Beiträge von Werner Edelmann

    GriasDi Bernd,

    makroskopisch ist das eine Leucogyrophana.

    Die absolut häufigste Art ist L. mollusca, die makroskopisch durch eine auffallend wattig weiße Zuwachskante gekennzeichnet ist. Die ist in Nadelwäldern auch richtig häufig und meist an Kiefernstümpfen oder bodennah an liegenden Stämmen zu finden, aber auch an Fichte. Die Fruchtkörper überziehen dann manchmal auch die Nadelstreu, sodass ich sie auch schon an Zapfen fand. Dass Du die an Brennnessel gefunden hast, ist bestimmt zufällig. Der Fruchtkörper ist da halt einfach "draufgewachsen". Man kennt sowas ja auch z.B. von Physosporinus vitreus oder Hypocrea citrina. Neben L. mollusca gibt's noch L. romellii und L. sororia. Die unterscheiden sich vor allem an der Stärke der Dextrinoidität der Sporen und der Sporengröße. Die Gattung ist, wie man an den Farben nachvollziehen kann, nah mit Hygroohoropsis verwandt.

    Ich hatte mal völlig farblose Fruchtkörper, total ohne orange, die sich aber dann auch als L. mollusca herausstellten.

    Ich kann das WE leider nicht auf die Alb kommen. Bin ziemlich im Stress.

    An liabn Gruaß

    Werner

    Hallo Frank, Hallo Stefan

    Im Schwarzwald heißt der dann T.pseudonictitans und wächst bei Fichte.

    Genetisch soll er sich nicht von T.fulvum unterscheiden. Makroskopisch hat er eigentlich nie gelbliche Lamellen.

    Gruß

    Uwe

    GriasDi Uwe,

    genau so ist es.

    Typische T. fulvum bei Birke sind schon a bissl anders als die gelbfleischigen im Nadelwald.

    An liabn Gruaß

    Werner

    GriasDi Stefan,

    das geht auch ohne Birke.

    Hier haben wir immer wieder Gelbfleischige bei Fichte und Tanne garantiert ohne Birke, die wir dann T. pseudonictitans nennen, auch wenn die in FNE 4 synonymisiert sind.

    An liabn Gruaß

    Werner

    GriasDi Andreas,

    ich bin noch nie auf die Idee gekommen, dass der Ästige bzw auch der Tannenstachelbart mit der Kammkoralle verwechselt werden könnte.

    C. coralloides/cristata ist ziemlich zierlich und wächst terrestrisch. Die beiden Stachelbärte wachsen an Holz (Buche oder eben Tanne) schaun komplett anders aus und werden um ein Vielfaches größer.

    Bei der Kammkoralle sind nur die äußersten Astspitzen fein und kurz kammartig stachelig. Die Stachelbärte sind viel stacheliger mit viel längeren Stacheln.

    Wird Zeit, dass Du mal einen findest.

    Bestimmt hast Du sowohl die Kammkoralle als auch den Geflecktblättrigen Flämmling richtig.

    An liabn Gruaß

    Werner

    Servus beinand',

    P. porrigens ist schneeweiß, hab ich bisher nur bodennah an sehr morschen Stümpfen gefunden und die Hüte sind tendenziell deutlich spatelförmig, jedenfalls nicht so kreisförmig, wie man das vom Austern- und Lungenseitling kennt. Den würd ich ausschließen.

    Bei der Trennung von Auster und Lunge tu ich mir oft sehr schwer.

    An liabn Gruaß

    GriasDi Andy,

    makroskopisch schaut das schon sehr nach C. purpurascens aus.

    C. purpurascens var. largusoides unterscheidet sich, wie ich es im Kopf hab, neben der anderen Ökologie im Buchenwald, doch gerade auch wegen der eben nicht gerandeten Knolle. Den würd ich also ausschließen.

    An liabn Gruaß

    Werner

    Servus beinand',

    ja, klar ist das keiner aus dem C. infractus Aggregat. Eine der großen Telamoniaarten, die wohl jung deutlich Violetttöne hat, die im Alter immer mehr zum Braunen verfärben, weshalb man unbedingt auch junge Fruchtkörper braucht. Reife Fruchtkörper aus der Gruppe um C. malachius schaun z.B. so aus.

    An liabn Gruaß

    Werner

    GriasDi Matthias,

    als "Schwammerlmo" sollte Deine Anreise ja nicht sooo weit sein. Würd mich freuen, wennst mal vorbeischaust.

    Nächstes Jahr wird's am WE 13. bis 15.9. sein.

    An liabn Gruaß

    Coole Ausstellung! :daumen:

    Besonders lobenswert finde ich zudem die Baumpilze, die anscheinend mal etwas mehr Platz bekommen haben in einer Ausstellung.

    Was mich aber am meisten beeindruckt hat ist das riesige Bild mit den Fliegenpilzen. Love it! <3

    GriasDi,

    ja, wir werden da vom Botanischen Garten sehr unterstützt. Wenn wir sagen, dass wir für die Porlinge noch einen Baumstamm brauchen, dann wird halt einer gebracht. Das ist schon toll.

    An liabn Gruaß

    GriasDi,

    du zeigst und zwar Buchen als wahrscheinlicher Mykorrhizapartner. Trotzdem glaub ich, dass da zumindest eine Eiche dabei war. Ich würd das für den Eichenmilchling, Lactarius quietus, halten.

    Der Kampfermilchling ist grundsächlich schmächtiger mit dunkleren Lamellen.

    An liabn Gruaß

    Werner

    GriasDi Wutzi,

    ja, alle freuen sich, wenn die Ausstellung näherkommt. Klar ist es viel Arbeit...wir sind von Mittwoch bis Sonntag damit beschäftigt.

    Mittwoch Hardwareaufbau..Tische, Substrat usw., Donnerstag Schwammerl sammeln und Schwammerlaufbau ab 14 Uhr, teils mit Zahnstocher trapiert, Freitag weiter Aufbau bis 9 Uhr, dann kommen die ersten Besucher. Am Freitag und Samstag wird nachgesammelt, weiter ausgestellt und überschüssige Kollektionen derweil im Kühlhaus geparkt, um alternde Exponate gerade von dünnfleischigen Arten austauschen zu können. Dazu der dauernd mehrfach betreute Kindertisch, die dauernde Betreuung der Besucher, Gruppenführungen durch die Ausstellung, Pilzberatung. Da sind sicher 30 bis 40 Mitglieder dabei beschäftigt.

    Wie gesagt..das Highlight des Jahres.

    Schee war's wieder.

    An liabn Gruaß

    Werner