Bei lichenisierten Basidiomyceten wie z.B. Lichenomphalia, oder ähnlichen Flechten, müsste sich aber immer neben den Fruchtkörpern auch ein grüner, an Muschelschüppchen erinnernder oder aus Kügelchen zusammengesetzter Flechtenthallus finden lassen.
So etwas sehe ich auf den Fotos leider nirgends. Interessant wäre eine Analyse des gefundenen Algentyps, ob dieser überhaupt der in Frage kommende, korrekte Algenpartner wären. Ansonsten sind Algenzellen ja fast allgegenwärtig, zumal auf dem Boden eines ausgetrockneten Sees nicht verwunderlich.
Ein Sklerodium als Überdauerungsorgan hätten lichenisierte Pilze vermutlich eher nicht nötig.
Hallo Martin
Ich bin mit diesem Pilz ehrlich gesagt völlig überfordert. Ob die Bestimmung richtig ist weiss ich auch nicht.
Ich denke auch nicht dass es ein echtes Sklerotium ist, aber es war halt an jedem Fruchtkörper eins dran, direkt unter der Oberfläche, sehr hart, deshalb auch schwierig zu mikroskopieren.
Oder könnte das dieser Flechtenthallus sein? Am Standort war leider alles voller Sand, da erkennt man nichts.
Ich habe ein wenig gesucht ob ich irgendwo Bilder finde (Makro und Mikro), wo diese Lichenisierung genau erklärt wird. Bisher konnte ich aber nichts finden.
Hier noch ein weiteres Bild von recht trockenen Fruchtkörper:
Der See ist sicher nicht mehr als 2-3 Wochen trocken, direkt daneben gab es noch ein kleines Schneefeld.
Und von Algen habe ich nicht die geringste Ahnung...
Ich werde den Pilz sicher sequenzieren lassen, vielleicht finde ich so zumindest heraus ob es eine Lichenomphalia ist.
Der ausgetrocknete Bergsee lässt allerdings schon ahnen, daß es selbst dort oben erhebliche Dürreprobleme gibt, sicherlich auch angesichts des Schneemangels im letzten Winter...
Hallo Pablo
Ja, uns geht es nicht besser als euch. In der Höhe gibt es halt noch etwas mehr Wasserreserven aus Schnee und Eis und es ist weniger heiss.
Aber die Dürre und Hitze setzt den Gletschern übel zu...
Dieser Pilzschub scheint nun aber auch in der Höhe zu Ende zu gehen, heute gab es schon deutlich weniger.
A. onisca kenne ich auch nur mit einer bis zur Hälfte des Hutes reichender Randriefung, bzw. nur einer feinen Riefung die man erst beim Abtrocknen der Fruchtkörper erkennt. .- Falls meine Bestimmung stimmt-
Hallo Felli
ja, vermutlich ist das was anderes... aber ich finde sonst nichts was in Frage kommt. Der wird sicher mit einem dicken Fragezeichen abgelegt.
hast du schon Osteina obducta - Knochenporling gefunden ( höhere Lage Pilz ) , wenn ja hast du KOH Reaktion Bilder ? oder kennst du Website mit gute Beschreibung ?
Hallo Beli
Den sieht man hier öfter, habe mich aber noch nie damit beschäftigt. Den nächsten nehme ich mit.
Viele Grüsse
Raphael
