Beiträge von Clavaria

    Hallo zusammen


    Ich habe hier noch ein Lyophyllum, das sich als völlig unbestimmbar erweist.

    Vielleicht kann mir hier jemand helfen?


    Habitat: Mischwald bei Erlen, Birken, Kiefern

    Geruch: mehlig-ranzig


    Hut bis ca. 15mm im Durchmesser. Mitte dunkelbraun, Rand fein gerieft.

    NICHT hygrophan. Sondern ganz im Gegenteil, wenn die Fruchtkörper trocknen nimmt der ganze Hut die Farbe der Mitte an.

    Die Exsikkate sind irgendwie graubraun.


    Lamellen schwach herablaufend. Stiel feinst überfasert und brüchig.


    Sporen klein, um 5x3.5 µm, inamyloid, glatt, teilweise verklebend.


    Basidien 4-sporig, siderophil.


    Die HDS war schwierig zu mikroskopieren, da waren viele störende Sporen drauf.

    Auffallend waren aber diese "wurmförmigen", aufsteigenden Zellen.


    Die ganze HDS ist gelatinisiert (Ixokutis).


    Mit so kleinen Sporen gibt es nur wenige Lyophyllum-Arten (baeospermum, platypus, confusa).

    Keine von denen kommt makroskopisch in Frage.


    Hat jemand eine Idee was das sonst sein könnte?


    Gruss Raphael

    Hallo Schupfi


    Intraparetial bedeutet, dass das Pigment in den Hyphenwänden ist.

    Das sieht man manchmal kaum, es sei denn die Wände sind verdickt.


    Ich mache da bei Trichterlingen den Umkehrschluss:

    Inkrustiertes Pigment sieht man ja sofort.

    Intrazelluläres Pigment müsste man so als nebulösen Inhalt sehen (wie oft bei Rötlingen), wobei das bei Trichterlingen meist recht undeutlich ist.

    Manchmal sieht man auch solche Punkte oder kleine Vakuolen.

    Wenn man keines von beidem sieht, ist es höchstwahrscheinlich intraparetial.


    Vielleicht kennt hier jemand noch einen Trick, wie man das besser erkennen kann...


    Wie auch immer, mit dem letzten Mikrofoto würde ich auch Clitocybe metachroa dranschreiben.


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Nachdem ich die vielen Hebelomas und Telamonien "losgeworden" bin, hier noch ein paar but gemischte Funde der letzten Wochen:


    Zunächst ein paar Rötelritterlinge:


    1: Lepista subconnexa

    Eine Lepista von einer Alpweide. Die Hüte sind sonnengebräunt, ganz frisch wären sie weisslich.

    Der Fund entspricht gut der Darstellung bei Jamoni.


    Sporen mit deutlichen, cyanophilen Warzen.


    2: Lepista martiorum

    Unter Kiefern und Flaumeichen in einem Bruchwald. Geruch kräftig süsslich-parfümiert.


    Sporen absolut glatt.


    3: Lepista cf. panaeolus

    Die Fruchtkörper passen mir makroskopisch nicht so recht zu L. panaeolus, aber ich finde nichts besseres.

    Im Feld dachten wir erst an Atractosporocybe inornata, aber das war schnell widerlegt.

    Geruch schwach aromatisch, Standort bei Kiefern.

    Stark hygrophan über hellbraun zu cremefarben ausbleichend.


    Sporen in Kongorot


    Sporen mit wenigen, aber deutlichen, rundlichen Warzen


    [trennlinie][/trennlinie]


    Dann gab es jede Menge Lyophyllum's, die sich als sehr widerspenstig in der Bestimmung erwiesen.


    4: Lyophyllum (Tephrocybe) cf. cessans

    Dieser komische kleine graue Pilz hat siderophile Basidien und jeden Menge Cheilozystiden.

    Habitat war ein Kiefern-/Fichtenwald. Geruch schwach mehlig.


    Sporen breit elliptisch, etwas grösser als in den wenigen Beschreibungen.


    Basidien nur schwach siderophil, darum bin ich nicht restlos überzeugt dass es wirklich ein Lyophyllum ist.


    Die Cheilozystiden sind hingegen nicht zu übersehen.


    Und am Stiel gab es auffällige büschelige Kaulozystiden.


    5: Lyophyllum (Tephrocybe) baeospermum

    Sieht aus wie ein langweiliger Trichterling, ist aber keiner. Geruch schwach mehlig-pilzig.

    Hut hygrophan ausblassend zu creme. Habitat: Mischwald bei Kiefern und Birken.


    Sporen kurz und klein, kaum grösser als 5x3.5 µm.


    Basidien stark siderophil.


    6: Lyophyllum (Tephrocybe) cf. platypus

    Geruch stark mehlig-ranzig. Hut hygrophan zu weisslich ausblassend und denn rinnigartig bereift.


    Sporen ähnlich wie bei der vorherigen Art, auch kurz und klein.


    Basidien schwach siderophil.


