibung gelesen. Da die lateinisch ist, ist es offensichtlich, dass der lateinische Begriff "funGicola" ein erheblicher Bestandteil dieser Beschreibung ist. Es steht also da, an ganz prominenter Stelle, dass der auf Pilz wohnt (evtl. alt, nicht mehr bestimmbar, aber Pilz). Es steht da, auf Rindenstücken von A.b. - es steht aber nicht da, ob abgefallen am Boden, oder am lebenden Baum und in welcher Höhe. Und was auf der Rinde sonst noch so alles war. Jemand der im 19. Jh. Arten beschrieb, konnte mindest so gut Latein wie der Durchschnittswissenschaftler heute Englisch. Warum hätte er irreführend einen solchen Namen vergeben sollen? Wenn man willkürliche Namen braucht, dann nimmt man Ortsnamen oder Personennamen. Meines Erachtens steht -cola ("lebend") in Namen für eine obligatorische Eigenschaft - die Art ist immer dort anzutreffen (was natürlich bei einem Beleg schwer zu vermitteln ist, dass das geprüft wurde), während das griechische -phila "liebend, mögend", wie in (beide Teile wieder griechisch) bryophila "moosliebend" etwas schwächer ist und eine Tendenz anzeigt. Kommt denn T. bryophila gelegentlich auf Moosen vor? Doch wohl schon?


    Beim ersten Mikroskopieren hatte ich natürlich nur ein Stückchen von oben genommen. Und damit den Unterbau gar nicht dabei.

    Das reiche ich jetzt nach. Links wären in grau die dicken Skeletthyphen, dann das Büschel heller Fasern auch mit Schnallen und rechts der fertile Überbau

    Der Flecken auf dem Pfifferling reicht nicht bis zum Boden. Wie soll das da mit der Mykorrhiza funktionieren? Hat der den gleichen Mykorrhizapartner und hat da eben mit angedockt? Wenn der Befall auch am Boden gewesen wäre, hätte ich den wohl gar nicht mitgenommen. Vielleicht ist er über ein Stöckchen oder eine Nadel hochgekrabbelt


    Ja, der Apikulus wird in Melzers braun.

    LG, Bernd

    Hallo Armin, also ich hab ja nicht wirklich Ahnung von Pilzmikroskopie. Meine Hauptidee ist der Name "fungicola" = "auf Pilz lebend". Das machen Tomentella normalerweise nicht, meiner aber schon. Frank hatte eine Publikation "Tomentella alpina and other tomentelloid taxa fruiting in a glacier valley" 2011, (pdf im Web zugänglich), wo er den Typus der Art untersucht. Falls ich es nicht überlesen habe, fehlt darin aber eine Angabe auf welchem Pilz der denn gewachsen ist. Auch auf der Webseite stehen solche Angaben nicht. Ebenso fehlt abgesehen vom Foto des Typus Fotos der Art in situ oder wenigstens frisch. Ich finde auf Pilz wachsend schon eine sehr wichtige Eigenschaft bei der Festlegung/Bestimmung einer Art. Weder pilze-deutschland noch gbif listen die Art, aktuelle Funde scheinen knapp zu sein bzw. auch der Status der Art als eigene Art oder Synonym.


    Was die Skeletthyphen anbelangt, so halte ich es für wahrscheinlich, dass die im letzten Bild gezeigten, deutlich dunkleren Hyphen damit gemeint sein könnten. Davon ab lasse ich mir gern erklären, was genau untersucht und gefunden werden soll. Falls Interesse besteht.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    den Schleimpilz auf Kienappel habe ich nun mikroskopiert. Wo der nun hingehört weiß ich trotzdem nicht.

    24.9. wie man sieht, eine dicht besidelte Gegend

    25.9. hätte ich glatt übersehen ohne die Bilder vom Vortag

    26.9. war, wie üblich regnerisch und ziemlich finster, leider nicht ganz scharf das Makro

    Der Zapfen ist extrem morsch und mein Plan, den Zapfen als ganzes mitzunehmen zerbröselte. Einige Kollegen sind aber trotzdem heile mitgekommen.

    Gestern abend waren einige noch nass und eher schwarz, die trockenen hingegen bläulich

    heute dann alle hell, sehr auffällig der deutlich breiter werdende Steil mit vielen Falten

    Stiel, alles in Wasser

    Sporen schwärzlich, rund, 8-10 µm groß, fein punktiert, hier mit Resten der Hülle

    Übergang von Stiel zu Kopf

    Stiel in voller Vergrößerung mit Sporen der Nachbarschaft

    in Luftblase

    mehr gequetscht

    es gibt sie doch, Stränge des Capillitiums, transparent, farblos und sehr dünn

    Danke für's Anschauen und gegebenfalls Hinweise. Ich hatte ja makroskopisch zunächst Physarum angenommen. Mikroskopisch dann, weil keine Kalkkristalle vorhanden sind, eher Stemonitales, wo ich dann bei Colloderma rauskam - die sind aber ungestielt.


