N'abend,
mit mikroskopischen Bilder von Cyphelium-Arten sieht es im Netz dünn aus
ich hab' mal weiteres Bildmaterial erstellt, zunächst in BWB - sehr zäh, aber sie lösen sich etwas und gehen schließlich zu quetschen

reife Sporen treten in 2 Formen auf, zum einen länlich, fast zylindrisch mit Längskerben, bis zu 18*5 µm groß

und eher breite, bis 17*9 µm, bei denen die Längs-/Schrägfurchen nicht so ausgeprägt sind

beide Formen sind nebeneinander zu finden und sehe bisher keinen Anhaltspunkt, dass das nur verschiedene Altersstadien sind, oder was ggf. die Einschrumpelung bewirkt
Sporen im Asci haben oft noch Blasen/Tropfen auch nach der Herausbildung der Septen

vor der Herausbildung der Septen sind diese Tropfen/Blasen weit stärker ausgeprägt, natürlich fehlt auch die Einschnürung. Statt der braunen Farbe, färben sehr unreife Sporen bläulich ein

Die Blaufärbung im Ascus ist noch deutlich vor Herausbildung der einzelnen Sporen - es verbleibt aber am Rand der Asci ein ungefärbter Teil

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Pilzhyphen, das ins Substrat reicht?

In Melzers hab ich das Ding nicht gequetscht gekriegt, da gibt es also nur Algen, Unterbau und etwas vom Mazaedium. Ich würde mal sagen, dass die Pilzhyphen für eine Flechte ziemlich dominant sind



Sehr starke Strukturierung der Algen in Melzers - aber das ist vielleicht immer so und mir bisher nie aufgefallen

Man kann nun sagen, dass die Asci erst relativ spät verschwinden. Und dass diese nicht zylindrisch, sondern, wenigstens teilweise deutlich beutelig sind, mit entsprechend angeordneten Sporen.
Ich hatte wegen dieser Art auch Klaas van Dort angeschrieben, der das holländische Büchlein "Coniocarpen ..." verfasst hat. Für ihn ist das was Unbekanntes, er stimmt aber zu, dass das so aussieht, wie eine Art aus dem Komplex, der früher komplett zu Cyphelium gehörte.
LG, Bernd