    [trennlinie][/trennlinie]


    7: Pholiotina aberrans

    Dieser kleine braune Pilz macht Spass unter dem Mikroskop.

    Er wuchs im Kiefern-Fichtenwald.


    Sporen mit Keimporus


    Schneide dichtgepackt mit recht spitzen Cheilozystiden


    HDS hymeniform mit auffallenden Pileozystiden.


    Kaulozystiden ebenfalls zahlreich.


    [trennlinie][/trennlinie]


    Zwei schöne Körnchenschirmlinge gab es auch:


    8: Cystodermella cinnabarina

    In einem Bruchwald bei Birken, Erlen, Kiefern.


    Sporen in Melzer


    Brennhaar-Cheilozystiden.


    9: Cystodermella granulosum

    Im Kiefernwald.


    Sporen in Kongorot


    [trennlinie][/trennlinie]


    Die Weichritterlinge sollen auch nicht zu kurz kommen...


    10: Melanoleuca stridula

    Nach der FN wäre das Melanoleuca melaleuca, weil er keine Zystiden hat.

    Aber die neuste Publikation von Vladimir Antonin bringt etwas Licht in diese Gruppe, und M. stridula scheint mir da am besten zu passen.


    Sporen mit feinen, zerstreuten Warzen.


    11: Melanoleuca subpulverulenta

    Dieser Weichritterling ist vergleichsweise leicht bestimmbar.

    Er hat so eine feinsamtige Oberfläche.


    Sporen wieder fein warzig


    Cheilozystiden spärlich, aber vorhanden, meistens mit Kristallschopf


    Das entscheidende Merkmal sind diese aufsteigenden Zellen in der HDS, die dem Hut sein Aussehen verleihen.


    [trennlinie][/trennlinie]


    12: Hemipholiota populnea


    Sporen in Kongorot


    Cheilozystiden


    [trennlinie][/trennlinie]


    13: Tricholomopsis sulfureoides

    Die waren nur noch für ein schnelles Foto gut, die Unterseite war angeschimmelt.

    Der vierte Nachweis dieser seltenen Art in der Gegend hier.


    [trennlinie][/trennlinie]


    14: Entoloma rhombisporum var. floccipes

    Ein kleiner Rötling auf einer Waldwiese. Ich dachte schon das wird wieder eine Heidenarbeit, aber...


    ... die Sporen sind würfelförmig, damit war es dann sehr einfach.

    Der Stiel war auf ganzer Länge flockig, daher var. floccipes.


    HDS mit intrazellulärem Pigment.


    Stiel mit büscheligen Kaulozystiden.


    [trennlinie][/trennlinie]


    15: Hygrocybe mucronella

    Der wuchs direkt neben den Rötlingen, hatte einen klebrigen Stiel und war gallebitter.


    Die Sporen waren schön eingeschnürt ("muffin-förmig").


    So, ich hoffe ihr hattet Spass.

    Leider ist hier die Saison so ziemlich am Ende, es gab nun drei Tage lang Frost.


    Viele Grüsse


    Raphael

    Hallo zusammen


    Nachdem mein Hebeloma-Beitrag so unerwartet viel Beifall fand, schauen wir mal wie sehr ihr euch für Telamonien begeistern könnt.

    Auch davon gab es diesen Herbst viele - oder genauer gesagt, ich habe viele davon mitgenommen.


    Falls jemand Einwände gegen die Bestimmungen hat, bitte her damit.


    1:

    Ein recht grosser Gürtelfuss bei Fichten und Kiefern, auch Birken in der Nähe.

    Velum reichlich, bei jungen Exemplaren auch Hutrand gesäumt.

    Geruch nach Rettich.


    Sporen 8.4-9.4-10.6 x 5.7-6.1-6.7 µm, Q = 1.37-1.55-1.67, mässig warzig


    Wenn ich nach dem AdC schlüssele, komme ich auf Cortinarius solis-occasus.

    In der FN verliere ich mich in Sackgassen.


    [trennlinie][/trennlinie]


    2:

    20211012_172623.jpg


    Wieder ein Gürtelfuss mit viel Velum, das lange den ganzen Hut überdeckt.

    Stiel mit Ringzone und deutlichen Lilatönen.

    Geruch erdig. Habitat: Mischwald bei Kiefern, Birken, Hasel, Erlen, Fichten und vielleicht noch mehr.


    Sporen nur sehr fein ornamentiert, 7.7-8.8-9.5 x 5.0-5.3-5.7 µm, Q = 1.46-1.67-1.85


    Hier habe ich nur nach dem AdC geschlüsselt und komme auf Cortinarius suilloviolascens.

    Leider finde ich zu der Art keine anderen verlässlichen Referenzen, ob die Bestimmung wirklich stimmt bleibt offen.


    [trennlinie][/trennlinie]


    3:

    Ein büscheliger Gürtelfuss unter Birken und Kiefern.

    Geruch nach Rettich.


    Fleisch im Schnitt blassgelb


    Die Preisfrage bei ersten Bestimmungsversuchen war, ob der Hut hygrophan ist oder nicht.