    LG, Bernd

    Moin,


    beim heutigen Abernten der Pfifferlinge war ich an einer Stelle, wo auch ältere Exemplare standen. Eines hatte einen Befall, der auf mich grünlich wirkte. Die Fotos sehen das etwas anders, man darf sich etwas Grünton dazudenken. Wegen Verdacht auf Hypomyces mitgenommen. Ganz was anderes, Sonnige Sporen, gelb, rund und mit Stacheln. Hyphen mit überdeutlichen Schnallen. Basidien, bzw. was ich dafür halte. Sieht also ganz wie Tomentella aus. Die soll nun aber eher nicht parasitisch sein. Allerdings gibt es eine Art, die da heißt fungicola - und von der darf man ja wohl erwarten auf Pilzen zu wohnen. Beim Vergleich mit Franks Seite passt da eigentlich alles. Tomentella

    in Wasser, Sporen ca. 9 µm ohne Stacheln


    LG, Bernd

    Hallo Ulla, habe ich noch nicht mikroskopiert, aber der Beleg ist schon da. Sobald das erledigt ist, stelle ich den gesondert ein, denn da habe ich Fotos von vorgestern (weiß, da habe ich erst auf den Fotos gesehen, dass das mit den Stielen ein Schleimi sein muss) und gestern (unweiß). Besonders auffällig finde ich den sehr breit "wurzelnden" Stiel.


    LG, Bernd

    N'abend,


    alles ganz in der Nähe, so bis max. 200 m weg, ne kleine Auswahl

    Von den Ohren kommt Otidea mirabilis agg. vor, das können aber auch zwei Arten sein oder nur komisches Wachstum

    Ramariopsis, eine andere Art als die neulich gezeigte, mit deutlich größeren Sporen

    Schnecklinge mit Wiesenkorallen

    ein Einzelstück und überdimensioniert, etwa 15 mm hoch

    Geoglossum, in schwarz und mit breitem und langem Löffel ziemlich sicher cookeanum, zu hunderten

    Entoloma versatile agg. senior

    eine braune Geoglossum, die hatte neulich noch keine reifen Sporen, vielleicht fallax

    was entolomiges

    Schnecke mit Doppelhaus hat man auch nicht alle Tage

    Ramariopsis crocea, die Karl neulich identifiziert hatte - man beachte die Schleimis auf dem ollen Kienappel

    muss ich nachgucken, hab ich schon mal bestimmt, sieht aber schick aus

    Grünlinge, es gibt Espe und Kiefer, Schwefelritterlinge gibt es hier auch. aktuell aber nicht zu Hause

    crispa, wie immer reichlich direkt auf dem Weg

    eine gelbe Clavaria, Schnalligkeit, Sporengröße und -form würde zu flavostellifera passen, allerdings ohne Sterne

    irgendwas, sah schick aus

    Stropharia aeruginosa


    LG, Bernd

    N'abend,


    noch von dem Hochmoor stammt dieser kleine Lamellenpilz, Beigefarben, hygrophan, ausbleichend nach weiß. Ca. 2 cm Hutdurchmesser. Auch wieder auf einer Bulte.

    Sporenabdruck erwartungsgemäß weiß

    Sporen 5,5-8*3,5-4,5 µm Q~1,4-1,7, einige haben Auswüchse, sieht aus, als würden die keimen

    nicht amyloid oder nur sehr schwach

    Unter der Annahme, dass es eine Mycena sein könnte, komme ich mit dem norwegischen Schlüssel zu Mycena laevigata, der auf bemoostem, toten Nadelholz wachsen soll. Das könnte hinkommen, dass in dieser etwas größeren Bulte ein Stück Kiefernrest versteckt war. Die Sporengröße würde auch passen.


    Aber, diese Art sollte Cheilozystiden haben und davon habe ich nichts gesehen. Die SChneide ist komplett fertil

    viersporig würde passen

    nicht passend zu Mycena sind jedoch die langen Basidien (50-60 µm) mit Madaillon-Schnallen.


    Die fehlenden Cheilozystiden könnte man ja vielleicht noch wegdiskutieren, aber mit zwei gänzlich unpassenden Eigenschaften muss das was anderes sein. Und ich habe keine Ahnung in welche Gattung der gehören könnte.


    Hier wäre ich für Ideen und Vorschläge dankbar. Vielen Dank für's Anschauen.

    Als Bonus noch ein paar Landschaftsbilder aus dem Moor


    LG, Bernd

    Hallo Noah,


    die Schleimis liegen noch rum. Mit Millimeterskala, ich würde sagen so 0,4 bis 0,6 mm im Durchmesser. Farblich von graubraun leicht ins Gelbliche verändert.

    Von der Art waren nur die da, die auf den Fotos sind. Die eingesammelte Gruppe sind auf dem geblitzten Bild, wo die noch blau sind, rechts verdeckt, aber etwas zu sehen.


    Ich hatte auch geschaut, ob ich eine passende Cribraria finde, aber so richtig schien mir nichts passen.