    Ich war ein paar Tage später nochmal dort, dann sahen sie plötzlich so aus. Also deutlich hygrophan.


    Sporen fast glatt, 7.9-8.6-9.8 x 4.3-4.8-5.3 µm, Q = 1.60-1.79-1.97


    Wie ich es auch drehe und wende, mir ist keine Bestimmung gelungen. Ich bin nicht einmal sicher in welche Sektion der gehört.

    Bei Soop, FN und Tartarat verliere ich mich in Sackgassen.

    In der FN irre ich von Sektion und Sektion, ohne eine passende Art zu finden.


    Am ehesten scheint er mir in die Nähe von C. bivelus zu gehören, aber da stört der Rettichgeruch und die Sporen sind zu schlank.
    Vielleicht hat jemand noch eine bessere Idee?

    Edit: Laut Sequenzierung handelt es sich um Cortinarius murinascens.


    [trennlinie][/trennlinie]


    4:

    Diese beiden kleinen Telamonien wuchsen im Moos bei Birken und Kiefern.

    Geruch sehr schwach. Stiel mit reichlich Velumresten.


    Sporen schwach ornamentiert, 10.8-11.7-12.6 x 6.1-6.4-7.0 µm, Q = 1.65-1.82-2.06


    Hier komme ich nach FN und AdC auf Cortinarius casimiri (=subsertipes).


    [trennlinie][/trennlinie]


    5:

    Noch so eine kleine Telamonia mit auffallend dunkler Hutmitte. Wieder reichlich Velum am Stiel.

    Habitat: Bei Birken und Kiefern, Geruch schwach.



    Sporen fast glatt, 8.3-9.0-10.0 x 4.8-5.3-6.0 µm, Q = 1.51-1.72-1.93


    Auch hier scheint der Fall klar zu sein, nämlich Cortinarius decipiens.


    [trennlinie][/trennlinie]


    6:

    Die wuchsen in grosser Zahl unter Kiefern und Birken.

    Geruch komplex aromatisch-fruchtig.


    Velum am Stiel reichlich, eine Ringzone bildend, auch am Hutrand deutlich.


    Fleisch hell gelbbraun.


    Sporen feinwarzig, 8.2-9.4-11.3 x 5.1-5.6-6.1 µm, Q = 1.48-1.68-1.89


    Hier hatte ich auch ziemlich Mühe, bin mir aber inzwischen recht sicher dass es einfach Cortinarius laniger ist.



    So, nun lasse ich euch wieder in Ruhe mit den Telamonien.


    Gruss Raphael

    Hallo Schupfi


    So makroskopisch könnte es gut hinkommen.

    Nebst den Sporen solltest du dir noch die HDS anschauen, am besten in KOH.

    Da ist das Pigment wichtig (intrazellulär, inkrustiert, intraparetial oder Mischformen).

    Wenn du in KOH inkrustierendes Pigment siehst, kannst du es mit Kongorot noch besser sichtbar machen.

    Dort müsstest du auch jede Menge Schnallen finden, was aber meistens nicht weiterhilft.


    Gruss Raphael

    Hallo Felli


    Ich habe nur begrenzt Ahnung von Tintlingen, würde aber bei C. lagopus mitgehen.

    Mit 20 cm Höhe sind die zwar etwas gross geraten, aber sonst sehe ich nichts was dagegen spricht.


    Gruss Raphael

    Hallo Jan-Arne


    Ja, lässt sich auch nicht völlig ausschliessen, vor allem weil Fotos farblich täuschen können.


    C. metachroa sollte eine dunklere Stielbasis haben und auch den Hut kenne ich frisch viel dunkler, etwa so:



    Aber wenn die Farben auf den Fotos oben zu blass rüber kommen, hätte ich auch gegen C. metachroa keine Einwände.


    Gruss Raphael

    Hallo Schupfi


    Naja bei der Nebelkappe streiten die Mykologen, ob es eigentlich nicht doch eine Lepista ist.

    In einigen Büchern ist sie deshalb als Lepista nebularis (Batch) Harmaja drin.

    Aber man kann sie nicht gültig umkombinieren, weil sie nur dummerweise Typus von der Gattung Clitocybe ist.

    Meiner Meinung nach hat die Nebelkappe (abgesehen von den nomenklatorischen Regeln) in der Gattung Clitocybe nichts verloren.


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Ich meine aber auf dem ersten und letzten Bild abgelöste Lamellen zu sehen.

    Vielleicht fehlt es da an der richtigen Technik, um das zu prüfen? Mit dem Fingernagel versuchen, einige Lamellen vom Hut "wegzuschieben".


    Auch scheinen einige Hüte "Wasserflecken" zu haben, was typisch für Lepista wäre.


    L. caespitosa passt vom Habitat her nicht. L. panaeolus sollte keine so stark herablaufenden Lamellen haben.

    Nach dem Schlüssel von Egon Horak könnte es vielleicht die seltene L. pseudoparilis sein. Das Bild in der "Ulmer Pilzflora" würde ganz gut passen.