    LG, Bernd

    Hallo Felli,


    von Stäubling und Schleimpilz war ich schon abgekommen. Ich hatte darüber mit Matthias gesprochen und ihm auch eine Probe zukommen lassen, die er aber nicht mehr bearbeitet hat. Das muss schon was aus der Richtung Mycogone etc. pp sein, wie Toni das vorschlägt. Matthias hatte auch einiges in die Richtung vorgeschlagen, aber nichts was schon überzeugend wirkte.


    In deinem Fall könnte der eine Teil tatsächlich Mycogone perniciosa sein, der Größe der aleuriosporen nach (falls deine Skala kalibriert ist). Die geht so ziemlich auf alles. Abgesehen von Entoloma (diverse), habe ich die auch auf Inocybe und Tricholoma terrestris (Mega-Agg) gefunden. Letztere wird dabei völlig entstellt im Wuchs. Könnte da bei dir irgendein Lamellenpilz beteiligt sein?



    LG, Bernd

    Hallo Felli,


    hat einige Ähnlichkeit mit dem, wo ich immer noch rätsele



    LG, Bernd

    Hallo Juergen, nicht jeder mag die Schärfentiefe. Meine Standardeinstellung ist 2,8, die wird ohne triftigen Grund nicht geändert.


    Zugegeben, mit dem Apparat den ich davor hatte, auch eine Pentax mit Telemakro (weit über 200 k Fotos), habe ich im wesentlichen Libellen fotografiert, oft genug im Flug, da hat man nicht viel Zeit für Einstellungen jenseits der Fokussierung - was natürlich nur manuell geschehen kann. Nicht dass meine Fotos irgendwie besonders toll gewesen wären, aber sie haben gereicht, um Arten auch überm Wasser sicher zu identifizieren. Ich weiß, Pilze sind deutlich langsamer und rennen nicht weg, man könnte sie freistellen und ausleuchten und und und ... Ist nicht mein Ding.


    LG, Bernd

    Hallo Juergen, ich habe eine preiswerte Spiegelreflex, Pentax K-70 (die ist ziemlich hart im Nehmen, was Dreck und Wasser angeht; bisher 90k Bilder in 6 Jahren), mit einem Laowa Makro 2:1, Festbrennweite 60 mm, manuell (damit zum Stacken ungeeignet, es sei denn mit extra Schlitten und Autofokus geht natürlich auch nicht und exif kennt die Objektiveinstellung nicht - falls man das nicht braucht, eine gute und vergleichsweise preisgünstige Option).


    Falls du die Bilder vom Hut, Durchlicht und Auflicht, meinst. Die sind unterm Mikroskop entstanden mit einem Handy durchs Okular - aber das sieht man ja eigentlich am schwarzen Rand.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    eigentlich wollte ich erstmal keine Entolomas mehr mitnehmen, aber dieser purpurblaue Stiel war zu schick. Zumal 3 Exemplare in der Nähe standen und keine Fremdarten dazwischen. Hut 25 mm, Stiel 90 mm hoch. Lamellen weiß, auch bei den jungen.

    4-sporig

    Lamelle steril/fertil/mix

    Hut, Durchlicht

    Durchlicht vs. Auflicht

    Sporen

    8,5-9,5-10,5*6-7-9 µm Q~1,1-1,4-1,6

    Cheilozystiden gänzlich unauffällig

    HDS, Pigment diffus, granular

    Stiel, nur granular


    Ich hätte ja eventuell poliopus drangeschrieben, aber dafür scheint der Hut zu deutliche Fransen zu haben.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    von einer Stelle, wo mir bisher keine gelben Keulen untergekommen waren, hab ich ein Stück, das abgebrochen war, eingesteckt. Abgesehen von Clavaria sphagnophila in diesem Jahr die erste gelbe Keule, die es unters Mikroskop geschafft hat. Relativ untypisch für die beiden wahrscheinlichsten Kandidaten (helvola/laeticolor) das Schwärzen der Stielspitze. Glatte Sporen ohne Warzen, also laeticolor. Doch heute fiel mir ein, von einer Art mit dreieckigen Sporen gelesen zu haben. Yan et al. 2023 mit einem Schlüssel der Clavulinopsis in China - der auch helvola und laeticolor enthält und damit tauglich sein sollte.


    KR, so ganz klar bin ich mir nicht, es scheint als wären die jüngeren Sporen noch gelb

    Unzufrieden mit dem Bildmaterial ein weiterer Versuch in KOH, hier ist die Schnalle zu sehen

    Das ist eine Spore, die rotierend durch die Gegend strömte, die Dreieckigkeit sieht man nur in einem bestimmten Aspekt, orthogonal dazu ist die spore rund/zwiebelig. Und so ist das bei vielen Sporen, wenn man sie in Bewegung sieht:


    Im genannten Schlüssel steht trigonospora weit oben

    "3. Basidiospores subtriangular to ellipsoid → C. trigonospora"


    Auch im Vergleich mit den Mikrofotos, die bei gbif eingestellt sind, finde ich, sieht das ganz gut aus. Aber vielleicht liegt das ja auch noch in der Variationsbreite von laeticolor. Für einen Sporenabwurf müsste ich eine neue Keule holen.


    LG, Bernd