    Aber zugegeben, alles nur Spekulation. Ein Blick auf die Sporen würde wenigstens die Gattung bestätigen.


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Wow, ich dachte nicht dass ich mit dem Beitrag so viel Aufmerksamkeit ernte!


    Bei deinen Beschreibungen fehlen die Anzahl durchgehender Lamellen und die genauen Mittelwerte der Cheilozystiden-Maße und -Quotienten (A/M, A/B, B/M), deshalb kann man die Bestimmungen gemäß FE14 nicht genau nachvollziehen.

    Hallo Hias,


    Oh, ich dachte nicht dass sich jemand für so viele Details interessiert.

    Natürlich habe ich die Werte meistens notiert, und nun oben ergänzt.

    Bei Nr. 1 bist du dir ja selbst unsicher und ich kann mir nicht vorstellen, dass das hinhaut. Die Zystiden sehen auf deinem Mikrofoto eher (sub)zylindrisch als gestielt keulig aus und haben wie du selbst schreibst andere Maße, die Schwammerln sehen völlig anders aus als die Typuskollektion und stammen aus einem anderen Habitat (Letzteres heißt bei nur 1 Kollektion natürlich nicht viel)

    ja, das alles verwirrt mich auch. Die einzige andere Option wäre noch H. celatum, aber die kenne ich von anderen Kollektionen mit ganz anderen Sporen.

    Den Fund werde ich sequenzieren lassen. Zu H. echinosporum gibt es kaum gesicherte Nachweise, daher kaum morphologisch zu entscheiden.


    Bei Nr. 4 kann ich mir H. incarnatulum nicht vorstellen. Das ist ein ganz schlankstieliger Pilz mit keulig aufgeblasener Stielbasis und dunkler braunen Hutfarben, der meist im saueren moosigen Nadelwald wächst. Die Stiele deiner Kollektion sind vergleichsweise kräftig und eher wurzelnd als basal aufgeblasen, soweit man das auf den Fotos erkennen kann. Außerdem schienen sie im unteren Bereich zu bräunen. Also makroskopisch erinnert mich die Kollektion stark an H. laterinum, wenngleich einige deiner Angaben da nicht dazu passen.

    Den hätte ich eigentlich gar nicht mitnehmen sollen, weil die Fruchtkörper noch recht unreif waren. Ich hatte sogar Mühe genug reife Sporen zu finden.

    Es war eine Kartierungs-Mission und kaum jemand kartiert Fälblinge, also hatten sie eine Chance verdient.

    Ich vermute, dass ausgewachsene Fruchtkörper den von dir beschriebenen typischen Habitus angenommen hätten.


    Bei Nr. 7 und 8 kommst du jeweils bei H. velutipes heraus. Ich gebe ja zu, dass Hebelomen verteufelt variabel sind, aber so extrem?

    H. velutipes ist meist sehr blass gefärbt und hat eine sehr feine Stielbereifung. Deine Kollektion Nr. 8 erinnert mich eher an einen ganz normalen Rettich-Fälbling (H. sinapizans) mit ziemlich massiven Fk, grob beflocktem Stiel, sehr gedrängten Lamellen und relativ dunklen Hutfarben.

    Ja da hast du völlig recht. Nach ein paar Gläsern Wein und viel Text kann es vorkommen, dass ich mich vertue.

    Kollektion 7 sollte schon H. velutipes sein, aber bei Kollektion 8 sollte eigentlich H. vaccinum dran stehen. Danke für den Hinweis, ich hoffe damit kannst du dich besser anfreunden.


    Viele Grüsse

    Raphael

    Hallo,


    als ich mein Mikroskop gekauft habe, gab mir der Verkäufer zwei Optionen:

    - jetzt etwas günstiges kaufen, sich damit rumärgern und in 3-5 Jahren etwas besseres kaufen

    - jetzt etwas besseres kaufen, was dann vermutlich das Leben lang reicht.


    Langfristig ist letzteres die bessere Option.

    Gebrauchte Mikroskope sind nur eine vernünftige Option, wenn man sie vor dem Kauf selber ausprobieren kann oder einen vertrauenswürdigen Händler mit vielen guten Referenzen hat.

    Privat würde ich sowas nie ungesehen kaufen.


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Hier ist die Pilzsaison so ziemlich vorbei ist (morgen gibt es Frost und Schnee).

    Also habe ich wieder Zeit, ein paar Funde ins Forum zu stellen.


    Wichtig an alle, die Fälblinge hassen oder oder langweilig finden: Bitte ganz schnell den Thread schliessen und nie wieder öffnen.

    Die Fälblings-Bestimmung ist ja nie ganz einfach, wenn ich irgendwo falsch liege und das jemand eine bessere Idee hat, bitte melden.


    1:

    Der hat mich ziemlich lange beschäftigt und ich bin nicht wirklich sicher dass meine Bestimmung stimmt.

    Habitat: Thermophiler Kiefernwald

    Geruch schwach rettichartig. L = ca. 70


    Die Sporen sind recht breit und sehr stark ornamentiert, meistens mit deutlich ablösendem Perispor (O4, P2-3).

    Abmessungen etwa 10-12.5 x 6.3-8.2 µm, Q=1.4-1.7


    Zudem sind sie sehr stark dextrinoid. (D4)


    Die Cheilozystiden sind gestielt-keulig.

    Mittelwerte (n=10): A=6.45, M=4.36, B=6.73, A/M=1.5, A/B=0.98, B/M = 1.56


    Nach langem Hin und Her meine ich, dass es mit diesen stark dextrinoiden, ornamentierten Sporen mit ablösendem Persipor nur Hebeloma echinosporum sein kann.

    Gemäss dem Schlüssel in FE14 müsste zwar es H. rostratum sein, aber da fehlen die geschnäbelten Cheilo-Zystiden.

    Nur die Zystiden sind schmaler als beschrieben, allerdings basiert die Beschreibung nur auf einer Kollektion.


    [trennlinie][/trennlinie]


    2:

    Habitat: Mischwald bei Fichten.

    Geruch kräftig nach Rettich. L=50-60.


    Sporen mässig ornamentiert, ohne ablösenden Perispor, 11.3-13.8 x 6.7-7.9 µm, Q = 1.6-1.95 (O1-2, P0)


    Sporen nur dextrinoid (D2)


    Cheilozystiden gestielt-keulig, mit deutlich verdicktem Apex.

    Mittelwerte (n=10): A=8.89, M=4.39, B=5.26, A/M=2.03, A/B=1.71, B/M=1.21


    Habitus und Zystiden führen direkt zu dem crustiliniforme-Komplex. Aufgrund des breiten Zystiden-Apex sollte es Hebeloma eburneum sein.


    [trennlinie][/trennlinie]


    3:

    Ganz ehrlich, die hier sehen eigentlich fast gleich aus.

    Sie wuchsen unter Erlen in einem Mischwald, wo es sonst vor allem Kiefern und Fichten gab.

    Geruch nach Rettich, L= 60-70


    Die Sporen sind kaum ornamentiert, 11-14 x 6.2-7.4 µm, Q = 1.65-2.1 (O1, P0)


    Jod-Reaktion schwach (D1-2)


    Cheilozystiden gestielt-keulig, aber Apex weniger dick als bei Kollektion 2.

    Mittelwerte: L=60, A=7.33, M=4.62, B=3.52, A/M=1.59, A/B=2.12, B/M=0.77


    Aufgrund der schmaleren Zystiden sollte das nun Hebeloma crustiliniforme s.str. sein.


    [trennlinie][/trennlinie]


    4:

    Habitat: Mischwald bei Kiefern und Fichten

    Geruch schwach pilzig mit Rettichkomponente


    Sporen schwach ornamentiert, ohne ablösenden Perispor (O1-2-3, P0), 10-12 x 5.5-7 µm, Q = 1.55-1.85


    Schwach dextrinoid (D2-3)


    Cheilozystiden kurz keulig bis subzylindrisch, nicht bauchig.

    Mittelwerte (n=5): L= 33, A=5.35, M=4.15, B=4.22, A/M=1.30, A/B=1.28, B/M=1.02


    Hier habe ich mich beim Schlüsseln vertan und bei einer falschen Schlüsselziffer weitergemacht.

    Matthias war so aufmerksam das zu entdecken.

    Es ist nicht wie zuerst angenommen Hebeloma incarnatulum, sondern Hebeloma laterinum.


    [trennlinie][/trennlinie]


    5:

    Eine kräftige, grosse Art und dichten Lamellen. Geruch sehr stark nach Rettich.

    Habitat im Mischwald bei Fichten, Kiefern und Birken. L=80-85.


    Sporen deutlich ornamentiert, mit teils ablösendem Perispor, 10-13 x 6.5-7.5 µm, Q = 1.5-1.85 (O2-3, P1-2)


    Sehr stark dextrinoid (D3-4)


    Cheilozystiden keulig-bauchig.

    Mittelwerte (n=6): L=39, A=6.77, M=4.68, B=7.36, A/M=1.46, A/B=0.95, B/M=1.59


    Mit den sehr dichten Lamellen und den mikroskopischen Merkmalen sollte das Hebeloma sinapizans sein.


    [trennlinie][/trennlinie]


    6:

    Noch eine Kollektion aus dem Mischwald, mit deutlich dunklerer Mitte und Rettichgeruch. L nicht notiert.


    Sporen fast glatt, meistens schmaler als 6µm (O0-1, P0)


    Sporen kaum dextrinoid (D0-1)


    Cheilozystiden keulig-bauchig, nicht genau gemessen weil triviale Art.


    Makroskopisch und mikroskopisch kann es nur Hebeloma mesophaeum sein.


    [trennlinie][/trennlinie]


    7:

    Noch so eine Gruppe die an den crustiliniforme-Komplex erinnert.

    Habitat zur Abwechslung ein Mischwald aus Kiefern und Birken. Geruch (oh Wunder) nach Rettich. L leider nicht notiert, scheint aber auch nicht entscheidend zu sein.


    Sporen kaum ornamentiert, 10.5-13.5 x 6.3-8.0 µm, Q=1.6-1.88 (O0-1, P0)


    Sporen mässig dextrinoid (D2)


    Cheilozytstiden keulig-bauchig.

    Mittelwerte (n=10): L=59, A=8.21, M=4.68, B=5.76, A/M=1.86, A/B=1.59, B/M=1.23


    Hier kommt nach FE14 nur Hebeloma velutipes in Frage.


    [trennlinie][/trennlinie]


    8:

    Eine Gruppe kräftiger, fast büscheliger Fälblinge, Rettichgeruch, bei Fichten.

    L=60-65


    Sporen schwach ornamentiert, 11.5-14 x 7.2-8.6 µm, Q = 1.55-1.75 (O2, P0)


    Sporen deutlich dextrinoid (D2-3)


    Cheilozystiden deutlich bauchig.

    Mittelwerte (n=6):L=52, A=6.35, M=5.04, B=7.05, A/M=126, A/B=0.90, B/M=1.40


    Hier komme ich bei Hebeloma velutipes vaccinum (danke Hias) raus.


    So, nun habe ich euch genug gelangweilt. Glückwunsch an alle, die bis hier mitgelesen haben.


    Gruss Raphael

    Hallo Matthias


    Für ein Hygroaster sind mir die Sporen zu wenig gestachelt.

    Es gibt auch ein Lyophyllum mit solchen Sporen (L. ambustum).

    Hatte ich noch nie in der Hand und bin nicht sicher ob das makroskopisch hinkommt.


    Hast du die Möglichkeit die siderophile Granulation zu prüfen?


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Ich habe mir Nr. 2 nun nochmal vorgenommen, nachdem Ditte 's neuste Publikation da ist.

    Von den dort beschriebenen Arten finde ich, dass am I. cincinnata und I. drenthensis am besten passen.


    Gegen I. cincinnata spricht die Zystidenform, die sollen schlanker sein, vielleicht im Schnitt etwas länger und gemäss inocybe.org oft einen welligen Hals haben.

    Die Hutbekleidung kann ich schlecht einschätzen, gemäss dem Kurzportrait sollte die weniger ausgeprägt sein als bei meiner Kollektion.


    Gegen I. drenthensis spricht die fehlende orange Hutmitte, wobei meine Kollektion nur aus zwei brauchbaren Exemplaren bestand.

    Und diese Farbtönung ist aber wohl nicht immer vorhanden.


    Fazit: Mir fehlt mal wieder die Erfahrung um zu entscheiden, wo das Gesamtbild besser passt.

    Oder ich liege völlig falsch und es ist noch was anderes.


    Bin gespannt ob wir diese Kollektion noch geklärt kriegen...


    Gruss Raphael

    Hallo Ditte


    Vielen Dank!


    Zu 2 habe ich noch ein zweites Bild von den Kaulozystiden. Sonst habe ich sie getrocknet für Nachuntersuchungen.


    Habitat ist das gleiche wie beim letzten Risspilz-Trio.

    Ein extrem heterogener Mischwald. Primär Kiefern, Fichten, Birken, durchzogen von steinigen Erlenbrüchen.

    Einzelne andere Bäume gab es auch noch in der Umgebung, habe Lärchen, Hasel und Flaumeichen gesehen.

    Höhe ca. 900m, auf Kalk. Hier ein Bild des Gebiets (der Fundort ist ca. 30 Meter entfernt):


    1 lege ich somit als I. involuta ab. Eigentlich speziell, die Art soll nach eurem Portrait in der MycBav häufig sein.

    Meine beiden Funde werden aber die ersten Kartierungen für die Schweiz... wohl hoffnungslos unterkartiert.


    3 lasse ich mal als M. cf. pseudodulcamara stehen und warte auf neue Erkenntnisse.


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen, liebe Ditte


    Ich habe wieder einige Risspilze gesammelt und habe mich bemüht diese zu bestimmen.

    Nun bin ich gespannt ob ich damit halbwegs richtig liege.


    1:

    Standort: Feuchter, recht sandiger Waldrand bei Kiefern und Birken auf ca. 800m.

    Geruch: Spermatisch

    Leider merke ich jetzt, dass ich kein Schnittbild gemacht habe.




    Sporen: 9.7-10.9-12.0 x 5.7-6.2-7.0 µm, Q = 1.53-1.75-1.96 (n=20)


    Cheilozystiden moderat dickwandig, immer kristallisiert, mit vielen Parazystiden, in KOH grüngelb, 47-56-61 x 14.5-16.5-19.5 µm (n=10)


    Pleurozystiden ähnlich, aber schlanker


    Kaulozystiden nur im oberen Drittel vorhanden.


    Die Kollektion ist mikroskopisch ähnlich der I. involuta, die ich neulich hatte.

    Nur die Kaulozystiden sind doch recht anders, kaum metuloid sondern eher unregelmässig zylindrisch.

    Auch der Stiel ist weniger deutlich gefärbt und bildet damit wenig Konstrast zu den Lamellen. Oder sind die FK einfach noch zu jung um das Merkmal gut zu erkennen?

    Ich kann mich im Moment nicht zwischen I. involuta, nitidiuscula oder tarda entscheiden. Oder vielleicht noch etwas anderes?


    [trennlinie][/trennlinie]


    2:

    Ein Höckersporer unter einer Grünerle, in der Nähe gab es auch Fichten, Kiefern und Birken.

    Geruch nicht sehr stark, irgendwie fruchtig-pelargoniumartig.

    Die Kollektion ist suboptimal, ich hatte Auftrag das Gebiet zu kartieren und wollte dem Pilz eine Chance geben.

    Vielleicht kommt nichts dabei raus.






    Sporen 9.5-10.5-11.5 x 7.0-7.8-9.0 µm, Q = 1.24-1.34-1.44 (n=15)



    Cheilozystiden 43-48-54 x 15-18-22 µm, kaum dickwandig


    Pleurozystiden oft auffallend bauchig


    Stiel am Apex


    Nach dem Schlüssel von Kokkonen&Vauras 2012 komme ich eigentlich nur auf I. proximella, auch wenn der dunkle Buckel fehlt.


    [trennlinie][/trennlinie]


    3:

    Eine Mallocybe in Pionier-Vegetation (recht frische, sandige Ufer-Böschung) in der Nähe von Kiefern und Birken.

    Geruch unauffällig.





    Stiel teilweise mit deutlicher Ringzone, an anderen Exemplaren fast genattert-faserflockig.


    Sporen recht kurz und breit, 8.9-9.1-10.6 x 5.1-5.8-6.5 µm, Q = 1.29-1.57-1.81 (n=20)


    16-21-29 x 9-10.5-14.5 µm (n=5). Fast alle einfach keulig, höchstens einfach septiert.

    Nur ganz wenige stärker gegliedert.


    Stielspitze


    Die Zystiden sind nicht so gegliedert wie ich es von M. dulcarama kenne.

    Alles in allem finde ich, dass es recht gut der M. pseudodulcamara von Ludwig entspricht.



    Viele Grüsse

    Raphael

    Hallo Thorben


    Ich habe heute auf dem Arbeitsweg nochmal an dem Trichterling herumgerätselt.

    Hast du das Sporenpulver angeschaut? War das reinweiss oder irgendwie schwach gefärbt (creme oder cremeorange)?

    Bei meiner Kollektion war der Abdruck nur sehr dünn, aber es war nicht reinweiss.


    Wenn das Sporenpulver nicht reinweiss war, würde ich unsere Kollektionen C. marginella nennen (= C. brumalis ss. auct.)


    Auf der Seite von Matthias gibt es eine ähnliche Kollektion: Bestimmungsfoto, aber mit weissem Sporenpulver.


    Zu C. marginella gäbe es in der ZMykol einen Artikel, den ich aber leider nicht habe:

    Artikelarchiv / DGfM

    Falls jemand Zugriff darauf hat und ihn (legal) mit mir teilen kann, wäre ich enorm dankbar.


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Ja, der Geruch wäre schon wichtig... auch ein Blick auf die Sporen würde helfen.

    Auf den ersten Blick hätte ich eher auf L. panaeolus getippt. Diese verwaschene Oberfläche und der firnisartige Reif am Hutrand würden dazu passen.

    Aber der Lamellenansatz ist etwas unpassend (weshalb ich auch L. martiorum ausschliessen würde).


    Es gibt noch eine Reihe von wenig bekannten Lepista-Arten die auf Wiesen wachsen.

    Ohne die Sporen zu messen wird das aber schwierig.

    Hier der Schlüssel von Egon Horak ist manchmal hilfreich: lepista_schluessel.pdf


    Gruss Raphael

    Hallo Thorben


    Das ist ja spannend... schau mal was gerade auf meinem Tisch liegt:




    Mit diesem kleinen Trichterling hast du dir keinen Gefallen gemacht. Diese Gruppe ist in der Literatur völlig widersprüchlich.

    Ich denke es könnte Clitocybe brumalis ss. Breitenbach&Kränzlin sein.

    Da stimmt fast alles, nur diese teils fast subzylindrischen Sporen nicht, die hatten meine Exemplare auch:



    Nun, C. brumalis gilt in der Literatur leider als nomen dubium, das nicht mehr verwendet werden sollte weil der Name sehr unterschiedlich interpretiert wurde.

    Ich muss heute noch Frischmaterial anschauen, werde mich aber morgen nochmal mit diesem Trichterling befassen. Vielleicht finde ich doch noch einen besseren Namen.


    Wichtig wäre schon dass du dir eine Meinung zum Geruch bildest. In Frage kommen vor allem: süss/fruchtig, mehlig/ranzig, oder einfach sehr schwach und undefinierbar.

    Und noch zur hygrophanen Verfärbung: Wie war das in der Hutmitte? Blieb die dunkler (grau) oder wurde die auch weisslich/creme?


    Gruss Raphael

    Hallo zusammen


    Die Wälder hier sind voller Schleierlinge und Fälblinge. Naja, man nimmt was man kriegt.

    Wer am Mittwoch im Online-Treff war, durfte bereits einen Blick auf die drei Phlegmacien werfen.

    Da ich bei Phlegmacien noch recht unsicher bin, wäre ich froh wenn jemand da drüber schaut.


    Habitat: Mischwald, dominiert von Fichten, auf Kalk, ca. 1000m.


    Die ersten beiden unterscheiden sich farblich, dürften aber trotzdem dieselbe Art sein.

    Ich komme da auf einen trivialen C. glaucopus - einmal braun, einmal eher gelb.

    Alles andere (Sporen, KOH-Reaktion, Geruch) stimmt überein.


    Kollektion 1:

    Geruch: Irgendwie komplex fruchtig-cristatoid-aromatisch, mir fällt nichts besseres an.



    KOH auf Hut rotbraun, im Fleisch überall gelbbraun


    Sporen klein, um 7.5-9.5 x 4.5-5.5 µm, Q = 1.5-1.9


    Kollektion 2:

    Geruch: Wie oben.

    Gleiche Lamellenfarbe, Hut aber deutlich lebhafter gefärbt. Ich dachte da zuerst eher an C. varius.


    KOH identisch wie oben


    Sporen 7.5-8.5 x 4.5-5 µm


    [trennlinie][/trennlinie]


    Die dritte Kollektion war etwas schwieriger, ich meine aber dass es C. cupreorufus sein müsste:


    Geruch: Schwach, angenehm




    Fleisch im Hut biolettlich, im Stiel blassgelb.

    KOH auf Hut schnell purpurschwarz.

    KOH 3% im Hut ohne Reaktion, im Stiel gelbbraun.

    KOH 10% im Hut bräunlich, im Stiel gelbbraun.


    Nach 30 Minuten im Stiel dunkel- bis schwarzbraun


    Sporen gross mit breiten Warzen, 11-13 x 6-7.5 µ, Q = 1.7-2.0


    Die Sporen sind etwas grösser als ich es in der meisten Literatur finde, und diese violetten Töne im Hutfleisch finde auch nirgends erwähnt.

    Die Darstellungen bei Ludwig, im AdC und anderen Büchern sind aber auch etwas widersprüchlich.

    Sehr gut passt das Bild bei PdS.


    Was meint ihr dazu?


    Lg, Raphael

    Klar hab ich das Buch, habe ja danach bestimmt.

    Aber ich gebe dem Foto immer nur zweite Priorität, vor allem bei Pilzen die farblich so variabel sind wie Seifenritterlinge.

    Im Text sind auch andere Farbtöne erwähnt, für die Hutmitte "olivaceous grey, olivaceous buff, olivaceous, brownish olivaceous to honey".

    Also sind auch eher Brauntöne erlaubt, es muss nicht rein grün sein.


    Weiter schreiben die Autoren unter "Discussion":

    It is quite possible that also collections with more greyish colours,

    from Picea-stands, are referable to T. rapipes, so that ecology could be the best

    character to separate the two species.


    Also zweifeln sie selber die grüne Farbe als entscheidendes Kriterium an, die morphologischen Merkmale sind in dem Buch nicht final erarbeitet.


    Da alle anderen Merkmale passen (er wuchs unter einer Fichte), und die Farbe gemäss Beschreibung kein klares Trennmerkmal ist, scheint mir meine Bestimmung nicht völlig abwegig zu sein.


    Bei den Seifenritterlingen ist noch so viel unklar. Darum ja cf. in der Benennung.

    Klarheit bringt ja wohl wirklich nur eine Sequenzierung.


    Gruss Raphael

    Hallo,


    ja so richtig sicher bin ich mir bei rapipes auch nicht, drum ja das cf. vorne dran und im Zoom hatte ich genau das Problem auch erläutert.

    Auffällig war aber halt schon, dass die Lamellen im Gegensatz zu Tr. boudieri überhaupt nicht röten.

    Der Unterschied bestand zwischen allen Exemplaren der beiden Kollektionen.


    Letztes Jahr habe ich genau der gleichen Stelle (und sogar am gleichen Kalendertag :)) die hier gefunden, die ich damals auch als rapipes bestimmt habe:


    (etwas überbelichtet)


    20201021_224447.jpg


    Auch da rötete nur der Hut und ein wenig der Stiel, aber die Lamellen nicht.

    Drum meine ich, dass es da doch einen wesentlichen Unterschied zu boudieri gibt.

    Ob es nun rapipes oder noch etwas anderes ist, vielleicht eine Abart des normalen Seifenritterlings, kann ich nicht abschliessend beurteilen.

    Vielleicht lasse ich ihn mit Winter mal sequenzieren.


    Gruss Raphael